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Mittwoch 30 Juli 2008

Sarrazin: Zieh dich warm an – der Winter kommt

Der Theo aus Berlin gibt für den kommenden Winter Tipps zur Bekleidung ab. Beachtenswert, durchaus! Des Theos markige Sprüche veranlassten die Online-Redaktion des 2DF, mal ein paar Sprüche aus der rechten Ecke der Sozialdemokraten zu sammeln und zu veröffentlichen. Welche Interpretationen seitens diverser Medien dazu demnächst auch veröffentlicht werden, Sarrazin opfert sich offensichtlich dazu, den rechten Rand des praktisch beständig schwindenden Wählervolks abzuschöpfen.

Aber das ist nur eine VT. Eine weitere VT besagt, dass die Sozen gar keine Hauptrolle in der nächsten Regierung spielen wollen. Sie wollen nur so viel Anteil an den Stimmen, als das sie wieder mal in Bundestag einkehren können. Mehr nicht. Die VT besagt in der Hauptsache, dass die Sozen als künftiger Koalitionspartner lediglich ihre bisherigen Pfründe sichern wollen. Nicht nur, dass das Wählervolk schwindet, die Mitglieder der Volksparteien treten zunehmend aus ihren – äh – Schützenvereinen aus.

Mit einem Luftgewehr ins blaue Ballern, um anschließend an der Theke eine Lütje Lage zu kippen; einen besseren Eindruck hinterlässt die zweite Garnitur der Sozen kaum. Eher hat man den Eindruck, als das auf am Boden liegende nach getreten wird. Das macht man nicht. Daher sind die Sozen für unwählbar. Davon mal abgesehen sind die christlichen Parteien weniger christlich als neoliberal orientiert; die Partei der Zahnärzte und Steuerberater mit dem schwulen Mister 18% als Chef ist indiskutabel – Leutheuser-Schnarrenberger ist meines Erachtens das Vorbild der Stunde, an der niemals mehr Graf Lambsdorff oder Genschmän, der mit unserem Blanko-Scheckbuch die Welt alimentierte, heran reicht.

Die Grünen sind lediglich etwas für Vorstadt-Hausfrauen und deren Töchter. Wir erinnern uns: Der Flaschenpfand ging auf Merkel zurück. Wir erinnern uns weiterhin, dass Grüne Abgeordnete sowohl zu den Christen rüber machten als auch zur Energiewirtschaft. Nur um ihre persönlichen Interessen zu sichern. Mehr nicht.

Demnächst stehen wieder mal Wahlen an. Mein Aufruf an euch ist folgender: Geht Wählen!

Geht hin und wählt in eurem Sinne. Denn in jedem Fall wird die Regierung gewählt, die Deutschland verdient. Falls ihr keinen Bock habt zum wählen zu gehen, fordert Briefwahlunterlagen an – die werden für lau zugeschickt. Macht euer Kreuzchen vom Sofa aus irgendwohin auf den zugeschickten Zettelkram; genau dahin, wo es ihr für richtig haltet. Wenn ihr keinen der Angebotenen für würdig erachtet, gebt ungültige Stimmzettel ab. Aber gebt auf jeden Fall den Stimmzettel ab!

Um noch mal auf den Topic zurück zu kommen: Sarrazin 'der Mann der markigen Sprüche' ist meines Erachtens ein asoziales *****loch. Sarrazin steht für mich für den Rest der SPD. Die echten 'Sozen'

Und das mit der Überschrift verstehen wir mal als stimmungsvolle Verkürzung der Tatsachen, wie sie beispielsweise die 'Bild' täglich serviert und somit die Volksseele am köcheln hält.



