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Samstag 31 Mai 2008

Internet-Fahnder beim Raubkopieren erwischt

Wie die Hannoversche Allgemeine berichtet, wurden bei zwei Bremer Kripobeamten aufgrund einer Anzeige aus dem Kollegenkreis Hausdurchsuchungen wegen des Verdachts illegaler Kopien aus dem Internet durchgeführt. Welchen Auftrag die beiden Polizisten genau haben, geht aus der Kurznachricht dummerweise nicht hervor. Ebenso wenig geht der Stand der Ermittlungen in diesem Verfahren hervor.

Ob an dieser Sache nun was dran ist oder nicht, sei im Moment einfach mal einerlei. Das es keine falschen getroffen hat, behaupte ich einfach mal so. Zunächst aber stelle man sich vor, man surft so vor sich hin, lädt ab und an mal was runter, und eines morgens steht die Polizei vor der Wohnungstür – mit einem Durchsuchungsbefehl. Im Netz finden sich genügend Anwenderberichte, denen selbiges widerfuhr.

Wie bereits geschrieben, einerlei ob da was dran ist oder nicht. Das für mich pikante an der Sache ist nun folgendes: Die bereits von einigen Anwendern gemachten Erlebnisse schwappen nun direkt in die Polizei-Präsidien über. Am eigenen Leib dürfen nun zwei Ermittler das Erfahren, was sie mit ihrer Arbeit anderen einbrocken. Wenn denn ein schwarzes Schaf gefunden wird, ist da grundsätzlich nichts gegen einzuwenden.

Ohne jetzt eine Diskussion über Medienindustrien und Copyrights lostreten zu wollen, in diesem Bereich aber liegt einiges im Argen. Wenn mittlerweile einige Staatsanwälten sich weigern, Userdaten an Unternehmen heraus zu geben um sich vor einen Karren spannen zu lassen, dann sollte das einem zu denken geben. In sofern hat es mit den beiden Beamten keine falschen erwischt, denn so wird in der operativen Ebene der Blick für die tatsächlichen Probleme geschärft.

Denn nichts ist spannender, als wenn einen "Die Bullen" nächtens aus dem Bett klingeln und die Wohnung aufräumen. Ob letztendlich was bei rumkommt, ist eigentlich völlig egal. Eine wesentliche Erfahrung haben die beiden Beamten schon gemacht: Sie sind Opfer einer interesssensgeleiteten Politik, in der Unternehmen ihre Pfründe sichern wollen und einige Rechtsanwälte ihr Auskommen generieren.

Insofern haben die beiden Beamten Glück, als das keine kostenpflichtige Abmahnung dahinter steckt. Drüber hinaus haben wir auf zweierlei weise Glück als das erstens Beamte eine bürgerliche Erfahrung machen und zweitens der Beamtenapparat mal zum Nachdenken angestoßen wird. Denn es sind bundesweit mit Sicherheit noch mehr Beamte mit Recherchen im Internet beauftragt.

Das sich die Sache mit Sicherheit demnächst im Sande verläuft, das sagt uns unsere allgemeine Lebenserfahrung. Eine weitere Berichterstattung über diesen Fall darf angezweifelt werden. Gut, ein Eintrag in der Personalakte dient der Karriere der Betroffenen kaum, aber als Beamter ist man den Menschen auf dem 'freien' Arbeitsmarkt dennoch im Vorteil.



Eingestellt von Heiko um 19:35 | Kategorie: Allgemeines | |

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Donnerstag 29 Mai 2008

Schwanengesang

Der Freitag wurde an Spiegel-Anghörige verkauft. Mehr darüber beim Spiegelfechter. Irgendwie schade, denn damit geht eine streitbare Journailie in den Mainstream über.



Eingestellt von Heiko um 24:10 | Kategorie: Allgemeines | |

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Mittwoch 28 Mai 2008

Mit einem Fuß im Knast

Laut einer Kurznachricht aus den ÖRs hat ein weiter Genosse der SPD die Aufmerksamkeit der Staatsanwaltschaften auf sich gezogen. Nach einer Verhandlungsdauer von 18 Monaten befand das Landgericht Köln das SPD-Mitglied Hardy Fuß (53) wegen Beihilfe zur Untreue für schuldig. Drei Jahre gab es dafür aus dem Stehgreif. Nun gut, wegen überlanger Verfahrensdauer wird der Zeitraum einer Schwangerschaft angerechnet.

