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Dienstag 30 Juni 2009

Los Disneys - Aufräumen in Disneyland

Anno 2015 war die amerikanische Regierung sowas von Pleite, dass sie einem Verkauf von Florida an den Disney-Konzern zustimmte. Die Halbinsel stand fortan unter der uneingeschränkten Herrschaft des Vorstandsvorsitzenden Michael Eisner, der den ehemaligen Bundesstaat in Los Disneys umbenannte. Blöderweise geht vom neuen Staat eine nukleare Gefahr aus, die die „freie“ Restwelt bedroht.

Die erste Vorhölle. Ehrlich gesagt bin ich kaum weiter gekommen. Klick auf das Bild.

Das primäre Ziel des Spiels ist es, den tiefgefrorenen Kopf von Walt Disney zu finden und zu vernichten, womit die Gefahr eigentlich gebannt wäre. Dummerweise werden beim erreichen des primären Ziels Atomwaffen automatisch gestartet, womit das Schiksal der Welt besiegelt wäre. Die Grenzen zu diesem schurkischen Staat wurden vom Spieler bereits heimlich überschritten, womit die Operation praktisch hinter der Kasse startet. Egal wie man sich gegenüber den normalen Besuchern des kollektiven Freizeitparks verhält, egal, ob man das Ziel erreicht oder nicht, die Welt ist eh' im Arsch. So könnte man die Aussage von Los Disneys zusammen fassen.

Bei Los Disneys – das Spiel nennt sich wie der fiktive Staat – handelt es sich kaum um einen üblichen Shooter, obwohl er technisch als 1st person shooter realisiert wurde. Vielmehr haut das Spiel genremäßig in die Culture-Jamming-Kerbe. Zum Softwareprojekt gehört die Homepage dazu, da sie Hintergründe sowohl zum Spiel als auch Projekt selbst erläutert. Los Disneys spielt mit der in Politik und Wirtschaft weit verbreiteten Meinung, das mit dem Untergang eines Megakonzerns (Stichwort )ein gleichzeitiger Untergang der gesammten Welt einhergeht – egal wie man sich verhält. Bleibt man als Konsumjunkie wie gewohnt teilnahmslos, übernimmt ein böses Wesen die Herrschaft. Wehrt man sich, wird eine totale Vernichtung ausgelöst.

Screenshot der Los Disneys Homepage. Klick auf das Bild.

Angemerkt sei noch, das Los Disneys den Walt-Disney-Konzern parodiert. Wer sich für derartig kopflastige Hintergründe überhaupt nicht interessiert, dem bleibt dennoch ein inhaltlich vom Mainstream abweichendes, grafisch leider altbackenes Ballerspiel.

Und noch eine Kleinigkeit sei von mir im Zusammenhang mit 1st-Person-Shootern angemerkt: Die Ziele werden in dieser spielhaften Umgang in jedem Fall durch fiktive Disney-Figuren dargestellt. Sollten dennoch diverse Eltern auf die Idee kommen, ihre Kinder könnten dennoch geschädigt werden, so muss ich deren generelle Erziehungsstragie hinterfragen. Die Sache mit Walt Disney muss man in einem übertragenen Sinne verstehen. Diese Person könnte man beliebig mit anderen Konzernlenkern ersetzten.

Das Spiel basiert auf der alten – in Mac-Kreisen seit langer Zeit wohl bekannten Aleph-One-Engine. Um Details über Einstellungen und Tastaturbelegungen und so was weiter zu geben, bin ich zu faul. Alte Hasen wissen bescheid, die jungen Karniggels testen es einfachmal an. Trotz des alters läuft es auf meinem 20-Zoll-Intel-iMac-Aluminium-Doppel-Herz-Kern ohne Probleme. Der Download manifestiert sich auf der heimischen Festplatte in einer etwa 48 MB kleinen Zip-Datei. Zusätzlich existieren Versionen für Windows und Linux (– der selbe Link). Wie immer kosten die von mir vorgestellten Programme – schlicht aber ergreifend – nichts. Viel Spaß.



