Archiv für Oktober 2006
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Dienstag 31 Oktober 2006
Mac-O-Lantern
Fast vergessen: Der illuminierte Kürbiskopf zum umherschieben auf
dem Mac-Desktop. Klein
und umsonst, viel Spaß.
Montag 30 Oktober 2006
Cocoa Poker - ohne Strip
Das Poker immer beliebter wird, dürfte sich mittlerweile rum
gesprochen haben. Cocoa
Poker bringt das Kartenspiel, dass sich derzeitig von einem Glücks-
zu einem Strategiespiel mausert, auf den OS-X-Desktop. Derart
ausgerüstet lässt sich der Umgang mit den Karten schon mal üben. Dabei
sieht man in dieser Version immer nur die eigenen Karten. Abgelegte
Karten oder teile der Blätter der Gegenspieler – poker – bleiben
verborgen. Ebenso gibt es keinerlei Sonderregeln, die sich auf das
Einkaufen in das Spiel oder das Auffüllen des Pots beziehen. In den
Einstellungen gibt es noch ein paar Schieber zwecks Feintunings, in das
ReadMe sollte auch der eine oder Blick rein geworfen werden. Was bleibt
ist ein herrlicher, in jeglicher hinsicht kostenloser Zeitvertreib.
Cocoa Poker kommt in einem ~1 MB kleinen Diskimage. (Klickt auf das
obere Icon, nicht auf den unteren Link – der funktioniert nicht.) Viel
Spaß.
So ein Mist...
Heute morgen haben IT&W auf eine hier zu Lande eher unbekannte Website verlinkt. Nicht nur, dass eine meiner Quellen für witzige kleine Programme offen gelegt wurde, nein, der verlinkte Beitrag beschreibt auch noch ein Tool, dass sich bestens zum komprimieren gerippter DVDs eignet. In diesem Zusammenhang könnt' ich glatt noch dieses Programm empfehlen, wenn es denn nicht so fürchterlich hart an der Grenze zur Illegalität wäre. Die Woche fängt ja schon gut an…
Nachtrag(end)
… und prompt beim Rasieren geschnitten…
Samstag 28 Oktober 2006
Schandmaul im Capitol
Schwer zu sagen ob es eine angenehme oder unangenehme Überraschung war: bis fünf Minuten vor Einlass quoll die Schlange vor der Tür bis über die Ihme-Brücke. Und das auch noch im Regen. Laut einer Ansage während des Konzerts sollen sich ~1.800 Personen im altehrwürdigen Kino, in dem das Capitol residiert, eingefunden haben.
Die Warteschlange ward aber schnell abgebaut und etwa 20 nach 8 spielte die Letzte Instanz auf, die ein wenig besser waren als das letzte mal. Immerhin eine gute Stunde waren sie auf der Bühne. Besonders bei den älteren Stücken (Kopfkino, Rapunzel) konnte man etwas vom alten Geist der Instanzler erahnen. Bei dem gegenwärtigen Sauwetter werde' ich mir DVD mit Originalbesetzung nochmal rein ziehen. Schade nur, dass die Jungs in der neuen Besetzung immer noch fürchterlich auf Gruftie machen. Die alte Instanz war bunter und vor allem lebhafter – und alles andere als Mainstream.
Zurück zum Thema: Während die Instanz spielte, hatten wir es lediglich bis zur unteren Theke auf dem Balkon geschafft. Zwar direkt an der Getränkequelle, aber fernab jeglicher Sicht zu Bühne. In der Umbauphase versuchten wir unser Glück zwecks besserer Sicht an der oberen Theke auf dem Balkon, was auch klappte. Schon kurz nach dem Schandmaul ihr Spiel begannen, wippte der ganze Balkon mit. Nein, nicht die Leute, die vom Konzert mitgerissen wurden – der Balkon selbst!
Schandmauls Auftritt war wie immer mit sehr viel Spaß verbunden. Die Bühnenausstattung samt dem Licht war im wesentlichen in Blau und Goldbraun gehalten – mit einigen Farbtupfern zwischendurch versteht sich. Insgesamt betrachtet haben sie ihre Spielfreude nicht verloren, treten aber erheblich professioneller auf. Übung macht halt den Meister. Fotos gibt es diesmal nicht, weil 1. zu weit weg von der Bühne und 2. meine Handycam zu schlecht ist und 3. die einschlägigen Foren zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nichts liefern. Wer die Schandmaul immer noch nicht kennt, sollte sich wirklich beeilen, was Konzerte betrifft – das Capitol war fast voll, ihr letztes Album war kurzfristig in den Top Ten.