Ebenso Schwanger gingen letztendlich die Entscheidungen unserer Gerichte gegen die Genossen Klaus Heugel (70) und Norbert Rüther (57) – beide ebenfalls Sozialdemokraten –, die nach einer Revision in Karlsruhe nun auf eine Bewährungsstrafe hoffen dürfen – anstatt Knast. Mit Sicherheit wurden die beiden Genossen aus dem Stehgreif heraus zu Gefängnisstrafen verurteil, aber soviel lässt sich aus dem Artikel des Express nur erahnen.

Nicht schlecht, aus dem Stehgreif heraus gleich in den Knast. Ohne Bewährung oder so. Das einzige was mir dazu nur einfällt, ist das kleine Lied von Marc-Uwe Kling: Wer hat euch verraten?



Eingestellt von Heiko um 22:08 | Kategorie: Meinung | |

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Arbeitslosenstatistiken

Die Süddeutsche-Online stellte jüngst fest, dass die Arbeitslosenzahlen seit der Kohl-Ära wohl geschönt worden sein sollen. Dazu fällt mir nur folgendes ein:

<Loriot>

Ach.

</Loriot>

Der Hut ist so alt, dass mir dazu nichts mehr einfallen will. Na immerhin ist diese Erkenntnis nicht nur in den Mainstreammedien angekommen, darüber hinaus wird sie vom Munde gegeben.



Eingestellt von Heiko um 21:34 | Kategorie: Meinung | |

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Festplatenpartionierung am Mac

Irgenwie scheint es in paar Probleme zu geben, wenn man versucht, eine recht kleine Partition mittels des Festplattendienstprogramms anzulegen. Ist die Bildschirmauflösung nicht hoch genug, kann man keine kleinen Werte eingeben. Also: Je höher die Auflösung ist, umso kleinere Werte kann man eingeben. Blöd nur, wenn das gerade verwendete Darstellungsgerät nicht allzuviel hergibt. Aber in der Hotline der c't wird eine Abhilfe beschrieben.



Eingestellt von Heiko um 21:21 | Kategorie: Mac OS X | |

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Glamour Photography Magazine

Anno Domini 1957 reisten zwei Jungs durch Amerika auf der Suche nach ländlichen Schönheiten, die sie Fotografieren wollten. Ihr Ergebnis war ein Druckwek namens Glamour Photography Magazine, welches nun nach einem halben Jahrhundert eingescannt vorliegt. Nackte Tatsachen gibt es zwar nicht viel – eher gar nicht – zu bestaunen, aber für einen alltags-erotischen Einblick in die USA der späten 50er reicht es allemal.

(Klick gefälligst auf das Bild!)



Eingestellt von Heiko um 21:06 | Kategorie: Angeklickt | |

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Cover Scans

Wer noch DVD- oder VHS-Cover diverser älterer Horror, Splatter oder ähnlicher Filme braucht, sollte sich mal auf DVD Scans umschauen.



Eingestellt von Heiko um 20:51 | Kategorie: Angeklickt | |

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Josh Keyes

Josh Keyes' arbeiten geben dem Begriff 3D eine neue Betrachtungsweise. Aber auch die anderen Werke verbinden Natur und Zivilisation in einer neuen Sichtweise.

Hosh Keyes  

(Klick auf das Bild!)



Eingestellt von Heiko um 20:45 | Kategorie: Angeklickt | |

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Mapping the Holocaust

Nach dem die allgemeninen Gedenktage, die bezüglich der deutschen Geschichte im Mai gelaufen sind, fand ich in meinem allgemeinen Chaos einen eigentlich interessanten und wichtigen Link wieder: Mapping the Holocaust. Auf der Seite werden einige Layer für Google-Earth angeboten, die die Entstehungsgeschichte und Verbreitung der Konzentrationslager unter dem Nazi-Regime veranschaulichen. Aber selbst wer nicht Google-Earth nutzt, wird auf der Seite mit Informationen zum Holocaust gut versorgt.



Eingestellt von Heiko um 20:31 | Kategorie: Allgemeines | |

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Star Trek (Hochtzeits?-) Torte

Nach dem Mr. Sulu heiratete, hier nun die (wahrscheinlich inoffizielle) Hochzeitstorte:

(Klick auf das Bild!)



