Archiv für April 2006
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Samstag 29 April 2006
Raiffeisen Osthannover eG
Vielleicht nicht ganz zur richtigen Zeit, aber der Ort war schon in Ordnung.
Morgen ist der erste Mai - Tag der Arbeit -,
und Du bist zu den üblichen 'Feierlichkeiten' trotz des langen Wochenendes nicht in Berlin? Ooch, schade schade schade... Eine kleine Simulation könnte ich dir schon anbieten – zur Erinnerung an das letzte Mal, oder so – damit du nicht auf Entzug kommst.
Du bist in dem Flash-Spielchen der 'kleene Punker', wirf Mollies und sieh zu, dass dich die berliner Bullen nicht krallen. Ne, im ernst jetzt, das Spielchen mag ich wegen der pixelig-niedlichen Grafik. Das soll kein Aufruf zu irgendwas sein, außer zu ein wenig subversivem Späßken innerhalb deines Browsers. (Klick das Bild!)
Freitag 28 April 2006
Ah, YouTube...
...hat neue Bedienelemente. Das dürfte die lausigen Ladezeiten der letzten Tage erklären.
dont-set-the-world-on-fire
Ein relativ neues politisches Blog beschäftigt sich mit der steigenden Gefahr einer nuklearen Auseinandersetzung des Westens mit dem Iran. dont-set-the-world-on-fire will sich mit allen (nationalen und internationalen) Seiten beschäftigen, die in dieser Diskussion eine Stellung beziehen – so die Selbstdarstellung. Denn eins dürfte uns allen klar sein: Nukleare Waffen dürfen keine Option sein - nie wieder! (Die Diskussion im Heise-Forum ist wirklich lesenswert, das Blog aber auch.)
Simbabwe - zynische Monopolyvariante
Simbabwe – das hier beschriebene Brettspiel, nicht das Land
– erinnert stark an den Klassiker Monopoly. Was heissen soll, kennt man
die Regeln von Monopoly, kommt man auch mit diesem Spiel klar. Ebenso
wie Monopoly kann man Simbabwe in illustrierter Runde mit Freunden
spielen, wobei sich alle Teilnehmer um den selben Rechner scharen müßen
– eine Online-Version ist (derzeitig?) nicht verfügbar. Alternativ
können mehrere Mitspieler vom Rechner simuliert werden. Aber eine
wesentliche Eigenschaft muss von jedem Spieler mitgebracht werden: Zynismus.
Der Spielhintergrund basiert auf der wechselvollen Geschichte
des gleichnamigen afrikanischen Staates sowie englischer
Kolonialeinflüße. Zu Begin wird ausgewürfelt, wer anfängt. Danach geht
es darum, wer welche Felder in Besitz nimmt. Dies geschieht dadurch, das
vorhandene Resourcen erworben werden. Kommt nun ein Gegner – in Simbabwe
werden die Mitspieler halt so betrachtet – werden Geldforderungen
durchgesetzt, die akkustisch mit einer Schießerei unterlegt werden.
Aber das Plündern vorbeiziehender Horden ist nicht die einzige
Einnahmequelle, um kurzfristig Kasse zu machen, können eigene Felder
geplündert werden. Wunderbar umgesetzt ist auch der Handel mit den
Mitstreitern – es lassen sich relativ bequem Verkäufe tätigen. Weiterhin
sind noch Statistiken und andere Informationen einsehbar. Das Spiel gibt
es für lau und diesmal nur für den Mac, kommt als .dmg.gz mit
einer Größe von etwa 10,6 MB daher. Seien wir insgeheim mal ehrlich, in
Monopoly geht es darum, den anderen nieder zu machen. Simbabwe ist da
wenigsten ehrlich. Viel Spaß.
Hat sich erledigt.
Donnerstag 27 April 2006
Immer wieder Popetown (Stunksitzung - aufgewärmt)
MTViva knickte ein, und ich erinnere in diesem Zusammenhang nur allzu gerne an meinen alten Eintrag der diesjährigen Stunksitzung mit dem Titel Ratze und Meise. Ich gehe mal davon aus, dass die CxUler diesen Film nicht kennen. Also los, surft rüber, bevor jemand offizielles etwas merkt und die Site geschlossen ist.
Bully im Sonnenuntergang
Auf dem Feierabendheimweg diesen alten VW-Bus gesehen und tatsächlich meine Knippse dabei gehabt. Vor allem diese nicht wirklich barrierefreie Farbgebung hat es mir angetan.
Dienstag 25 April 2006
Virtuelles Mikroskop
Während heute Abend alle in die neuen veralteten Karten bei Google
hineinzoomen, bietet das von der NASA gesponserte Open-Source-Projekt
The Virtual Microscope einen Blick auf besonders kleine Details. The
Virtual Microscope – ein Projekt der Imaging Technology Group – bietet
Studenten und Interessierten gleich zwei virtuelle Mikroskope an: Ein
Rasterelektronen- sowie einem
Fluoreszenzmikroskop. In der
Trainingssektion gibt es Wissenswertes rund um das Thema
Elektronenmikroskop.