Eingestellt von Heiko um 24:34 | Kategorie: Meinung |

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Dienstag 29 Juli 2008

Rainy Day

Da las ich heut morgen noch den Wetterbericht um fest zu stellen, dass das Wetter keinerlei Erleichterung bringt. Glühend heiß mit eher steigender Tendenz, so hies es. Heut' Nachmittag beim Frisör – dann und wann benötigt man ja reale soziale Kontakte – noch über die kommende Trockenperode gesprochen. Auch darüber, dass ein kurzer Regenschauer eher die Schwüle hebt, als das es eine Erleichterung gibt. Meine Opponentin gehörte eher der Fraktion der 'Ich möchte es immer warm haben' an. Okay, wir einigten uns darauf, dass die Pflanzen etwas davon haben – einen Verschnitt am eigenen Kopf wollte ich wirklich nicht riskieren – obwohl das bei einem bürstenhaften Maschinenschnitt schwerlich möglich wäre.

Etwas später, am frühen Abend, kamen Windboen auf, auf das Fenster und Türen nur so knallten. Diverse Topfpflanzen mussten vom Balkon in die Wohnung evakuiert werden. Der Regen war zwar nur mäßig, aber die Luftfeuchte stieg derart an, als das die gefühlte Temperatur die tatsächliche derzeitig immer noch übersteigt. Keine Erleichterung trotz Regen, dafür kleben die Klamotten förmlich am Leib. Immerhin kann ich mich damit trösten, das es morgen etwas grüner ist. Es ist halt ein durchschnittlicher nordischer Sommer.



Eingestellt von Heiko um 21:26 | Kategorie: Hannover |

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Noch'n alter VW Käfer

Mein dritter in dieser Rubrik aber der erste aus heimischen Gefilden. Gefunden hab' ich dieses liebevoll restaurierte Fahrzeug vor einem Schwesternwohnheim, was auf eine junge und attraktive Schwesternschülerin als Fahrerin hoffen lässt (nur mal um dieses Klischee anzuwenden).

Die Häufung dieses Fahrzeugs in dieser Rubrik korreliert halt mit der Verbreitung auf unserem Erdenrund. Denn immerhin wurde dieses Symbol des deutschen Wirtschaftswunders über ein halbes Jahrhundert lang gebaut und über 21 Millionen mal verkauft. Generationen von Automobilisten 'erfuhren' ihre Umwelt neu, reisten gar im Kriechgang über die Alpen bis nach Italien; der Wagen zeigte nicht nur den persönlichen Aufschwung an, auch wurden Familien befördert oder gar gegründet (die Handschlaufen, you know?).

Vergammelte Heizbirnen, fest gerostete Seilzüge, manchmal fiel bei älteren Wagen der Beifahrersitz auf die Straße. Reparaturfreundlich war der Käfer nie. Kaum Stauraum und im Winter von innen vereiste Fenster, so was wie Komfort war nur rudimentär in Form von recht stramm gepolsterten Sitzen vorhanden. Das mit der Reparaturfreundlichkeit ging so einigermaßen. Immerhin konnte die Kupplung – wenn man einigermaßen geübt war – binnen einer halben Stunde getauscht werden.

Mit der Zeit wurden die Modelle besser ausgestattet, technisch komplexer sowie einige Details im Motorraum schwieriger zugänglich. Besonders die 02' und 03er Versionen stachen leidvoll ins Auge. Wobei die 1200er (zwölfnullzwo, zwölfnulldrei) noch so einigermaßen gingen. Die 1300er (dreizehn nullzwo…) waren echt die Pest. Besonders unangenehm fiel es mir auf, als ich während meiner Lehrjahre an einem 1303 die Zündkerzen wechseln musste.

Um Kerze Nummer vier – glaub' ich, also wenn man vor der geöffneten Motorhaube kniet, links hinten – zu wechseln, braucht man am linken Arm einen sehr flachen Daumen nebst passendem Zeigefinger sowie ein zweites Ellbogengelenk. Sehkraft hingegen wird nicht benötigt, man muss in der Lage sein, die Umgebung per Tastsinn erkennen zu können. Beim Käfer befindet sich die Motorhaube hinten, nur mal so für die Kids unter euch.

