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Sonntag 30 September 2007
Löschen, löschen und löschen
Unter Mac OS X kann das Löschen von Dateien ja echt einfach sein. Im Finder auf dem Menüpunkt Papierkorb entleeren… geklickt und schon hat man wieder Platz auf der Platte. Geht ja auch ratzfatz. Aber unter diesem Menüeintrag gibt es noch als weitere Auswahlmöglichkeit Papierkorb sicher entleeren…
Wer den zweiten Punkt mal angeklickt hat, weis, dass das 'runterbringen' des Mülleimers ein langer Weg sein kann. Aber wenn man wieder zurück ist, kann 'Mann' sich sicher sein, das alles entsorgt ist.
Naja, Gott ist mit den Dummen – jetzt mal stark verkürzt wieder gegeben.
Der erste Eintrag gibt nur bereits beschriebene Bereiche der Festplatte zum Wiederbeschreiben frei. Inhaltlich gelöscht wird eigentlich nichts. Das Sichere Löschen hingegen rällert die überflüssig gewordenen Dateien mehrfach mit unnützen Daten über und macht sie einigermaßen unbrauchbar. Spätestens jetzt können nur noch Spezialisten mit festplattenspezifischen, forensischen Kenntnissen irgendwelche Daten wiederherstellen. Stimmt ja irgendwie auch. Einem Verkauf der alten Hardware steht ja praktisch nichts mehr im Wege.
Gesagt, getan; eBay ist mein Freund und die alte Hardware wurde einigermaßen einträglich losgeschlagen.
Oops, seit einiger Zeit kursieren die Fickfotos mit dir, deinem Kurzen und deiner Ex zur Belustigung aller im Netz. Was zur Hölle ist jetzt wieder mal schief gelaufen?
Tja, Papierkorb entleeren… löscht nichts, Papierkorb sicher entleeren… löscht nur spezielle Dateien; nämlich jene, welche sich im Papierkorb befinden – und nichts anderes. Und genau das ist der Haken, an denen sich DAUs zu unserer wohlfeilen Belustigung verschlucken.
Mac OS X schaufelt gewissermaßen unter der Motorhaube Daten um. Bereiche der Festplatte werden umorganisiert, größer werdende Dateien auf andere Lagerorte verschoben, kleinere, frei gewordene Bereiche unter Umständen zu größeren zusammengefasst. Vom User unbemerkt ändert sich laufend die Struktur der Anwenderdaten, aber gelöscht wird zwischenzeitlich nichts.
Etwas konkreter: Die kleinste Handelseinheit der Festplatte beträgt standardmäßig 1024 kB – Pinguine halten jetzt bitte die Klappe.Wenn euer Lebenslauf unterhalb dieser Grenze bleibt, bleibt auch der Speicherort der selbe. Sollte nun aber euer Leben interessanter sein als meins, könnte die Kunde eures Daseins diese Kilobyte-Grenze 1028 kB betragen. (So brilliant seit ihr nun auch nicht.) Mac OS X schaufelt diese eure Daten auf zwei neuee Speicherorte um. Der alte Speicherort wird zwar für neue Daten frei gegeben, gelöscht aber wird nichts. (Im Sinne von Papierkorb entleeren.)
Die jetzt von Dir verhökerte Festplatte bereitet uns viel Freude. Alles klar?
Also: Bevor Du deinen Elektroschrott bei eBay einstellst, öffne das Festplattendienstprogramm. Wähle links das zu löschende physikalische Laufwerk aus (nix DMGs und so), dann etwas weiter rechts den Karteireiter namens Freien Speicher löschen… Die Betonung liegt auf Freien – damit sollen vor allem die bereits genutzten, aber im Sinne eines Löschens bislang unbehelligt gebliebenen Bereiche der Festplatte gemeint sein.
Aus einer anschließend erscheinenden Auswahl aus drei Punkten kannst Du nun wählen, wie deutlich der freie Festplattenspeicherplatz gefräst werden soll. Aber Vorsicht, das kann jetzt richtig Zeit in Abhängigkeit deiner Festplattenspeicherkapazität beanspruchen. Falls Du jetzt im Festplattendienstprogramm den falschen Punkt angeklickt hast, kannst Du dir für deine künftige Ex die Zeit von 35 Durchgängen nehmen… (*ächz*)
Ach ja, aber entsorge deinen Papierkorb vorher auf eine sichere Art und Weise.
P.S.
Zum Abschluss kommt es richtig eklig: Im Terminal ein flottes man srm eingegeben enthüllt ein paar Geheimnisse des Festplattendienstprogramms. Keine Furcht und munter drauf los, es passiert nichts, außer das es Informationen zum richtigen Löschen hagelt. Mit 'q' kommste aus man wieder raus.
Ist ja ein echer Mist hier wa? Nix Links zum klicken, nix krasses Proggie und selber machen muss man auch alles.
The Olympus E-System - by Wrotniak
Freunde des Olympus-E-Systems dürften an Wrotniak.net ihre helle Freude haben: Das Four-Third-SLR-Kamerasystem wird eher aus einer Anwendersicht heraus beschrieben. Die bereits seit einigen Jahren bestehende und immer noch aktualisierte Artikelsammlung enthält Infos zur Technik der Gehäuse, Objektive und Blitzzubehör. Neben reinen technischen Beschreibungen wie sie auch in Fachzeitschriften hätten erscheinen können, gibt es auch in paar praxisbezogene Tipps nebst Beispielbildern. Beipsielsweise scheint das Zuiko Digital 11-22 mm F/2.8-3.5 für mich ein erstrebenswertes Standardobektiv zu sein. Weihnachten steht vor der Tür, interessenten des Olympus 4/3-Standards sollten durchaus mal einen Blick in diese gebündelte Informationssammlung rein werfen. (via Cartoonist)
Donnerstag 27 September 2007
Mist
Gerade die Idiotenfunzel eingeschaltet und fest gestellt, dass auf 3Sat Zabriskie Point läuft. Wenn ich das früher gewusst hätte, hätte es mein Kumpel aufnehmen können…
Montag 24 September 2007
... Unfall mit Personenschaden - a day in the life
Propevolle war es mal wieder in der Innenstadt. Zum frühen Abend dieses Sonntags hin war es im Hauptbahnhof so voll, das ein durchkommen schnelleren Schritts praktisch unmöglich war. Der überwiegende Teil des Publikums bestand aus Familien, von denen einige wenige Kinder Luftballons mit Spongebob-Figuren trugen. Ebenfalls waren die Fans der 'Roten' für ein gewöhnliches Bundesligaspiel viel zu jung. Selbst die an sonstigen Spieltagen üblichen anwesenden, mit voller Montur belasteten Ordnungshüter waren heute deutlich leichter bekleidet und weniger in ihrer Anzahl, ihre Anwesenheit verlor sich schlichtweg im bunten Treiben der Reisenden. Um halbwegs vorwärts zu kommen, war Gemächlichkeit oberstes Gebot – was diesem eigentlich sehr schönen Spätsommertag sehr entgegen kam.
Nun war es ja nicht so, dass meine Wenigkeit sich freiwillig ins Getümmel stürzt. Dafür bin ich selbst bei diesem Wetter viel zu Faul. Aber für ein paar Cent mehr tut man halt auch an einem Wochenende Dienst. Allein schon die Hinfahrt zum Hauptbahnhof wich von der üblichen Erfahrung ab. Die Strapazenbahn – in Hannover nennen wir nun einmal unsere Straßenbahn so – war in Richtung Innenstadt einfach nur voll.
Gedanklich malte ich mir die Konsequenzen für meinen bevorstehenden Dienst aus: Viele Menschen, viel Gepäck, viele Fahrräder. Vor allem die Fahräder an Wochenenden haben es mir angetan. An praktisch jeder Haltestelle steht eine gefühlte Hundertschaft parat, welche ihre Zweiräder immer durch ein und die selbe Tür zwängt. Bis zum Dienstantritt war noch genügend Zeit, also übte ich mich in Demut und ertrug diese ewigte Wiederholung des selben Schauspiels. Dennoch sei erwähnt, das ich mir bis zum jüngsten Tag eine Frage an alle Radfahrer nicht verkneifen werde: Warum fahrt ihr eure Scheißdingern nicht selbst?
Egal.
Das Wetter war gut, die Stimmung neutral und niemand lieferte einen Anlaß zu irgendwas. Es flutschte irgendwie und alle erweckten einen zufriedenen Eindruck. So ergab ich mich der Stimmung der Mehrheit, fuhr zum Hauptbahnhof und trat meinen Dienst an. Ein pflichtgemäßer Blick in die Unterlagen vesprach die Schiebung einer ruhigen Kugel. Und so ging es auch los.
Die von mir zu übernehmende S-Bahn kam pünktlich, die von mir ausgeführte Abfahrt war auch pünktlich. Hey, wenn man nur zwei Tage in der Woche arbeitet, muss so was wie Pflicherfüllung drin sein. Immerhin umfassen meine Wochenenden fünf Tage. Ein wenig Fit darf man sich daher schon fühlen. Die erste Rutsche ging nach Bennemühlen – Bennenühlen hinter Mellendorf, nicht bei Elze. Der Anfang der Schicht lief problemlos, bis auf existientelle Frage, warum die all die vielen Leute mit ihren Fahrrädern niemals Fahrradfahren.
Zurück im hannoverschen Hauptbahhof, das Tagesmenü vom 'Dames' (Leber mit irgendwas und Plastikbesteck) im Pausenraum reingezogen (die Leber war Klasse, das per Mikrowelle aufgewärmte drumherum war Instant), mit einem halbwegs frischen Kaffe XXL (1,80 €, Le CroBag, Gleis 14) in der Hand ging es auf zur zweiten Rutsche. Diesmal nach Nienburg (Weser). Die grundsätzlich warme Stimmung in Hanover entsprach immer noch dem sommerlichen Wetter. Niemand gab auch nur irgendeinen Grund für eine Böse Stimmung.