Eingestellt von Heiko um 22:50 | Kategorie: Mac Games | |

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Mittwoch 24 Juni 2009

Scheiß Internet

Ich will mich da jetzt nicht in Details verlieren, aber für einige ist „das Internet“ nur etwas, wo man umsonst Post verschicken kann. Für mich persönlich ist das Internet eine technische Grundlage, auf deren Basis Menschen miteinander in Verbindung treten. Also: Hinter dem Internet stehen grundsätzlich immer Menschen, die Technik tritt dabei in den Hintergrund und erfüllt lediglich einen Zweck. Eine rein technische Kommunikation von Geräten wäre ja so was von tot, da fehlen mir die Worte.

Blöderweise stehen viele gewählte Abgeordnete angeblich mitten im im Leben und sind sowas von abseitig jeglicher Kommunikation, das es einer Sau graust. Einige von uns sind mittlerweile mehr als ein fünftel Jahrhundert in rechnergestützten Kommunikationsnetzen unterwegs, und erst jetzt kommt zwischenmenschliche Kommunikation angeblich in der Politik an. Reife Leistung! War das Ignoranz oder Faulheit?

Abhilfe schafft eine Offenheit, wie sie beispielsweiseauf hat mein abgeordneter fuer netz sperren gestimmt.de gezeigt wird. Dort kann man geordnet nach Abgeordneten, Fraktionen, Bundesland oder nach Stimme suchen. In keinem Fall werden die Suchergebnisse überzeugen.

Aber ein wirkliches gutes Beispiel an Transparenz zeigt halt die oben verlinkte Site, in der das Abstimmungsverhalten sotierbar angezeigt wird. Das ist es, was ich an einer transparenten Demokratie vorstelle: Alles und Jedes ist jederzeit durchschaubar.



Eingestellt von Heiko um 22:04 | Kategorie: Meinung | |

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Schlacht um Kundus - Scheißtag für die Welt (-online)

Die Online Version der Springer-Welt haut mal wieder echt auf den Bolzen: Deutsche Soldaten Opfer der Schlacht um Kundus. Boah. So schlimm? Wirklich?

Ich weis ja nicht, was es in Afghanistan wirklich abgeht, aber die Überschrift ist so was von übergeigt, da schwärmt der Führer in hundert Jahren noch von. Inhaltlich geht darum, dass drei von uns – also drei Deutsche – in einem fernen Land verunglückt sind. Aber ist ja im Moment auch erstmal egal. Zur Auflocherung erstmal ein Sreenshot:

Im Hauptartikel wird in einem Kasten eine Umfrage angeboten, die wie folgend betitelt ist: Der deutsche Einsatz in Afghanistan ist... Dann folgen eine Auswahl:

  • …gut und wichtig
  • …richtig, muss aber ausgeweitet werden, um effektiv zu sein
  • …falsch und muss schnellstmöglich beedent werden

So, und nun die vorläufigen Ergebnisse der eigentlich nicht represäntativen Umfrage (Reihenfolge der Antworten in der Frage wie oben). Die Quintessenz der Knapp 15.800 Wählern verteilt sich wie folgt:

  • 5%
  • 15%
  • 80%

Hm. Ist da irgendwas schief gelaufen? Die Frage kann man mit Sicherheit mit „Ja“ beantworten. Das Springerblatt versucht zwar Meinung zu machen, hat aber völlig unterschatzt, das viele deutsche bereits eine Meinung haben. Blöd nur, dass die Meinung der vielen „Dummdeutschen“ in eine andere Richtung zeigt. Irgendwie bestätigt mich das in der Annahme, das viele unserer Landsleute sich durchaus einen klaren Kopf bewahrt haben.

In der rechten Seitenleiste – in der Werbung und Hinweise auf redaktionelle Hinweise sich feilbieten – gibt es eine andere Überraschung in Form einer weiterern Umfrage. Die Redaktion der Welt (wer auch immer immer dahinter steckt…) fragt:

Welche Partei wählen Sie bei der Bundestagswahl?

  • CDU/CSU
  • SPD
  • Grüne
  • FDP
  • Linke
  • Eine andere Partei
  • Ich bin noch unentschieden
  • Ich gehe nicht wählen

Von den bislang rund 21.700 Top-Entscheidern aus unserer deutschen Nation verteilten sich die Antworten wie folgt:

  • 18%
  • 7%
  • 7%
  • 16%
  • 26%
  • 17%
  • 4%
  • 5%

Die Umfragen laufen noch, wer – sich selbst – manipulieren möchte, nur zu.

Stand Mittwoch der 24. Juni 2006 ca. 17.23.