Also, nach dem die Kerzen eins bis drei so einigermaßen reibungslos ersetzt wurden, machte ich an Nummer vier ran. Die alte Kerze lag auch einigermaßen fix auf dem Werkstatttisch und die neue ward zur Hand. Zwischen Daumen und Zeigefinger eingespannt führte ich die Kerze im engen Motorraum vorbei an scharfkantigen Lüftungsblechen, diversen Kabeln und Schläuchen sowie schmierigen Motorteilen in die vorgesehene Öffnung. Mein Mittelfinger ersetzte alle meine Sinne und übernahm die Führung ins schmierig feuchte Dunkel.

Kurz darauf ertastete mein Mittelfinger das feine Gewinde, welches die Kerze aufnehmen sollte. Der erste Versuch die Kerze in das Gewindeloch einzuführen schlug so was von fehl: Die Kerze, leider leicht schief angesetzt, verkantete sich kurz, um darauf hin meinen Fingern zu entgleiten. Mit leisem Klappern verabschiedete sie sich in die Untiefen der Lüftungsbleche. Stille.

„Scheiß Käfer!“ fluchte ich in mich hinein.

Gerade so eben konnte ich noch die Keramik des Isolators mit den Fingerspitzen erahnen. Einen irgendwie beweglichen Eindruck machte die Kerze überhaupt; sie war hoffnungslos zwischen Kühlrippen und Lüftungsblechen eingeklemmt. An ein herankommen jedweder Art war ohne den Ausbau des Motors nicht zu denken – und das wäre ökonomischer Unsinn gewesen. Mist.

Die alte rein zu drehen war Unsinnig, ihre Ersetzung war durchaus notwendig. Einfach so zum Ersatzteillager zu gehen um eine neue anzufordern war undenkbar. Dies hätte Fragen nach sich gezogen und diese peinliche Vorfall wäre kaum vor den Kollegen verborgen geblieben. Also kam ich nicht drum rum meinen Meister zu kontaktieren.

Nach dem er Zeit gefunden hatte sich meines Problems anzunehmen, machte er sich ein Bild der Lage. Sein anschließend an mich gerichteter Blick war, nun ja, irgendwie 'not amused'. Schlussendlich meinte er, das ich das Ding da liegen lassen sollte und einfach eine neue nehmen sollte. Den unterschwelligen Anschiss stillschweigend weg steckend schlenderte ich zum Ersatzteillager, um eine neue Kerze zu holen. Immerhin konnte ich die Bestellung mit den Worten einleiten: „Der Meister hat gesagt…“ Zumindest kamen keine Lacher aus dem Kollegenkreis.

Dieser von mir gewartete Käfer fuhr seid dem mit mehr Zündkerzen als Zylinder rum. Meine Meinung über dieses Fahrzeug hatte sich seit dem gefestigt: Verbaute Mistkisten. Dennoch stellt ein gut bis sehr gut restaurierter Käfer heutzutage eine Augenweide dar. Vor allem wenn noch besondere Ausstattungsdetails hinzu kommen. So wie am Käfer vor dem Schwesternwohnheim (oben) wie auch am BKK-Käfer.

Aber so eine Kiste will ich weder besitzen geschweige denn nochmals reparieren; ich bin da eher negativ vorbelastet.



Eingestellt von Heiko um 19:33 | Kategorie: Alte Kfz |

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Samstag 19 Juli 2008

Ponton Mercedes

Ausnahmnsweise mal zur richtigen Zeit die Kamera dabei gehabt.

 

Wer näheres zu dem Fahrzeug wissen möchte, schaut in die Wikipedia.



Eingestellt von Heiko um 7:08 | Kategorie: Alte Kfz |

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Mittwoch 16 Juli 2008

Firefox Werbe-Blocker

Im Make-Blog wird ein Werbe-Blocker der etwas anderen Art vorgestellt. Add Art filtert die Inhalte einer Website und ersetzt diese durch Kunst. Leider wird diese 'nur' in einem vierzehntägigen Rhythmus ersetzt, die Werbebranche frequentiert ihre Zuschauer mit einer erheblichen höheren Kadenz. Allerdings kann man durchaus auch einen Vorteil darin sehen: Bekannte Inhalte lenken weniger ab. Mangels Firefox konnte ich das selbst nicht antesten. Wäre nett, wenn mal jemand kurz erzählt, wie das Teil so kommt. (Nebenbei bemerkt, erinnert sich noch jemand an diesen Beitrag?)