Zurück im hannoverschen Hauptbahnhof stellt ich erfreut fest, dass 'meine' S-Bahn sauber war. Nein, sie lässt grundsätzlich nichts hier und da mal 'fallen'; S-Bahnen selbst gelten durchaus als Stubenrein. Vielmehr stellen manchmal einige wenige Fahrgäste ein Problem dar. Vor allem an Fußball-Wochenenden. Dieser Sonntag lief bislang einfach nur Rund. Mit einem zweiten, heißen XXL-Kaffee am Mund sollte es erneut Richtung Nienburg gehen. Aber eine Minute nach Abfahrtszeit sah ich mich gezwungen, den zuständigen Fahrdienstleiter anzufunken.
Aus den übermittelten Sprachfetzen entnahm ich, dass bei Leinhausen – das liegt auf der Strecke nach Nienburg – wohl Leichenteile im Gleis gefunden hat. Für meinen Teil dachte ich mir, dass sich das mit der Abfahrt wohl noch erheblich verschieben wird. Über die zunächst zwanzig Minuten Verspätung – welche Verantwortliche vorher sagten – haben meine Kollegen und ich nur gegrient. Kundenfreundlich orientiert wie ich an zwei bis maximal drei Tagen in der Woche bin, informierte ich die Fahrgäste über den Sachverhalt.
Anhand der Rückfragen seitens der Kundschaft schien mir, dass das Gros der Fahrgäste die Information richtig verarbeitete. „Mist!“ dürfte deren erster Gedanke gewesen sein. Denn was ein Unfall mit Personenschaden bedeutet, bedarf grundsätzlich keiner größeren Erläuterung. „Wie komme ich jetzt von hier weg?“ war mit Sicherheit die zweit meist gedachte Frage dieser Stunde. Die Dämmerung verging, der Abend ward immer noch mild und mein Zug blockierte ein Gleis.
Ein paar wenige nahmen ihr Recht auf Information war und fragten nach. Aus dem geöffneten Seitenfenster heraus beantwortete ich nach besten gewissen all jene Fragen nach der neuen Abfahrtzeit: „Keine Ahnung“ war Sinngemäß meine eigentlich richtige Antwort. Immerhin lag eine Leiche in dem Gleis herum, welches ich mit zunehmender, drastischer Verspätung befahren sollte. Diverse Funksprüche und Telefonate über mein dienstliches Cell-Phone bestägtigten dies. Aus dem geöffneten Seitenfenster meines Führerstands heraus verkündete ich an die Wenigen der Fragenden diese Kunde: „In Leinhausen gab es einen Personenunfall“. Ein wenig fühlte ich mich wie ein Priester: Von abgehobener Warte aus – dem geöffneten Seitenfenster meines Führerstands heraus – verkündete ich Neuigkeiten bar jeglicher Weisheit. Und Schwarz ist meine bevozugte Kleidungsfarbe.
Wenn der Informationsstand soweit gediegen ist, weis man als Eisenbahner, was gerade abläuft: Bundes- und Landespolizisten sammeln die Übrigbleibsel eines frisch verblichenen Mitmenschen aus dem Schotter. Dennoch fragten wenige unverzagte Fahrgäste nach, denn sie wollten den Grund für die mittlerweile dreiviertelstündige Verspätung wissen. Ein lapidares „in Leinhausen hat man jemand über den Haufen gefahren“ reichte manchmal nicht aus. Kein Wunder. Denn mit einer Eisenbahn fährt man niemanden über den Haufen. Im Gegenteil.
Kindliche, eher vom Hollywood-Kino geprägte Naturen finden vielleicht Analogien zum Splatter-Genre. Aber die armen Schweine, welche die Reste mühsam zusammen suchen müssen, verfluchen den Tag, an denen sie ihren Job wählten. Das zeigt das große Kino nicht, wie eklig die Nacharbeit eines Personenunfalls wirklich ist. „Über den Haufen fahren “ gilt wohl mehr als freundliche Umschreibung. Zerstückeln trifft es eher. So lauteten auch die ersten Berichte meiner Kollegen, welche den noch frischen Tatort absuchen mussten.
Jene Kollegen mussten natürlich erst mal nachschauen, was sich hinter der via Funk abgesetzten Meldung bezüglich eines gemeldeten Fundes diverser Leichteile verbirgt. Immerhin stand ein anderer Kollege mit seinem Regionalexpress mit aufgeblendeten Scheinwerfern vor dem Fundort. Das eine oder andere rumliegende Körperteil satt anstrahlend, wohlgemerkt. Hie und da lag etwas menschliches herum, ein paar Polizisten rannten auch durch die Gleise und irgendwie war alles recht ecklig.
Kein Wunder, denn ein Mensch der mit einem 160 km/h schnellen Zug erfasst wird, den verteilt es richtig. Vor allem, wenn er unter die Räder kommt. Was für eine Schweinerei so ein Mensch hinterlassen kann, ist immer wieder erstaunlich. Vor allem, wenn er über mehrere hundert Meter verteilt wird. Aber dafür muss man persönlich anwesend sein, um diese Wirkung in irgendeiner Art nachvollziehen zu können.
Das übelste verschwindet nach ein paar Minuten, weil das Blut eines Überfahrenen aus vielen großen durchtrennten Schlagadern ins Gleisbett pulsiert. Übrig bleiben halt Körperteile, so ganz ohne Zombie-Splatter. Der Gestank, der ein geöffneter Darm verbreitet, könnte bei empfindlichen Nasen Brechreiz erezugen. Glücklicherweise aber stand der spätsommerlich linde Wind dieses Abends günstig. Die des Tatorts vis-á-vis befindliche städtische Kläranlage in Hannover-Herrenhausen (Tagline: Wir klären das) verströmte wohlwollend ihr dominantes Bouquet über die Fundstelle.
Shit happens. Für das Fehlverhalten einer Dumpfbacke wird
Unter Eisenbahnern wird über Selbstmörder kaum geredet. Warum auch? Unangenehmer hingegen sind Arbeitsunfälle, bei denen beispielsweise eine Arbeitsrotte aufgemischt wird – alle beteiligten erledigten ihren Job und trotzdem ging irgend etwas daneben. Das ist echt Scheiße. Mist, jetzt bin ich in der Metaebene; husch husch zurück zum vergangenen Wochenende.
Nachdem sich heraus kristallisierte, das meine Abfahrtszeit bereits deutlich über eine Stunde sein würde, entwickelte mein Weisungsbefugter über einen Plan B hinaus noch einen Plan C. (Hi Reese, deine Chefs können mich mal am Arsch lecken – die Züge rollten wieder! Frag' sie was geht, Mann!) Eben jener endgültiger Plan sah vor, den Verkehr aufrecht zu erhalten. Nach dem es wieder lief stellte sich mir jene Frage, welche an die Allgemeinheit weiter gereicht wird: Über den vielen nicht genannten Hauptrollen dieser authentischen Story hinaus gibt viele nicht genannte. Wer ist mit den nicht genannten gemeint?
Kleiner Tipp: Alle Beförderungsfälle.
Nun bin ich fast zum Abschluss dieses Beitrags doch nicht mehr von der Metaebene runter gekommen. Vielleicht hilft eine andere Randnotiz über das hannoversche Eisenbahnleben über dieses Manko hinweg: Stunden bevor sich die Entleibung nahe Leinhausen zutrug, verreckte das von Hannover-Linden ferngesteuerte Stellwerk in Ronnenberg. In technischer Hinsicht natürlich, diesmal gab es nur zu spät ankommende. Allein die Beibringung eines Stellwerkbedienungsberechtigten per Taxi aus dem angrenzenden Hannover soll über eine dreiviertelstunde gedauert haben… Immerhin… Aber trotzdem mal randbemerkt: Wieviel Arbeitslose haben wir nochmals?
Aber letzteres war vor noch weit meiner Schicht, während ich in meinem Koben suhlte und zufrieden vor mich hin grunzte.
Samstag 22 September 2007
Pfadfinder Horst Köhler: "Eine bessere Welt ist möglich"
Der frühere Pfadfinder Horst Köhler hat ein Zeltlager veranstaltet. Zum 100-jährigen Bestehen der Bewegung lud der Bundespräsident rund 200 Pfadfinder aus verschiedenen Ländern in den Garten von Schloss Bellevue ein. Vor dem gemeinsamen Lagerfeuer erklärte er, die rund 38 Millionen Pfadfinder weltweit seien ein Beweis dafür, dass eine bessere Welt möglich sei. (Vollzitat via dradio – einschließlich Überschrift.)
Die Nachricht ist zu kurz, um einen eigenen Artikel zu entwickeln, Die
Nachricht selbst aber ist so lang, als das sie für sich selbst spricht.
In wessen Geist sollen die vom Sparkassen-
Bundespräsidenten Horst Köhler geforderten Eliten
eigentlich agieren? Eine mögliche Basis hat er ja jüngst am Lagerfeuer
für sich eingenommen.
Wer hat Köhler eigentlich gewählt? Ach ja, dass machen die von Euch 'gewählten' Repräsentanten irgendwie unter sich aus. Hatte ich schon mal meine Abneigung gegen jegliche Art von uniformierter (nicht uninformierter) Vereinsmeierei kund getan? Nein? Dies sei hiermit nachgeholt.
Bisher hielt ich die neu aufgetauchten Bilder, welche die
Schergen der SS in diversen Freizeiten nahe Auschwitz zeigen, für
eine aufarbeitungswürdige Randnotiz der Geschichte. Mittlerweile muss
ich es ob der gegenwärtigen Aktualität neu bewerten. Hey Herr
Bundespräsident Köhler, die von ihnen am Lagerfeuer eingelullten
angesprochenen wohlgenährten Kinder der Oberschicht stehen im krassen
Kontrast zu den in
Hartz fear abgedrängten hungernden deutschen Nachwuchses.