P.S. Natürlich gilt mein Beileid all den Familien, die ihre Kinder für eine handvoll Geld opferten. Ich war selbst länger beim Bund als unbedingt nötig. Immerhin gab es Geld dafür, und die Zeiten waren überschaubarer.

P.P.S. Wie immer sind die Kommentare informativer als der Artikel selbst.



Eingestellt von Heiko um 17:39 | Kategorie: Meinung | |

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Sonntag 21 Juni 2009

Unsere geliebte Bundesregierung

(Achtung! Satire vorraus!)

Auf der Website Die geliebte Bundesregierung wird die bisherige Arbeit der eigentlich nicht gewählten Grossen Koalition für jeden verständlich aufbereitet. Besonders im Hinblick auf den bereits gestarteten Wahlkampf lege ich jedem Wähler nah, sich auf der Website all umfassend über die bisherigen Leistungen der Bundesregierung zu informieren.



Eingestellt von Heiko um 23:09 | Kategorie: Allgemeines | |

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Zensursula: Na endlich!

Ursula von der Leyen (CDU) bekämpft erfolgreich Altersarmut und Obdachlosigkeit. (Ok, steht bei Google schon ganz oben, aber trotzdem noch mal einen Link hinterher, damit sie oben bleiben.)

 

(via www.mediengestalter.cc; klick auf das Bild)



Eingestellt von Heiko um 22:39 | Kategorie: Meinung | |

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Waffen gehen immer

Wie der NDR und die HAZ letzte Woche berichteten, verkaufte in den beiden vergangenen Jahren die niedersächsische Landesregierung unter Federführung des Innenministers Uwe Schünemann (CDU) rund 13.000 gebrauchte Pistolen für 2,8 Millionen Euro an den Hersteller Heckler und Koch. Die aufbereiteten Waffen gingen anschließend in den legalen Waffenhandel und erreichten sogar die für ihren laxen Umgang mit Waffen bekannten USA.

In dem Videobeitrag des NDRs (erster Link) äußerte sich der Innenminister wie folgt: „Es gibt überhaupt keine Möglichkeit es anders zu machen, weil die Landeshaushaltsordnung klar darlegt, wenn wir hier auch einen Wert haben, dann muss dieser Wert auch umgesetzt werden. Das heißt wir müssen Einnahmen erzielen, allerdings nur im Rahmen des Waffenrechts. Und Daran hat sich auch gerade die Polizei hier in Niedersachsen ganz klar gehalten.“(Öhms und Ähs hab' ich mal raus gelassen…)

Super, dass die niedersächsische Polizei sich ans Waffenrecht und vor allem an die Landeshaushaltsordnung gehalten hat. Da hat bestimmt ihr Chef darüber gewacht. Helfen Sie mir mal auf die Sprünge Herr Schünemann: Wer ist der Chef der niedersächsischen Polizei? Und wenn man den Verkauf unterbunden hätte, Herr Schünemann, wäre das eine Straftat gewesen? Oder eher eine Ordnungswidrigkeit? Wie auch immer, mit so einer Lappalie wären Sie kaum aufgefallen, andere Politiker haben da mehr auf dem Kerbholz. Aber den Angehörigen der Opfer von Winnenden gegenüber hätten Sie sich einen Affront ersparen können und hätten die Welt mit ihren begrenzten Möglichkeiten sicherer machen können.

Wie es in dem HAZ-Artikel weiter heißt, praktizieren auch die Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz den Verkauf von Waffen. Besonders Nordrhein-Westfalen hat sich mit der Praxis, Schießstände an Schulen einzurichten, besonders hervorgetan. Besonders mit der Erkenntnis, das angeblich keinerlei der ach so christlichen Innenminister im Gegenzug aber so genannte Killerspiele verbieten wollen, entblößt einmal mehr die dieser Personengruppe innewohnende Bigotterie. Im Alpenvorland fangen sie mit diesem Unsinn auch noch an.

Schünemann – selbst in einem Schützenverein organisiert – redet der Schützenlobby nach dem Mund. Er kann es sich nicht erlauben, es sich mit dieser großen, ländlich und folkloristisch geprägten Wählergruppe zu verscherzen. Zu was für lebensgefährlichen Aktionen diese Gruppen fähig sind, zeigte jüngst das Satiremagazin Extra drei unter der Rubrik Der reale Irrsinn. Auf einem Schießstand in Neustadt am Rübenberge durchschlugen mehrere Geschosse eine altersschwache Wand und überquerten den Spielplatz eines angrenzenden Schwimmbades. Glücklicherweise wurde niemand getroffen. Selbst in satirischer Überspitzung ist dieser Beitrag unerträglich.

