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Sonntag 23 August 2009

Was die CDU nötig hat

Hofberichterstattung.

Garnicht lustig empfindet man mehr die Äußerungen unserer eigentlich nicht gewählten Bundesfamilienministerin, vor allem wenn sie – die Äußerungen – sachlich widerlegt wurden. Müßig hier einen Link zu setzen.

Auch eher unkomisch sind die Äußerungen unserer eigentlich nicht gewählten Bundesfamilienministerin vor einem greisen Publikum, die sie beeindrucken will. Angeblich soll ihr Applaus zuteil geworden sein. Müßig hier einen Link zu setzen.

Dem Faß den Boden aber schlägt Iris Maurer aus. Mit ihrer Behauptung Sympathische Frau begeistert Sulzbacher erzürnt sie Sulzbacher, die diese Frau – unsere eigentlich nicht gewählte Bundesfamilienministerin als – äh – alles andere als genehm empfinden. Welch' Farce, denn die von der Leyen wird mittlerweile im günstigsten Fall als Über empfunden. Über sollte man meines Erachtens in diesem Zusammenhang mit Flüssig verstehen.

Was ich nicht ganz verstehe, Fr. Maurer, für welche Sulzbacher Bürger sprechen Sie?

Der Text Fr. Maurer ist nichts anderes als Hurra-Patriotismus. Er – der Text – reflektiert schlicht und ergreifend keine Inhalte, er macht Stimmung. Meines Erachtens wurde laut ihrem Artikel in Sulzbach lediglich Klatschvieh einer Demagogin Sprecherin zugeführt. Anders kann man diesen in einem Lokalblatt veröffentlichten Text nicht verstehen.

Blöderweise distanzieren sich die durchaus informativen Kommentare deutlich von ihrem – Fr. Maurer – Beitrag.



Eingestellt von Heiko um 23:47 | Kategorie: Allgemeines |

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Klaus Köhler - Bundes äh

Bevor ich es vergesse: In den GEZ-finanzierten Medien war schon vor ein paar Tagen ein Foto unseres Bundessparkassenpräsidenten zu sehen, dem ein alternativer Vorname zugordnet wurde: Klaus.

 

Nun, der einzige Klaus, der mir gerade – in diesem Zusammenhang – einfällt, ist der aus dem visuellem Periodikum extra 3. Ballmann – von dem ich den Hinweis auf diese fachliche Entgleisung nebst beweiskäftigen Bildschirmschuss habe – fiel dazu ein pointiertes Statement ein, welches ich hier nur zu gerne kolportiere: „diese blonden Fachabtiurientinnen für Design, die irgendwas mit Medien machen wollen, haben den Marsch durch die Insitutionen anscheinend erfolgreich absolviert“. Chapeau!



Eingestellt von Heiko um 22:01 | Kategorie: Allgemeines |

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Ticketless Fly

So, heute schickte mir mein Kumpel die Bestätigung der Buchung der Flüge. Mein nächster Urlaub – fern von euch – ist damit gebongt. Der letzte war ja schon ziemlich lange her.



Eingestellt von Heiko um 21:30 | Kategorie: Allgemeines |

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Was die CDU nötig hat

Heranwachsende zu Komasaufen einladen.

Der Westen war bei mir bislang eher als Lokalblatt irgendwie in Erinnerung, aber wenn man sich mal die Kommentare auf die Einladung anschaut, erscheint es mir wie der sprichwörtliche Sturm im Wasserglas. Selbst die Süddeutsche- oder Zeit-Online müssen sich echt Mühe geben, um in mühevoll zusammen geklöppelten Artikeln auf eine solche Anzahl von Reaktionen zu kommen.

Nur die Welt-Online schaffte es knapp, mit ihren Plattitüden über unser bestes Stück – unserem Penis – (Teil 1, Teil 2, Teil 3), vergleichbare Reaktionen hervorzubringen. Mal im Ernst, wer hat es noch nicht mitbekommen, das die Unterseite des Schaftes empfindlicher ist? Darüber hinaus: Wer hat es noch nicht mitbekommen, das übermäßiges Alkohol-Saufen einem Ständer eher abträglich ist?