Geht 's noch?
Angeeignetes Brauchtum und Uniform, passt das zusammen? (Klick auf das Bild!)
In kürze Weihnachtet es mal wieder, nehmt euch im Vorfeld ein wenig Zeit für ein paar Gedanken über den Zweck eurer Frauen und Kinder.
P.S.
Hallo ihr Pfadfinder aus besserem Haus, von welcher elternfinanzierten Welt träumt ihr eigentlich?
Freitag 21 September 2007
Retro Auto Kataloge
Mal jetzt so dazwischen geschoben: Eine Site welche alte Werbekataloge des Spitfires eingescannt und veröffentlicht hat. (Privoxy ausschalten!)
(Klick auf das Bild!)
Dann noch mal eine Site, welche verschiedene Prospekte anderer alter Automarken zur Verfügung stellt. Neben einer Rubrik, die man nur mit 'diverses' umschreiben kann, gibt es Spezialitäten von Borgward, Skoda, Peugeot, Jaguar und Alfa Romeo.
(Klick auf das Bild!)
Till Nowak - Salad Alien
Eigentlich wäre dies Monster ein Gräuel für jeden, der ab und zu mal gerne in eine Wurst beißt. Inspiriert von Giuseppe Arcimboldo konstruierte Till Nowak letztes Jahr in einem 3D-Renderer ein aus Gemüse bestehendes Alien, welches von H.R.Giger inspiriert wurde. Auf seiner Seite stellt er nur eins seiner Bilder in zwei Vergrößerungsstufen nebst einen Foto einer Ausstellung dar, aber in der Mitte gibt es kleinere Bilder, die auf ein 'Behind-the-scenes'-PDF verweisen. Ein sehenswertes Stück Handwerksarbeit.
(Klick auf das Bild!)
25 Jahre Audio-CD - und immer noch kein Hifi
Nach dem der Geburtstag der Compact Disk nun schon seit über einem Monat vorbei ist, macht sich die FR-Online auf, nicht gerade den Untergang der Abendländischen Kultur zu besingen. Im Artikel Rückschritt für alle wird (u.a.) ein Bogen über leiernde Compact-Kasetten im von der Sonne aufgeheizten Auto über Discmen und Ghettoblaster bis zum verlustbehafteten MP3-Format gespannt. Tobi Müller stellt darüber hinaus im seinem Artikel fest, dass die Mehrheit der Musik-Kunden keinerlei Wert auf Hifi-Qualität legt. Sowohl seine Beispiele als auch das grundsätzliche Kaufverhalten unterstreichen dies. Etwas wehmütig wird es, wenn Tobi auf die bereits sang- und klanglos untergegangen Aufzeichnungsmedien wie DVD-Audio und SACD eingeht.
DVD-Audio und SACD boten gegenüber der CD im wesentlichen höhere Speicherkapazitäten. Ebenso wie dies die gerade aus den Startlöchern kommenden HD-DVDs und Blu-Ray-Discs tun. Während Microssoft noch über das von ihm favorisierte HD-DVD-Format redet, verfügt Sonys PS3 bereits über die Blu-Ray-Disk. Mit beiderseits derartig viel Marktmacht ausgestattet, wird sich einer von beiden mit Sicherheit durchsetzen. Mit Sicherheit werde ich meine alten CDs nicht durch neue Medien ersetzen. So Media-Blöd bin ich nun doch nicht.
Immerhin, während des Kaufs meines ersten CD-Players – Ende der 80er, ein DUAL; einer der ersten CD-Player, die es unter 400,– DM gab – klopfte mir ein Typ hinter auf die Schulter und beglückwünschte mich zu meiner CD-Auswahl. Meine erste CD war Pink Floyds Dark Side of the Moon. Solche Erlebnisse prägen halt und erschweren einen küftigen Systemwechsel emotional doch erheblich. Die CD funzt übrigens noch prima. Doch zurück zum Thema: Der Mainstream verlangt, wenn man Tobis Artikel glauben schenken darf, mehr nach Unterhaltung denn nach Qualität. Glaubhaft erscheint es schon, denn die bereits seit einiger Zeit erstellten Downloadcharts unterstreichen dies.
Die sinkende Qualität kommt auch mir entgegen, denn mal im Ernst: bereits ab etwa mitte zwanzig lässt das Hörvermögen nach. Mit mitte vierzig fehlen wichtige Höhen. Das Alter, in dem man sich eine brauchbare Anlage leisten kann, lohnt sich die Anschaffung eigentlich nicht mehr. Höherwertig gesampelte MP3s würden eigentlich völlig ausreichen. In diesem Sinne muss man auch die von mir favorisierten Live-Aufnahmen hören. Welch' vergleichsweise fürchterlichen Aufnahmequalitäten haben diese verglichen mit den zum Teil eher tot erscheinenden Studioaufnahmen.
Wenn man dann nochmals eine Bestandaufnahme des Signalweges von der Tonquelle (Sänger/Instrument) über Mikrophon, Mischpult(!), erste Aufnahme, Nachbearbeitung(!), zweite Aufnahme, Presswerk, Abspielgerät (ein eigenes Thema), Lautsprecher/Kopfhörer (noch ein eigenes Thema) und eigenes Gehör (das Maß aller Dinge!) anstellt, tauchen einige Fragen auf. Allein der Faktor Mensch spielt in der Verarbeitungskette eine gern unterschätzte Rolle. Über hochgepushte Bässe und andere programmierte Equalizerkurven in Discmen und Ghettoblastern schweigen wir lieber mal. (iPod? wtf iPod?)
Gerne werden im High-End-Bereich sauteure Kabel verhöckert, welche mit 'rechts gedrehten Kupfermolekülen' angeblich das letzte Quentchen an Qualität heraus holen wollen Selten so gelacht. Allein die Verbindungen zwischen den im vorherigen Absatz genannten Signalglieder spotten jeder Beschreibung. Das muss man sich mal vorstellen: Die CD wird ausgelesen, die Daten in Chips mit Leiterbahnen von wenigen Mikrometern Durchmessern verarbeitet um dann auf einen Lautsprecher ausgegeben zu werden. In dem letzten Meter wird nun noch ein 'Feuerwehrschlauch' dazwischen gehängt, um irgend etwas zu verbessern. *prust*
Etwas besser als ich es jemals kann beschrieb dies David Messinger, der im übrigen ein Hifi-Geschäft betreibt. Davids Texte sollten sich alle mal 'reinziehen', die sich für die Qualität von Musikwiedergaben interessieren!
Witzig auf jeden Fall bleibt es schon, in einer guten Klassik-Konzertaufnahme auch mal das Umblättern der Notenblätter zu hören. Auf jemand anderen könnte dies aber störend wirken. Was mir auf jeden Fall bleibt ist der Spaß an guter Musik, unabhängig der obigen Betrachtungen, unabhängig vom derzeitigen Trend zu 'Klingeltönen' – generell dürften alle Downloads quantitativ alles andere als besser sein. Dennoch, der angebliche Tod der Audio-CD betrifft mich nicht. Darüber hinaus ist die Verbreitung abspielfähiger Geräte für CDs einfach zu hoch.
Donnerstag 20 September 2007
Und die wollen in die EU?
Türkisches Gericht ordnet Sperrung von YouTube an
...Wie türkische Medien berichten, hatte eine Privatperson geklagt. ...
Mal im Ernst, wo kommen wir eigentlich hin, wenn jeder Schwanz für wichtig genommen wird? (via Deutschlandradio)
Mittwoch 19 September 2007
Inconsolata - proportionaler Font
Lang ist her da sprach mich jemand auf eine alte Angewohnheit bezüglich meiner Handschrift an: „Warum streichts'n deine Nullen immer durch?“ „Nun,“ antworte ich, „damit ich sie vom Buchstaben O unterscheiden kann.“ Ja früher, da hab ich viel mit der Hand geschrieben. Auch waren da viele Formeln dabei, die Aufgrund meines Versuchs zur Erlangung des Ingeniuersgrades notwendig waren. Beispielsweise kamen bei einer Formelumstellung auch mal Teilterme wie 9q vor. Nach diversen Rechenfehlern gewöhnte ich mir an, die Unterlänge des kleinen q mit einem Querstrich zu versehen. Meine Rechenfehler gingen drastisch zurück.
Nicht nur ich habe die Notwendigkeit einer klar erkennbaren Schrift erkannt. Aber Ralph Levien hingegen handelte. Mit seiner Inconsolata entwarf er eine Schrift speziell für Programmierer, welche nicht einfach nur irgendwie lesbar ist, sondern auch eindeutig erkennbar. Bei der Inconsolata handelt es sich um einen so genannten proportionalen Font mit festen Buchstabenbreiten und deren Abständen dazwischen.
Die Inconsalta wurde speziell für eine Monitor-Darstellung innerhalb von Texteditoren entworfen. Aber auch für einen Einsatz im Print-Bereich scheint die Inconsalta geeignet, genau getestet hab' ich 's bislang nicht. (Tipps sind willkommen.)
Ein Einsatz im Printbereich könnte durchaus darauf abzielen, endlich mal Tabellen anzufertigen, in denen nicht nur die Zeilen cool aussehen, sondern darüber hinaus auch die Spalten. In diesem Zusammenhang wäre ja mal echt nicht schlecht, wenn sich mal alle Dezimalstellen und die dafür notwendigen Punktuationen sauber untereinander befinden. Proportonale Schriften schaffen echt eine Arbeitserleichterung. Denn der geneigte Schildermaler sollte sich stets Vergegenwärtigen, dass seine Arbeiten für andere sind, niemals für ihn selbst.