Eingestellt von Heiko um 20:21 | Kategorie: Allgemeines | |

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Freitag 23 Mai 2008

Kentucky schreit Ficken

Diese Assoziation hat sich in mein Hirn gebrannt, seit dem Ich The Kentucky Fried Movie das erste mal sah. Soweit meine Erinnerung. Dieser Film schien wohl eine amerikanische Antwort auf die britische Komikertruppe Monty Phython zu sein. Irgendwie ist es den Leuten auch gelungen, komisch zu sein. Beispielsweise wird der Gefahrensucher zur Zeit im deutschen Fernsehen wieder aufgelegt. (Aber das jetzt detailiert raus zu suchen, dazu bin in zu Faul; der gefakte Mist wurde gesendet. Glaubt mir.)

Gut, ich komme mal wieder vom hundersten ins Tausendste. Eigentlich wollte ich eine eine Persiflage auf The Kentucky Fried Movie vorstellen. Dabei vergaß ich, das eben jener Fake-Film – Kentucky Fried Cueltry – das Original zum Anlass genommen hat, irgendetwas auf die Schippe zu nehmen. Der Dung vom Spaltboden der eu-konformen Viehställe wird es nicht mit Sicherheit nicht sein, so viel sei versichert.

Weniger auf die Schippe genommen haben die Tierschützer rund um PeTA die Vorlagen aus der btitischen Komiker-Szene. Denn Kentucky Fried Cueltry spielt zwar auf die ursprünglichen Vorlagen an, aber kommt zu einer völlig anderen Aussage. Die alte Steilvorlagen wurde sogar ein wenig weiter entwickelt. Klischees aus diversen Action-Streifen dürfen erwartet werden, aber nicht überraschen. In der wie eine Filmhomepage eines Kinostreifens aufgemachten Site werden die Umgangsformen mit unseren angehenden Lebensmitteln in einer eher am Klischee-Hollywood-Kino orientierten Darstellung gezeigt. Irgendwie verkürzt und überzogen dargestellt, aber passen tut es trotzdem. Irgendwie.

Kurze Clips wechseln sich mit mageren Beschreibungen ab, die über die Nachteile einer industriellen Lebensmittelversorgung informieren wollen. Ein angemesserner Umgang mit den Resourccen unserer Fleischversorgung sollte selbstverständlich sein, immerhin handelt es sich dabei um denkende und fühlende Lebewesen, die wir alltäglich so fressen. Erheiternd ist das alles schon irgendwie, das mit der PeTA und deren Sichtweise über unsere Fleisch-, Fell- und Lederlieferanten. Satt werden wollen wir aber schon irgendwie; und warm bleiben wir auch. Irgendwie.

Das für die PeTA-Werbeshow plakativ, appetiliche (im westlichen Geschmackssinne selbstverständlich verstanden) erscheinende Models sich anbieten, lassen wir mal für den Moment außen vor. Vielleicht sollten wir uns mal einen Kopf darüber machen, aus was unsere Schitzel so gemacht werden. Ich probiere es mal mit einer anderen Metapher: Fair und Genfrei behandelte Hühner schmecken einfach besser. In diesem Sinne: Guten Appetit!

P.S. Wenn in einer größeren Shopping-Mall mehrere amerikanische Schnellimbisse sowie kleine, dennoch regelkonforme Garküchen ihre Devotionalien darbieten, ratet mal, wo eure Kinder hin rennen. Na lecker, anschließend versucht ihnen mal was über vernünftige Ernährung zu erzählen.



Eingestellt von Heiko um 23:38 | Kategorie: | |

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Die Welt ist nicht Flach

Sie ist eine Kugel, innen hohl und bevölkert. Oder was meinst Du, warum deine Schuhsohlen immer nur vorne an den Zehen und Hacken abgenutzt sind? Wahrscheinlich nur des wegen, weil Du dich beständig im inneren einer Hohlkugel fort bewegst. das glaubst Du mir nicht? Dann schau mal Keppler Rolf vorbei.

(btw: Ich weiß zwar nicht ob es Ernst gemeint ist oder nur eine gelungene, haltlose VT, aber man kann sich durchaus einen langweiligen Frühfeierabend mit des Herrn Kepplers Elaboraten zerstreuen.)