Irgendwie Super, die Aktion…



Eingestellt von Heiko um 21:24 | Kategorie: Allgemeines |

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Beweismaschine

Gebt in der sehr übersichtlichen Oberfläche von Bevismaskinen einen Namen, eine IP, irgendwas FIL (?) und einen Klienten ein, wählt aus einem Ausklappmenü ein System aus. Ein Klick auf „Bygg bevis“ (keine fragen jetzt) liefert einen Beweisscreenshot eurer Lieblingsfeindin, wie sie angeblich irgendwas aus einer beliebigen Tauschbörse geladen haben soll. Supersache das.

(Klick auf das Bild)

Es stimmte mich schon immer befremdlich, wie man Screenshots als Beweismaterial einem Gericht vorlegen kann, und – vor allem – wie man damit als Bewismittel durch kommt. Nun könnt ihr selbst mit wenigen Mausklicks nach Herzenslust rumfaken, das die Schwarte kracht. Vielleicht könnt ihr eurer gegnerischen Anwältin und ihrer Richterin während eurer Verhandlung mit einem Bildschirmabbruck überraschen, das ihnen die Spucke weg bleibt.



Eingestellt von Heiko um 20:49 | Kategorie: Angeklickt |

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Freitag 21 August 2009

Millenipede - Centipede auf nicht ganz neu

Pilze übersähen den Bildschirm, ständig hinterlassen horizontal oder vertikal vorbei rauschende Vielfüßler frische Spuren neuer Pilzhindernisse, die es abzufeueren gilt. Dazu kommen ständig von oben frische Tausendfüßler nach, dessen Ziel es ist, sich ganz nach unten zügig vorzuschleichen, um Dich zu erwischen. An jedem Pilz wendet der Tausendflüßler und kommt dabei immer etwas tiefer, näher zu dir. Wenn Du virtuell überlebst, wirst Du möglicherweise den Highscore knacken. Hahaha.

[[ Klick hier für Screenshots, bin zu faul hier selbst was zu bringen. Mach dir gefälligst selbst ein Bild. ]]
Einzig deine Geschicklichkeit mit der Maus und deren Tasten bewahrt vor einem frühzeitigen Ableben. Du musst alles abballern, was sich auf dem Bildschirm befindet. Das ist deine einzige Überlebenschance. Doch freu dich nicht zu früh, die Gegner sind sind in der überzahl, sie kommen von allen Seiten und hinterlassen frische Pilze, die dich hindern. Baller einfach alles ab was sich bewegt, danach den Rest, der sich nicht bewegt. Dummerweise kannst Du dich nur im unteren Bildschirmviertel bewegen. Dummerweise bewegen sich einige Monster nur in deinem unteren Viertel. Aber die sind dummerweise zu schnell für dich. Blöderweise feuern einige Gegner gezielt auf dich. Das ist leider sehr schlecht für dich.

Millenipede ist eine Neuauflage des alten Arcadeklassikers Centipede, der durch seine Schnelligkeit glänzt. Es muss eigentlich alles per Mausklick abgeballert werden, was sich auf dem Screen befindet, dort erscheint oder gar verbleibt. Wenn man der Wikipedia glaubt, ist es das erste Game, welches ein Mädchen entworfen hat. Au Mann, das ist ja echt sowas Megapeinlich für dich. Trotzdem bleiben für die Männchen unter euch immer noch sowas wie Online-Highscores übrig, an denen ihr eure Länge messen könnt.

Millenipede entstand innerhalb eines Programmierwettbewerbs. Die Sprache der Wahl war Blitzbasic und daher gibt es sogar eine Fenster-Version. Blöderweise hat sich bei der Mac-Version ein Fehler eingeschlichen, der sich mit einen simplen Download einer weiteren Datei sowie deren simplen umkopieren praktisch von selbst erlediegt. Verfolgt einfach die vorhandene Diskussion. Das Pinguine leider in ihrem Gehege bleiben müssen, geht mir irgendwie am Arsch vorbei. Ansonsten bleibt mir wie immer an dieser Stelle nur noch eins zu wünschen übrig: Viel Spaß.



Eingestellt von Heiko um 1:12 | Kategorie: Mac Games |

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Donnerstag 20 August 2009

Ist die HAZ besser geworden?

Vor einigen Tagen wurde hier in Hannover die erste Kirche abgerissen. Eigentlich wollte ich mich drüber äußern, aber das hätte den Geschmack des Nachtretens gehabt. Nun hat auch die HAZ in einem modernen Stil drüber berichtet. Blöderweise ist es für mich nicht neu, weil ich schon letztens davon erfahren habe, und zum anderen ist die Aufmachung so was von aufwändig. Mal 'ne Frage in die Runde: Was ist besser, ein Kurztext mit der relevanten Information, die man in quasi im vorbei gehen aufnimmt, oder ein aufwändig produziertes Video, welches meine Aufmerksamkeit uneingeschränkt für längere Zeit in Anspruch nimmt. Wir erinnern uns: Die Kerninformation war halt, das in Hannover die erste Kirche abgerissen wird.