Bei der Beschreibung des Lieferumfangs wird es schon etwas kniffliger. Eine von zwei gesicherten Erkenntnissen lautet: Das Programm benötigt grundsätzlich eine installierte Java-Laufzeitumgebung; die zweite: Die Größen der Downloaddateien hauen einen mal wieder um (wenn man im 56k-Land wohnt oder keine Flatrate hat). Das Gute daran ist – 'Downloaddateien' schließt vielerlei Interpretationsweisen ein – das Programm gibt es nicht nur für alle Systeme (Java...), sondern ist bereits für Apple in einer 'mittelschweren' Datei als Diskimage vorbereitet. (28 MB)
Das reine Programm kommt mit schlappen 1,8 MB daher, während eine betriebssystemuniverselle Version mit zwei bereits präparierten Proben schon die Geduld eines 128 MB Downloads fordert. Das Diskimage für den Apple benötigt (mit zwei Proben inklusive) zwar nur rund 25 MB, aber die Kernaussage ist hoffentlich deutlich geworden: weitere Mikrokoskpieproben erfordern unter Umständen viel Geduld. Details hierzu gibt es auf der Downloadseite. Die nachträgliche Installation der weiteren Proben stellt sich – unter OS X – etwas kniffliger dar. (Die anderen Systeme habe ich nicht getestet – warum auch?)
Zuerst das Programm beenden, dann im Finder das Programm einmal anklicken, das Kontextmenü aufrufen und 'Paketinhalt anzeigen' anwählen. Es öffnet sich ein neues Fenster mit dem Paketinhalt (ist auch nur ein Verzeichnis – aber das wisst ihr ja). Dann zum Verzeichnis 'Resources/Java/specimens/' vorarbeiten. Dort sind bereits die Dateien lm_accel.jar sowie sem_accel.jar vorhanden. In das selbe Verzeichnis werden die nachträglich downgeloadeteten Proben kopiert. (Und anschließend das Programm neu gestartet.) (Via The Crime in your Coffee)
In der richtigen Vergrößerung erscheinen selbst Leuchtkäfer als Gruselmonster.
The Game - runden basierter Taktik Shooter
Warum das Spiel einen so simplen Namen hat, kann ich nicht
sagen – wahrscheinlich ein Kreativitätsmangel an derfalschen Stelle.Aber
Egal, bei The
Game handelt es sich um einen Taktik-Shooter, der runden basiert
gespielt wird. Zu Spielbeginn stellt ihr euch einen Swat-Trupp zusammen,
der verschiedene Aufträge erfüllen soll – beispielsweise Geiseln aus der
Hand von Terroristen befreien. (Huh, das dürfte meine Google-Hits wieder
hoch treiben.) Die Taktikelemente liegen darin, dass pro Spielfigur eine
bestimmte Anzahl von Bewegungspunkten zu vergeben ist, die sich auf
Bewegung, Waffeneinsatz und andere Tätigkeiten verteilen lassen. Nach
dem alle Spielfiguren ihre 'Aufträge' erhalten haben, ist der
Computergegener am Zug – das ist halt der runden basierte Anteil. Auf
jeden Fall kommt zu keiner Zeit Hektik auf.
The Game stellt seine Figuren und Spielfläche in einer
zweidimensionalen Draufsicht dar, die zwar keine Highlights sind, aber
ihren Zweck erfüllen und klar erkennbar sind. Auf jeden Fall sollte die
beigelegte Read-Me-Datei gelesen werden, denn die einfache Bedienung
erfüllt vielerlei Funktionen. Beispielsweise lassen sich Gefangene 'rum
schubsen' um sie auf Schaltflächen zu stellen – was automatische Türen
offen hält. Außer dem Read-Me ist das Tutorial-Spiel sehr zu empfehlen,
da die elementare Bedienung des Spiels geübt wird. Wie immer in meiner
Rubrik kostet das Spiel nichts. Der Download
(.tar.gz) des Spiels beträgt etwa 16,1 MB (das kleinere Paket
ist ein Updater des Programms, wichtige Elemente fehlen). Screenshots
gibt es auf der Homepage des Programmierers. Viel Spaß.
Hat sich erledigt.
Sonntag 23 April 2006
Atomkraft mittendrin
Am 5.11.2005 demonstrierten laut Veranstalter um die 7000 Menschen in Lüneburg unter dem Motto "Atomkraft nein danke - Erneuerbare Energien jetzt". Ich habe für diese Serie 52 S/W-Bilder zusammengestellt. Sie zeigen das Engagement quer durch alle Generationen, Musikanten und Aktivisten, eine kurze Rangelei zwischen Demonstranten und Polizei.
Der berechtigte Widerstand gegen die Atomkraft hat seine Wurzeln in der aufkeimenden grünen Politik irgendwo in den 80ern des letzen Jahrtausends. Ralph Segerts Fotodokumentationen hingegen reichen bis in die Gegenwart und belegen den Widerstand einiger Bürger gegen politisch durchgesetzten Interessen weniger Wirtschaftbosse.
Neuerliche Sicherheitslücken im OS X
Bereits vorgestern Vormittag erschien bei Heise-Online ein Bericht über Sicherheitslücken im Mac OS X. Details entnehmt ihr bitte dem Originalbeitrag. Wunderlich ist nur, dass weder MacTechNews noch MacNews darüber berichteten. Von den rein Online (von mir gelesenen – ) verfügbaren Quellen für den Macintosh brachte einzig IT&W einen Beitrag ( fscklog sei lobend erwähnt).
Ja, am Wochenende arbeiten ist nun einmal Scheiße und bringt in einigen Branchen außer Frust nichts ein, wenn man aber einen gewissen Anspruch auf zeitnahe Information wert legt, kommt [man|frau] nicht drum herum. Profesionelle Online-Medien implizieren eine gewisse Zeitnähe. Ich für meinen Teil werde meine Bookmarks erneut sortieren.
Kraftwerk
Wie bereits im Beitrag zuvor angedeutet, es gibt dieser Tage vielerlei Jubiläen – aber dieses ist nicht feierlich:
Kann sich noch jemand erinnern, welches Atomkraftwerk in die Luft flog?