Falls so ein Ballerkalle auf die Idee kommen sollte, seinen Kommentar bei mir zu hinterlassen: Das Thema Diskutiere ich nicht. Waffen gehören nicht in private Hände und vor allem nicht an Schulen. Wenn ihr wollt, dass die Kinder etwas mit Körperbeherrschung und Präzision erlernen sollen, dann stellt Billardtische auf. Aber das passt wahrscheinlich mit der christlichen Scheinwelt nicht zusammen, weil beim Billard mehr gestoßen als geschossen wird.



Eingestellt von Heiko um 22:21 | Kategorie: Meinung | |

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Sonntag 14 Juni 2009

Verkaufte Bürger

Na klasse: Da schrub ich gerade über die Messe AG und nun muss ich in der Süddeutschen lesen, das es im Süden Deutschlands immer noch tolldreist zugeht. Es werden mal wieder Gewinne privatisiert.



Eingestellt von Heiko um 22:52 | Kategorie: Allgemeines | |

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Serif Beta

Wer noch eine schöne Brotschrift braucht, sollte sich mal die Serif Beta anschauen(!). Die Lettern sind Frei wie Freibier und im Open-Type-Format realisiert. Insgesamt 14 Schnitte umfasst das gezipte, man gerade ein halbes Megabyte kleine Paket.

 

(Klick auf das Bild)



Eingestellt von Heiko um 22:00 | Kategorie: Mac Software | |

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(Kaum noch) Verbindungsabbrüche

Wow, seit mitte der Woche steht die Verbindung einigermaßen stabil – bei rund 1120 kBit/s down und rund 128 kBit/s up.Fast so wie in den guten alten Zeiten, als ADSL noch neu war. Nächste Woche mal wieder anrufen vorbei gehen.



Eingestellt von Heiko um 21:21 | Kategorie: | |

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Hannover und seine CeBIT

Wie Neues Deutschland berichtet, hat sich vor langer Zeit unterhalb der Hannover Messe AG ein Schwarzes Loch aufgetan, welches sich originellerweise nur auf Steuergelder auswirkt.

Im Kern geht es darum, das im Zuge der Expo die Messenhallen an amerikanische Investoren verkauft und wieder angemietet wurden. Das Cross-Border-Leasing-Modell kommt der hannoverschen Kommune – also *„Uns!“* – teuer zu stehen:

„Die Verträge, die vor neun Jahren geschlossen wurden und eine Mindestlaufzeit von 28 Jahren haben, könnte die Messe AG zwar kündigen. Dann aber würden Vorfälligkeitszinsen an die Banken fällig, was noch teurer käme.“

Und jetzt eine blöde, rethorische Frage in die Runde: An welcher Stelle wird gespart? Auch dazu hat der Artikel eine Antwort parat, die leider nur zu vertraut klingt: Schuldenaufnahme, Haushaltskonsolidierung, Stellenstreichung, Nullrunden und dergleichen mehr. Vor allem die Summen der Zahlungen bewegen sich zwar nicht gerade im Rahmen einer HRE und dergleichen, aber in anbetracht einer einzelnen Stadt kann einem durchaus der Schwindel ereilen.

Irgendwie ging es in den letzten Tagen durch die Mainstreammedien, dass Neuverschuldungen ziemlich bäh sind und verboten werden sollen. Nun, und hier meine zweite, wiederum eher rethorisch gemeinte Frage: Wie sollen diese merkwürdigen vertraglichen Verpflichtungen erfüllt werden? Vor allem dazu schlußfolgert der Artikel recht beeindruckend – auch wenn die Antworten nicht mehr allzu neu sein dürften.