Eingestellt von Heiko um 20:50 | Kategorie: Mac Software |

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Montag 14 Juli 2008

Aaron Jasinski

Aaron Jasinski  

(Klick auf das Bild!)



Eingestellt von Heiko um 5:25 | Kategorie: Angeklickt |

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Honda CB 125 Twin

Einst nannte man sie abfällig 'Youghurtbecher'. Verglichen mit heutigen Modellen dürfte es sich wohl eher um 'Schwermetall' handeln.

Honda CB 125 Twin

Nach langem überlegen ob der Herkunft des Spitznamens waren wir (Ich und mein Chefmechainker) ein wenig ratlos. Aber dann kamen wie auf die Lösung: Die Seiten'bleche' waren aus Plastik – sowie die Blinker'gläser'. Schade nur, das kein Sprit im Tank (aus Blech!) war, wir hätten gerne eine Runde gedreht.



Eingestellt von Heiko um 5:11 | Kategorie: Alte Kfz |

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Filter Zensur Kontrolle

Fast steinzeitlich mutet der Text an, wenn man das Entstehungsjahr 2001 bedenkt. Inhaltlich aber bleibt er hochaktuell, da der Text einen Versuch im Rahmen einer Diplomarbeit beschreibt, in dem der Zugang zum WWW unbemerkt gefiltert wird. Bereits die Kombination aus Titel und Untertitel nimmt den derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Trend vorweg: insert_coin Verborgene Mechanismen und Machtstrukturen im freisten Medium von allen.

Bereits im Entstehungsjahr der Arbeit hieß es:

Schon heute wird die Freiheit des Internets aus verschiedenen Gründen, jedoch größtenteils aus wirtschaftlichen Interessen, eingeschränkt. Doch selbst das auf den ersten Blick harmlos wirkende System der freiwilligen Selbstkontrolle muss als für das Netz untauglich abgelehnt werden.

Wesentlich verheerender lauten da einige Erfahrungen der Kontrolleure, die im Kapitel Scheinbares Ende war kein Ende beschrieben werden:

Wir lieferten einen Link auf eine von uns aufgesetzte Anleitungsseite, welche beschreibt, wie der Proxy auszuschalten ist. Diese wurde jedoch nur in nicht nennenswerter Anzahl aufgerufen. – Unseren Statistiken nach ist der Proxy auf den meisten Rechnern Februar/März 2001 weiter gelaufen und nicht ausgeschaltet worden, bis durch eine Netzwerkumstellung alle Rechner neu konfiguriert werden mussten. Die Datenmengen waren bis dahin beinahe die selben wie vorher. Das Experiment lief einfach weiter.

Kurz gefasst: Selbst nach einem Hinweis auf die Filterung nebst einer Anleitung, diese auszuschalten, war praktisch gesehen niemand willens – wenn auch aus verschiedenen Gründen –, sich einen ungefilterten Zugang zu freien Informationen zu verschaffen.

Die Arbeit liegt nunmehr sieben Jahre zurück. Aber das ein Bewusstsein für die Möglichkeit geschaffen wurde, darf bezweifelt werden. Eher ist ein Kopfschütteln über die Gedankenlosigkeit unserer Mitmenschen angebracht, die tagtäglich das Internet als Informationsquelle nutzen.

Da die kommenden Sommerabende eher versprechen lausig zu werden, kann ein wenig Lesestoff mit Aha-Effekt eigentlich nicht schaden. Also: Lest Alvar C. Freudes (und selbstverständlich sei Dragan Espenschied noch genannt) Arbeit über Web-Filterung und Ignoranz. Schaden kann es nicht.



Eingestellt von Heiko um 3:20 | Kategorie: |

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Freitag 11 Juli 2008

Hardchopper

'n Kumpel von mir könnte noch diverse Ersatzteile gebrauchen, ernst gemeinte Angebote bitte an mich. Ich vermittle das dann – provisionsfrei natürlich.