Sheena is a Punk Rocker
Dieser Tage gibt es viele Jubiläen zum mitfeiern. Ich entschied mich für dieses.
Freitag 21 April 2006
Go - Taktik, Strategie - ohne bilateralen Blutverlust
Go wird runden basiert gespielt, hat aber nichts mit Fantasy oder
Action zu tun. Go ist ein altes und hinreichend bekanntes Brettspiel,
weswegen ein Link in die Wikipedia zur allgemeinen Erleuchtung genügen
soll: Go
(Brettspiel) in der Wikipedia. Ihr seid wieder hier? Gut, der Autor
des Lexikoneintrags soll der selbe sein, der die Mac-Umsetzung schuf –
soweit ich weis, ist jetzt aber völlig nebensächlich. Ein paar
freundliche Worte vorweg, die Regeln sind geringer als beim Schach.
Beispielsweise lernen wir, dass das Spiel selbst Go heißt, der dazu benötigte Tisch aber Goban. Diesen Namen trägt auch das Spiel, denn es ersetzt den Tisch, die nötigen Spielsteinchen – Stilecht aus Glas gefertigt – sowie in den Voreinstellungen vorgesehen den Spielpartner (oder die Spielpartnerin, aber darum geht es jetzt wirklich nicht). Goban ersetzt das Spielmaterial, den Tisch und ein Gegenüber, also genau die richtigen Zutaten für ein Spiel, mit dem man sofort loslegen kann.
Loslegen kann man aber nur, wenn man ein wenig Ahnung hat – von den Spielregeln natürlich. Auf playgo.to gibt es eine deutsche, schrittweise angelegte Anleitung zum Spiel. Die wurde aber mittels Java-Applets realisiert. (Das letzte System-Update eingespielt?) Aber das mit dem Java interessiert nicht, lernt vielmehr interaktiv elementare Regeln des Spiels. Ihr habt es jetzt so halbwegs drauf? Gut, der Download mit etwa 8,3 MB ist mal wieder nicht gerade 56k-freundlich, aber deutlich kleiner als beispielsweise Spice Trade.
Goban bietet chinesische sowie japanische Regeln, die – soweit ich mich erinnere – sich nur in der Punkteauswertung unterscheiden. Ach ja, in der Überschrift stand etwas von Taktik und Strategie. Auf kleinen Brettern (9*9-Felder) kommt eine taktische Vorgehensweise zum tragen, während auf größeren Brettern (13*13 und mehr) eher strategische Fähigkeiten obligen. Wobei man bei größeren Brettern die Spielweisen der arg begrenzten kleineren Bretter nicht unterschätzen sollte.
Go bedeutet Teile und Herrsche. Das heißt auf das Spiel bezogen, dass man sich einen Bereich sichert und verteidigt. Überleben kann man nur, wenn man lebensfähige Bereiche besitzt, die 'Augen' genannt werden. Aber das wird in den zuvor verlinkten Spielregeln erklärt. Goban, das Programm selbst ist jetzt gemeint, basiert auf Gnu Go. Das heißt, der schweizer Programmierer hat seine auf Open Source basierende Go-Version Intel-Like als Fat-Binary in Cocoa realisiert.
Das mit dem Hinweis auf Gnu Go soll für die Profis auch ein Hinweis auf die Spielstärke sein. Unbestätigten Hinweisen zufolge soll Gnu Go nur eine eher mittlere Spielstärke haben. Für mich reicht es... Und mit Sicherheit auch für jeden anderen Beginner. Goban bietet weiterhin zweierlei Möglichkeiten: Online mit anderen Personen zu Spielen sowie bereits gespielte und im .sgf-Format gespeicherte Partien nach zu vollziehen. (Aber vor allem an die Online-Gemeinde traute ich mich bisher nicht heran) Wer sich mit dem Spiel etwas vertrauter fühlt, kann sich ja mal an gobase.org heran wagen.
Hey, ich spielte mal seit langer Zeit wie üblich ohne Vorgabe Schwarz und habe mich behauptet, was wollt ihr?
Hinweis
Die Entwicklung wurde vor langer Zeit eingestellt. Das Spiel selbst ist aber noch verfügar.
MacForge
Die Website MacForge schreibt sich auf die Fahnen, alle Open-Source-Projekte für den Mac, oder die auf den Mac laufen, zu listen. MacForge leitet sich von SourceForge ab, was wohl die Bandbreite der Programm als auch deren Qualität hinreichend beschreiben dürfte. (Wobei ich wirklich nichts schlechtes über Open Source zum Ausdruck gebracht haben wollte, aber der Ruf der freien Entwickler ist halt nicht überall gleich gut.) Immerhin sollen rund 35.000 Projekte gelistet sein. Wer also am kommenden Wochenende – dem ersten warmen in diesem Jahr – noch nichts vorhat, hat eine reichhaltige Wühlkiste vor sich.
Mittwoch 19 April 2006
Labwire Inc. (LBWR) is a spammer
Labwire Inc. (LBWR) versendet in meinem Namen E-Mails, die zum Kauf irgendwelcher Aktien aufrufen. Ich habe niemals und – werde es nicht tun – zu einem Kauf irgendwelcher Aktien aufgerufen. Labwire spammt oder lässt spammen. Für euren Aktienkurs bekommt man hier zu Lande nicht einmal Klopapier. Außerdem verkauft ihr Überwachungssoftware Labwire, go to hell! Wegen euch musst ich meine Homepage umgestallten.Dienstag 18 April 2006
Spice Trade - orientalischer Gewürzhandel
In jungen Jahren durch den Tod eures Vaters auf euch allein gestellt müsst ihr ein Gewürzimperium im Bagdad des sechsten Jahrhunderts aufbauen, um zunächst zu überleben. In Spice Trade ist es euer Ziel, mit einem geringem Erbe in Form einer handvoll Geld, etwas Saatgut, eurem Elternhaus und einem kleinem Stück Land euch langsam aber sicher nach oben zu arbeiten. Zunächst ist eure Heimatstadt euer Wirkungskreis. Erkundet die Stadt und alle ihre Einrichtungen sorgfältig.