Eingestellt von Heiko um 21:17 | Kategorie: Hannover | |

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Samstag 13 Juni 2009

Opel Historisch

Vor ein paar Tagen fand ich da noch einen alten Opel Commodore, der prompt geknippst werden musste:

 

 

Sehr leicht angebeult, aber liebevoll im Originalzustand gehalten – davon zeugt immerhin das Kennzeichen – stand der Wagen leicht abseits des Bürgersteigs. Aber nicht nur von außen zeigte sich das viel genutzte Gefährt von seiner guten Seite, sondern auch das Interieur spielt augenzwinkernd mit der vergangenen Zeit:

 

 

Die volle Breitseite:

 



Eingestellt von Heiko um 24:40 | Kategorie: Alte Kfz | |

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Sonntag 07 Juni 2009

Koalitionsdebakel

Na also. Die Mainstreammedien kommen langsam auf den Teppich zurück. In meinem Feedreader klingt es mittlerweile so:

FDP, Grüne und Linkspartei sind die Gewinner der EU-Wahl in Deutschland. Dagegen schnitten SPD und Union so schlecht ab wie noch nie. Die Union tröstete sich mit dem deutlichen Abstand zur SPD. Die Sozialdemokraten räumten Mobilisierungsprobleme ein. Die Wahlbeteiligung blieb so niedrig wie 2004. (Aus meinem Feedreader vollzitiert, zum inhaltlichen Kürzen war es einfach einfach zu kurz. Zum vollständigen Artikel hier klicken.)

Schwarz runter, Sozen stabil auf niedrigem Niveau – mit leicht fallender Tendenz. Grün, Gelb und Ultrarot nehmen zu. Braun bleibt im Klo. Bibeltreue Christen und Piraten changieren unter ferner liefen.

Mal schauen, was die Presse morgen so vor sich hin analysiert.



Eingestellt von Heiko um 23:48 | Kategorie: Allgemeines | |

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Debakel für die SPD?

Bei der letzten Europawahl kamen die Sozen auf 21,5 Prozent, für diese Wahl werden etwa 21,2 Prozent orakelt. Bei 0,3 Prozentpunkten unterschied sprechen einige Medien von Debakel. Die (angeblichen) Christen kommen womöglich auf etwas über 38 Prozent, was gegenüber der Letzten Wahl ein Minus von 5 Prozentpunkten entspricht. Wo bitte liegt jetzt das Debakel?

Ein Debakel liegt meines Erachtens darin, dass die CSU Bundesweit mit (geschätzten) 7,5 Prozent ins Parlament einzieht und die Liberalen zugelegt haben. Die FDP steht – nochmals kurzgefasst und zur Erinnerung – für enthemmte Wirtschaft und einen Nachtwächterstaat. Linke und Grüne sollen leicht zugelegt haben. Rechtsextreme und andere laufen unter ferner liefen und über die Piraten hat bislang niemand gesprochen. Kein Wunder, laufen sie doch im Promillebereich.

Zurück zum ersten Absatz: Wo liegt das Debakel? Das Die Sozen sich auf einem Dauertief stabilisierten oder das die (vermeintlichen) Christen deutlich verloren haben? Das Debakel liegt schlicht aber ergreifend an der schlechten, trendziösen Berichterstattung. Ich könnte kotzen.



Eingestellt von Heiko um 19:19 | Kategorie: Allgemeines | |

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Verbindungsabbrüche

Bevor ich es ganz vergesse: Freitag Nachmittag war wieder ein Techniker der Telekom hier und hat die Leitung durchgemessen. Der arme Tropf kann für meine Verbindungsprobleme nichts, also sollte niemand auf die Idee kommen, ihn – oder seinen Arbeitgeber – zur Zielscheibe irgendwelchen Spotts zu machen. Noch weiß niemand, woran es liegt.

Von den Erfahrungen mit den vorgehenden Techniker schloss ich Messerscharf, das der Besuch sich durch ein Totalversagen der Verbindung ankündigt. Beim letzten Mal hat der Techniker die Verbindung in der Messstelle gekappt und einen Prüfwiderstand eingesetzt. Eine gute Viertelstunde später klingelte es dann. Von meiner Wohnung aus wurde der Widerstand gemessen und eigentlich nichts festgestellt. Hmm.

Auf ein ähnliche Vorankündigung eingestellt – Totalversagen der Verbindung etwa 15 Minuten vor dem eindringlichen Geschelle an der Tür – reinigte ich meine Wohnung. Man muss ja schließlich nicht jede Peinlichkeit der Öffentlichkeit zeigen. Doch plötzlich erschrak ich, denn es klingelte, obwohl die Verbindung noch stand. Einschiebend muss ich erwähnen, das seit etwa Dienstag Mittag die Verbindung mit ca. 9.000 kBit/s down und rund 707 kBit/s up sich wieder gefangen hatte – so als ob nichts gewesen wäre.