Eingestellt von Heiko um 21:24 | Kategorie: Angeklickt | |

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Samstag 17 Mai 2008

WWDC-Bingo

Allenthalben spatzen es die Pfeifen von den Dächern: Eine frische World Wide Developer Conference steht an. Es gibt im Vorfeld viel zu berichten, über ungelegte Eier. Ebenso stellt sich die Nachrichtenlage, es wird viel spekuliert, gewünscht, gemutmaßt. Mit Begriffen wird nur so um sich geworfen, auf das der elektronische Blätterwald in einem weihnachtlich weißem rauschen unter geht.

Der geneigte Leser merkt sich vielleicht den einen oder anderen Zwischenruf und denkt sich: Bingo, den Mist habe ich schon mal vernommen. Aber aufstehen und laut „Scheiße“ rufen traut er sich dennoch nicht, denn es fehlt ihm an einer Übersicht der Begriffe, die ihm bereits zwecks Betäubung an Kopf geworfen wurden. Wenn sich jetzt jemand an Bullshit-Bingo erinnert fühlt, dann hat er trotz der vielen Einschläge seitens der Mac-Berichterstattung sich noch eine brauchbare Wahrnehmung erhalten können. Voll krassen Respekt, ey.

(Klick auf das Bild)

Also, WWDC-Bingo und Bullshit-Bingo läuft auf 's selbe hinaus. letzteres wird als bekannt voraus gesetzt, ersteres ist eine Variation dazu. WWDC-Bingo fragt nach dem Start eine (ganze) Zahl ab, danach wird ein quadratisches Raster mit 5 mal 5 Feldern dargestellt, in dessen Einzelfeldern sich einige Marketingwörter rund um den Apple Macintosh befinden. Diese Begriffe sollen nun angeklickt werden sobald man über sie live während der WWDC hört. Alternativ geht es auch, wenn man einige hiesige Apple-Publikationen verfolgt.

Gemäß den Regel des Bullshit-Bingos hat man aufzustehen und lauthals Scheiße zu schreien, wenn man eine Spalte, eine Zeile oder gar die diagonale vervollständigen kann. Ok, im Original soll man Bullshit rufen, aber Scheiße dürfte eine brauchbare Übersetzung sein. Apropos Übersetzung: In den Textfeldern funktioniert es ja schon ganz gut, aber in den eh' nicht gebrauchten Menüs und Dialogen hapert es noch ein wenig. Was soll 's, WWDC-Bingo gibt es für lau, der Download des man gerade 276 kB kleinen ZIP-Files mit der mehrsprachigen Version dauert kürzer als ein trockenes Husten. Gimme high five, babe!



Eingestellt von Heiko um 24:43 | Kategorie: Mac Games | |

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Freitag 16 Mai 2008

Ivan Sutherland

Ivan Sutherland, der Erfinder der Icons wird heute 70. (via 2DF)



Eingestellt von Heiko um 23:40 | Kategorie: Allgemeines | |

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Videos der re:publica 08 online

Etwa gegen kurz vor zwei Uhr nachmittags vernahm ich via Heise-Online, dass die diesjährige re:publica ihre Videos im Internet verfügbar machte. Die Meldung erschien um zwanzig nach elf vormittags. Etwa eine Stunde nach meiner Wahrnehmung, also ungefähr um kurz nach drei Uhr nachmittags trullerte der erste Kommentar ein. Knapp zwanzig Minuten später fand sich noch jemand, der sich zu dem Thema äußerte.

Ganze zwei Leute fanden sich bemüßigt, ihre Kommentare zur ach so wichtigen Bloggerkonferenz abzugeben. Noch mal langsam: 2; in Worten: Zwei. Die erste Steigerung zu dem Sachverhalt ist, das bislang zwei (2) Meinungen im Raum stehen, die aber in kein Gespräch münden.

Die zweite Steigerung ist, dass auf Heise-Online an einem Freitag nachmittag eigentlich alles, nun ja, umschreiben wir es mal freundlich: irgendwie kommentiert wird. Unfreundlicher formuliert könnte man sagen, dass die Heise-Trolle freitag Nachmittags alles zerlegen, was ihnen unter die Tastatur kommt. Aber was ist gelaufen? Nichts, nada, njente, nothing.