Donnerstag 26 Oktober 2006
Websites speziell für Safari - gesucht
Mal 'ne blöde Frage an die Allgemeinheit: Es gab/gibt eine Website, die sich speziell mit dem Safari und dessen Erweiterungen beschäftigt/e. Dummerweise ist mir der Link verloren gegangen und eine Google-Suche führte mangels vernünftiger Suchkriterien ins nichts.
Kann mal jemand einen Link posten?!
Nachtrag
http://pimpmysafari.com/ besten Dank an MetalSnake!
SafariPlus - einschränkende Erweiterung
Klein aber fein kommt SafariPlus als Erweiterung des Safari daher. Die spziell für Apples Standardbrowser entwickelte Plug-In hilft bei der Verwaltung von Cookies und Animationen in Form von GIFs und Flash. Eine eher kleine Stolperfalle stellt die Installation dar, die man aber durch aufmerksame Lektüre der beigelegten Installationsanleitung elegant umgehen kann. SafariPlus erwartet eine Kopie des Verzeichnisses 'SafariPlus' aus dem downgeloadetem Archiv ins Verzeichnis ~/Library/InputManagers. Das letzt genannte Verzeichnis muss bei Bedarf neu angelegt werden.
Wenn das alles erledigt ist und Safari neu gestartet wurde, erscheint im Menüpunkt Safari der Unterpunkt SafariPlus – der übrigens mittlerweile in einer 1.5er-Version vorliegt. Wenn dieser Menüeintrag frischen Mutes angeklickt wird, erscheint ein Dialog. Der wiederum trägt den Namen der Erweiterung und zeigt somit an, das der richtige Menüpunkt angeklickt wurde – es gibt sogar einen Tastatur-Shortcut! Das auf dem ersten Blick auffallende Herzchen symbolisiert Favoriten, denen besondere Regeln gelten – dazu in Kürze mehr.
Nachdem der Dialog nun auf dem Bildschirm erschienen ist, fallen drei Karteireiter auf: Cookies, Cookie Policy sowie Animation Policy. Unter Cookies können in der linken Spalte alle Einträge markiert werden, die in Cookie Policy besonders behandelt werden. In meinem persönlichen Fall beispielsweise habe ich nur ebay und Amazon ausgewählt, aber nur weil ich dort Accounts habe. Alle anderen interessieren mich nicht.
Unter Cookie Policy können einige Regeln fest gelegt werden, wie
mit Cookies im allgemeinen und den unter Cookies ausgewählten
Cookies umgegangen wird. (Den letzten Satz ruhig noch mal langsam, aber
für sich selbst laut vorlesen…
)
Unter einer mehrfachen Auswahlmöglichkeit wird die Zulassung der Cookies, welche von fremde Servern auf dem eigenen Rechner gespeichert werden, erheblich feiner eingestellt. Besonders die letzte Auswahl – Remove all non-favorite cookies spart Aufräumarbeiten, die sonst irgendwo in den Voreinstellungen des Safaris erreichbar unter dem Menüpunkt Safari/ Einstellungen…/Sicherheit/… vorgenommen werden müssen. Mit Ausnahme der im Plug-In ausgewählten (mit 'Herzchen' markierten) Cookies – in meinem Beispiel ebay und Amazon.
Der letzte Karteireiter namentlich Animation Policy regelt die Anzeige von GIFs und Flashanimationen. Der Punkt Allow Flash: Only from sides you navigate to beispielseise sperrt nicht nur Werbebanner, sondern unter Umständen auch Videos von GoogleVideo oder YouTube. SafariPlus kostet eigentlich nichts – wenn man zu Spenden geneigt ist. Der Download der gezippten Datei (via MacUpdate oder Versiontracker – die beiden Seiten sind jeweils größer als das nützliche Tool selbst… *sigh*) beträgt nur 60 kB.
P.S.