„Scheiße!“ dachte ich mir, als es ohne Vorwarnung an der Tür klingelte. Ohne Hose am Leib drückte ich den Summer. Immerhin hatte ich vier Etagen Vorsprung. Während sich der Techniker die Stufen hoch quälte, verbarg ich fix meine bleichen Knochen mit 'ner alten Jeans (schwarz). Das Timing passte.

Kurze Begrüßung, höflicher Verweis an den Techniker meinerseits an seinen Arbeitsplatz. Ein kurzer Blick seinerseits auf mein Equipment, dann schritt er zur Tat. Der Techniker zog recht selbstbewusst den Stecker aus der Telefondose, kappte die stehende Verbindung und führte seinen Prüfprengel ein. Cooles Gerät: farblich Neutralgrau, etwas größer als ein Ziegelstein und lediglich zwei grüne LEDs, die Eingeweihten irgendwas über irgendwelche Funktionen aussagen sollen. Keine Displays, die einen zutexten. Sinn dieses grauen Ziegels war es, glaub' ich, eine einfache DSL-Verbindung zur nächsten Vermittlung aufzubauen und etwas über den Erfolg darüber zu vermitteln.

Sinngemäß stellte er fest: „Kein Befund.“ Die Leitung war seiner Meinung nach in Ordnung. Also den Prüfprengel aus der Dose gezogen und die Fritzbox wieder eingestöpselt. Der Techniker verstaute zwischenzeitlich sein Werkzeug in seine Umhängetasche. Wir warteten gespannt, ob sich die vielen grünen Lampen am Router beruhigen würden. Nichts. Also Fritzbox vom Stromnetz getrennt, abgewartet und wieder verbunden. Nichts. Der Techniker packte den Prüfprengel wieder aus und stöpselte ihn anstatt der Fritzbox ein. Super! Prengel raus, Fritzbox rein. Nada… Kacke!

„Wie viele Telefondosen haben Sie in ihrer Wohnung?“ lautete seine Frage.
„Eine.“ antwortete ich.
„Splitter schon mal getauscht?“
„Ja, mehrfach.“
„Kabel getauscht?“
„Ja.“
„Router?“
„Ja…“
„…?“
„…“


Ich wies darauf hin, dass der Router schon mal getestet wurde. Der Techniker schraubte zwischenzeitlich die Abdeckung von der Telefondose ab und kontrollierte, ob die beiden Strippen fachgerecht angeklemmt waren. Nun, das waren sie – der Techniker von letzter Woche hatte saubere Arbeit hinterlassen. Der aktuelle Techniker konnte keine Ideen mehr entwickeln und außerdem drohte das Wochenende herein zu brechen. Nachdem die Abdeckung wieder angeschraubt war, trennten uns unter den üblichen Verabschiedungsritualen. Meine Wohnungstür fiel höflich ins Schloss und die Fritzbox blinkte fröhlich vor sich hin als ob es kein Morgen gäbe.

Mittlerweile war ein Zustand eingetreten, den man durchaus als sehr unbefriedigend einstufen könnte. Die eigentlich funktionsfähige Verbindung wollte einfach nicht mehr. Der Schwarze Peter befand sich in nunmehr meiner Hand. Ich erinnerte mich, das sich in meinem Keller noch ein altes DSL-Modem befand. Also fünf Etagen runter, das Modem geborgen und fünf Etagen schwer bepackt wieder hoch. Nachdem der gefühlte Infarkt abgeklungen war, ersetzte ich Teile meiner Hardware. Die Verkabelung und ein paar Eingaben in den fiesen Systemeinstellungen benötigten etwas Zeit. Vor allem bei den Systemeinstellungen war ich etwas aus der Übung. Aber dann…

Eine Verbindung ins Netz aller Netze! Boah! Zwar nur mit rund 3.000 kByte/s down und 'nen Keks up, aber immerhin. Die zittrigen Hände beruhigten sich allmählich. Ich surfte ein wenig und beschloss, mal wieder die Fritzbox anzuschließen. Nach getaner Arbeit offenbarte sich mir das Internet pur, mit schlappen rund 3.000 kByte/s down. Obwohl zu Testzwecken 8.000 eingestellt sind und 16.000 bezahlt werden. Irgendwie klappte es – für einen Moment. Die Verbindung brach wieder mal zusammen.