Euer erstes Geld könnt ihr im Hafen als billiger Arbeiter verdienen, um später im Basar euer erstes Saatgut zu bekommen, welches ihr auf eurem Acker anbaut und wiederum auf dem Basar verkauft. Aber nicht jedes im Basar erhältliche Gewürz lässt sich anbauen, einige sind nur für den Handel bestimmt. Gleich der erste Tipp: Baut nicht zuviel auf einmal an. Der Anbau von Gewürzen benötigt Zeit – der erste Anbau kann verrotten, während der letzte noch gedeiht. Abhilfe schaffen teure Lagerhäuser, auch geht der Anbau mit angeworbenen Farmern erheblich schneller.
Ein wesentlicher Faktor des Spiels ist eit und Handel. Wenn ihr mit dem Anbau von Gewürzen genug Dinar beisammen habt, könnt ihr euch im Palast neues Land oder eine Exportgenehmigung kaufen. Oder auf dem Basar ein oder mehrere Lagerhäuser. Ein weiterer Faktor des Spiels ist die unbezahlbare Zeit. Beispielsweise kostet jeder Anbau von Gewürzen Arbeitskraft und nimmt euch von eurer Gesundheit – wie im richtigen Leben. Geht eure Gesundheit zur Neige, bezahlt ihr mit eurem Leben – und das Spiel ist vorzeitig beendet.
Eine umsichtige Vorgehensweise sowohl im Handel als auch mit der Gesundheit ist daher erstrebenswert. Die Gesundheit schlechthin teilt sich in eine rein körperliche und eine geistliche. Beide müssen in Einklang gebracht werden. Für die körperliche sorgen Schlaf im eigenen Bett und Ärzte in der Stadt, während für die geistliche Gotteshäuser und Hexen zuständig sind. Um das finanzielle wohlergehen sorgen sich örtlich ansässige Banken und Basare.
Die ersten Zukäufe sollten ein Lagerhaus sowie eine Reise- und eine Exporterlaubnis sein. Ein Pferd wäre hilfreich, da es auf Reisen in die Nachbarstädte erhebliche Zeitersparnis bringt. Der wahrscheinlich wichtigste Tipp: Sollte euch die Arbeit im Hafen zu schlecht bezahlt sein, fragt die Anwerber nach einem besseren Job. Wenn ihr die beiden Jobs erledigt habt, bekommt ihr Zugang zu einträglicherem Saatgut. Wenn man es denn zu etwas mehr Geld gebracht hat, stehen einem die Märkte in Europa offen.
Um sich mit dem Spiel etwas vertrauter zu machen, ist die FAQ auf der Homepage empfehlenswert, auch das Forumenthält viele Hinweise. In den ersten Spielrunden ist auf jeden Fall probieren angesagt, denn gerade hinter den opulenten Grafiken verbergen sich weitere Menüpunkte, die zu einem erst im Laufe Spiels erscheinen und mit einem flüchtigen Blick schnell übersehen werden können. Zwischen durch bieten immer wieder kleinere Aufgaben etwas Abwechslung.
Trotz des happigen Downloads von rund 190 MB fehlen Animationen und dergleichen. Der Spielablauf wirkt zwar zunächst recht statisch, dennoch ergeben die orientalischen Grafiken zusammen mit der stimmungsvollen Hintergrundmusik eine recht exotische, kurzweilig anmutende Wirtschaftssimulation. Das Spiel läuft auf jedem Rechner, der eine Java-Runtime-Umgebung installiert hat. Das Spiel kommt erfreulicherweise in nur einer Datei (Mac-Anwender doppelklicken diese .jar-Datei, alle anderen schauen ins 'Handbuch'). Viel Spaß.
Spezial-Blog für Apple Mail
Hawk Wing – Tips and add-ons to make Apple Mail even better – hat sich auf die Bedienung und Sammlung rund um Apples Mail spezialisiert. Auch iCal und Adressbuch ist etwas dabei. Besonders Augenmerk sollte man auf die recht lange Liste mit Plug-Ins, Software (Share- und Freeware) und etlichen anderem richten. Ein Blick lohnt sich allemal.
Samstag 15 April 2006
Hauptbahnhof am Morgen...
Den Rest des Tages überlegte ich mir, ob ich spaßeshalber nicht mal eine Süddeutsche kaufen sollte – die Zeitung... Später fand ich eine in der S-Bahn, und als Bonus gab es eine HAZ mitsamt dem Hamburger Abendblatt dazu (und die übliche Bild). Unzerknittert und – von der Allgemeinen mal abgesehen – noch nicht einmal gelesen. So schlecht war der Tag bislang nicht. Wenn ihr heute Abend volltrunken im Namen des Herren (oder für wen auch immer) Deutschland in Brand setzt, schau ich mal was im Rest der Welt so los ist.
Donnerstag 13 April 2006
NetHack - altes Spiel in neuem Gewand
NetHack ist wohl eines der ältesten Computerrollenspiele überhaupt.