Zurück zum Topic: Ist die HAZ besser geworden? Hmm… Ich muss ehrlich sein, die neuen Feeds habe ich noch nicht angetestet. Auf jeden Fall sollte sich Madsack mal äußern, wohin deren Reise geht. Denn was ich so beobachte hinterlässt bei mir den Eindruck, als das die Verlagsgesellschaft den so genannten großen Verlagen hinter her hinkt und still und leise aufschließen will – warum auch nicht. Die zwei oder drei Blicke, die ich in den letzten Tagen riskierte, deuten darauf hin. Warum auch nicht Videos, die eigentlich geringe Informationen Wort- und Bildgewaltig aufblähen – andere machen es ja auch so.

Ich muss mal wieder die wesentliche Frage in die Runde werfen:

  • Warum soll ich für euch Geld ausgeben?

Dann und wann sammle ich in der S-Bahn am Wochenende mal eine halbwegs vollständige, nicht zu fürchterlich zerknitterter Ausgabe ein. Die schaue ich mir auch mal an – wenn ich Zeit dazu habe. Insgesamt aber erscheint mir der Preis, der etwa die Hälfte eines gut belegten Brötchens entspricht, viel zu hoch. Lieber kauf' ich mir ein Brötchen als zwei HAZ oder NHP.

Der Deckmantel enthält im allgemeinen Dinge, die ich anderswo schon gelesen habe. Wenn ich denn Frühschicht habe und mal ein paar Minuten Zeit erübrigen kann, schlendere ich durchaus schon mal durch die drei Zeitungsläden am hiesigen Bahnhof. Dort tauschen ältere Mädchen, die mit Sicherheit einen Stundenlohn unterhalb der von Guttenbergs angestrebten Lohngrenze bekommen, altes totes Holz durch neues totes Holz aus.

Die angeblich frische Auslegeware kommt mir jedes mal wie der sinnbildliche stinkende Fisch vor, der bereits am Vortage serviert wurde – ich komme nicht umhin, alte bekannte zu treffen. Die HAZ (und die NHP) reihen sich nahtlos in das typografisch lausige Bild einer Fleischtheke ein, die Mett von vorgestern anbietet. Mein Feed-Reader liefert derzeitig besseres – und vor allem erheblich schneller und frischer.

Bei den Kommentaren – bei Madsack, nicht im WWW – habe ich manchmal fragen müssen, ob die bezahlten Schreiberlinge auf dem selben Planeten leben wie ich. Gut, das Niveau des „Wagners“ aus der „Bild“ wurde bislang nicht unterschritten, aber dennoch klappten sich bei mir so manches mal die Fußnägel hoch.

Ich muss an dieser Stelle mal wieder eine wesentliche Frage in die Runde werfen:

  • Geht es noch?

Ich denke schon.

Selbst beim Ihmeboten kommt teilweise mehr, als das es der bezahlpflichtige Madsack-Verlag „Online“ bringt. Manchmal sind die Meldungen von den zu erwartenden Staus, die mich künftig belästigen könnten, interessanter, als die beständig repetierten Grippewarnungen, die praktisch nur Reklame für wenige Pillendreher sind. Hakt da mal 'nen Schreiberling von Madsack nach? Den Eindruck habe ich bislang nicht.

Gerade der Ihmebote erinnert mich jeden Tag daran, meinen Arsch mal aus der Wohnung zu heben und meine Umgebung zu erkunden. Vielleicht sollte ich meine Umgebung öfter mal objektiv beobachten und darüber sachlich berichten. Diesen Ball spiele ich gerne an die festen Redakteure des Madsack-Konzerns zurück.

Nun ist es ja nicht so, dass man mal die eine oder andere Perle aus den turmhohen Altpapierbergen bergen kann. Trotzdem bleibt eine meiner wesentlichenFragen unbeantwortet:

  • Ist die HAZ besser geworden?

btw: Die Ladezeiten der HAZ-Online kann ich persönlich nur ziemlich vernichtend Umschreiben: Unter aller Sau; das geht besser.