Grundsätzliche Überlegungen zu proportionalen Fonts nebst brauchbaren Beispielen speziell für Texteditoren stellt ein Typ namens Lowing ins Netz. Seiner Meinung nach stellt ein Schaffungschwerpunkt für ihn die Lesbarkeit von am Monitor dargestellten Quelltexten dar. Mit 'Monitor' sind grundsätzlich erstmal alle pixelorientierten Ausgabegeräte gemeint, welche aktiv Leuchten. Eine tiefer greifende Diskussion bezüglich am Monitor dargestellter Schriften wäre angebracht. Lowings Schwerpunkte lauten unter anderem:
- Grundsätzlich klar erkennbare Zeichen
- Unterscheidbarkeit zwischen i,j,1,J,l
- Unterscheidbarkeit zwischen o,0,O (handschriftlich streiche ich meine 'Nullen' durch ;-)
- Unterscheidbarkeit der Klammern ({[
- Unterscheidbarkeit der 'Tütelken': '`´< > >>
- Unterscheidbarkeit von q und 9 (*indieLuftschauendundausdemMundflötend*)
Ach Mann, eigentlich wollte ich nur ein paar brauchbare Schriften vorstellen, aber nun komme ich vom hundertens ins tausendenste. Egal. Ach ja, die Klammern bereiten wohl geringere Schwierigkeiten, spannenender hingegen dürften die mit 'Tütelken' bezeichneten Anführungszeichen sein. Weitere brauchbare Beispiele gibt es unter Proggyfonts.com.
Die Umstände bei der rein technischen Darstellung dürften mit Sicherheit eine weitere Rolle spielen. Als weitere Stichworte seien nur Antialiasing, Auflösung und Divergenz zwischen Print- und Onlinedarstellung in den Raum geworfen. Eine Berücksichtigung bezüglich verschiedener länderspezifischer Kodierungen könnte ein i-Tüpelchelchen sein.
Mal so am Rande bemerkt: Hinter dem Link zu Lowing verbergen sich
weitere proportionale Fonts, die zum experiementieren
schreiben einladen. Irgendwie hab' ich da gerade einen Vorschlag für
eine Diplomarbeit entworfen; hoffentlich betreut es nicht dieser
arrogante Gerrit – ihr wisst schon wer. (Nicht mein alter
Gestaltungsprof... er meinte es gut mit mir!)
P.S. Die Inconsolata liegt in mehreren Formaten vor. Betrachtungsbespiele in Form von PDFs und so gibt es auch. Jeglicher Download aber fügt der Datei eine .txt-Extension hinzu, welche entfernt werden muss. Dann klappt es mit dem Einfügen ins (Mac)-System.
P.P.S. Hinter den obigen Links gibt es genügend zu entdecken, ohne sich einen Kopf um irgendwelche Zusammenhänge zu machen. 'Just do it'.
Bedienungsanleitung des Ur-Mac
Weiß' jetzt nicht, ob das in letzter Zeit durch die Blogs ging, aber auf perterme.com gibt es Fotos (wow, hübsche 'Kissen') von halt jener Anleitung.
Montag 17 September 2007
Retro 3D in Flickr
Zum Betrachten der von pipat von der agence eureka eingestellten Bilder, welche in einer Flickr-Group veröffentlicht wurden, benötigt man zur Betrachtung eine Rot-Grün-Brille. Aber damit soll keinerlei politische Meinung kundgetan sein. Vielmehr wird jene realitätsreduzierende Sehhilfe dazu benötigt, einen räumlichen Eindruck von jenen farbseparierten Bildern zu Gewinnen. Blöderweise besitzte ich keine Rot-Grün-Brille mehr. Muss man Rot rechts tragen? Weiß nich' mehr… Oops – nun wurde ich doch politisch. Möglichrweise verbirgt sich hinter obigen Link ein wenig Schwenkram. Aber vor dem klicken bitte eine realitätskonforme, filternde Brille aufsetzen.
XaoS - coole Apfelmännchen
Mist, ich hatte lange kein kostenloses Spiel für den Mac
vorgestellt, obwohl mein wesentlicher Schwerpunkt genau auf diesem Thema
liegt. Meine Rückbesinnung fängt mit einer eher kurzweiligen
Unterhaltung an, welche eigentlich kein Spiel ist. XaoS
stellt so genannte Apfelmännchen
und artverwandtes dar.
Um was es sich bei den Apfelmännchen handelt, kann unter obigen Link in der Wikipedia nachgelesen werden. Bei den derzeitig kürzer werdenden Tagen könnte allein dieser Linktipp ein spannender, abendfüllender Trip in die psychedelischen Seiten der Mathematik sein. XaoS visualisiert unter anderem die Mandelbrotmenge und die eines Herren Julia und noch ein paar andere. Aber darüber jetzt lang zu philosophieren würde zu weit führen. Gegenüber dem reinen Lesevergnügen fordert XaoS einem User eine große Portion Interaktivität ab.
Gleich nach dem Programmstart wird der Graph der Funktion zn+1 := zn2 + c in einem Fenster angezeigt. Anstatt jetzt irgendwelche mathematischen Überlegungen anzustellen, wird mittels zeigen auf einen Punkt in de Grafik (mit dem Mauscursor) und linksklicken in die Grafik recht flüssig eingezommt. Mit einem Rechtsklick geht es wieder zurück. Alte Computer-Hasen muss man jetzt nicht erzählen, was man alles entdecken kann. Aber den neueren sei nur soviel verraten: Die Apfelmännchen finden sich mehr als tausendfach im Apfelmännchen wieder.
Das besondere an XaoS sind die vielen Möglichkeiten des Feintunings. Nicht nur, dass sich andere Formeln aussuchen lassen, auch verschiedene Farbpaletten unterstreichen den psychedelischen Effekt auf einen Betrachter. Im vorliegenden Fall schaute ich in Ermangelung anderer Rechner nur in die OS-X-Version, welche sich für dieses System in seiner Erscheinug meistens typisch gibt. Einige Menüfunktionen rufen Dialoge auf, welche noch an Zeiten von vor DOS erinnern. Was soll 's, XaoS ist auch mit diesem eher gefühltem Mangel sauber bedienbar.
Über Menüs lassen sich viele Einstellungen erreichen, mit denen man die Darstellungen für den eingenen Geschmack verfeinern kann. Darüber hinaus gibt es eine Videoaufnahmefunktion. Nur bei den unter dem Menüpunkt Calculation/Iterations sollte man den eingegebenen Berechungswert für Iterationa nicht zu hoch ansetzen. Mein kleiner alter 700 GHz eMac stotterte schon leicht bei einem Wert von knapp unter tausend.
Die ungarische Site, welche sich mit der allgemein bildenden Lehre der Mathematik und deren wohlfeilen Verteilung beschäftigt, stellt XaoS via Sourceforge kostenlos ins Netz. Das Programm gibt es aber nicht allein für OS X. Auch Windows und Linux werden beglückt. XaoS für OS X kommt in einem etwa 1,4 MB großem Diskimage daher und kostet wie üblich bei den von mir vorgestellten Programmen nichts. Viel Spaß.
Die nächsten politischen Umfaller
Länder fordern Nachbesserungen bei Bahn-Privatisierung
Die Ministerpräsidenten der Länder Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen wollen nach einem Gespräch mit Verkehrsminister Tiefensee (SPD) eine Lösung finden, wie man unser letztes Volksvermögen in Form der Bahn an der Börse aufs Spiel setzt. Na klasse. (via drradio)
Anmerkung zu sex.com
Schon erstaunlich, was andere Blogs so zum Thema Arcor-Zensur so abschreiben. Sex.com blockt grundsätzlich eurpopäische clients. Das läuft schon länger so und ist auch deren gutes Recht. Als Content-Provider dürfen sie durchaus selbst entscheiden, wer ihre Inhalte wo einsehen darf. Außerdem entgeht sex.com damit rechtlichen Restriktionen anderer Länder. Also in diesem Fall nix mit 'Scheiß-Arcor'.
Samstag 15 September 2007
Grünes Afghanistan
Aus meinem Feed-Reader:
Der Bundesvorstand der Grünen konnte sich auf einem Sonderparteitag nicht mit seinem Leitantrag zum Afghanistaneinsatz der Bundeswehr durchsetzen. Die Basis verlangt einen «Ausstieg aus der Gewaltspirale».
Aha!
(via Netzeitung)
Playmobil-Mangel angedroht, China schuld
Ja ja, kaum ebben die Nachrichten rund um die bleiverseuchten Spielzeuge aus China ab, heben sich hiesige Produzenten mit gehobener Sitmme hervor: „China kann jede Qualität liefern“. Klar, das untere Ende des Fertigungsspektrums dürfte sich noch halbwegs in unserer Erinnerung befinden. Mattel zog freiwillig etliche Millionen seiner Produkte vom Markt zurück. Der Grund dafür waren halt jene bleiverseuchten Farben, die bei uns schon seit geraumer Zeit verboten sind.
Aber das ist ja alles nicht so schlimm, beteuert Andrea Schauer gegenüber dem Tagesspiegel. Denn schließlich lassen ja auch deutsche Hersteller in China fertigen. Also kann es ja gar nicht so schlimm sein. Frau Schauer spricht als Geschäftsführerin für Playmobil. Weinger laut tritt die Fa. Schleich in diesem Zusammenhang mit ihren 'Weichtieren' auf. Beiden gemeinsam ist, das sie relativ hochpreisige Artikel für Kleinst- und Klein- uns sonstige Kinder anbieten.
