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Donnerstag 17 Juni 2010
Pröööt: Vuvuzelas nerven – Audiofilter lindern (Update)
Selbst mir, dem Fussball völlig abgeht, gehen diese Plastiktröten übel auf den Sack. Nachdem sich bereits die Nachbarschaft anfing darüber zu beschweren, gingen mittlerweile viel zu wenig Fernsehprogrammanbieter dazu über, diese fiesen Frequenzen aus dem Blah-Blah-Spektrum heraus zu filtern.
Durchaus kann man trefflich am nachbarschaftlichen Jägerzaun über diesen
Krach abwertend sinnieren oder sich einen anderen Fernsehanbieter
aussuchen. Doch sind beide alternativen wenig zielorientiert, da im
ersten Fall nur aufgeregt rumgelabert wird und im zweiten Fall
bestenfalls ein Übel TV-Content-Anbieter durch ein
anderen ersetzt wird. Na Super.
Apple-User, die sich die Fußball-WM auf ihrem Rechner anschauen, haben
durchaus die Möglichkeit, die penetrierenden Töne mittels Audio-Unit-Filtern
(angeblich) effektiv ausblenden kann. Morgen mittag – also krass vor
jeglich mir genehmer Arbeitszeit – spielt Deutschland gegen Serbien (DAS
verkneifen wir uns ja wohl!) Bis zum Spielbegin werde ich mir mal
einen von den bei
Control-C beschriebenen Filtern und Programmen installieren und mir
das ganze mal – im doppelten Wortsinne – in aller Ruhe antun.
Bei aller Liebe zu irgendwas, in jeder Kneipe hängen mittlerweile plärrende Displays herum, die jegliche Konservation töten. Wenn die bis zum Anschlag aufgedrehten und völlig übersteuerten Geräte in der Hauptsache diese 233 Hz (ff.) raus hauen, dann ist der Spaß vorbei. Dann suche ich mir eine ruhigere Kneipe, oder ich kaufe mir mein Bier notfalls an der Tanke. Ansonsten halte ich es mit der vom Spiegelfechter (nicht ganz so ernst) gemeinten Aussage, dass man „den Negern endlich die Tröte wegnehmen soll…“
Update
Das obige Symbolbild war eigentlich als Witz gedacht. Aber wie es scheint, bleibt es die einzige Möglichkeit, Vuvuzuelas und andere Luftpumpen wirkungsvoll zu filtern. Die vielen Optionen zum filtern der penetranten Töne zeigten leider keine Wirkung. Im Gegenzug darf ich meine Festplatte von unnötigen Programmen erleichtern, die zum Teil mit Nagscreens nerven. Weiterhin werde ich meinen Feedreader um einige Abonnements sowie meine Linksammlung erleichtern. Lieber ertrage ich die Tröten, als nicht funktionierende Tipps.
Mercedes Benz W 113 Cabrio
So langsam fruchten meine an meinen Chefmechaniker gerichteten Bemühungen, wie man Kfz auf die schnelle Stilvoll ablichtet (Geh' in die Knie!). Der dritte Treffer an diesem recht angenehmen Tag war ein steinaltes MB-Cabrio, der als „Pagode“ sich einen Spitznamen gemacht hat. Die fürsorglich instand gehltene Karosse zog schon am späten Vormittag meine Aufmerksamkeit auf sich. Erstaunt war ich aber, als der Wagen noch am späten Mittag am selben Platz stand und Mein Chefmechaniker samt seiner (schlechten!) Knippse mir für wenige Momente zur Verfügung stand.
Die Knippse ist Scheiße, das muss man nicht diskutieren; das Helle überstrahlt, die Tiefen saufen ab – und das ganze is' gewissermaßen ab Werk eingebaut. Schlimmerweise hat jemand mit übersteigertem Selbstbewusstsein „Leica“ auf das Knippsengehäuse geschrieben… Dennoch: Der (Die? – Mercedes ist bekanntlich ein Mädchenname) kleine Mercedes musste unsererseits bewundert werden. Es ging einfach nicht anders.
Von Innen:
Und jetzt einen netten Arsch mit Doppelrohr:
Opel Bedford Blitz
Bescheuerter Name – Opel Bedford Blitz, aber ein annerkannter Oldtimer aus dem General Motors Konzern. Entdeckt hab' ich den Kleinlaster aus dem Bus der Linie 121 heraus, als ich jüngst mal wieder in die Innenstadt musste. Da ich heute eh mit meinem Chefmechaniker und seiner hinlänglich bekannt schlechten Knippse unterwegs war – sein Rechner is' derzeitig in der Reparatur und seine Knippse brauchte dringenst ein Backup, konnten wir genau so gut einen kleinen Umweg mit einem geliehenen Golf 3 machen (Hallo Stephan – die 3 schlappen Lappen sind gut angelegt, aber bring mal Aussenspiegel in Ordnung!). Auf den Gedanken, eine Ausrede für genau dieses Unterfangen sich auszudenken, um genau dieses nicht zu tun und den Tag vielleicht sinnvoller zu verbringen, sind Ich und mein Chefmechaniker nicht gekommen. Hier der Opel Bedford Blitz:
Als etwas dem Gesamteindruck abträglich empfand ich die Cowboy-Aussenpiegel sowie die roten Nummern. Aber egal, Oldtimer is' Oldtimer.