Eingestellt von Heiko um 22:13 | Kategorie: Hannover |

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Heiß

Verdammt heiß, so heiß, dass man der Wäsche auf dem Balkon beim trocknen zu schauen kann. Es ist so heiß, dass die Wäsche auf Balkon schneller troknet, als dass die Waschmaschine nachliefert. Immerhin konnte ich zehn Grad Temperaturunterschied zwischen Wohnung und Draussen halten. Nächste Woche soll es wieder heiß werden…



Eingestellt von Heiko um 17:20 | Kategorie: Hannover |

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Dienstag 18 August 2009

Was taugt die HAZ?

Drüben beim Frontbumpersticker wird die Frage aufgeworfen, ob es sich lohnt, ein regionales Blatt ins Haus bringen zu lassen. FS wägt das Für und Wider ab, glänzt aber vor allem durch Negativ-Beispiele, wie sie die restlichen Mainstreammedien wie ein roter Faden durchzieht.

Nun – und damit gehe ich mit seiner Meinung konform – hängt es zuallererst vom gebotenen Inhalt ab. Schließlich soll ich als Kunde Geld hinlegen und etwas im Gegenzug erhalten. Meine Fragen an die HAZ lauten:

  • Bekomme ich echte Informationen?
  • Bekomme ich Einheitsbrei, den ich auch woanders beziehen kann – auch für lau?
  • Bekomme ich etwas exklusives geboten?
  • Wie grenzt sich die HAZ von seinen „Mitbewerbern“ ab?
  • Wie grenzen sich die Einzelprodukte des Hauses Madsack voneinander ab? (Hier sind auch Beteiligungen an anderen Medien gemeint.)
  • Wie ergänzen sich die Einzelprodukte des Hauses Madsack? (Hier sind auch Beteiligungen an anderen Medien gemeint.)

Die HAZ – eigentlich alle Produkte des Hauses Madsack – sind meines Erachtens durchaus dem Mainstream zu zuordnen. Der jüngste Zukauf von Bestandteilen des Axel-Springer-Verlags (nicht zu verwechseln mit wissenschaftlich orientierten Springer Verlag) zeigte lediglich, das sich Madsack in der norddeutschen Tiefebene ausbreiten will, um Marktanteile zu erheischen. Mehr nicht. Bei den zugekauften Blättern handelt es sich überwiegend um regional erscheinende Periodika, die entsprechend ihres begrenzten Verbreitungsgebietes zwar nur scheinbar wenige Kunden erreichen, aber man sollte nicht außer acht lassen, das die Blätter gewissermaßen aus einer Hand heraus gegeben werden.

Wir erinnern uns: Zeitungen bestehen aus mehreren Büchern. Das äußere Buch – auch als Mantel bezeichnet – wird in einer zentralen Redaktion erstellt. Der Mantel enthält im allgemeinen außer dem Titel vor allem den politisch/wirtschaftlichen Teil nebst einigen Kommentaren. Ein Teil des Geschäftsprinzips von Madsack ist es, eigenständig agierenden Lokalredaktionen einen Kosmopolitischen Mantel zu beschaffen, der – gegen Bezahlung versteht sich – den Lokalblättern etwas mehr an Weltgewandtheit verschaffen soll.

Wir erinnern uns: Die wöchentlich in unsere Briefkästen eingeworfenen Wochen- und Sonntagsblätter erscheinen ebenfalls im Verlag von Madsack. Die Mantel dieser Zeitungen wittern verdächtig nach abgeschriebenen DPA-Meldungen, während die Innenteile tatsächlich etwas eigenes im Sinne einer selbstständigen redaktionellen Arbeit darstellen. Füllmaterial wie SuDoKus, Haiopeis oder dem Dauerbrenner Kreuzworträtsel lassen wir mal außen vor. Wir halten fest: Madsack liefert den Rahmen, Lokalmatadoren dürfen im Innenteil agieren.

Ich sehe das – von außen betrachtet – als grundsätzliche Arbeitsweise von Madsack.

Besonders die ummantendeln DPA-Meldungen erregen nicht nur meine Aufmerksamkeit, auch FS vom Frontbumperstickers erregt sich nicht gerade vorteilhaft über die schlechten gesamt politisch- wirtschaftlichen Beiträge. Mir klappten sich zuweilen auch schon die Fußnägel hoch. Aber die lokalen Anteile könnten durchaus überzeugen, wenn… ja wenn…

Warum sollte ich für bedrucktes totes Holz aus dem Hause Madsack Geld ausgeben? Was geht?