 

Aber schaut nochmals genau auf den Motorblock:

 

Alles Klar?(!) Mit Harley-Fraggles kann mein Kumpel nichts anfangen.



Eingestellt von Heiko um 5:23 | Kategorie: Alte Kfz |

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Deutschlandquiz: Gewinne deinen Pass!

Wenn man sich mal die sonstigen Antwortmöglichkeiten so anschaut, kommt man nicht umhin, eine recht erstaunliche Interpretation fest zu stellen: Die Sueddeusche übt sich in Zynismus.

Das nicht ist wichtig! Also, was steht demnach nicht im GG? Richtig, Frauen brauchen nicht das selbe Geld zu bekommen, wie ihre männlichen Kollegen!

btw: Das könnte durchaus dieses erfolglose Gezänk im Kanzleramt erklären.

P.S. Wer Zynismus in meinem Beitrag findet, darf ihn behalten.

P.P.S: Screenshots sind eh' Fakes!



Eingestellt von Heiko um 2:51 | Kategorie: Allgemeines |

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Aus der Traum

The american way of drive. (Not.)

 

Kotflügel vorne rechts – detail

 

Rücklicht links – cool

 

Heckklappe – detail

(Ein erhaltenes Modell)



Eingestellt von Heiko um 1:10 | Kategorie: Alte Kfz |

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Donnerstag 10 Juli 2008

Kinderwahlrecht

Laut einer Nachricht aus dem Sozialticker – der sich ohne Verlinkung auf eine Veröffentlichung de Bundestages beruft – fordern sage und schreibe 46 Abgeordnete die Herabsetzung des Wahlalters auf – äh – naja – wie auch immer. Die 46 Abgeordneten aus allen Fraktionen fordern es auf jeden Fall.

Immerhin gehen etwa 14 Millionen Wählerstimmen verloren, weil die Altersbestimmung zum Wahlrecht etwas ungünstig liegt, so die 46 Abgeordneten. Da die 'kleinen' aber noch nicht volljährig sind, sollen die Eltern das Wahlrecht stellvertretend übernehmen. Und wenn die kleinen groß genug sind, dürfen sie halt alleine Wählen. Klingt ja irgendwie Klasse.

Nichts konkretes weiß man nicht. Vorschläge für die Altersgrenze werden nicht gemacht. Weder für das Mindestalter noch für das Alter, ab dem selbstständig gewählt werden darf. Aber immerhin gehen etwa 14 Millionen Stimmen verloren. Also muss da wenigstens irgendwo eine grobe Vorstellung der neuen Altersgrenze vorhanden sein.

Warum nicht sechzehn, oder besser vierzehn? Jugendliche lassen sich nun einmal am besten beeinflussen, Die Parteien schalten bei Youtube ein paar Clips und die Sache ist gebongt. Darüber stelle ich mir die Sache folgendermaßen vor: Die Energiegeladene, aber eher pisamäßig gebildete Jugend lässt sich viralmarketingmäßig beeindrucken, hinterfragt nichts – weil sie es nicht gelernt hat – und entscheidet aus dem Bauch heraus für die krasseste Kampagne.

Irgendwie erinnert mich das an alte Berichte, laut denen in Familienkreisen gerade die Kinder diverse familiäre Entscheidungen trafen, und sei es nur die Bestimmung der Farbe des künftigen Automobils. Wenn selbst bei so trivialen Entscheidungen der Kindermund da Zünglein auf der Waage darstellt, wie soll es denn erst bei Entscheidungen werden, die die gesamte Bevölkerung betreffen?

Wir wählen Grün weil die was für Wale und Eisbären tun! Wir wählen SPD, weil die 'Sozial' schon im Namen führen!? (Die Sache mit dem Kossovo und Afghanistan blenden wir mal – im doppelten Sinne aus.) Die von den lieben Kleinen angestachelten Eltern bewegen um der liebe Ruhe willen ihre Hintern zur Urne, schlagen ihre Kreuze, kniffen ihre Zettel und ab dafür.

