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Sonntag 17 August 2008
Zukunft der Zeitungen
Heribert Prantl äußert sich in Süddeutschen über die Zukunft der Zeitungen. Immerhin erkennt er an, dass es sich beim Bürgerjournalismus um eine neue Art der Informationsvermittlung handelt, wie es 'damals' bei Telegrafen, Telefonen und Fernsehen ebenfalls war. Jede neue Technologie hat zwar keine alte verdrängt aber die Etablierten mussten sich den Gegebenheiten anpassen, um zu überleben. Die schreibende Zunft wird etwas indirekt dazu aufgerufen, sich den veränderten Bedingungen zu stellen, um sich auf die Zukunft vorzubereiten. Vorschläge liefert Prantl gleich mit. Lesenswert.
Das bloggende Hannover
Nachdem Hannover-Blogs und hblox die Segel strichen, machte sich der Nachtwächter ans Werk und schuf einen neuen Aggregator unter dem einprägsamen Namen Das bloggende Hannover – Stimmen aus einer unterschätzten Stadt. Leute aus und um Hannover sollten mal vorbeischauen, und sich vielleicht Eintragen. Wenn sich nur die Hälfte derer Eintragen, die bereits bei den gescheiterten Projekten gelistet waren/sind, dürfte die Liste bunter und vielfältiger werden, als die Rivva-Blogger-Karte rund um Hannover.
Mondfinsternis
Gestern hatte ich mal das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein: Auf meinem Balkon. Zu sehen war die überaus interessante Mondfinsternis. Elias hatte schon gestern ein paar Anmerkungen dazu geschrieben.
Freitag 15 August 2008
(If I were a) Gamma Ray
The world is pervated with ironie, hunger and corruption
The
eastern world and the africans too – Are going to repeat the history of
our wars
And our industry supplies them with arms – Everybody knows,
but apparently
nobody can do anything against it – For our society is
on the make
(Hier der Text zum Mitgröhlen!)
Krautrock at its best: Birth Control mit Gamma Ray. Keine Ahnung mehr, wie ich darauf heute Abend gekommen bin. Vielleicht weil ich mich an die Musik meiner Jugend erinnern wollte. Immerhin war sie außer laut und hart noch politisch. Für laute und harte Musik trotten die heutigen zotteligen bestenfalls nach Wacken, aber nur um sich mit denen die Kante zu geben, die sich – angepasst wie sie sonst so sind – mal für ein verlängertes Wochenende auszuklinken. Immerhin soll in Wacken rechtzeitig zur Sommersaison genügend Dixie-Klos zur Verfügung gestellt werden…
All den Krautrockern muss man zugute halten, dass sie sich mit der Welt beschäftigten, in der sie sich bewegte. Was man den Zuhöhrern nicht so ohne weiteres unsterstellen kann. Sie konsumierten nur, was sich bis in die heutige Zeit gehalten hat. Was sich blöderweise nicht gehalten hat, ist die Aussagefähigekeit deutscher Liedermacher. Das Niveau ist ja so was von flach…
Nun gut, die heutigen Musiker beschäftigen sich auch mit der Welt, in der sie sich bewegen. Nur leider muss man zu der Erkenntnis gelangen, dass es sich um einen begrenzten Personenkreis handelt, der die Musik verkaufen will. Derartig mit Schmarotzern behaftet und auf Verkaufsoptimierung ausgerichtet kann eigentlich nichts bei rumkommen. …MTViva, Jamba…
Früher, ja Früher® war alles besser (und aus Holz). Im ernst jetzt, was man heute so hört, ist einfach belanglos. Bedeutungslos. Birth Control erweckten wenigstens mit ihrem Namen noch aufsehen, heute wird bei einem versuchtem Schockeffekt bestenfalls nur noch gegähnt. Weil es einfach nur noch viel zu abgegriffen wirkt. Inhalte werden vermisst.
Dabei gab es Früher eigentlich schon alles, was man brauchte: Geile, harte und laute Musik mit Texten, mit denen man sich identifizieren konnte. Typen, die auf der Bühne alles andere als cool waren. Klar gibt es das heute auch – jeder wird mit Sicherheit mir den Kram nahelegen, den er gerade gern hört – aber auf welchem Niveau spielt sich das ab? Es bleibt mir im Moment nur fest zu stellen, das alles schon mal da war, nur besser.