Der Teufel wird in Form von leeren Warenregalen an die Wand gemalt, die zur kommenden Weihnachstzeit die Läden der Spielehersteller beherschen sollen. Laut Frau Schauer können diese Lücken nicht aufgefüllt werden, wenn die EU die Einfuhr giftiger Spielsachen unterbindet. Denn die Produktion kann in Deutschland nicht beliebig hochgefahren werden, so die Begründung. Ah ja, äh, wie groß war nochmal unser Arbeitslosenheer? Also, daran mangelt es mit Sicherheit nicht.
Dennoch wird ein hinterpfotziges Drohpotenzial aufgebaut, in dem Weihnachten und Kinder als Waffe gegen den Verbraucher gerichtet werden. Denn eins sollte klar sein, Playmobil und Schleicher wollen nur unser bestes – unser Geld. Der Haken an dieser Sache ist aber, dass man leider nicht mit der Verlagerung ins Ausland drohen kann. Denn China ist ja in der Lage, 'jede Qualität' zu liefern. Alle Länder außer China müssen demnach zu teuer in der Produktion sein.
Leider versteh ich im Moment unter der vom Tagesspiegel unreflektiert veröffentlichten Meinung nur die Drohung, entweder ihr kauft, oder eure Kinder weinen. Geht's noch gut?
Vorbehalte gegen China hatte noch vor nicht allzu langer Zeit selbst Andrea Schauer gehabt, denn sie befand: Gegen China sprachen die langen Lieferwege. Zudem hatte man keine erprobten Manager, die dort die Produktion überwachen wollten. Und letztlich wäre die Maßanfertigung von Playmo-Qualität dort gar nicht viel billiger gewesen. Also blieb die Produktion hier. So einfach. Whowhowhow, was hat sich seit dem Artikel in der Zeit vom 29. April 2006 bis jetzt geändert?
Andrea, lass uns an deiner Erleuchtung teilhaben. Bist Du Erwachsen geworden und abgebrühter – oder hast Du wie für Leute in deiner Position üblich einfach nur Prinzipen und Leute über Bord geworfen und PR-Sprech geübt?
Noch ein Brüller aus dem Zeit-Artikel: Dagegen ist Playmobil ausgesprochen altbacken. Zur Fußball-Weltmeisterschaft haben die Zirndorfer Fußballspieler entworfen, die auf einem kleinen Ständer montiert werden und etwas ungelenk ein Bein schwingen können.Tipp Klick? Sehr innovativ... Kein Wunder, das der Playmo-Scheiß wie Blei im Regal liegt.
Mittlerweile frage ich mich, wieviel Unternehmen an Geld sparen könnten, wenn nicht irgenwelche Aktienbesitzer ständig auf Profit bestehen würden. Vielleicht sollten Playmobil und Schleicher ihre Geschäftform überdenken und daraufhin ihre Produktionen wieder ins Inland verlegen. Die Vorteile liegen auf er Hand, denn es lässt sich viel hochwerig bezahltes, aber unproduktives Volk einsparen. BWler, VWLer, Juristen sowie deren Fußvolk, die nur für ein Berichtswesen an die Shareholder zuständig sind, liessen sich gegen einen produktiven Maschinenpark nebst den zur Bedienung notwendigen 'Humanresourcen' eintauschen.
Das in die künftig hiesigen Mitarbeiter direkt und indirekt investierte Geld würde darüber hinaus einen anderen Fluss nehmen und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Binnenkonjunktur ankurbeln. Export wäre dann auch noch drin; Playmos und Weichtiere laufen ja generell gut, hab' ich gehört. Und wenn es nicht doch nicht so gut laufen sollte, naja, dann bedroht man öffentlich Verbraucher und Hartz IVler. Einen Investitionsanreiz in Form billigen deutschen Arbeitern hat die Große Koalition ja schon geschaffen. Und die paar Maschinen sind schnell abgeschrieben.
P.S.
Wenn ich sowas erst im Tagesspiegel lese und dann in der Zeit nachverfolge bin ich immer noch froh, dass ich keine Kinder habe.
Freitag 14 September 2007
Die Zeit zum geplanten BKA-Gesetz
Kai Biermann hat den Entwurf zum neuen BKA-Gesetz gelesen. In seinem Artikel erklärt er anschaulich was gerade Erlaubt ist und wo es in Zukunft geändert werden soll. Es wird zu niemanden Vorteil sein. Der eigentlich verständlich geschriebene Artikel gehört zur Pflichtlektüre des kommenden Wochenendes. Verlinkt in euren Blogs darauf, verschickt den Link per Mail, druckt den Artikel aus und verteilt ihn.
wow, noch mehr Porno im Internet
Nach Arcors PR-Gau sensibilisiert recherchierte Tilmann P. Gangloff von der Süddeutschen und wurde fündig. Krassen Respekt, aber der erste – und bislang einzige Kommentar – fast meine Meinung noch ein wenig deutlicher Zusammen.
Mittwoch 12 September 2007
Hochlochziegel und Nazis
Dann fand ich da noch ein Dada-mäßiges Blog, welches sich irgendwie mit Fotografie beschäftigt. Das einzige, was er und ich gemeinsam haben, ist die Olympus E-500.
Nicht nur das seine Bilder besser sind als meine, sein Makro bei mir blanken Neid erweckt.
Klick auf das Bild!
Auch die Bildunterschriften können sich lesen lassen. Vor allem sein Vergleich zwischen Hochziegeln und Nazis. (s.o.)
Zensiert mich wegen Porno
© by WDR (und damit irgendwie bei uns!)
Klick
gefälligst auf das Bild
Vorgestern machte Arcor eine beispielhafte Negativ-PR, indem sie ihre Konkurrenz blockte. Eine Whois-Abfrage auf www.sexadult.de liefert als Admin-C eben jene Arcor AG & Co. KG. An dieser Stelle äußere ich micht nicht mehr so doll, weil ich es jüngst beim Andreas und beim Jörg tat. Nur ein Nachsatz sei mir noch erlaubt. Sex.com wird weder von Arcor noch von anderen Providern geblockt. US-Amerikanische Schweinkramseiten blocken mitunter freiwillig Ausländer. (Yo Mann, dich!) Tipps, wie man diese Paysite dennoch erreicht, hab' ich beim Andreas hinterlassen. (WTF: was ist daran so neu?) Nur ein Nachsatz sei mir noch erlaubt: Ich kenne für meinen Bedarf genügend freie Schweinkramseiten, aber die Links darauf – und das erzähle ich nicht nur allen meinen realen Kumpels – findet ihr gefälligst alleine heraus.
Dienstag 11 September 2007
Polemische Kritiken in Foren erlaubt
Reine Schmähkritiken bleiben (nach meinem gefühlten rechtsempfinden zu recht) weiterhin Untersagt. Na immerhin kann man auf Grund des Urteils mit dem Az. 2 U 862/06 des OLG Koblenz (PDF) wenigstens noch seinen begründeten Unmut freien Lauf lassen. Mich wundert es nur, das diese Nachricht kaum durch die Blogs ging. Bei den Kommentaren in Blogs handelt es prinzipiell um nichts anderes als Foren. (via Golem)
Montag 10 September 2007
Wallpapers for Bikers
Cyberium.net
sammelte Bilder von alten Motorädern. Einige davon werden aufgehübscht
als Bildschirmhintergründe zum Download angeboten. Schwerpunktmäßig gibt
es großformatige Bilder von Zeirädern verschiedener Nationen aus dem
Zeitbereich von ungefähr 1900 und 'nen Keks bis etwas nach dem WK zwo.
Besonders angetan hat es mir die Riedel Imme R 100, welche bereits einen Cantilever-Rahmen besaß und deren Räder jeweils einarmig geführt wurden. Das Motiv zu dieser Konstruktionsweise war weniger ein Nobelpreis oder Straßenpokal in sonstwas, als vielmehr ein Rohstoffmangel. Not macht halt erfinderisch, und nur gute Ideen überleben.
Das in der Wikipedia vorhandene Bild zur Imme ist ja schon irgendwie, na ja, irgendwie es ist irgendwie. Die liebevoll aufbereiten Wallpapers auf Cyberium.net hingegen zeigen deutlich mehr. Hier werden nicht nur Retro-Jünger angesprochen, auch und vor allem kommen Technofreaks ob der Detailverliebtheit voll auf ihre Kosten.
Wer etwas weiter buddelt, findet noch was zum ursprünglichen Fiat Cinquecento (Werbung und Fotos). Hey, nur selber klicken macht schlau.
Feigenblatt Eva Herman
Eines gleich vorweg: Wenn ich denn mal eine „Bild“ in der S-Bahn
finde, nehme ich sie als zwar Pausenlektüre, aber sonst nicht ernst. In
der gestrigen BamS-Ausgabe kam gleich eine Headline auf Seite eins, die
ein Zitat Hermans anlässlich der Vorstellung ihres neuen Buches aufgriff.
Und weiter: „Aber es ist damals auch das, was gut war, und das sind die Werte, das sind Kinder, das sind Mütter, das sind Familien, das ist Zusammenhalt, ...“
Weiter heißt es in dem „Bild“ -Beitrag: Diese Wertschätzung der Mütter im „Dritten Reich“ hätte Jahrzehnte später die 68er-Generation wieder abgeschafft.
Über die Rolle der Mütter im Nazi-Deutschland schrieb Wirres eine kurze Zusammenfassung. Beachtenswert dabei ist der Zusammenhang zwischen der damaligen Rassenpolitik und dem unterschwelligen Motto Gebären für den Sieg, welches mittels dem Motivationswerkzeug des Mutterkreuzes deutsche Frauen zum Massenhaften abwerfen neuer deutscher Soldaten animieren sollte.
Ein Beitrag der brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung (hab' auch gestaunt, dass es sowas gibt…) beschreibt, wie die künftigen Mütter der rechten Szene ihre Rolle in der von ihnen präferierten Gesellschaft zu verwirklichen suchen. Die Spitze des Eisberges gebärt nicht, sie fährt in den Knast ein; nachdem sie ausgiebig auf am Boden liegende eingetreten hat.