Die dritte Steigerung ist, das Golem.de überhaupt nichts brachte. Warum auch? Das erste Posting spricht schon für sich selbst: Cooler Beitrag von 'nem Prof aus Harvard zum Thema vergessen. Na Klasse, das bekomm' ich alleine hin, da brauche ich euch nicht zu. Und überhaupt das mit den Mikros, im Ergebnis kann man die Aussagen des wichtigen Profs schlecht hören, um im gleichen Atemzug eine Ausrede für das Vergessen zu bekommen.

Im zweiten Posting wurde die Frage gestellt, warum man sich die re:publica überhaupt antun solle, schließlich werde alles sowieso hinterher per Video veröffentlicht. Warum gestalten die Leute nicht gleich ein Vidcast (wie auch immer der Kram richtig heißt); so richtig mit avatar-beseelten Kommentaren, twitter-gefechten und diesen üblichen Web 2.0-Ajax-Mediawiki-und-so-Scheiß inklusive heftigen H.264-Downloads eingebettet in Flash.

Habt ihr was zu sagen?

Dann tut es doch einfach.

Die ganzen How-To's um irgend etwas zum laufen zu bekommen, die gibt es schon länger im Netz. Hierzu eine kleine Anekdote meinerseits: Vorletztes Jahr musste meine alte italienische Mobilie zum TÜV. Dummerweise war kurz vorher wegen eines Halterwechsels ein neuer Brief fällig. Zum TÜV-Termin legte ich nun den frischen Brief beim Gutachter vor, der mir eine Plakette auf mein Kennzeichen pappen sollte. Das klappte nicht, weil im neuen Brief die alten Eintragungen nur begrenzt übernommen wurden. Dummerweise waren die LM-Felgen nicht eingetragen, weswegen es keinen neuen Zweijahres-Seegen gab. Eine ABE wollte vorgelegt werden. Aber wie soll man an eine ABE für ein paar Felgen an einem südländischen Kleinwagen kommen, welche beide nicht mehr gebaut werden? Google war mein Freund; runter geladen, ausgedruckt, vorgezeigt und Plakette erhalten.

Zurück zum Thema: Was will mir die re:publica erzählen, was ich nicht in ein paar Minuten mir selbst zusammen suchen kann? Irgendein Zusammengehörigkeitsgefühl? Das muss man sich mal antun: freitags an einem Nachmittag bei lausigem Wetter wird in der Trollhöhle über die Bloggerszene berichtet und kaum 'ne Sau schaut hin. Ob ich nun mit euch alleine bin oder ohne euch, es macht keinen Unterschied.



Eingestellt von Heiko um 23:31 | Kategorie: Allgemeines | |

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Blog vs. CDU

Beim entrümpeln meiner Blogroll musste ich feststellen, dass das Blog Stoppt Merkel wieder aktiv ist. Cool. Rausgeflogen ist jener, welcher auf das Blog (der) Liberalen ohne Gnade verwies. Man, da ist ja die Mainstream-Presse witziger.



Eingestellt von Heiko um 21:28 | Kategorie: | |

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Bibcamp

(Klick auf das Banner!)

Dieses Wochenende läuft eine Tagung von Bibliothekarinnen, die, wenn man dem Programm halbwegs glauben schenken darf, sich einen Kopf über ihre Zukunft im Web 2.0 machen. Meine Gedanken dazu hinterlies ich drüben beim Andreas – immerhin hat er dazu aufgefordert. Besonders abätzen musste ich über P(ublic) P(rivat) P(artnership), aber auch ein paar Gedanken über Copyrights im allgemeinen finden sich in Andreas' Kommentaren. Ein Schwerpunkt meinerseits liegt auf der Verwendung wissenschaftlicher Arbeiten, die mithilfe öffentlicher Gelder von uns – euren Kindern – wie auch immer – erstellt wurden. Andreas wird mit Sicherheit in der nächsten Woche über die Tagung näheres berichten. Nähere Infos gibt es natürlich nur dann, wenn ihr die obigen Links abarbeitet.



Eingestellt von Heiko um 21:15 | Kategorie: | |

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Über Hansen gebloggt...