Heißer Käfer
Na ok, der VW Käfer war weniger heiß als das für diese Breitengrade eher ungewohnte Wetter. Dennoch: Für ein liebevoll restauriertes Fahrzeug, welches sich sogar mit einem H-Kennzeichen (Historisch) schmücken darf, kann man sich immer einen Moment Zeit nehmen. Hier kommt ein alter Käfer von vorne:
Gut, die Knippse taugte nichts und der Knippser – ich war es nicht – musste von mir nach derheutigen Zufalls-Session erstmal kurz in die Auto-Fotografie eingewiesen werden. Sei es drum, sehen wir es ihm nach.
Wie man unschwer erkennt war die Knippse von einem sonnenlichtreichen Tag überfordert. Trotzdem folgt der abgelichtete Versuch, einen Eindruck vom liebevoll gestalteten Interieur zu erhaschen:
Knippsende Taschenzwiebeln und Polarisationsfilter sind ja sowas von inkompatibel… Für eine Momentaufnahme eines gutgelaunten Frühlingsnachmittages wollen wir es aber mal einfach so hinnehmen…
Leider nur schwer erkennbar fordert die Inschrift auf dem Schild neben dem Türgriff „Haxen abkratzen“ auf. Ganz Links am Armaturenbrett – leider im Foto nicht erkennbar – war ein alter Fahrplan magnetisch fixiert, der die Zugverbindungen der „Bundesbahn“ (!) nach Sylt auflistet. So viel Liebe zum Detail verdient voll krassen Respekt.
Weitere alte Käfer fand ich BKK , nochmals in BKK und vor dem ehemaligen Schwesternwohn des Nordstadtkrankenhauses. Mit dem heutigen Käfer steht es in meiner eher unbescheiden unrepräsentativen Stastitik zwischen BKK und HAJ unentschieden.
Dienstag 08 Juni 2010
Werbeverschlankter Safari Reader
Seit heute morgen gibt es den den neuen Safari in der 5er-Version zum Dowload. „Na?!“ dachte ich mir, „mal sehen, was es neues gibt… .“ Ehrlich, etwas angepisst war ich, weil man wegen der Aktualisierung eines simplen Web-Browsers den Rechner neu starten musste. Egal.
Ganz dem üblichen Klischee eines Apple-Users entsprechend klickte gedankenlos auf den Button in der Softwareaktualisierung, der mir die aktuelle Version auf meine Platte lädt, danach das Programm installiert sowie den Rechner neu startet. Soweit nichts ungewöhnliches. Ungewöhnlich hingegen war, das nach dem Neustart des Rechners und Safaris, das sich das gewohnte Bild einstellte: Es hat sich nichts geändert.
Na ja, fasst nichts. In der Adresszeile gibt es einen neuen anklickbaren Button, den man mit „Reader“ benamst hat. Nach einem Klick darauf öffnet sich ein „Overlay“ im aktuellem Browser-Fenster, der den selben Artikel enthält, aber wesentlich lesbarer daher kommt.
Es fehlen Werbung und ähnliche Dönnikens. Der Artikel selbst wird mit einer Schriftgröße dargestellt, die älteren Semestern wie mir mit ihrer Lesbarkeit entgegen kommen – ok, jetzt hatte ich zweimal „lesbar“ in diesem Beitrag. Ich denke, das dürfte meine grundsätzliche Gewichtung an Webseiten deutlich hervorheben: Die zu vermittelnde Information muss leicht und vor allem schnelll aufnehmbar sein. Aufmerksamkeitsökonomie – u know?
Zwei pfiifig erzeugte Screenshots sagen echten Kerlen mehr als ein Dutzend schwatzender Mädchen: Zuächst ein beliebiger Artikel vom Stern(- Online) , wie er sich in einem herkömmlichen Bowser darstellt:
Der zweite Screenshot zeigt die selbe Information, [allerdings|jedoch|nämlich|dann] um Frames, Flash, Werbung und ähnliche Kobereien deutlich fühlbar erleichtert, nachdem ich den „Reader“-Button „dückte“:
Wo ist Christian W.? Wie man unschwer auf den ersten Blick feststellen kann, wird nachrangiges ausgesondert.
Vielleicht sei mir noch eine Anmerkung erlaubt: Den Artikel habe ich nicht gelesen, nur die Screenshots erschienen mir für meinen Zweck brauchbar. Das Abonnement der Zeitschrift „Stern“ habe ich bereits vor Jahren gekündigt. Den Inhalt dieses Artikels mache ich mir nicht zu eigen! Ich bin fast bereit, eine Wette darauf einzugehen, welcher der beiden Artikel-Darbietungen meinen Präferenzen deutlich näher kommt: Der Zweite!
Ja ja, Apple ist Böse! Apple muss man bezahlen! Apple bevormundet! Aaaber: Apple legt mit seiner koberei-freien „Reader“-Funktion mal wieder einen Steilpass vor, hinter dem andere nur versuchen wollen, hinterher zu hecheln. Bemerkenswert ist diese gezielte Ausblendung aller Werbetreibenden vor allem hinsichtlich dessen, das Apple nicht nur ein gewinnorientiertes Unternehemen ist, sondern in der bereits jüngst zurück liegenden Vergangenheit gerade die verschwindend kleine Fraktion der Schildermaler puderte. Das betrachte ich nunmehr als „Geschichte“.
Anyone feel angepisst?
Wo ist der übliche Scheihals, der „Zensur“ brüllt? Ach, meine Kommentar-Funktion funzt immer noch nicht…