Mein Handy brummte. Ein Servicemensch meines ISP war dran (!) und erkundigte sich wohlwollend nach dem Ergebnis der Leitungsprüfung. Mit einem grünen Blinken im Augenwinkel las ich den von mir und dem Techniker unterschriebenen Service-/Montagenachweis vor. Das bis dato eher einseitige Gespräch gipfelte an die Stelle, an dem ich das getauschte Modem anmerkte – bei der Fritzbox handelt es sich um ein Router mit VoIP-Funktionalität, der Kellerfund ist ein schlichtes, aber funktionsfähiges Modem ohne blingbling – mal so am Rande bemerkt.

Im weiteren Gespräch tauschten wir unsere Erfahrungen über die Leitungsqualität meiner Anbindung aus und kamen beide nicht umhin fest zu stellen, dass die Leitung mal wieder zusammen gebrochen war. Wir einigten uns darauf, das ich nochmals von der Fritzbox aufs Modem wechseln sollte und das der Servicemensch in wenigen Minuten zurück rufen wolle.

Mittlerweile gehen Neuverkabelungen und Änderungen in den Systemeinstellungen etwas fixer von der Hand. Die Verbindung stand wieder – mit lausigen 3000… Aus den angekündigten wenigen Minuten Wartezeit wurde eine zähe halbe Stunde; aber was soll 's, wahrscheinlich hat der Servicemensch noch mehr zu tun. Dann endlich brummte es wieder.

Wir stellten beide fest, das die Verbindung wieder stand, wenn auch mit grottigen Werten. Der Servicemensch erwähnte, das er sich wundere, das die Verbindung vorhin abgebrochen sei. Immerhin hat er, so versicherte er, die ganze Angelegenheit beobachtet. Wir rekapitulierten nochmals den Besuch des Technikers von vor ein paar Stunden. Dann kamen wieder die üblichen Fragen:

„Wie viele Telefondosen haben Sie in ihrer Wohnung?“

Um nicht vor Wut loszubrüllen hielt ich geistesgegenwärtig für einen Moment inne, holte tief Luft und antwortete tonlos „…eine…“. Der Rest des Gespräches kam mir wie ein Dejá-Vù-Erlebnis vor – dennoch rekapitulierte ich zum wiederholten Mal meine Erfahrungen der vergangenen Wochen meinem Gegenüber: mehrere Splitter, Router in seiner Filiale getestet, gegen Pfand entliehene Router, neue Kabel hier, anderes Modem, neue Telefondose, Leitung zweimal von Facharbeitern gestestet, frische Strippen dort; Verbindungsabbrüche ohne Ende: mal kann sich der Router stundenlang nicht mit der Gegenstelle verbinden, dann wiederum verbindet sich der Router, um sogleich wieder aus der Leitung zu fliegen – Stundenlang. Und den ganzen Quatsch mit variierenden Bandbreiten. Gerade bei letzterem misslang mir der Versuch gründlich, irgend einen Zusammenhang mit der Witterung herzustellen.

Einige der Maßnahmen waren reiner Voodoo. Mittlerweile überlege ich mir, ob ich nicht ein paar Hühner auf meinem Balkon vorrätig halten sollte. Ein paar Brotkrumen hier, ein wenig Erleichterung dort. Einmal wöchentlich schabt man die Vogelkacke von den Bodenkacheln. Und wenn die Verbindung mal wieder zusammen brechen sollte, lässt man einen Gockel rituell über die Klinge springen. Vielleicht sind mir dann die Götter gnädig gestimmt und es klappt mit dem Internet. Irgendwie.

Ja scheiße was!

„Dann müssen wir wohl einen Service-Ingenieur vorbeischicken. Aber die sind teuer und selten zu erreichen, weil es nicht so viele von denen gibt und überhaupt, die Terminierung ist sehr schwierig.“ So lautete die – sinngemäß verkürzte – Antwort des Servicemenschen. Natürlich kam noch der Hinweis, wenn das Problem bei mir bestünde, ginge es auf meine Rechnung.

An dieser Stelle hielt ich wieder meine Klappe. Im Hinterkopf hab' ich noch den Gedanken, das nur derjenige bezahlt, der bestellt. Ich habe nicht bestellt, ich habe nur einen Fehler festgestellt und diesen brav weiter gemeldet. Was mein ISP macht, um den Vertrag einzuhalten, interessiert mich nicht. Hauptsache er tut es. Schließlich löhne ich in Erwartung einer Gegenleistung, ich opfere und huldige nicht. Mit den getauschten Routern/Modems dürfte mein Gegenüber Schwarzen Peter gezogen haben. Bislang war mein ISP kooperativ, ich gehe mal davon aus, das er es weiterhin bleiben wird.