...hab' ich zwar nicht, aber beim Andreas drüben einen ziemlich fetten Kommentar abgegeben. Im Detail geht es um die Verbindung zwischen der Bahn und der DEVK. Den Zusammenhang kann man sich durchaus mit öffentlich zur Verfügung stehenden mitteln selbst erschließen.



Eingestellt von Heiko um 20:45 | Kategorie: Allgemeines | |

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Donnerstag 01 Mai 2008

The mob take the station

Na klar habe ich was zum ersten Mai: Eine Anekdote aus meinem letzten Urlaub. Nach einer Exkrusion zum Teil zu Fuß und zum Teil mit den Öffis landeten Ich und mein damaliger Reiseführer schlußendlich am (im?) Hua Lamphong.

Eisenbahnerstreik in Thailand

Das dort zunächst nichts ging, wunderte uns doch sehr, denn schließlich sind die Thais für ihre sehr pünktlichen Abfahrzeiten berühmt. Mein Kumpel, der meine Reise fürsorglich begleitete, fragte einen der vielen auf den Bahnsteigen anwesenden Polizisten, was denn gerade los sei. Immerhin konnte der angesprochene Offizielle soviel Englisch, das es selbst für mich ausreichte: The mob take the station.

Wir sind in eine Abschlußkundgebung der thailändischen Eisenbahnrgewerkschaft geraten. Was im Endergebnis daraus wurde, kann ich leider nicht mehr sagen. Allein diese Szene – siehe mein Foto, einen Artikel in der Bangkok Post am nächsten Tag sowie die Aussage des Polizisten mit seiner wirklich dicken Kanone auf dem Bahnsteig – war die Reise wert. (Die Ausgabe der Bangkok besitze ich nicht mehr.)



Eingestellt von Heiko um 19:22 | Kategorie: BKK 50 | |

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Bewertungen im Web 2.0

Mal blöd gefragt: Wann lohnt es sich, ein Buch zu kaufen oder eine Kinokarte zu lösen? Grundsätzlich wird beides mächtig beworben, aber halten die verkauften Inhalte einer inhaltlichen Überprüfung stand? Blöderweise kann Otto Norm dies erst hinterher beurteilen, eine Frühwarnung wäre ja schon nett gewesen. Denn danach hätte man sich für einen anderen Zeitvertreib entschieden. Diesbezüglich liefern Entscheidungskriterien genau die Personenkreise, welche das begehrte Objekt des eigenen Interesses schon gesehen haben.

Kritiker sind ja eigentlich immer willkommen, denn sie nehmen eine teure Entscheidung vorweg. Kinokarten, Bücher und DVDs kosten Geld. Eine Verschwendung monetärer Ressourcen ist mehr als ärgerlich, da Otto Norm hierfür in Zeiten sinkender Reallöhne einen nicht unerheblichen Teil seiner Arbeitszeit und somit seiner Lebenszeit für einen harmlosen Spaß aufwenden muss.

Leider nehmen sich einige fest angestellte Schreiber den Anspruch heraus, ein Monopol auf glaubwürdige Kritiken inne zu haben. Beispielsweise fragt David Hugendick auf Zeit-Online, ob es schlimm sei, ob ein Buch vor all den vielen Laienkritiker sicher sei. Nein, denn meines erachtens ist kein Buch vor einer Beurteilung sicher. Meine persönliche Frage lautet vielmehr: Wie muss man die Anzahl der Kritiken gewichten? Ein professioneller, festangestellter Schreiber gegen 38 Kommentatoren aus einem fachkundigen Forum?

Nein lautet meine Antwort, denn hier muss man mal des Volkes stimme gelten lassen. Wenn eine Mehrheit sich eher negativ gegenüber ein Buch oder einem Film äußert, dann sollten sich die Autoren durchaus mal Gedanken über ihr Produkt machen. Der Herr Hugendick macht sich zwar viele Gedanken über die vielen – nennen wir es mal unprofessionellen – Kritiken, aber zum Schluss hin bleibt vom Artikel nur ein Zugeständnis übrig:

Die öffentliche Laienkritik wird daran nichts ändern. Sie kann sogar bereichernd wirken. Zumindest beweist sie, dass es immer unendlich viele Antworten auf die Frage geben wird: »Und, wie ist denn das Buch?«