Selbst in der Wikipedia
wird diesem Spiel aus der Computer-Steinzeit ein eigener sowie
informativer Eintrag gewidmet. Ein Screenshot aus einem der ersten
Spiele ist dort ebenfalls vorhanden. NetHack ist ein runden basiertes
Spiel, wer den ersten Link in dem Wikipedia-Artikel folgt, bekommt eine
Vorstellung von der ursprünglichen Spielweise von NetHack. Nebenbei
bemerkt. Diablo ist ein weiterer, wenn auch wesentlich modernerer
Vertreter dieses Genres.
Sowohl bei Diablo als auch bei NetHack wird mit einem Charakter – also Du allein – ein Kellergewölbe durchstreift. Auftauchende Monster sollten recht zügig umgelegt werden, rumliegende Gegenstände eingesammelt und in Läden verkauft werden. Gut, es gibt auch verfluchte Gegenstände, von denen man besser die Finger lässt, aber so viele Details sind im Moment fehl am Platz. Mittlerweile gibt es verschiedene NetHack-Versionen, die mit einer Zeitgemäßen GUI ausgestattet sind. Vultures von den Dark Art Studios ist eine von denen. (Dort gibt es weitere Screenshots.)
Die Programme – die für Mac OS X, Windows und Unix erhältlich sind – kommen in zwei Ausführungen. Einer Eye- sowie einer Claw -Version. Der Unterschied liegt darin, das die Programme auf verschiedenen Versionen des Ursprungspiels basieren. Egal, welche Version, beide bieten letztendlich das selbe Spiel. Und beide kommen mit 'Batteries Included' – soll heißen: sofort spielfähig! Ach ja, die Mac-Verson muss vom Diskimage auf eine Festplatte kopiert werden. Für den Download der Mac-Version (egal welche) sollten etwa 27 MB erwartet werden.
Auf jeden Fall sollte die Anleitung vorher mal 'überflogen' werden,
die Optionen sind beträchtlich und auf Anhieb schwerlich einsetzbar.
Nebenbei bemerkt: In Diablo gab es zu anfangs auch immer was auf die
Mütze – also stellt euch nicht so an. Wenn man nun seine ersten Schritte
in der Welt von Moravia machen will, ist die Klasse Tourist in der Rasse
Mensch nicht die schlechteste Wahl (Rollenspieler wissen, was mit diesem
Satz gemeint ist). Eure treue Katze wird euch beständig begleiten. Ja,
ihr merkt, NetHack nimmt sich selbst nicht so ganz ernst. Viel Spaß!
Hinweis
Das Spiel wird noch aktuell entwickelt, aber die Mac-Version seht bei Version 2.1.0, während alle anderen mittlerweile bei 2.3.67 angelangst sind.
Loose End 2nd Edition
Wie ich aus meinen Kommentaren erfuhr, gibt es den Film mittlerweile mit deutschen Untertiteln. Dummerweise ist der Server im Moment ausgelastet (Due to traffic limit and me being on vacation the downloads are not availible until 04/19/06). Schauen wir also übernächstes Wochende nochmals vorbei.
Aus Rom nichts neues - Vorschau auf die Ostermesse vom Petersplatz
"Aus Rom nichts neues. Auch bei Benedikt sind alle Männer Hirten und alle Frauen Schafe. Außer für die Jungfrau Maria besteht kein Zutritt für Frauen in sein monosexuelles Schrumpfchristentum und Männerbiotop."
Theologieprofessorin Uta Ranke-Heinemann zur Ostermesse von Papst Benedikt XVI. am 16. April 2006.
(Gefunden im Stern Nr. 16 vom 12.04.06, Seite 23)
Mittwoch 12 April 2006
Betrayal at Krondor
Ursprünglich wurde
das recht komplexe Fantasy-Rollenspiel bereits vor über 13 Jahren für die
MS-DOS-Umgebung hergestellt und erfolgreich verkauft. Anlässlich einer
recht aktuellen Fortsetzung der Geschichte wurde die erste Version vom
Hersteller selbst – aus Gründen des Marketings – offiziel zum Download
freigegeben. Betrayal at Krondor läuft zwar usprünglich nur in einer
MS-DOS-Umgebung, aber aufgrund jüngster Entwicklungen im Bereich der
Prozessor- und OS-unabhängigen Programmierung kann das Spiel auf
eigentlich nicht bedachten Plattformen gespielt werden.
Mithilfe des via SourceForge erhältlichen DOSBox läuft das Spiel nativ auf Mac OS X. Weiterhin verwendete Sveinbjorn Thordarson sein selbst entwickeltes Platypus, um ein für Mac-Anwender ein simpel startbares Rollenspiel im Retro-Stil zu schaffen. Das alles unter Ausnutzung seiner eigenen Technologie sowie der frei verfügbaren DOSBox. Wenn man aktuelle Entwicklungen im Bereich der Soft- und Hardware – vor allem hinsichtlich unterschiedlicher Betriebsysteme auf ein und der selben Hardware betrachtet – keine wirklich überraschende Entwicklung.
Betrayal of Krondor basiert auf Raymond E. Feists Geschichte, die in neun Kapiteln erzählt wird. Eine Analogie in der Erzählweise zu Baldurs Tor oder gar dem Herr der Ringe ist durchaus angebracht, werden alle drei mittelalterliche Geschichten in Kapiteln dargeboten. Weiterhin stellt sich die Spielerperspektive in einer First-Person-Perspektive dar; das nicht gerade knappe Spielareal kann frei recht erforscht werden.