Das mit dem Web 2.0 scheinen die Macher aus der August-Madsack-Straße-Numer-Eins auch schon langsam zu kapieren: Schon länger hab' ich den Feed der HAZ abonniert, aber seit geraumer Zeit kamen nur fünf News zweimal täglich rüber, deren Informationsgehalt gegenüber vergleichbaren Angeboten schlichtweg verblasste. Schon länger versuchte ich, über einen im Kopf der Website www.haz.de abrufbaren Link namens RSS etwas mehr Aktualität zu erreichen. Dies scheiterte in den letzten Tagen. Aber erst mit dem gestrigen Beitrag Frontbumperstickers probierte ich es erneut und siehe da, es gibt neue Feeds zu abonnieren. Die Tage werde ich sie mal antesten.

Warum sollte ich für bedrucktes totes Holz aus dem Hause Madsack Geld ausgeben? Welches Konzept verfolgt ihr? Ich kann es nicht nachvollziehen.

Nicht nur, dass ihr euren Schwerpunkt auf totes Holz setzt, euer bisheriges Konzept erinnert mich an tot gerittene Pferde. Euer Webauftritt kommt so langsam auf ein Niveau, das dem 21. Jh. entspricht.

Ich weis auch nicht, wohin das mit den Medien in der nächsten Zeit gehen soll, aber das was ihr da macht, erscheint mir ziemlich ziellos. Was wollt ihr? Noch mehr totes Holz? Web 2.0? Eure Käufer eurer Printmedien werden immer schneller älter und sterben weg. Ich für meinen Teil bin nicht mehr bereit, für totes Holz irgend einen Eurocent heraus zu rücken. Wo wollt ihr hin? Was müsst ihr lernen? Lasst euch endlich was einfallen.

Wie wäre es mit einer Berichterstattung über lokale Events die ihr so sponsort? Ach nein, das geht irgendwie nicht. Oder doch?

Das war jetzt blöd, weil ersteres war intern, zweiteres eine lokale Berichterstattung. Kann man nicht vergleichen… Oops, sprach ich da etwa irgendwie etwas von Kritikfähigkeit an? Seid ihr überhaupt Kritikfähig?

P.S. An Madsack: Für informative Lokalneuigkeiten würdt' ich glatt regelmäßig etwas aufbringen; aber das was jetzt geht, das geht so nicht. Grenzt euch doch mal durch eine wirklich nicht gleich geschaltete Berichterstattung ab, die eure „Produkte“ sonst so ummanteln. Was macht euch anders? Macht doch endlich mal was eigenes.



Eingestellt von Heiko um 5:24 | Kategorie: Hannover |

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Sonntag 09 August 2009

Über Wachung Wahn

 

(Klick auf das Bild)

Die Kommentare sind aber auch spannend



Eingestellt von Heiko um 20:20 | Kategorie: Allgemeines |

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Sonntag 02 August 2009

@ krass krass krass

Deine Einwürfe auf ein altes Posting meinerseits sind durchaus berechtigt. Die Angriffe auf die Redakteurin(?) sind in der Tat sehr scharf formuliert. Der mittlerweile ein Jahr alte Beitrag erregte meinen Unmut, weil er Äußerungen enthält – der betreffende Artikel steht immer noch im Netz — die damals schon als wiederlegt galten. Zur inhaltlichen Wiederlegung des Artikels empfehle ich zum gegenchecken die Nachdenkseiten – Link dazu siehe meine Blogroll.

Zum formalen Aufbau: Das war kein Interview, das war eine Steilvorlage für eine waschechte PR-Arbeit.

Zu deinen Vorwürfen mir gegenüber: Die persönlichen Angriffe waren/sind durchaus überzogen. Ich bitte darum, dies zu entschuldigen.

Leider war/ist dieser Artikel ein wirklich ins Auge springendes Beispiel dafür, wie in einem journalistischen Umfeld Public Relations betrieben wird. In einer Tageszeitung erwarte/t man/ich zunächst nackte Informationen, die einem bei der Meinungsbildung unterstützen – nicht weniger, aber vor allem nicht mehr. Wenn denn Journalisten Kommentare veröffentlichen, erwarte ich eine Meinung, die fundiert auf Fakten basiert. Aber nein, unter dem Deckmantel einer seriösen Zeitung wird ein Frage-Antwort-Spiel veröffentlicht, welches offentsichtlicher im Sinne einer gewollten Meinungslenkung nicht sein kann.