Das Mittelfeld sowie der Bodensatz der rechten Mädels aber dürfte sich über kurz oder lang mit der Hege des Nachwuchses beschäftigen. Inwieweit diese Kinder gewünscht sind, sei mal dahingestellt. Eine Annahme könnte sein, dass diese willkürlich gezeugten genetischen Kopien aus einem Mangel an Wissen entstehen. Einem Wissen, welches im Fach Sexualkunde an einer allgemein bildenden Schule meines Wissens nach gelehrt wird. In diesem Fall lasse ich mich nur sehr ungern eines besseren Belehren.
(Mit ein wenig Übung bekomm' auch ich Polemiken hin. In diesem Beitrag aber dreht es sich um real existierende Personen mit irgendwelchen Motiven. Daher versuch ich, auf den Teppich zurück zu kommen.)
Auf jeden Fall aber wachsen diese (unseren) Kinder in einem Umfeld auf, welches Frau Herman ideologisch zu unterfüttern versucht; so erscheinen jedenfalls unterschwellig jegliche Interpretationen, welche „Bild“ und der Arbeitgeber NDR mit erstaunlicher Einheit vorschieben. Der Boulevard fordert zwar keine Enthauptung, aber wie üblich eine Entlassung. Der NDR schwafelt nicht lange und handelt pragmatisch: Eva Herman ist raus.
Zur Begründung heißt es im Zentralorgan des Dachverbands der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten, dass dies nicht der erste Vorfall sei. Ein gemeinsamer Auftritt mit der FPÖ sei nur nach Interventionen abgesagt worden. Oops, da hab' ich was verpasst; wer hat da wo interveniert? Letzendlich aber waren die Einschaltquoten ausschlaggebend. Denn es sagten bereits einige Gäste ihren Auftritt bei Herman und Tietjen ab. Ein etwas älteren Vorfall gab es bereits mit ihrem ersten Buch – krassen Respekt an die Stern-Online-Redaktion: schnell nachgeschoben.
Putzig ist auch, dass die ARD es bringt, der NDR aber nicht. Ebenso verbleibt die Herman-und-Tietjen-Homepage völlig unbeeindruckt der aktuellen Sachlage in ihrem alten Trott. Putzig ist weiterhin, dass innerhalb eines Wochenendes ein Skandal entdeckt und angeprangert wird. Google-News dürfte heute morgen auf jeden Fall für viel kurzweil sorgen. Naja, in der kommenden Woche wird es noch einige Aufräumarbeiten auf verschiedenen Websites geben. Wie auch immer: Eva Herman wurde – zurecht – gefeuert.
Eva Hermans offentsichtlich unbedarften Weltanschauungen wirken nicht nur irgendwie blauäugig und blond, sondern zusätzlich noch mit Wasserstoffperoxid veredelt. Ihre krude Weltanschauung entstammt offentsichtlich einer konservativen Sichtweise, die im Rückschrittlichen Schutz vor der aktuellen Zeit sucht. Unbestreitbar änderten sich in den letzten sechs Jahrzehnten einige Lebensweisen und Regeln. Eine Besinnung auf ältere Regeln mag ja durchaus Sinnvoll erscheinen, wenn es denn Fehlentwicklungen in der Jetztzeit im Sinne eines Vorwärtskommens der Gesellschaft insgesamt korrigieren würde.
Eines aber sollte man sich stets Vergegenwärtigen: Mit der Eva wird lediglich jene sprichwörtliche Sau durchs Dorf getrieben.
Die Eber aber bleiben im Koben und grunzen genüsslich. Mit der Herman wird ein rechtsaußen im vordergründig gesellschaftlichen Konsens verbannt, aber sonst lautschreiende PolitikerInnen der großen Koalition halten sich in diesem Fall bedeckt. Mit Sicherheit wird hinter geschlossenen Stalltüren ob dieser steil vorgelegten Ablenkungskampagne genüßlich gequickt.
Eva Herman unterstützt mit ihren in ihrer grenzenlosen Unbedarftheit getätigten Äußerungen eine rücksichtlose, gewalttätige Szene, welche derzeit politisch toleriert und von auf dem rechten Auge blinden Beamten aller Besoldungsstufen unterstützt wird. Eva Herman ist lediglich ein Symptom, keine Ursache. Der immer lauter blubbernde und gucksende braune Sumpf breitet sich witerhin allgemein toleriert unterschwelig aus.
Einzig löblich ward bislang Hermans Rauswurf seitens der NDR-Chefredaktion. Ey Herres, dafür werden dich in den nächsten Tagen vielerlei arme Geister preisen, die Du dich niemals angerufen haben. Die Opferung der gar nicht überzeugenden Walküre Eva Herman führen demnächst jene im Schilde, welche von selben Geiste sind, welche aber weder zur Tat beitrugen noch zu deren Abwehr beitrugen. Deren wahres Motiv dürfte wohl in der Verschleierung ihrer Absichten liegen.
Wenn jede/r PolitikerIn des deutschen Bundestages und -rates für solcherart Gedankengut geteert und gefedert werden wurde, wir wären morgen praktisch ohne jegliche Regierung. Der Rauswurf von Lobbyisten jedweder Art könnte Mittel bereit stellen, welche an eingen sozialen Brennpunkten Linderung bringen könnte. Bislang unbestätigten Gerüchten bleibt Eva Herman als freie Mitarbeiteren über dem NDR den GEZ-Zahlern erhalten. Danke.
P.S.
Scherzfrage: Um wen handelt es sich bei folgend beschriebener, eigentlicht nicht gewählter Person?
Sie ist ein blondes, bläugiges Mädchen von besserer Herkunft mit steuerfinanzierter, medizinischer Ausbildung samt akademischen Grad. Früher hätte sie sich ein silbernes Mutterkreuz verdient, heute propagiert sie Famliensinn mit Rückblick. Sie befindet sich in einer angeblich demokratisch legitimierten Position mit weit reichender Entscheidungsbefugnis. Führungsqualiäten bewies sie in dem sie Menschen in prekären Situationen über eine Planke schicken kann; dennoch mangelt es ihr trotz vorgelebter Kinderfürsorge an Durchsetzungsvermögen gegenüber gleichgestellten männlichen Artgenossen. Ihr weihnachtlich anmutendes Thema Krippenplätze floppte, weil nicht nicht alle ins Boot passten.
Sie ist eine typische Radfahrerin: Nach oben buckeln, nach unten treten. Tipp: Sie war niemals in der FdJ noch in der SPD.
Die Frage ist nicht wer sie ist, sondern was sie in ihrer Position macht – ihr habt ihren Lebensweg bisher bezahlt und bezahlt sie weiterhin, damit ist die Frage grundsätzlich legitim.
Beantwortet es nicht mir, beantwortet es euch.
Freitag 07 September 2007
Sixties Seventies
Mode pur. Und viele lange Beine. (Und drei Säzte ohne Verb.)
Eine Sammlung schwarz/weißer Fotos gibt einen Einblick in alte Modefotografien, die aus den Sixties und Seventies eines vergangen Jahrtausends stammen. Schwerpunktmäßig werden weibliche Kleidungsstücke dargestellt, welche eben (fast) nichts bedecken. Vor allem nicht die Beine, wenn man von den zu der Zeit bereits vorhandenen vorne geschlossenen Schuhen mal absieht. Aber außer alten Modegirlies kommen auch vielerlei abgenutzte Celebrities mal wieder auf den heimischen Bildschirm.
(Charlotte Rampling. Klick auf das Bild)
Das auch diverse bis in die letzte Zehe fast alles zeigende Modefotografien den 'Spirit' der alten Zeit festhalten, nehmen wir mal wohlwollend in Kauf. Tatsächlich versprühte die alte Zeit mehr Charme. Es war irgendwie neu, unverbraucht, sprengte Grenzen und erschien vor allem irgendwie unverbraucht. Selbst die in Kinofilmen wie James Bond auftauchenden Logos von Hertz verhießen eine gewisse Beständigkeit.
Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, das hinter all den Logos sich jetzt eine verkaufsfördende Unternehmensstrategie verbirgt. Der Charme ging verloren und machte der aktuellen Wahrnehmung platz, der zu Folge alle nur dein bestes wollen – dein Geld. Die in Italien beheimatete Webpräsenz bietet viele alte – Retro verkneife ich mir mal – Glamourfotos mit Stars und Sternchen aus den 60ties 70ties zum betrachten an. (via Lawblog)
Die Fotos sind sehenswert, die teilweise vorhandenen Links einen Klick wert!
Häkeln für den Frieden
Niedlich gemeint und niedlich gemacht. Zwei Mädels touren durch Europa und Häkeln alles ein, was Restriktionen andeutet. Bemerkenswert ist es in jedem Fall.
(Klick auf das Bild)
Royksopp - Remind Me - Infografiken pur
Royksopp kenn' ich nicht. Ihre (Seine?) Musik klingt wie irgendein
Elektropop – als irgendwie belanglos. Aber als Untermalung zu dem Stück
Remine Me erfüllt es dennoch einen Wertvollen Zweck. Womit ich langsam
zum eigentlichen Höhepunkt kommen: Der Clip. Die ganz alltäglichen
Träume eines Mädchens werden über Infografiken transportiert. An dieser
Stelle sollten sich mal alle Personenkreise ein paar Scheiben
abschneiden, welche überhaupt irgendwas vermitteln wollen. Dazu zählen
die in der Werbung tätigen grundsätzlich opportunistischen Schildermaler
aller Lehr- und Berufsjahre ebenso wie die schmierende
schreibende Zunft des angeblichen Qualitätsjournalismus. Royksopp
- Remind Me: Großes Kino des Monats.