Donnerstag 14 August 2008
Altes Computerpapier
Dann fand ich da noch in meinem Fundus ein wenig altes Papier. Dieses wurde speziell für Computerdrücker hergestellt, war fast quadratisch (~9,8 cm quer, ~10,2 cm hoch, bekloppte Amimaße), 'endlos', mit einer Perforation zwischen den Einzelblättern versehen, beidseitig Löcher für einen Traktorantrieb, vorderseitig grün bedruckt – jede zweite Zeile nummeriert, die nummerierten Zeilen mit sechs Linien versehen, wobei die oberste und unterste Linie jeweils einer Zeile links und rechts über die Nummerierung reichten. Die Rückseite ist Blank (und mittlerweile vergilbt).
Aus Ermangelung an passenden Druckern musste ein Großteil meines ererbten Vorrats als Notizzettel herhalten. Mal im ernst, in einem Museum kommt so ein alter Drucker ja ganz nett – da kann man seinen Plagen ja noch was vom Krieg erzählen, aber in der guten Stube muss man so ein 'Sägewerk' echt nicht mehr haben. Den letzten Rest des Papiers verstaue ich mal in meiner 'Schatzkiste' – für spätere Erinnerungen.
Greg Simkins
Grafiken, Entwürfen, Graffities und ein bischen mehr. Viel Spaß beim entdecken.
(Klick auf das Bild.)
Die Geschichte der Kanalisation
Jau, auch darüber muss mal geredet werden – über das, was jenseits des Aborts sich so alles tut. Und das ist nicht wenig – zumindest aus technischer Sicht. Sewerhistory verleiht Einblicke in die durchaus schon lange Geschichte des Abwasserwesens. Sehenswert, lesenswert und überhaupt nicht eklig – mehr was für Technikinteressierte und Handwerker.
(Klick auf das Bild.)
Textanimateur
Und noch ein kleiner aber feinder Textanimateur: textanim 2.0 lässt Schriftzüge auf dem Monitor flimmern. Hey, immerhin eine zwei-punkt-null-Anwendung, also voll ausgereift. Einstellen kann man viel, beispielsweise Font, Schriftgröße, Flimmermuster, Flimmerrate und ein wenig mehr.
(Klick auf das Bild.)
Neoliberalismus und Feuerwehr
Das neoliberale Staatskonzept ist wie die Feuerwehr, die ihren Gründungszweck – das Löschen – den Brandstiftern überträgt, weil sie die Brandursachen sofort checken, die Brandherde besser kennen und im Benchmarking schon immer vor der Feuerwehr da waren.
Renate Hartwig in „Der verkaufte Patient“.
(Ich habe kein Partnervertrag mit Amazon, empfehle das Buch aber trotzdem über den obigen Link weiter.)
Triumph 650 Bonneville
Schon erstaunlich was man so alles in der Gosse findet: Eine steinalte Triumph 650 Bonneville. Die schlechte Bildqualität lasst sich aus der Handycam meines Kumpels erklären – 'ne 'echte' Knippse hatte ich blöderweise nicht dabei.
Mitgenommen habe ich sie natürlich nicht, obwohl mir ein Motorrad aus der Zeit, als Motorräder noch wie Motorräder aussahen, eigentlich ganz gut gefallen hätte. Wer sich für Triumphs interessiert, kann ja mal bei Winni Scheibes Kult-Eisen vorbei schauen.
Dienstag 12 August 2008
Reisender Gartenzwerg
Dann war da noch ein Student, der einen Gartenzwerg auf eine Weltreise entführte, um ihn anschließend samt Fotoalbum auf seinen angestammten Platz zurück zu bringen. Nette Idee, aber woran erinnert mich das blos? Hmm…
Tradition und Moderne
Nur an wenigen Orten dieser Welt vereinigen sich Tradition und Moderne so, wie am Erawan-Schrein. Einerseits huldigen die Thais ihren indischen Wurzeln an einem dem Gott Hindu geweihten Tempel, andereseits nutzen sie durchaus 'moderne', von Siemens weltweit gelieferte Technik, wie man im Hintergrund klar erkennen kann.
Auf die Frage, ob der Skytrain denn sie nicht störe, sollen die Thais sinngemäß geantwortet haben: „Nö, jetzt haben wir ein wenig mehr Schatten.“ Bei dem tropischen Klima eine durchaus verständliche Antwort. Das beeindruckende an der geknippsten Szene dürfte weniger die Beschreibung der bildlichen Kontraste sein, allein nur die Beobachtung vor Ort hinterläßt echte Eindrücke.
Googles Kinoschnellsuche
Ein neues Projekt der 'Datenkrake' Google zeigt dem Anwender ziemlich fix alle laufenden Kinofilme in der Umgebung an – man muss nur wissen, wo man wohnt. Krassen Respekt: bevor man sich mühsam durch die Seiten von Cinemaxx quält, einige kleine dabei längst vergessende Spezialkinos (ey, nix Porno, das aki im Hauptbahnho gibt es schon lange nicht mehr) übersieht, zeigt Google mal wieder, wie es einfacher geht.