Der steinalte Tagesspiegelbeitrag wurde zeitnah kommentiert; mit meiner grundsätzlichen Meinung stehe ich nicht allein.

Einzig der Vorwurf des persönlichen Angriffs steht immer noch im Raum.

Ich bin mir mittlerweile nicht mehr ganz so sicher, wie ich damit umgehen soll. Meine persönliche Erwartungshaltung gegenüber professionellen Medien hab' ich ja schon Ansatzweise kundgetan. Nun möchte ich die Angelegenheit verallgemeinern. In vielen Zeitungsverlagen werden Praktikanten und Volontäre nicht nur an das regelmäßige Arbeiten herangeführt, sondern auch – und nicht nur wahrscheinlich, sondern auch mit Sicherheit – auf eine bestimte Linie eingeprägt.

Wenn ich mir also solcherart Beiträge wie der von mir kritisierte durchlese, stellt sich mir die Frage, wie sieht die Ausbildung in Verlagen generell aus? An dieser Stelle möchte ich die Diskussion von der Person des einzelnen Schreibers mal loslösen und ein genrelles Problem hinterfragen. Wie sieht die Ausbildung innerhalb eines Verlages aus?

Nun, irgendwas mit Rechtschreibung als grundsätlziches Handwerkzeuges wird es wohl was zu tun haben. Manchmal klappt es mit dem Duden, machmal nicht – mir geht es da nicht besser. Dann wiederum sollen etablierte Arbeitsabläufe innerhalb eines Betriebs erlernt werden. Nun gut, morgens aufstehen, Zähne putzen, stempeln, Büro besetzen und angeforderte Leistung erbringen.

Auf der Ausbildungsschien möchte ich weiter rumreiten.

Wer macht eine A-Amt bezahlte Weiterbildung, wer eine Ausbildung im klassischen Sinne, wer macht ein Praktikum, wer ein Volontariat? Danach richtet sich mit Sicherheit der Grad der innerbetrieblichen Weiterbildung, der Veröffentlichungsrate, der letztendlich erfogsabhängigen Bezahlung. Wem wird also so viel Aufmerksamkeit zuteil, als das er/sie später nach irgendeiner Ausbildung als Ersatzteilrädchen auf Lager gelegt wird?

Dem Aufbau des Artikel nach zu urteilen, war eine gewisse Grundbildung bereits vorhanden. Ich verorte dies mehr in Richtung PR als im praktisch verlorenem Journalismus. Der Artikel ist meines Erachtens eine Arbeit, die bestenfalls aufgrund eines Curriculums erfolgte. Mehr nicht.

Je länger ich mich mit diesem Artikel beschäftige, umso mehr fragen tauchen auf: Hat jemand gepennt? War das Absicht? Ist das ein unternehmensspezifisches Ausbildungsziel? Ist das ein praktischer Anteil eines Studiengangs? Was geht?

Alles im allen stelle ich die Personifizierung, die in meinem alten Beitrag statt fand, nicht zwingend in Frage – an ernst gemeinten Artikeln klebt immer ein Name. Ein paar Kröten habe ich mit Veröffentlichungen verdient. Dieses Blog trat aber auch schon vor Gericht an und löhnte – diverse Autoren der Mainstreammedien in diesem Zusammenhang leider nicht – weil sie sich nichts mehr trauen, weil sie sich zu sehr aufgrund eines fleischlosen Kalküls irgendwelchen Gepflogenheiten unterwerfen. Warum auch immer. Windelweich wird formuliert, um niemanden ans Bein zu Pinkeln. Schriftlich angepasst wird, so lange die Auftraggeber zahlen.

Eine weitere Frage stellt sich mir: In wie weit muss man Merkbefreit sein, um derartiges zu schreiben? Ich meine, solcherart Texte wohnt eine Energie inne, die willentlich aufgebracht werden muss. Oder?

Um es mit Volker Pispers zu sagen: „Schlage ich die Zeitung auf, möchte ich zurück schlagen.”

Weitere Anmerkungen bitte in diesem Thread.

P.S. PR ist gefährlicher als Spam. Wenn immer es jemand bemerkt, sollte derjenige Alarm schlagen – finde ich.

P.P.S. Nimm dein Beispiel dafür, dass immer weniger Leute bereit sind, für eine Zeitung Geld auszugeben.



Eingestellt von Heiko um 22:16 | Kategorie: Allgemeines |

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