Anschließend wird der Sonntagabend vorm Fernseher verbracht, in freudiger Erwartung auf die gewünschte Verkündigung. Aber wehe es trifft nicht das gewünschte Ergebnis ein. Der Haussegen hängt dann für eine geraume Zeit schief. Die lieben kleinen haben dafür ebenso wenig Verständnis wie ihre Alten eine Erklärung.

Es hapert leider an einer profunden politischen Bildung. Seitens der Regierung, seitens der Schulen sowie seitens der Eltern. Letzteren kann man es durchaus nachsehen, denn sie sind mit anderen Dingen beschäftigt. Ersteren (die Zweiteren sind eingeschlossen) hingegen muss man auf die Finger klopfen, denn sie haben ihren Bildungsauftrag verfehlt. Ich behaupte mal einfach, alle Schulabgänger wissen nichts um politische Inhalte der Parteien.

Ebenfalls außen vor lassen wir mal für den Moment Postenschiebereien und tagespolitische Entscheidungen im Sinne vom Koalitionsfrieden und so. (An Korruption hab' ich im Moment noch nicht einmal gedacht.)

Die 46 bislang unbekannte Abgeordneten wünschen also eine Herabsetzung des Wahlalters. Ich stell mir das in etwa so vor, als das eine gewisse Anzahl an indoktrinierten Schnullerwählern ihre Eltern vor sich her treiben, Völlig ungeklärt aber dürfte eine Kleinigkeit sein: Wie sollen Eltern damit umgehen, wenn im Kinderzimmer sich verschiedene Fraktionen bilden? Wonach sollen Eltern sich richten? Etwa danach, dass der Erstgeborene automatisch für alle entscheidet? Oder der geistig reifste? Oh Alice Schwarzer, ick hör die trappsen…

Ich finde, hier besteht politischer Entscheidungsbedarf. Welcher der Nachgeborenen darf für die Familie entscheiden? Wie entscheidet Papa, wenn Sohnemann anderer Meinung ist – immerhin ist die Wahl noch geheim.

Eigentlich dürfte es darum gehen, die wirklich beschissene Wahlbeteiligung anzuheben – beständig unter sechzig Prozent mit fallender Tendenz. Kinder sind leicht zu beeinflussen und können ihre Eltern steuern – darum geht es. Die 46 Abgeordneten Hinterbänkler wollen anscheinend nur mittels billiger Werbung Stimmvieh rekrutieren auf sich aufmerksam machen.

So nicht! Gebt euch mehr Mühe!

Da hier (in Deutschland) jeder Arsch rumfordern kann, will ich mich nicht ausnehmen: Warum sollte man das Wahlalter nicht wieder auf 21 herauf setzen – vorher aber bitte schön eine Prüfung, die auf eine politische Entscheidungsfähigkeit schließen lässt? Das könnte man ja mit einem Schulabschluß kombinieren…

Aber wenn man schon dabei ist, das sowieso nicht gundgesetzkonforme Auszählungsverfahren der Stimmen demnächst – in der übernächsten Wahl – zu korrigieren, dann kann ja mal versuchen ein paar mehr Wähler zu mobilisieren. Der Versuch ist es Wert, das ist ok. Aber beim Versuch sollte es bleiben. Probiert es gefälligst mal mit einer Politik, die sich an der Mehrheit orientiert.

Ach ja, ich vergaß, es sommerlocht mal wieder.



Eingestellt von Heiko um 23:38 | Kategorie: Allgemeines |

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Freitag 04 Juli 2008

Suchtprävention

Jaja, die Regierung mal wieder. Nun will sie den Alkoholverkauf an Tankstellen zu bestimmten Zeiten verbieten, weil angeblich zu viel heranwachsende und jugendliche (korrekte Reihung?) dem Alkohol frönen. Davon mal abgesehen, dass die Tanken mittlerweile mehr Sprit als Sprit – äh, mehr Alkohol als Benzin – verkaufen, wird unter einem merkwürdigen Vorwand diversen Menschen aus der Leichtlohngruppe eine Einkommensquelle aufgrund einer Fehleinschätzung versiegt.