Eingestellt von Heiko um 17:59 | Kategorie: Allgemeines | |

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Freitag 05 Juni 2009

Silvana Koch-Mehrin?

Bis vor ein paar Tagen war mir diese Person völlig unbekannt. Aber bei dem Tamtam rückte sie natürlich auch in meinen Fokus. Was soll ich großartig dazu schreiben? Alles wesentliche wurde dazu vermittelt. Was mir dazu noch einfällt? Sonntag ist Wahl, bewegt eure Hintern zur Urne!

Streisand? Effekt? Was hat Babara damit zu tun?



Eingestellt von Heiko um 19:22 | Kategorie: | |

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Lobbyismus

So lange uns die Schafskälte noch an den Eiern hat, könnte ein guter Artikel über die derzeitig wenig heimeligen Biergärten hinweg trösten. Also husch husch aufs Sofa und die Decke übergeworfen.

In der Zeit-Online schreiben Marian Blasberg und Roman Pletter eine Geschichte darüber, wie Lobbyismus funktioniert. Am konkreten Beispiel geht es um unsere Bundesdrogenbauftragte Sabine Bätzing und den Einfluss verschiedener Interessengruppen, die als die wahren Gesetzeshüter verstehen. Es ist ja nun nicht gerade so, das mir unsere Bundesdrogenbauftragte irgendwie leid tut, aber dennoch erhält der Leser einen Einblick in die Funktionsweise interessengeleiteter Einflussnahme auf die Politik. Lesenswert. (via Nachdenkseiten)

Ach, da hätte ich fast die Leserkommentare vergessen.



Eingestellt von Heiko um 18:28 | Kategorie: Allgemeines | |

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Mittwoch 03 Juni 2009

Verbindungsabbrüche

Wie bereits im April geschehen ging es vorletzten Freitag mal rund. Oder eher nicht: Es ging mal wieder praktisch nichts. Verbindungsaufbau mit Abbrüchen in der selben Minute, und das über Stunden hinweg, abgewechselt von stundenlangen Versuchen, überhaupt eine Verbindung aufzubauen. Und wenn denn mal eine Verbindung stand, dann mit Übertragungsraten, die jeder Beschreibung spotten.

Die einzige Kontaktaufnahme zu meinem ISP bestand nur per Handy über eine 0800er-Nummer – na danke. Immerhin konnte ich sie diesmal soweit bringen, an mehreren Tagen die Verbindung zu checken. Oh wunder, da war was nicht in Ordnung! Zwischenzeitlich war ein telekomiker anwesend, der zwar meßtechnisch nichts feststellen konnte, aber wenigstens die Telefondose auswechselte – Oh großer Voodoo-Zauber…

Immerhin hat mein ISP festgestellt, das es doch ziemlich viele Verbindungsaufbauten gab, die zum Teil mit lausigen Übertragungsraten einhergingen. Seit gestern läuft die Verbindung einigermaßen stabil, seit heute sogar mit fast der maximal eingestellten Geschwindigkeit von 9052 Down und 707 Up. Unter den vielen Sachen die mein ISP und ich ausprobiert haben, war auch mehrfach die Herabsetzung der Übertragungsgeschwindigkeit. Tauschgeräte ausprobiert und so was sei nur am Rande erwähnt.

Wie bereits geschrieben, derzeit läuft die Verbindung mit der harab gestzten Geschwindigkeit stabil. Übermorgen kommt noch einmal ein Techniker der Telekom und wird mit Sicherheit das übliche feststellen: nichts. Bin mal auf die Telefonate in der kommende Woche gespannt. Immerhin hat mein ISP schon eine finanzielle Kompesation angeboten, wenn auch nach einem Wink mit dem Zaunpfahl – so ganz ohne RAs. Ganz ausgestanden ist die Sache also noch nicht, aber immerhin zeigt sich mein ISP kooperativ – bitte mehr davon. Mittelfristig aber will ich meine 16-kBit-Leitung haben, für die ich bezahle.



Eingestellt von Heiko um 21:37 | Kategorie: Allgemeines | |

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