Ja Mann, so sehe ich das auch. Was helfen mir gesalbt klingende Sätze, wenn nix für sauer verdientes Geld erwartet werden kann. Eine tiefenpsychologische Interpretation nebst einer Beschreibung irgendwelcher kaum nachvollziehbaren filmischen oder schriftstellerischen Highlights wird immer nur einem begrenzten Publikum zugänglich bleiben, solange die – von mir aus den Fingern gesogene – Zahl von 38 Gegenkritikern eine entgegengesetzte Meinung inne haben. In so einem Fall schlage ich mich auf die Seite der Gegenkritiker und gebe mein Geld für andere Dinge aus. Die Stimme 2.0 erhält von mir gewissermaßen den Zuschlag. Knapp beschrieben: Wenn die Mehrheit meint, etwas sei Scheiße, dann sollte 'man' seine Schuhsohlen davor schützen, nicht aus versehen in einen haufen 'Glück' zu treten.

Aber in der letzten Woche ging es auf Zeit-Online richtig ab. Philip Faigle berichtet über die Macht der Vielen. Gemeint ist hier natürlich der freie Meinungsaustausch via Foren und so über die Qualität von Produkten und den dahinter stehenden Produzenten. Blöderweise tauschen die Konsumenten (also wir) ihre Meinungen und Erfahrungen über frei verfügbare Kommunikationswege (mal recht krude ausgedrückt: Das Internet) aus.

Neuerdings meinen einige angedungene Schreiberlinge, ihr Privileg als alleinige Beherrscher der einzig wahren Meinungshoheit bewahren zu müssen. Ins Feld geführt werden wie kaum anders zu erwarten Marketing-Forscher. Diese behaupten nun, dass es schwerlich möglich sei, gegen den Mob – aka Verbraucher – anzustinken. Warum auch, denn wir erwarten für unsere paar Kröten ein Minimum an Gegenwert. Wenn der nicht kommt, bleiben halt recht schwache Mittel der Gegenwehr. Das stärkste Gegenmittel gegen schlechte Qualität ist und bleibt die Mundpropaganda.

In diesem Sinne bleibt mir nur zu sagen: recht so! Wer Mist produziert, sollte auch durch eine angemessene Kritik gewürdigt werden. Die Gefahr, das öffentliche Foren von Reklamemenschen unterminiert werden, ist zwar nicht neu, wird aber von Philip Faigle mal wieder hoch gespült. Trotz dieser Wiederbelebung alter Tatsachen dürfte sich die Erkenntnis des zu bewerbenden Feldes frei zugänglicher Äußerungsmöglichkeiten glücklicherweise kaum verbreiten. Denn eine wesentliche Hürde gefakter Beiträge stellt leider die Glaubwürdigkeit dar.

Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zwischen echten Meinungen und viralem Maketing stellt denn des Volkes Maul dar. Letzteres wird zwar gerne kopiert, aber nie erreicht. Die Opel-Blogger können hiervon ein Lied singen. Erstaunlich hingegen ist es, das Reklamestrategen es nun in diversen Fachforen versuchen. Künftig werden also die letzten öffentlichen Meinungsäußerungsplattformen von so genannten Meinungsmultiplikatoren unterwandert. Persönlich herausfiltern kann dies nur, der sich eine gewisse Lesekompetenz erarbeitet hat: Wird irgendwo im WWW ein Produkt ohne Wenn und Aber über den Grünen Klee gelobt, waren mit hoher Wahrscheinlichkeit gedungene Meinungsmacher am Werk.

Die Online-Ausgabe der Zeitschrift Die Zeit versucht mit den beiden oben verlinkten Artikeln die Meinungshoheit gegenüber den Foren zu gewinnen. Blogger wurden in beiden Artikeln nicht (mehr?) berücksichtigt. Hier kann wohl ein verlorener Kampf unterstellt werden. Anders hingegen verhält es sich derzeitig bei Foren, in denen oftmals unkritisch kommentiert wird und ein lautstark argumentierender Poster nur allzu leicht die Oberhand gewinnt. Eine leider nicht von den allgemeinbildenden Schulen vermittelte Lesekompetenz wird in naher Zukunft unabdingbar werden, um Die Macht der Vielen aufrecht zu erhalten.



Eingestellt von Heiko um 18:17 | Kategorie: Allgemeines | |

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