Das etliche Tanken (und andere Verkaufsstellen mit Nachtschalter außer Apotheken) ihren Hauptumsatz nicht mehr übers Benzin machen, dürfte wohl eine Binse sein. Versucht mal eine Glühbirne oder einen Scheibenwischer passend für euer Kfz zu erwerben… (Fragt mal die Person hinter der Kasse wo es das gibt und ob das für 'Schnuckelchen' auch das richtige ist…) Ein Sechserträger dürfte wohl leichter erstanden sein. Gut, genug auf das Personal eingedroschen, aber klar dürfte sein, dass Tanken am Nachtschalter mehr der Grundversorgung der Bevölkerung dient, als dem Party-Drang des Nachwuchses Nachschub zu liefern.

Mit der Keule des Jugendschutzes haut diesmal Sabine Bätzing (SPD, 33, hübsch) um sich und trifft die Falschen. Denn derzeitig wird nirgendwo stärker auf's Alter geachtet, als an beschriebenen Tanken (und anderen Verkaufsstellen mit Nachtschalter einschließlich Apotheken). Das habe nicht nur ich persönlich selbst so erlebt, dies scheint wohl eine allgemeine Erfahrung zu sein, wenn man den Kommentaren aufgrund des Artikels auf Wel-T-Online glauben schenken darf. Meines Erachtens nach macht Frau Bätz einen auf Populismus. Nirgendwo gibt es weniger Menschen in der Altersklasse U18, als an Tanken (und anderen Verkaufsstellen einschließlich Apotheken).

Frau Bätzing haut mal wieder in die Medienkerbe: Beschreie die Ausnahmen, und leite dann nicht gerechtfertigte Handlungsvorschriften für die Mehrheit ab. Auffällige jugendliche mit Alkohlproblemen, die es in die Medien schaffen, sind eine Minderheit. Die Mehrheit ist durchaus in der Lage, sich zu benehmen. Anstatt sich der Minderheit anzunehmen, versucht Frau Bätzing die Mehrheit zu reglementieren, denn wie bereits beschrieben, des nächtens an der Tanke (und anderen Verkaufsstellen einschließlich Apotheken) treibt sich kein junges Pack rum.

Ach, ich vergaß zu bemerken, dass in diesem Sommerloch in den Medien noch nicht der Begriff 'Sommerloch' fiel. Denn mehr ist es nicht, als das sich wie üblich HinterbänklerInnen zu Worte melden – frei jeglicher Ahnung.

Bestenfalls werden Symptome abgestellt, aber am eigentlichen Problem geht es vorbei. Alkoholkonsum Jugendlicher, die durch Werbung verführt und durch 'beispielhaftes' Verhalten Erwachsener ermuntert werden, kann man nicht tolerieren. Die Kinder brauchen Hilfe und Anleitung. Was die Mehrheit der Bevölkerung aber nicht braucht, sind weitere Einschränkungen in der persönlichen Lebensführung. Es kann ja wohl nicht angehen, dass eine Mehrheit aufgrund einer schlecht bis gar nicht erzogenen Minderheit Einbußen in der privaten Lebensführung hinnehmen soll.

Diesen Ball pritsche ich zurück übers Netz. Vorbildcharakter haben in erster Linie Eltern, dann kommen Kindergärten, Schulen und höhere Lehranstalten – auch des zweiten Bildungswegs (Hallo Gazprom-Gerhard). Erstere haben selbstverständlich die Hoheit über die Erziehung ihres Nachwuchses. Alle anderen lehren einen gemeinschaftlichen Konsens, der von der Mehrheit der Bevölkerung bestimmt wird. Oops, jetzt sind wir in der Bildungspolitik angelangt.