Hallo Johannes, besten Dank für den Link. Und nein, mir ist noch kein Ergebnis einer Google-Suche unter gekommen, das auf bei HaloScan hinterlegte Kommentare verweist. (*grins*)
Web 2.0
Noch ein kleines Video, was aber mit Web 2.0 nur recht wenig zu tun hat. Vielmehr wird die Interaktivität mit Computern im Allgemeinen und dem Internet im Speziellen ein wenig auf die Schippe genommen. (6 MB, Quicktime, startet sofort)
Werbeclip: Blutsaugende Arbeitgeber
Nett im Comicstil gehalten wirbt eine (vermutliche) Leiharbeitsfirma für neue Arbeitskräfte. Im Clip werden die alten Arbeitgeber halt als Vampire dargestellt, bis die Sonne – in Form des beworbenen Arbeitgebers – aufgeht. Die Seite mit dem Video (4,8 MB, mpg) wurde frech aus dem Frame heraus verlinkt, die Startseite mit allen drum und dran gibt es hier. Auf der Website gibt es noch viele weitere Clips – viel Spaß beim entdecken.
Rückspiegel richtig einstellen
Die Rubrik 'Allgemeine Lebenshilfe für Autofahrer' gibt es bei mir noch nicht, aber der folgende Link wäre schon mal ein guter Anfang. Kristopher Linquist zeigt auf seiner Homepage, wie man die Aussenspiegel an einem Auto richtig einstellt.
Stick a magnetic ribbon on your (fuckin') SUV
Lange nicht mehr so angenehm überrascht worden: Die Asylum Street Spankers legen eine so beißende Satire auf den us-amerikanischen 'Way of drive' hin, die man so gar nicht für möglich hält. Aufhänger des kleinen Liedchens sind die von mir (von dir auch?) verhaßten SUVs, die eigentlich nur Resourcen fressende Schwanzersätze sind.
Aber Vorsicht, einige Wortspielereien bedienen sich einer reichlich expliziten Bildsprache, die sich unterhalb der Gürtellinie abspielt. Es ist wirklich erstaunlich, dass sich US-Amerikaner in derartiger Form mit ihrem Land auseinander setzen. Aber wahrscheinlich bekomme ich (bekommen wir) grundsätzlich nur mehrfach gefilterte Infos aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten mit.
Dienstag 24 Oktober 2006
Ursula Martinez
Noch ein alter Hut, noch ein Erotik-Link. Der Witz an Ursula Martinez' Striptease ist der, dass er zu einem völlig unerwarteten Zeitpunkt an einem eigentlich dafür nicht vorgesehen Ort stattfindet. Aber dieser Striptease wird so gekonnt in einem billigen Zaubertrick während eines Kleinkunstfestivals in Montreal (Kanada) aufgeführt, dass er einfach gesehen werden muss.
Das kanadische Kleinkunstfestival wurde vor geraumer Zeit von Jürgen von der Lippe als 'mieser' Pascha auf den öffentlich rechtlichen Dritten (Fernsehprogrammen) vorgetragen. Die dort gezeigten Darbietungen gehören bislang zu den besten ihrer Art und und lassen den miesen Slapstick aus unserem Unterschichten-TV erst gar nicht aus seinem Schatten hervortreten.
In der kanadischen Tradition befindet sich auch Ursulas öffentliche Auszieh-Performance: Überraschend, gut dargestellt und mit einem immer noch ansehlichen Körper aufgeführt (40+!), der so manchem Junk Food huldigenden Teenie das Gelb ins Gesicht treibt. Besser wird es noch, wenn man beim dritten oder vierten anschauen auch mal die Großaufnahmen aus dem Publikum betrachten. Emotionen pur kann ich nur sagen, vor allem bei der kleinen 'Überraschung' zum Ende des Auftritts hin.
Bei meinen Erotik-Links gilt wie immer folgendes: Wer nicht kann, darf
oder will – aus welchen Gründen auch immer, klickt da gefälligst nicht
drauf. Bei wird eine gewisse Medienkompetenz voraus gesetzt: Ursula
Martinez auf bigfun.be (lahmer Server – Geduld ist eine Tugend
)
Make Love not Warcraft
Ja ja, ein alter Hut… Mich wundert nur, dass beständig auf
Google-Video verlinkt wird. Kaum einer scheint bemerkt zu haben, dass
die kleinen Hosenscheißer aus South Park ihre
World-of-Warcraft-Erfahrungen auf einer
eigenen Homepage kund tun.