Sogar das gerne übersehene Hochhaus mit seinem mordsmäßig hohen Fahrstuhl ist drin, die Programmkinos am Raschplatz (gegenüber dem Cinemaxx bitteschön) sowie das legendäre Apollo auf der Limmerstraße. Ja, früher ging es nach dem frühabendlichen Filmevent in Lindens bestem Kino in den gegenüberliegenden Schnellimbiss, der den mit einem zwinkernden Auge zu verstehenden Namen Prenzels Schlemmerhölle trug. Ja ja, das waren noch Zeiten… (… so, ist gut jetzt!)
Bislang alle Kinos listet die spezialisiert Google-Suche noch nicht, so fehlt beispielsweise das Kino im Sprengel oder das Kommunale Kino. Aber ist ja auch egal, denn zusätzlich werden Kinos in der näheren Umgebung gelistet, zu denen sich eine Anfahrt über eine angemesene Entfernung lohnen würde – würden sie mal etwas mehr als Mainstream zeigen.
Heise Online im neuen Design
Oops, hat da jemand auf den Kalender geschaut? ;-) Erheblich zeitgemäßer kommt 'Onkel Heise' daher. Aber das beste ist und bleibt die fixe Ladezeit. Da könnte sich so manches Web-2.0-Projekt eine sehr dicke Scheibe von abschneiden.
SPD gegen Arbeitnehmer
Na klasse, der nächste Spezialdemokrat – Rainer Wend –, der sich in Richtung Wirtschaft dreht:
Es sei für den Wirtschaftsstandort Deutschland „dauerhaft nicht hinnehmbar“, wenn sich Streiks wie bei der Lufthansa oder zuvor der Bahn durch die Konkurrenz von mehreren Gewerkschaften hochschaukelten, sagte er der „Passauer Neuen Presse“.
Weiterhin äußert sich Rainer Wend:
In einer Verfassungsänderung zur Einschränkung der Tarifautonomie könne zum Beispiel bestimmt werden, „dass es in einem Tarifgebiet nur eine tonangebende Gewerkschaft geben kann“, an deren Abschluss sich andere orientieren müssten, forderte er.
Alles klar?! Erst hielt ich es für eine VT, dass alle Sozialdemokraten mittlerweile sich in Der Linken befinden, aber nach solchen Meldungen bin ich mir das fast schon sicher, dass es so ist. Im übrigen stammen die Zitate aus der Märkische Allgemeine. Aber Web.de hat die selbe Agenturmeldung etwas besser umgesetzt. Darüber hinaus lassen die Leserkommentare auf Web.de ein wenig Hoffnung aufkeimen, dass des Volkes Stimme lauter werden könnte. (via Nachdenkseiten)
17000
Zahl des Tages: 17.000. Soviel Bankverbindungen privater Haushalte wurden unter der Hand verkauft. So langsam sollte jeden klar sein, dass man mit seinen persönlichen Daten sparsam umgehen muss. Noch deutlicher kann es nicht werden: Daten sind eine begehrte Handelsware. Perfide wird es erst dadurch, dass die Daten – so wie es im Moment scheint – aus dem Call-Center-Bereich stammen. Es ist mir ehrlich gesagt unbegreiflich, wie man Unbekannten seine Bankdaten mitteilen kann. Wahrscheinlich hatten die Leute mal wieder dicke ¢ in den Augen, als die Süddeutsche Klassenlotterie – es besteht der Verdacht, das es sich um Kundendaten von eben diesen Lotterieveranstalter handelt – mit dicken Gewinnen bei geringem Einsatz lockte. Die Strafe folgte gleich auf dem Fuß: Von den ersten Konten wurden bereits Geld abgebucht.
Freitag 08 August 2008
Bug Defender
Mit Bug
Defender kommt ein weiterer kleiner Zeitzerstreuer daher, der mal
wieder wertvolle Lebenszeit verbrauchen will. Da sich dieses kurzweilige
Arcade-Game eher für Arbeitspausen oder verregnete Nachmittage nutze
lässt, dürfte der Zeit-Verbrauch sich in Grenzen halten. Wie der Name so
treffend beschreibt, müssen diverse ungwünschte Insekten vor dem
Eindringen ins heimische Territorium abgewehrt werden.