Aber der Technokram ist noch nicht abgeschlossen: Der Download zwar ist kostenlos, aber mit gerade mal 10,8 MB nicht gerade Modem-Freundlich. Die Anleitung zum Spiel – ebenfalls kostenlos – umfasst rund das vierfache und muss zudem noch aus mehrerlei gepakten Einzeldateien zusammen gebaut werden. Nach dem Download aller siebzehn Dateien öffnet man 'krondorm.rar' am besten in Unrar X 2.0. Alles weitere regelt das Programm und ergibt die vollständige Anleitung in einem PDF. Viel Spaß.
Montag 10 April 2006
SurplusMeter - Mengenzähler
Brauchbare Volumen- oder Zeitzähler für den Internetzugang sind am
Mac originellerweise Mangelware. Eine Abhilfe wäre beispielsweise das
Auslesen der ppp.log, was aber recht nervig ist. SurplusMeter
zählt die durch gerauschten Bytes – sowohl up- als auch downstream. In
dem Programm einfach die die Obergrenze (in GB) eingeben und das
Programm zählen lassen.
Der Autor gibt noch die Tipps, SurplusMeter in das Dock zuziehen. Wenn man denn auf Hide klickt, ist das Programm wirklich versteckt. Weiterhin wird noch empfohlen, das Programm in die Startobjekte einzutragen – was auch einen Sinn ergibt. Auch ist ein Blick in die Hilfefunktion lohnenswert. Das Diskimage ist man gerade 148 kB klein und kostet nix.
Sonntag 09 April 2006
Das Küken, die Kuh, der Fuchs und dreierlei Moral
Zugegeben, wirklich neu ist die Parabel nicht. Gestern stieß ich Fernsehen auf einen alten Italo-Western (mit Terence Hill und Henry Fonda), in der die Geschichte erzählt wurde. Als Parabel – wie bereits geschrieben – aber ohne die drei Schlüsse, die man daraus ziehen kann. Daher wird zuvorderst die Geschichte noch einmal erzählt, um gleich darauf die Moral als elementare Lebensweisheit an den gemeinen Leser weiter zu geben.
Das Küken, die Kuh und der Fuchs
Es begab sich an einem lausig kalten, regnerischen Frühlingstag, an dem ein Küken aus seinem sonst wohlbehüteten Nest fiel und auf den Boden plumpste. Glücklicherweise tat sich der kleine Vogel nichts, aber nach kurzer Zeit wurde er sich seiner Lage bewusst: Die Eltern waren weit weg und es war einfach viel zu kalt, als das man als kleiner Nachwuchs lange Zeit ohne den Schutz des Nests am Boden überleben könnte. So fing es an, laut und herzzerreißend um Hilfe zu piepen.
"Piep piep piep!" schrie das Küken. Eine Kuh kam des Weges und bemerkte den kleinen Vogel. Die Kuh fragte: "Was piepst du hier so herum?" Der kleine Vogel erklärte der Kuh seine missliche Situation und bat um Hilfe. Die Kuh überlegte und sagte schließlich: "Dir kann ich helfen." Darauf dreht die Kuh ihr Hinterteil dem Vogel zu, hob den Schwanz und lies einen riesigen Fladen auf den kleinen Vogel nieder. "So, dass dürfte dich wärmen, mehr kann ich für dich nicht tun." sagte die Kuh und trottete hinfort.
Der kleine Vogel wühlte und wühlte und streckte schließlich seinen Kopf aus dem riesigen Haufen empor. Gleich darauf schrie das Küken wieder: "Piep piep piep!" Ein Fuchs kam des Weges und bemerkte den kleinen Vogel. Der Fuchs fragte: "Was piepst du hier so herum?" Der kleine Vogel erklärte dem Fuchs seine missliche Situation und bat um Hilfe. Der Fuchs sah sich den kleinen Vogel an und drohte: "Dir werd' ich helfen..." Der Fuchs zog den kleinen Vogel aus dem Kuhfladen, wischte ihn sorgfältig ab, verschlang ihn mit einem lautem Haps und schlich satt und zufrieden von dannen.
Dreierlei Moral von der Geschicht'
Diese kurze Parabel enthält dreierlei Moral zur wohl gefälligen, allgemeinen Lehre:
- Nicht jeder, der dich anscheißt, ist dein Feind!
- Nicht jeder, der dich aus der Scheiße zieht, ist dein Freund!
- Wenn du schon bis zum Hals in der Scheiße steckst, zieh gefälligst deinen Kopf ein und halt die Fresse!
–Hey kleiner Vogel, lern deinen Kopf aus der Scheiße zu ziehen und flatter.
Samstag 08 April 2006
Trepiuno - Kleinwagen braucht das Land
Kommt er oder kommt er nicht? Das man eine derartige Frage nur mit
'Ja' beantworten kann, liegt auf der Hand. Schließlich werden zwei
geschlossene Fragen mit einer Konjunktion verknüpft. Dumm daran ist nur,
dass die Antwort mehr Fragezeichen in den Gesichtern eines Gegenübers
hinterlässt, als das sie irgend etwas klärt.
Trepiuno soll auf deutsch drei und eins heissen. Gut, dass sind vier... Der Sinn dieser Namensgebung erschliesst sich mir auch nicht ganz – eher überhaupt nicht–, aber so soll der Nachfolger des Fiat 500 benannt werden, der irgendwann im nächsten Jahr über Europas Strassen rollen soll.
Dabei soll sich die Neuauflage vom Äußeren her eng an das Vorbild halten – es wird also ein besonders kleiner Kleinwagen. Genau das Richtige für einen Stadtbewohner wie mich. Günstig soll er auch sein – deutlich unter 10.000 Kröten. In gewisser Vorfreude auf das nächste Jahr werde ich mal ein paar Pfandflaschen sammeln.