Dreck, das Video ist raus…
Geschichte der Schrift
Global Type hält ein Film bereit, der die Geschichte der Schrift erzählt. Der ursprünglich für das dänische Fernsehen gedrehte Film wurde komplett ins deutsche Übersetzt. Naja, überwiegend wird sowieso aus dem Off gesprochen und die wenigen Interviews blieben im Original. Leider wurde der knapp 158 MB große Film (.mp4) so gnadenlos komprimiert, dass die Artefakte einige Details versauen. Dennoch dürfte der Film nicht nur für angehende Mediengestalter interessant sein, da ein wesentlicher Kulturaspekt erläutert wird. (via FontBlog)
Akif Hakan - Photography
Da ich lange keinen Erotik-Link mehr hatte, gibt es heute zur Abwechslung eine Site eines Fotografen. Akif Hakans Bilderserien spielen zumeist in Hotelzimmern, haben ein wenig mit Fetischismus zu tun und heben sich wohltuend vom üblichen Glamour ab. Es gibt viel ungezogen ausgezogene Frauen zu sehen. Wer derartig freizügige Bilder mit seiner Religion, seinem Alter oder seiner sonstigen Einstellung nicht vereinbaren kann, vermeidet den folgenden Link: Akif Hakan Celebi Photography.
Freitag 20 Oktober 2006
Bilderwettbewerb
<zynismus
Gut, erinnert eher an ein Grabstein. Aber trotzdem. Was meint ihr, könnte ich mit diesem Foto ein paar Eurocent in einen von diesen, äh, Stockphotoagenturen verdienen? Ich sag mal äh, diese vielen warmen Farben, äh, und irgendwas beständiges hat es, äh, nun ja auch, äh…
/>
Ach ja, der TÜV (endlich mit Plakette)
Der Running-Gag entwickelte sich für das gemeine Publikum langsam zu einem Gähner. Deswegen ein Abstrakt vorweg: Meine kleine italienische Immobilie erhielt seinen 'TÜV-Segen'. Der Weg dorthin fing vor etwa fünf Wochen an, aber der Abzweig des gestriegen Abends began mit einer kleinen Überlandfahrt und endete mit gewissen Turbulenzen in einer hannoverschen Kneipe bei reichlich Bier.
Ich denke mal, die Aufschriften wollen gesehen werden. Deswegen gibt es auch keinerlei Verwischungen.
Lange Rede, kurzer Sinn. Nach einer Überlandfahrt verreckte mir mein Wagen aufgrund mangelnder Batteriespannung am Maschsee. Genauer Culemannstr. Ecke Arthur-Menge-Ufer. Nicht das ich mich in einer Pole-Position befand, aber der zweite Platz hinter der Haltelinie war schon mal gar nicht so schlecht – um meinen Wagen alleine auf den Bürgesteig zu schieben.
Nach kurzer Überprüfung meiner Optionen stellte ich fest, das der Bleiakku meines Wagens eine Gemeinsamkeit mit dem Lithium-Ionen-Akkus meines Handys gemein hatte: Beide waren runter! – Scheiße! –
Dummerweise befand sich mein Wagen direkt auf dem Schnittunkt eines Fuß- sowie eines Radfahrweges. In Anbetracht der Situation, dass sich spätestens pünktlich zum nächstmorgentlichen Dienstbeginn der Polizeidienststelle in der Hardenbergstr. genügend – äh – 'Bullen' an der Kreuzung einfinden würden, an der meine italienische Immobilie anfing Wurzeln zu schlagen, rang ich um Ideen.
Mein erster via Handy versandter Hilferuf richtete sich an meinen Chefmechaniker, der aber erst ungefähr ein und eine halbe Stunde später in meiner Behausung eintreffen könnte. Das war weit weg meiner derzeitigen Situation. Auf dem Weg zur nächsten Straßenbahnhaltestelle rief ich einen anderen Kumpel an. Dafür reichte der Handyakku noch. Dort fast angekomen bekam ich eine Zusage, das ich abgeschleppt werden sollte. Voller Vorfreude ging es den ganzen Fußweg wieder zurück.
Kurz darauf kam mein Kumpel an. Das Abschleppseil war recht zügig in den entprechenden Ösen eingehakt. Die Marschroute für die Abschleppung war zügig abgesprochen. Immerhin ging es an besagter Polizeidienststelle vorbei quer über den Aegi durch die immer noch belebte Innenstadt. Der erste Radfahrer des Abends bot seine Hilfe an, weil er angeblich Seemannsknoten könne. Danke, aber ein Abschleppseil bekommen wir schon selber fest.
Wir fädelten uns ziemlich souverän aus eigener Kraft in den fließenden Vekehr ein. Alles klappte prima, ich saß im geschleppten Wagen – wo sonst? – und achtete darauf, das Abschleppseil gespannt zu halten und vor allen in Kurven nicht darüber zu fahren. Das abschleppende Fahrzeug war ein Ford Transit, das mit einem Seil mit meiner italeiischen Immobilie verbunden war. Angemerkt sollte noch sein, dass ich an meinem Wagen Standlicht und Warnblinker eingeschaltet hatte.