(Klick auf das Bild)
Auf festgelegten Trampelpfaden kommen die eher ekligen Zeitgenossen daher und müssen mit Insektenspray oder noch schärferen Waffen abgewehrt werden. Gelingt dieses, zhlt sich dieses aus; gelingt dieses nicht, verliert man eher über kurz als lang die eigene Behausung und somit das Spiel. Zu beginn verfügt man über ein wenig Geld, mit dem man eine Insektenspray-Produktion bauen kann. Ein paar Kröten für Spraydosen sind dennoch drin, mit denen man die ersten Bugs abwehren kann.
Platziert man die Abwehrmittel geschickt, füllt sich das Konto und neue Insektenfallen können gebaut werden. Platzeirt man aber die Fallen uneschickt, reicht es nicht mal für einen Eintrag in der Highscore-Liste – so einfach ist das. So richtige Level gibt es nicht, der Schwirigkeitsgrad steigt so lange an, bis Du aus dem Spiel raus bist.
Glücklicherweise kommt das Ungeziefer auf festgelegten Pfaden daher, was die Positionierung der Abwehrmittel drastisch vereinfacht. Vereinfacht ausgedrückt kann man feststellen, dass es sich bei Bug Defender um ein simples Strategie-Spiel handelt. Alte wissen, dass es sich bei Bug Defender um eine Umsetzung des alten Tower Defense aus dem Starcraft-Universum handelt. Daher ist höchste Vorsicht geboten.
Bug Defender ist wie immer bei den von mir vorgestellten Spielchen für lau zu haben. Einzig der von euch bezahlte Netzzugang verursacht Kosten, aber das ist nicht mein Problem. Bug Defender gibt es außer für Mac auch noch für Windows. Die Mac-Version kommt in einer 9 MB kleinen Zip-Datei daher. Viel Spaß. (via aptgetupdate)
Donnerstag 07 August 2008
iPhone?
{ "Date Generated" = "2008-08-07 21:30:10 Etc/GMT"; "BlackListedApps" = { "com.mal.icious" = { "Description" = "Being really bad!"; "App Name" = "Malicious"; "Date Revoked" = "2004-02-01 08:00:00 Etc/GMT"; }; }; }
Hmm…
Coppelius Time/Zeit
Södele, hab' endlich mal Zeit gefunden, in die aktuelle Scheibe von Coppelius rein zu hören. Cool. Cooles Line Up, coole Abwechslung – kein Lounge-Scheiß, eher lebhaft und abwechslungsreich –, noch cooler: kommen am 14.11. wieder in diese Gegend.
Blöd nur die alte vom Merch-Stand: sollte vielleicht mal verkaufsorientierter arbeiten. Egal, die CD befindet sich in meinem Besitz, ohne großartig Zwischenhändler mitfinanziert zu haben. Doppelpluscool.
Wir sehen uns demnächst im MusikZenrum…
Dienstag 05 August 2008
Technorati Profile
Na dann woll'n wa' mal sehen. Irgndwie wunderte es mich schon, dass Technorati mich nicht mehr listet. Und das obwohl einige Spiders über Homepage krabbeln. Möglicherweise lag es auch daran, dass Technorati so genannte Spam-Blogs entfernte und meine Wenigkeit mit durchs Raster fiel. Eine Zeitlang war es ja echt schlimm – mit dem Spam. Also mal flugs angemeldet und ein Profil angelegt. Nun meint Technorati (schön nicht war, wie ich eine Website personifiziere ;-) ), ich solle einen Link setzen. Kein Problem:
So, der nächste Schritt bei Technorati wäre nun 5. 'Publish the post on your blog'…
Update
… gut, erledigt. Schritt 6 wäre nun 'Check to make sure your new post is live, then you're ready to proceed.' Auch erledigt, dies posting is' online… hab' mich selbst davon überzeugt… Als nächstes wäre nur noch ein Klick auf den Button 'Release the Spiders!' Moment…
…Erledigt. Dann kam noch eine Seite, in der ich mein Profil angeben sollte. Eigentlich auch kein Problem.
Montag 04 August 2008
Coppelius auf dem Fährmannsfest
Die Kammer-Core-Musiker von Coppelius waren ein echtes Highlight des diesjährigen Fährmannsfestes. Mit ihrem Line-Up aus Cello, (Streich-)Bass, Klarinetten, Schlagzeug und einem Buttler(!) heizten sie das Publikum gehörig ein. Coppelius' Outfit war wie gewohnt ans vornehme 19 Jh. angelehnt; so richtig mit alten Anzügen, überhohen Zylindern und einer altmodisch gewählten Sprache in den Anmoderationen, die aber alles andere als gekünstelt oder abgehoben wirkt. In den Songs wird es sprachlich aber eingängiger – vorgetragen wird in deutsch und englisch.