Und seid nicht verstimmt, wenn ich mal auf die Auto-Bild verlinke (das Foto stammt aus der Wikipedia). Fiat rückt auf ihrer Homepage selbstverständlich keine weiteren Infos raus. Daher meine Aufforderung: Surft rüber zu Fiat und gebt alle mal im Suchfeld Trepiuno ein (und anschließend ein 'Enter' natürlich).
Freitag 07 April 2006
Schlappen für Intelligent Design
Laut einem Bericht auf süddeutsche.de haben Forscher aus den USA einen Urzeit-Fisch gefunden, der als heraus ragende Merkmale Schultern, Arme und Handgelenke besaß. Dieses Fossil stellt für die Forscher ein Bindeglied zwischen Meeresbewohnern und Landtieren dar. Die Verfechter des Intelligent Design sahen in den fehlenden Bindegliedern einen grundsätzlichen Mangel in Darwins Theorien. Der 'Tiktaalik' dürfte den Naturwissenschaften einen deutlichen Glaubwürdigkeitsschub bescheren.
Liegt bei dem Fossil wenigstens ein versteinertes Gerippe vor, wird es bei der zweiten Erkenntnis us-amerikanischer Forscher schon deutlich heikler, aber nicht weniger interessant. Wissenschaft.de berichtet über Ozeanographen aus Florida, die glauben (*sigh*), das vor rund 2000 Jahren am See Genezareth "eine sehr seltene Kombination aus ungewöhnlichen Strömungsverhältnissen und Wetterphänomenen" vorkamen. Gemäß diesen Erkenntnissen schritt Jesus nicht über das Wasser, er stand vielmehr auf einer Eisscholle – er surfte in gewisser weise.
Wie auch immer man darüber denken mag, aber es gibt Tage, da fügt sich
alles zum Guten
.
Donnerstag 06 April 2006
Media Markt, Polen und der verlorene Werbefilm
Nach Protesten aus Polen (oder von Polen in Deutschland?) soll ein Werbefilm des Elektro-Billiganbieters nach der Ur-Aufführung in der Versenkung verschwunden sein. Nun ja, Pocher soll ja nicht gerade für Feingefühl bekannt ein und die beiden anderen Herren machen einen auf Hart. Die derzeitige Kampagne wühlt ziemlich tief in der Klischeekiste und kramt einfachste Abziehbilder hervor, die wirklich jeder Zuschauer versteht. YouTube hält diesen Meilenstein deutscher Werbegeschichte vorrätig . (Nähere Infos gibt es beim Werbeblogger, via irgend einem Forum)
Danse Macabre
Auf der Homepage der
europäischen Totentanz-Vereinigung beschäftigen sich viele Künstler
halt mit dem Sterben – vorangig in verschiedenen Kunstformen. Eher
sachlich und trocken als leicht düster geht es dort zu. Vor allem fehlt
im Musikbereich einiges aus der derzeitig aktuellen Mittelalterschiene,
beispielsweise
Tanzwut, die erst am 11.5. wieder hier in Gegend sind (im
Jolly Joker) – Saltatio Mortis hat derzeitig keine Termine hier in der
Gegend... In jedem Fall ist die aktuelle Musikszene deutlich lebhafter.
Auf der Homepage des Vereins gibt es ein paar Kleinigkeiten zu entdecken.
Dienstag 04 April 2006
Willste mal richtig geile Fotos sehen?
Dann schau mal rüber zu topleftpixels – that daily dose of imagery.
Geschichte der (Computer-) Rollenspiele
Mark Gallears wirklich beachtliche Geschichte befindet sich auf einer alten Geocities-Residenz. Seine in seiner englischen (us-amerikanischen?) Muttersprache abgefassten Abhandlung umfasst drei ziemlich lange Seiten mit recht viel Informationsgehalt rund um Computerrollenspiele. Viele alte Bekannte kann man dort wieder treffen, sofern man sich irgendwann mal mit Rollenspielen beschäftigte.
Die Geschichte beginnt bei den so genannten Table Tops oder Pen & Paper Spielen. Die wurden seiner Zeit in illustren Kreisen unter persönlicher Teilnahme aller Mitspieler gespielt. Heutige Variationen dazu nennen sich – glaube ich – LARP oder so, aber so weit geht der Artikel nicht. Die beschriebene Thematik wendet sich recht schnell den elektronischen Umsetzungen zu. Früheste Erscheinungsformen der Computerrollenspiele gehen bis in das Jahr 1979 zurück (Pen & Papers erschienen laut dem Artikel etwa fünf Jahre zuvor), in der ersten Versionen von Richard Garriots Ultima-Reihe erschienen.
Die Grafik der Rechnergestützten Spiele war nach heutigen Maßstäben eher grauenhaft. Schließlich war es das Spielprinzip, was zählte. In einer Rahmengeschichte, die üblicherweise in einer Fantasiewelt angelegt war, konnte ein Spieler – mehr oder weniger – frei die Handlung beeinflussen. In späteren Zeiten war die Strukturierung in Kapiteln eingeführt worden, die sich bis heute gehalten hat.
Im Laufe der Jahrzehnte verbesserte sich die Rechen- und Grafikleistung der PCs, die zugrunde liegenden Regelwerke wurden komplexer, womit die Spieltiefe anstieg. Rollenspiele am Computer erhöhten somit beständig ihre Komplexität, was aber durch pfiffigere Bedieneroberflächen im Vergleich zum eigentlichen Betriebssystem ausgeglichen wurde.