Die Äußerung von Frau Bätzling kocht bestenfalls die Volksseele hoch, echte Lösungen bleiben leider außen vor (Werbeverbot für jegliche Drogen? Gesellschaftlich unterstütze Erziehung zu freien und bewusst lebenden Menschen?). Nur Populismus, mehr ist das nicht, was Frau Bätzing da äußert. Die Forderung geht mal wieder an einer Mehrheit vorbei, klingt aber gut. Das mit den Drogen ist sowieso so ein kurioses Ding – seit bestehen der Menschheit werden bewusstseinsverändernde Stoffe eingenommen. Kein künftiger Kulturschock wird darüber hinweg helfen. Ein geeigneter Umgang, der von klein auf gelehrt wird, scheint angezeigt. Aber davon ist die Drogenbeauftragte der Sozen weit entfernt.

Das Dumme an der Sache ist aber mal wieder das scheiß Web 2.0; siehe die Kommentare zum oben verlinkten Artikel. Die Hauptkritik aber ist und bleibt, dass ein zunehmender Personenkreis (aka Wähler) keine weiteren Einschränkungen in der persönlichen Lebensführung hinnehmen will. Wir Erinnern uns künftig: Frau Bätzing ist Parteimitglied der SPD.



Eingestellt von Heiko um 2:18 | Kategorie: Meinung |

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Donnerstag 03 Juli 2008

Eastern

Ne, nix Ostern. Ist eigentlich niemanden aufgefallen, dass schon seit geraumer Zeit donnerstags Abends auf 'Das Vierte' richtig gute Kung-Fu-Filme laufen?



Eingestellt von Heiko um 23:24 | Kategorie: Allgemeines |

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Bayerntrojaner

Na klasse, die Bayern wollen also mal wieder Sachzwänge schaffen. Wie Heise-Online ausführlich berichtet, prescht das Alpenvolk in Sachen Generalverdacht und Obrigkeitswillkür mal wieder vor. Warum sagen sich die Bayern nicht mal „Hey, ich habe niemanden etwas getan, warum werde gerade ich verdächtigt“ und jagen die angeblichen Volksvetreter aus dem Amigodrom? Darüber hinaus werden unangemeldete Wohnungszutritte in Abwesehheit ohne Zeugen und ohne Richterbeschluß gerechtfertigt. Was soll das? Immerhin haben sich die Sozen diesmal dagegen ausgesprochen. Lesen und Handeln!



Eingestellt von Heiko um 23:16 | Kategorie: Allgemeines |

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VPN - Was ist das?

Jetzt mal so auf die schnelle: Zwei kurze Einführungen in Virtual Private Net (VPN). Die erste richtet sich an absolute Neutlinge, die zweite an schon an technisch erfahrenere. Gut, ein wenig Eigenlob für AVM (Fritz Box und so) darf auf deren Seiten nicht fehlen, aber dafür sind die beiden Beiträge recht informativ und mit anschaulichen Grafiken versehen. (via Buggy-Net)



Eingestellt von Heiko um 22:59 | Kategorie: Anleitungen |

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Pixelians

Pixelins Homepage Schon seit geraumer Zeit existiert da kleine aber beonders niedliche Projekt namens Pixelio. All diejenigen, welche in kleine pixelige Grafiken verliebt sind, müssen einfach vorbeischauen. Zur Auswahl stehen knapp 600 kleine Pixelians – und wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um pixelige 'Civilians' jeglicher Coleur.

Pixelians Lampe Darüber hinaus gibt es auch ein paar Gegenstände so wie beispielsweise die Lampe, die ich mir aussuchte. Jene erinnert an die Staranimation von Pixar-Filmen, womt mir ein Bezug zum OS X gelungen sein sollte. Darüber hinaus erinnert es mich an eine alte Grafik-Demo, die mal auf dem alten Atari ST lief. In der entdeckte die Lampe einen Ball, sprang auf ihn rauf und balancierte ein wenig…

Der letzte Eintrag stammt zwar von mitte Dezember 2007, aber vielleicht geht es ja weiter. Ach ja, die Seite lädt ziemlich langsam.



Eingestellt von Heiko um 22:16 | Kategorie: Angeklickt |

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