Entwicklung der Digitalkamera
Jetzt mal auf die schnelle: Einen kurzen Überblick über die Entwicklung der Digitalkamera. Angefangen bei einem 1975er Kodak Prototyp über die 1994er Apple Quicktake bis hin zur 2004er Olympus E-300.
Kai Spannuth: Wuschel, come out and fight like a bunny!!!
(Klick auf das Bild)
Mehr von Kai in seinem Blog, auf seiner Deviant-Art-Seite und seiner eigenen Website. (via Bunnylicious)
Noch mehr Lego
Bezüglich des letzten
Beitrags meinerseits zum Thema Lego gibt es noch einen Nachtrag: Die
Automatikwumme stammt aus dem Buch Forbidden
LEGO. (Auch bei Amazon.com
erhältlich) Der alte Beitrag hätte natürlich runder laufen können, wäre
dieser Hinweis dort vorhanden. Aber Egal jetzt...
Mittwoch 05 September 2007
Legosteinchen in der Fusssohle schmerzen wohl (Nachgebessert)
Vor ein paar Tagen relaunchte eine Lego-Video-Seite. Wie nicht anders zu erwarten lassen sich dort heimgeklöppelte Stop-Motion-Videos aus einer stark eingeschränkten Auswahl von Regisseuren anschauen.
Adhoc fielen mir dazu nur Klassiker ein wie das Video zu White Stripe's Fell in Love with a girl.
In dem Bild stecken genügend Hinweise, um den Music-Clip zu finden. Ein guter Ausgangspunkt für deine Suche wäre, wenn Du auf das Bild klickst.
Neuerlich entwickelte eine Schulklasse ein Modell einer Fabrik, welche mittels erheblichen Einsatzes von Lego-Bauelementen realisiert wurde. Krassen Respekt! Echt! (Mein alter Steuer- und Regel-Prof mich mit Sicherheit zu euren Gunsten rausgekantet.)
Welcome, my son, welcome to the machine.
Rausgekantet würden all die vielen Arbeiter und damit auch indirekt deren Familien und damit ein vielfaches an Leben, wenn man derartige Experimente in eine Realität umsetzen würde. Hey ihr Schüler, hat euch einer euer Lehrer mal was über eine Potenzfunktion erzählt? Shit happens. Dennoch werden sämtliche Arbeitsabläufe beständig rationalisiert, weil das so sein muss. Stell dir mal vor, alle deutschen Oberbürger würden mit ihren SUVs zum nächsten Bauern fahren, um ökologisch wertvolles Gemüse zu kaufen. Der Wochenmarkt wäre ruckzuck leer und am Himmel hinge eine blaue Stinkewolke. Aber das führt jetzt viel zu weit. Wir wollen viel lieber mit Lego spielen.
Neu und doch von Gestern scheint der Lego-Nachbau eines Escher-Gemäldes, welches die üblicherweise verflachten Sichtweisen eines Otto Norm überbeansprucht.
Selbstverständlich wecken so viel gestalterische Steilvorlagen Begehrlichkeiten, die mangels eigener Kreativität praktisch kaum umgesetzt werden können. Schade eigentlich.
Aber es gibt viele gute Geister, die ihre alten Bauanleitungen für das kommende digitale Zeitalter konservierten. Darauf aufbauend lässt sich irgendwann mal eine eigene Kreativität entwickeln. Beispielhaft und lobend seien nur The Brickfactory und Peeron.com erwähnt!
Natürlich müssen wir alten Leute den Weihnachtsmann irgendwie mal langsam aus unseren Gedanken verdrängen. Das hat was mit 'Erwachsen werden' zu tun. (Oder so…) Dennoch verbinden wir mit dem Fortbestehen der Legosteinchen die Hoffnung, dass die eigene Kindheit niemals endet.
Andere ewige Kinder aus der Open-Source-Fraktion schlagen für uns insofern eine Bresche, als das wir mittels einer virtuellen Steinchenwühlkiste Phantasiewelten auferstehen lassen können. Bricksmith springt für uns in die Bresche. Und sollte mal ein Weibchen uns über die Schulter schauen, können wir uns mit der Ausrede retten, dass dies CAD-Programm für unseren Job relevant ist.
Ja, scheiße was. Der alte weiße zweimalvier Grundbaustein lässt sich
bestenfalls gegen teueres Geld nur noch auf einem Flohmarkt finden. Die
Zeit ging unwiederbringlich verloren. Hochspezialisierte Baukästen mit
Steinchen, welche nur eine einzige wohl definierte Funktion inne haben
und angeblich jegliche kindliche Kreativität töten, liegen wie Blei in
den Verkaufsregalen. Mindstorms try 2 rule.
Glaubst Du dass wirklich? Hehehe. Dem ist nicht wirklich so. Gerade die neuen Bausteine laden eine andere Jugend zu spielerischen Experimenten ein, welche durchaus eine Realität abbilden. Vollautomatisch versteht sich, und nicht gerade SSchäuble-freundlich.
Das vollständig mechanisierte Katapult, welches auch Haribo-Konfekt verschleudert, türmt vor einen nur prekär ausgebildeten Schüler eine ansehliche Hürde auf. Findigere Geister überlegen sich, wie die Automatik-Wumme aus dem letzten Actionstreifen funzen könnte. Die grundsätzliche Funktionsweise wird anschließend erstmal in Lego spielerisch nach empfunden...
Erhebt sich nur die Frage, was aus solchen Leuten werden soll. Eine mögliche Antwort wäre: Ingenieure. Dummerweise gibt es die künftige Ausbildungspolitik der gewünschten und künftigen Regierung nicht her, solchen Nachwuchs gerecht zu fördern.
Hey, die wollen nur spielen!
Nachbesserung
Siehe dazu die Kommentare, die auch noch einen witzigen Lego-Link enthalten. Aber ich will lieber die dort getätigten Aussagen hervor heben, weil man u.U. noch ein wenig lernen kann.
Eine handvoll Anonymisierungsdienste (update)
Hab' da heut' nachmittag eine handvoll webbasierter Anonymisierungsdienste gefunden: http://www.orzin.com/. Lasst euch von der fremdländischen Sprache nicht beeindrucken. In einem Ausklappmenü unterhalb der Eingabezeile, in der ihr eure Webadresse eingebt, kann ein spezifierter Anonymisierungsdienst aufgerufen werden. Die Liste ist recht beeindruckend, kann man mit ihr den einen oder anderen lokalen Proxy umgehen.
Über den Dienst hab' ich meine Liblingssoftcorepornosite und anderen Kram über diverse Umwege aufgerufen, ohne das irgendwelche rasierten Uschis aus meinem Postleitzahlbereich mich belästigten. Wenndeverstehst, wasichmeine. Von deinem Schulrechhner dürften nicht alle gelisteten Sites geblockt sein.
Wenn man diesem Forum glauben schenken darf, wird an us-amerikanischen Grundschulen selbst Wikipedia geblockt. Coole Sache das, wenn Schüler pfiffiger sind als ihre Lehrer.
Update
Link repariert.
Dienstag 04 September 2007
Zombie: Night of the living Jews
Eigentlich kenne ich das Zombiefilm-Genre nur als mäßige Belustigung für Teenies. Immer geht es um eine Minderheit, die sich plötzlich einer Bedrohung ausgesetzt sieht, welche von einer zahlenmäßigen Überlegenheit eben jener Untoten ausgeht.
Letztendlich obsiegen immer die Minderheiten, oder Teile davon, welche sich in einer ausweglos erscheinenden Enklave befinden. Sei es ein Einkaufszentrum, ein ganzes Dorf oder gar Teile von London. Eine auf einer angeblich breiten Basis beruhende Interpretation besagt, dass es sich bei den Zombies um eine unbelehrbare, einflussresistente Mehrheit handelt. Die Minderheit, also die Protagonisten eines Zombiefilms, handelt in jedem Fall avantgardistisch.
Es soll sogar Kritiker geben, welche aus den Gruppenzusammensetzungen verschiedenene politisch oder sozial relevante Problemstellungen heraus lesen. Beispielsweise leisten die in einem Einkaufszentrum eingeschlossenen Teenies erbitterten Widerstand gegen den Konsumterror – dessen Opfer halt durch bedrohlich wirkende Zombies symbolisiert werden. Glüchlicherweise kann 'man' sich dieser Gefahr recht einfach erwehren. Zombies werden mit wenig aufwand erschlagen.
Vor allem in der Gesinnung der beteiligten Gruppen liegt unterschwelliger sozialer und politischer Sprengstoff. Schlagen Teenies in dem einem Film noch auf Konsumenten ein, wird unterschwellig eine eher links orientiere politische Ausrichtung vermutet. Mit einem ähnlichen Plot, aber den selben erzählerischen Stilmitten kehrt sich die Aussage um, wenn ein paar Rednecks aus irgendwelchen Gründen auch immer Hippies erschlagen.
Bewegten sich die Kino-Zombies bislang nur im Schritttempo, heben neuerliche Fime die Taktzahl erheblich an. Zombies können plötzlich laufen und springen. Sie können nicht nur agieren, sondern auch reagieren. Auch ist ihre Herkunft erscheint mittlerweile weniger mystisch. Die Herkunft der Zombies 2.0 beruht auf gängigen, aus realen 'glaubwürdigen' Medien verfügbaren, nachvollziehbaren Gründen: Neue Technologien.
Zombies existieren nur aufgrund selbst einer eingeredeten Angst seitens einer machthabenden Minderheit gegenüber sich einer veränderden Umwelt.