Unterschiedliche technische Ausrichtungen gab es ebenfalls. Etwa reine Textversionen, später mit simplen Grafiken angereichert. Kurz danach kamen zweidimensionale Draufsichten oder isometrisches Pseudo-3D hinzu. Auch eine First-Person-Ansicht kam in den Rollenspielen noch vor Wolfenstein und Konsorten zum Einsatz. Anhand des Artikels wird auch klar, dass sich Rollenspiele nicht nur auf das Fantasy-Genre beschränken. Das eine oder andere in der Zukunft gelegene Endzeit-Drama kann ebenfalls gespielt werden.
Anekdote gefällig? Zusammen mit meinem alten Kumpel spielten wir die Trilogie Das Schwarze Auge. Die Spieleabende fielen mit der Betreuung seines Nachwuchses zusammen. Der kleine folgte dem Treiben am Bildschirm recht aufmerksam und wir stellten fest, ein derartiges Spiel ersetzt durchaus eine vorgelesene Geschichte. Und wehe uns, alle Charaktere befanden sich am nächsten Abend nicht an der selben Bildschirmstelle... (Dann und wann muss man halt in derartigen Spielen seine Mannschaftsaufstellung ändern...)
Genug getextet, hier der Link. In der auf der rechten Seite befindlichen Navigationsleiste gibt es noch etwas über die mittlerweile fast völlig vergessenen Adventures. Weiterhin enthält die Rubrik Real Time vs Turn-Based informativ-geschichtliches für die WoW-Fraktion.
Dungeon Master - in Java nach gebaut
Laut Wikipedia handelte es sich bei Dungeon Master um das erste
echte Echtzeit-Rollenspiel überhaupt. Desweiteren war es es eines der
ersten Spiele, das in einer First-Person-Perspektive gespielt wurde.
Einige Nächte gingen bei diesem Spiel drauf, ich vor meinem Atari
hockend, mein Kumpel an seiner 'Freundin' fummelnd. Spielehilfen gab es
wenig, und wenn doch, mussten sie teuer über
Zeitschriftennachbestellungen oder kommerziellen
Lösungsheftchenverkäufern geordert werden. Das mit dem Internet war zu
der Zeit halt nicht so verbreitet.
Ein gewisser Alan Berfield schickte sich schon vor geraumer Zeit an, diesen Rollenspielklassiker zurück auf aktuelle Macs zu bringen. In der derzeitigen Fassung enthält das Programmpaket außer dem Spiel noch einen Leveleditor. Etwas schade an dem Spiel ist, das die Originallevel und die -charaktere nicht enthalten sind. Dennoch wirkt der Geist des Originals, das Spiel fesselt weiterhin. Mittlerweile gibt es Erfahrungsberichte und Spielehilfen zu Hauf. Beispielsweise auf dmweb.free.fr, der Anlaufstelle für die am härtesten gesottenen Fans schlechthin.
Aber auch andere Quellen mit neuen Leveln gibt es, etwa dungeon-master.com (der Link verweist auf einen Beitrag mit weiteren Leveln, aber bitte auf das verwendete Programm achten!). Das hier vorgestellte Programm heißt Dungeon Master Java, wobei man sich vom angehängten Java nicht abschrecken lassen sollten. (Es gibt dort auch Linux- und Windows-Versionen, die sind zur Zeit aber nicht so aktuell.) Der Download kostet wie immer nix, geliefert wird ein etwa 15,6 MB großes .dmg.gz, das alles notwendige enthält.
P.S. Automapping und so einen Kram gab es damals nicht. Zum Kartenzeichnen empfiehlt sich ein Block DIN A4 kariert, ein bis zwei (Druck-)Bleistifte (mit reichlich Minen) und ein Radiergummi. Gespielt wird wie folgt: Erster Durchgang: Karten anfertigen, zweiter Durchgang: Ausprobieren, dritter Durchgang: Spielen.
Sonntag 02 April 2006
Flashnews: Redigierleiche entdeckt
(Hannover/eb) In den Mittagsstunden des zweiten Aprils entdeckte der Blogger Heiko K. (42) in seinem Weblog eine verwesende Redigierleiche. Voreillig wurde der Betreiber des Blogs fest genommen. Erste Untersuchungen einer sofort herbei gerufenen Bundesrechtsschreibkontrolle lassen auf eine schlampige Arbeitweise schließen. In einer öffentlichen Stellungnahme forderte der Abgeordnete der PDF-Fraktion Gerhard Schwesterwelle eine kostenlose Verteilung gedruckter Duden an alle Bundesbürger, um "einen fortschreitenden Kulturverfall der deutsch sprechenden Bevölkerung entgegen zu wirken." In den ersten Vernehmungen entgegnete der Tatverdächtige lediglich: "Leck mich am Arsch!"
Winter in Hannover (5)
Trotz des endlich beginnenden Frühlings sei mir ein Rückblick auf den letzten Winter gestattet. Immerhin mussten sich alle Älteren die ich nach einer vergleichbaren Wetterlage befragte, angestrengt um irgendwelche Jahreszahlen bemühen. Die frühesten Erinnerungen lagen einvernehmlich irgendwo in den achtzigern – wo genau wird derzeit noch mit sinkender Hoffnung auf ein konkretes Ergebnis ermittelt. Obwohl es die Region in der ich wohne es nicht so hart traf, bin ich froh darüber, nicht mehr morgens auf den Weg zum Klo barfüßig auf irgendwelche in die Wohnung eingeschleppten Streu-Split-Steinchen zu treten.
Apples 30igster...
...wurde andersweitig hinreichend abgefeiert (sogar in Neuen Presse vom 1. April(!)). Von mir gibt es zum allgemeinen Thema Apple nur einen kleinen Spaßlink: Klick mich! Mal sehen, wer es sieht.