Besonders nett anzuschauen war das Publikum, welches sich wie für ein Stadteilfest gehört durchaus bunt gemischt war. Die Kapelle schaffte es tatsächlich, den überwiegenden Teil der anwesenden für sich einzunehmen. Originell war auch, das einer der Klarinettisten sich von der Bühne entfernte und mitten aus dem Publikum heraus sich ein musikalisches Duell mit seinem Compagnon lieferte. Erschwerend kam hinzu, das es sich um ein Konzert bei Tageslicht handelte – was sich überhaupt nicht negativ auswirkte. (Keiner der anwesenden Grufties verpuffte im Sonnenstrahl – *scnr*.) Vielleicht kam erst durch die Tageszeit die vornehme Ausstattung voll zur Geltung…
Wer es verpasste oder es erneut erleben möchte, hat 14.11. diesen Jahres im Musikzentrum nochmals die Möglichkeit dazu. Auf Coppelius' Homepage gibt es was auf die Ohren, auch auf YouTube kann man sich diverse Clips anschauen.
Letzte Instanz auf dem Fährmannsfest
Endlich war es mal wieder soweit, das zwei Gegebenheiten aufeinandr trafen: Die Letzte Instanz war in Hannover und ich erfuhr davon rechtzeitig. Vergangenen Freitag traten sie als Hauptact auf dem Fährmannsfest auf. Noch leicht irritiert vom letzten mal ging ich mit gemischten Gefühlen zum Auftritt. Gegen 22.00 Uhr traten sie auch auf und spielten zunächst jüngere Stücke – aus der Zeit nach Robin. War ja ehrlich gesagt nicht so der reißer.
Mitten im Konzert ging dann ein Platzregen nieder. Ein guter Teil der Fährmannsfestbesucher verschwand nach Hause, der Rest suchte sich Schutz unter irgendwelchen Überdachungen. Die meisten aber fanden Platz unter der eher schmalen Brücke, die die Ihme überquert. Glücklicherweise ging der Regen eher senkrecht nieder. Doch bei einer leichten Windboe klatschte der Regen unter die Brücke, was ein Ausweichen der doch erheblichen Zahl an Besucher zur Folge hatte. Irgendwie musste man ja dem fallendem Nass ausweichen, was eine leichte Massenbewegung in Richtung des Regenschattens auslöste. Ganz ohne Panik bewegte sich die Masse ins trockene. Lies die Böe nach, schob sich die Masse wieder in die andere Richtung. So war wenigstens für ein wenig Tanzbewegung gesorgt, zwar nicht zur Musik, aber immerhin nahmen wirklich alle ohne Aufforderung teil.
Die Szene, die sich vorm Brückenplatz aus bot, war recht interessant. Mittig die Bühne mit wechselnder farbiger Beleuchtung sowie Nebeleffekten, die vom Regen durchdrungen besonders reizvoll aussahen. Links und rechts flankierten zwei 'Herrenhäuser'-Leuchtreklamen die Bühne, die im weiteren Verlauf des Regens anfingen zu flackern – was mit Sicherheit seitens der Standbetreiber alles andere als erwünscht war. Ein wenig Abwechslung boten die beiden Fressstände, welche sich linkerhand befanden. Auch bei denen fing die Beleuchtung nach geraumer Zeit an zu flackern. Etwas lebhafter wurde es, als einer der Standbetreiber seinen Stand anfing aufzuräumen. Immerhin war in diesem Moment im Vorfeld mehr los, als auf der Bühne.
Nachdem der Regen so allmählich aufhörte, nahmen die Restmassen den Platz wieder ein. Blöderweise versagte die Anlage, welche erst nach ungefähr einer halben Stunde wieder lief. Dann endlich nahm die Band ihre Arbeit wieder auf und spielte hauptsächlich ältere Titel – aus der Zeit mit Robin. (Rapunzel lass dein Haar herab…) In dem durch die Zwangstrennungen entstandene erste und zweite Hälfte war die zweite mit Abstand die bessere. Man konnte die alte Power durchaus erahnen, erreicht haben die Letzte Instanz sie aber nicht mehr.
Dennoch waren mein Kumpel und ich durchaus der Meinung, das trotz des Regens und der Technikprobleme es ein witziges Konzert war – für 'nen fünfer Eintritt kann die Jungs sich durchaus mal anschauen. Potenzial ist vorhanden, das bewiesen die alten Sachen und die vielen Leute, die bis zum Schluss ausharrten. Die neuen Sachen klingen Live alle irgendwie ähnlich, man wartet ständig auf Abwechslung.