Kurz darauf fanden am Aegi ein paar Selbstentleibungsversuche diverser Radfahrer statt, die durchaus für eine Nominierung des Darwin-Awards ausgereicht hätten.
Wie es manche Verkehrssituationen so wollen, kommt das schleppende Fahrzeug jenseits des Kreuzungsbereiches zum stehen, während das geschleppte Fahrzeug – also ich – inmitten der Kreuzung verweilt. Das Seil blieb dabei stets gespannt – ihr erinnert euch?
Es kam wie kommen sollte. Die Ampel für den Querverkehr zeigte Grün. Der erste Radler fuhr los und erkannte nur knapp das gespannte Seil zwischen den Autos, zwischen denen er hindurch wollte. Seine Bremsung war saugeil mit anzuschauen: Sein Hinterrad hob sich in die Lüfte, sein linkes Bein stemmte sich gen Asphalt. Fast hätte er sich auf die Fresse gelegt, was ich ihm durchaus gegönnt hätte – Augen auf im Straßenverkehr. Sportlich wie er war stieg er vom Lenker ab, schulterte sein Rad und stieg zu Fuß über das gespannte Abschleppseil.
Zwischentzeitlich versuchte mein Kumpel erneut anzufahren, was ich mittels vehementes stemmen meines Körpers auf das Bremspedal verhindern konnte. Denn es wollten zwei Bürohühner auf ihren Drahteseln ihrem männlichen Kollegen folgen. Durch lautes Brüllen im Sinne von "Ey Verpiss dich gefälligst!" unterstützt durch eine abfällig wirkenden Geste mittles meiner rechten Hand – an der Zeige- sowie Mittelfinger ausgestreckt zur angesprochenen Person hin zeigen, konnte ich sie stoppen.
Eines der Hühner versuchte eine Diskusion. Sie meinte "Sie können auch anhalten." Mein Kumpel versuchte immer noch anzufahren. Hätte ich den Moment mein Fuß vom Bremspedal genommen, würde sich das Hühnchen – das die Mutter euerer Kinder sein könnte – sich unter meinem Kleinwagen breit gemacht. Nach diversen lautstarken Beleidigungen meinerseits kuschten die Hühner endlich.
Der Rest des Abschleppvorgangs einschließlich des handgeschobenen Einparkvorgangs, des Batterieausbaus aus meinem Auto, des Anschlusses meines Bleiakkus an das Ladegerät meines Kumpels, das rechtzeitige Eintreffen meines Chefmechanikers bei meinem Kumpel (nicht bei mir – wie versprochen), des anschließenden Treffens in der Eckkneipe mit der von mir angehimmelten Bedienung war so was von langweilig, das es keiner weiteren Worte bedarf.
Donnerstag 19 Oktober 2006
Frank Millers 300
Für das Frühjahr 07 wird eine weitere Verfilmung eines Frank Miller Comics (Sin City) angekündigt. Die Rahmengeschichte in 300 behandelt die Schlacht bei den Thermopylen, in denen eben jene 300 Spartaner eine Landenge gegen die Perser verteidigten. Der viel versprechende Trailer befindet sich bei Apple zum Abruf. Die Homepage zum Film ist wie ein Blog aufgemacht und bietet bereits jetzt ein informatives Making Of.
Obwohl der Film alles andere als fertig ist, lässt die Vorfreude den bevorstehenden Winter etwas leichter ertragen. Ach ja: Für alle diejenigen, die Sin City noch nicht gesehen haben: Frank Miller geht mit seinen Protagonisten und deren Gegenspielern alles andere als Zimperlich um. (Da müssen sich eure Freundinnen halt mal eine von diesen austauschbaren Hollywoodkomödien antun, während ihr 'richtige' Filme schaut.)
Oops
Das Productionblog erricht man im Moment nur über Apple
(Official Movie Site). Scheint die HTML-Version zu sein, die man von der
Hauptsite aus nicht erreichen kann. Ruft man die Site direkt auf (wie im
obigen Link), erscheint nur der übliche uninformative Flash-Kram. Aber
beide Seiten haben die selbe URL – um die Verwirrung komplett zu machen.
Der redirect des Servers schlägt jetzt richtig zu. Trotzdem scheint der Film gut zu werden.