Die neuen Zombies fallen nicht nur einfach so vom Himmel, sie entstehen neuerdings durch Lecks aus Forschungslaboratorien. Ein geleakter (HI-)Virus(?) infiziert im neuen Szenario unbescholtene Bürger, gegen die eine Regierung mit allen Mitteln vorgehen muss. (siehe Resident Evil, 28 Days...) Wobei die Antwort schuldig bleibt, ob Ursache oder Wirkung mit allen bleibenden Mitteln bekämpft wird. Letztendlich wird im Sinne eines Computerspiels nur der Endgegner eines Levels besiegt. Eine Lösung des gesellschaftlichen Problems muss weiterhin vermist werden.
Kurz gesagt wird ein Aufbegehren seitens der Bevölkerung gegen verdeckte Machenschaften einer Regierung mit angeblich rechtlich einwandfreien Mitteln erzählt. Gerade in diesem Zusammenhang scheint der Einsatz des Militärs nur zu Sinnvoll. Wir erinnern uns: In Resident Evil beispielsweise wird eine von der Umwelt abgeriegelte vermeintlich aufständige Minderheit bekämpft.
Zombiefilme thematisieren generell den Kampf eines unbeugsamen 'Dorfes' gegen eine vermeintlich gewalttätige Außenwelt. (klick!)
In 'Night of the living Jews' bedroht eine jüdische Gemeinde, welche durch kontaminiertes, während einer religiösen Zeremonie verabreichtes Trockenbrot infiziert wurde, eine typische us-amerikanische Bauernfamilie. Alle Zombie-Klischees werden in diesem Independant-Streifen abgehandelt. Sofern man den Trailern und den Standfotos glauben schenken darf. Wobei alle religiös angehauchten Konfrontationen á la 'Weiße' gegen 'Juden' hoffentlich nicht nur hierzulande per se zu recht bedenklich erscheinen.
Witzig scheint der s/w-Streifen schon zu sein, aber mit Sicherheit fehlt ein stilprägendes Element. Ebenso wie bislang alle voran gegangen Blockbuster zwar eine inhaltliche Trendwende bezüglich der grundsätzlichen Thematik eingleitet haben, aber dennoch im Sumpf der Klischees stecken blieben. Alle bisherigen Zombie-Streifen waren für ihr Genre wenig Richtungsweisend. In diesen Sinne muss man 'Die Nacht der untoten Juden' wohl als billig eingetütete Popcorn-Unterhaltung im Sinne eines Grindhouse-Projekts ansehen.
Eine gediegenere Beschreibung könnt' ich machen, wenn ich den Film komplett gesehen hätte. Aber weder hab' ich eine bezahlbare noch eine sonstige Bezugsquelle auftun können. Hat irgend jemand einen Tipp dazu?
Risiko - Das Brettspiel - updated
Bereits vor kurzem wurde die von mir vor geraumer Zeit in Java Umgesetzte Version des beliebten Brettspiels Risiko upgedatet. Besten Dank für den Hinweis an den Surfer, der heute mein kleines Blog abklapperte.
Freizügigere Waffenfreigabe (2)
Wow, hab' noch nie gesehen, wie schnell jemand zurück rudern kann. Bildlich gesprochen hebt sich der Bug aus den Wasser, während das sich Heck fast schon unter der Wasseroberfläche befindet. Der Ruderer verrichtet seine Tätigkeit mit einer derartigen Panik, dass die hektisch bewegten Ruder links- wie rechtsseits wie Propeller aussehen.
In der generell aufgeheizten Diskussion, welche überall geführt wurde, kamen weitere Aspekte zum Vorschein, welche nicht unbedingt zur Allgemeinbildung gehören. Im Diskussionsbereich zum obigen Artikel finden sich Beschreibungen, wie man in Deutschland an Waffen heran kommt. Dies erfordert eine mehrjährige Eigeninitiative, die bei erfolgreichem Erwerb einer Waffe anschließend von Amtswegen kontrolliert wird. Hier wollte Schäuble (oder seine Beamten(?)) wohl seine Klientel bedienen.
Iregendwo in den vielen Artikeln und Beiträgen hieß es, Schäuble solle innerhalb der EU für eine Verschärfung der Waffengesetzte sorgen. Na, das macht er doch (PDF). Demnächst werden alle Messer in einer Innenstadt verbotn. Wehe, der sein Brotmesser kauft und nach Hause trägt, der auf sein schweizer Taschenmesser im Alltag nicht verzichten will oder nach einem Unfall unters nicht mehr benutzbare, da verbotene Skalpell gerät...
Brilliant aber blieb in der ganzen Diskussion eine kolportierte Aussage seitens Schaubles, „das (es) keinen Sinn macht zu versuchen, mit fachlichen Argumenten vorzugehen.“ Ah ja, Herr Bundesinnenminister, was bitte schön war noch mal ein Browser?
Sonntag 02 September 2007
Freizügigere Waffenfreigabe
Hat sich erledigt, siehe hier.
Laut ARD
und 2DF
setzte das Bundesinnenministerium eine EU-Vorgabe um, nach der eine
Abgabe großkalibriger
Waffen ab 18 erlaubt sei. Die bisherige Regelung, derartige Waffen
ab erst ab 21 abzugeben, werde aufgehoben. Zur Begründung heißt es
einerseits, dass (laut Spiegel) „Eine Überprüfung habe keinen
Sicherheitsgewinn gebracht , … “.
Andererseits wird die EU vorgeschoben, um einen 'Gelichklang'
der Gesetzteslage zu verwirklichen. Laut der ARD-Berichterstattung aber
dürfen einzelne EU-Mitglieder durchaus restriktivere Gesetzte
verabschieden. Diese hatten wir. Welche Notwendigkeit besteht
darin, eine ansonsten EU-konforme Gesetzgebung aufzuweichen?
Ja klar. Erst wird mit dem Amoklauf
von Erfurt krude Behauptungen aufgestellt (Killerspieldebatte),
aufgrund dessen der Gesetzgeber verschärfte Gesetze zur Waffenfreigabe
verabschiedet. Nun wird mit obiger Begründung die Waffenfreigabe
grundsätzlich wieder erleichtert.
Eine zusätzliche Barriere für künftige Waffenträger soll darin
bestehen, eine psychologische Eignungsprüfung vor dem Waffenerwerb zu
installieren. Was haben wir gelacht. Es wird mit Sicherheit so ablaufen,
wie mit den MPUs
für trinkende Autofahrer: Es werden genügend Coachings zum bestehen
einer bevorstehenden Prüfung zum Kauf angeboten – via dem sowieso
terroristisch-pädophil-raubkopierend angehauchtem Internet.
Mal im ernst jetzt: Inder jagen gehört offensichtlich genauso
zum dumpfdeutschen Kulturgut wie Scheibenschießen. Das da mal was
daneben gehen kann, nun ja, shit happens. Aber zum Teufel jetzt, woran
erinnert mich dieser deutsch-männlich-muffige Zusammenhang gepaart mit
Waffen? Ah, lasst mich überlegen…
An dieser Stelle kommen mal wieder Verschwörungstheorien zum
Vorschein. Versteckterweise infiltrieren deutsche Gesandte die EU in der
Form, als das neue Gesetzesnitiativen auf den Weg gebracht werden. Die
in Brüssel versammelten Abgeordneten beraten und verabschieden
anschließend neue Richtlinien, die die Mitglieder der EU doch bitte in
nationales Recht umsetzen möchten.
Gesagt, getan – wenn es denn in den eigenen Kram passt. Und
selten hat es so gut in den eigenen Kram gepasst, wie jetzt. „Lockert
die Wafengesetze”, mag der eine oder andere Politiker gedacht haben,
„damit sich das Volk nach gutdünken ausrüsten kann.“ „Denn 'Nützen' tut
es der Wirtschaft zu aller Wohl.“ Nützen tut es vor allem dem
Machterhalt der herrschenden gewählten Kaste Partei Regierung ?; aber
lieber beisst man sich die Zunge ab, als den tatsächlichen Sachverhalt
auszusprechen.
Selten wurde eine EU-Vorgabe so schnell umgesetzt, wie jüngst
zur neudeutschen Waffenfreigabe. Selbst Gurken dürfen immer noch krummer
wachsen. EU-Vorgaben unterliegen – so scheint es – dem wohlwollen der
derzeitig eigentlich nicht gewählten Regierung. (Wir erinnern uns: es
ging um Schröder oder Kohls
Ziehtochter.) Ok, mit mir geht es gerade durch.
Zurück zur Waffenfreigabe: Der GdP
fiel immerhin zum neuen Gesetz nur soviel ein– wenn man Quellen aus
dritter Hand glauben (s.o.) schenken darf: „Denn künftig soll das Tragen
von "Anscheinswaffen" wieder verboten werden.“
??
(Was haben Bullen und Schnittlauch gemeinsam? Außen grün, innen
hohl und treten nur gebündelt auf.) Die neuen Uniformen sind blau,
weswegen mein alter Kinderspruch nicht so richtig mehr funktioniert.
Dennoch, wie der Herr, so das Gescher… Die Innenminister legen vor, die
Gewerkschaft haut in die selbe Kerbe und die Mitglieder zahlen für
alles. Mittels Taten, Steuern und Beiträgen…
Es wurde seitens des Bundesinnenministeriums ein Gesetz gekippt,
welches angeblich keinerlei Wirkung zeigte. Kunststück, denn operative
Hektik überdeckt wie üblich geistige Windstille. Das in der
Vergangenheit verschärfte Waffengesetz zielte absichtlich ins Leere. Nun
wird plötzlich eine 'Reform' verbessert, welche niemand wolte und
niemanden betraf.
Ich hätte da noch ein paar Ideen bezüglich des 202c
(ein Klick mehr erforderlich) und 192
StGB, was aber vorraussetzt, das die Geister die ich niemals wählte,
endlich meinen Träumen entfleuchen. (Mitsamt deren Beamten.)