Mittwoch 18 Oktober 2006
Froggster - Retro Frogger als Widget
Weil es so schön in das heutige Thema passt: Der Ur-Frogger als Dashborad-Widget. Gezippt, kostenlos und nur 372 kB klein.
Christmas Super Frog - Frogger Remake
Zu Frogger muss man doch nicht viel erzählen, oder? Das wirklich
uralte Spiel wird sogar
in der Wikipedia beschrieben. In Christmas
Super Frog wird das alte Straßenüberquerungsspielchen für OS X (und
Windows) nativ umgesetzt. Das Spieleprinzip wurde unverändert
übernommen, die Grafiken etwas zeitgemäßer gestaltet und mit einem
Weihnachtstouch versehen. Ziel ist, ein Geschenkpäckchen an oberen
Spielfeldrand zu erreichen. Christmas Super Frog kostet nix und kommt in
einem 5,8 MB großen Diskimage. Viel Spaß.
Bullfrog Blues - Rory Gallagher
Weil es so schön zum vorherigen Spiel passt: Hier der Bullfrog Blues von Rory Gallagher aus den frühen Siebziegern. Man beachte, dass es damals keine nennenswerten Grenzen zwischen Publikum und Bühne gab. Habe ich schon über die Rolling Stones abgelästert? Egal, betrachtet dieses Video und ihr werdet verstehen.
Neu! Jetzt auch in Farbe!
Noch mal ein wenig gebuddelt und das selbe Video in einer besseren
Version gefunden. Enjoy. – Und der vermeintliche Wolfgang Petry ist
etwas besser zu erkennen
.
Bullfrog - Insektenvertilger
Simpel aber gut: In Bullfrog
muss das Spielfeld mittels eines kleinen Frosches von verschiedenen
Insekten befreit werden. Für jeden Level gibt es nur eine halbe Minute
Zeit. Aber Bienen geben einen Bonus von 5 Sekunden. Moskitos ziehen Zeit
ab, falls sie den Frosch erwischen. Als Werkzeug dazu gibt es nur die
lange Zunge eben jener Amphibie. Mit den Pfeiltasten links/rechts dreht
sich der Frosch, Pfeil hoch lässt ihn springen und ein Druck auf die
Space-Taste fährt blitzschnell die Zunge aus, P pausiert das Spiel.
Bullfrog kostet nix, ist OS-X-Only (Universalbinary) und kommt als 6 MB
Diskimage daher. Guten Appetit.
Qntal in Hannover
Das angenehme gleich vorweg: Schön, das ihr nicht dabei wart! Denn selten hatte ich ein Konzert, bei dem ich mich am Tresen rumflegeln konnte und ständig eine Bedienung in Sichtweite hatte. Die Getränkebestellungen gingen zügig vonstatten, die Pfandrückgabe ebenso. Bilder gibt es nicht, weil der Akku vom Handy runter war und ich keine (eigene) SLR in Konzerte mitschleppe.
Als Vorkombo traten Unto Ashes auf, deren wirklich beruhigende Musik sich man mal in einer stillen Stunde anhören sollte. 'Chillen' verkneife ich mir, da es von der Zunft der Schildermaler verwendet wird, um ihren (männlichen) Nachwuchs mit verschnittenen, ungewaschenen Haaren und abgewetzten braunen Cordjacken anzusprechen. Aber im Kern trifft es schon, die Musik der Mädchen von Unto Ashes beruhigt wirklich. Auch war es nett fest zu stellen, das selbst in heutiger Zeit noch Led Zeppelin interpretiert wird.
Nebenbei sollte ich anmerken, das gestern Mittag mein Wochenende begonnen hat. Demzufolge war ich gestern Abend bereits so dicht, das es mich wundert, das der Taxikutscher mich auf anhieb ins Musikzentrum brachte. Immerhin war ich noch in der Lage, aus einer inneren Gehässigkeit heraus das letzte Fahrzeug in der Warteschlange am Stephansplatz zu wählen. Im Kern ausgedrückt: Fragt mich nicht nach Details!
Ist ja auch egal jetzt. Unto Ashes beruhigt die Nerven sehr gut, was man Qntal – dem Hauptact – ebenso uneingeschränkt unterstellen kann. Nur mit dem Unterschied, dass letztere ein wesentlich breiteres musikalisches Spektrum abdecken. Für die musikhörenden Anfänger (aka MTViva-Hörer bzw. Klinglton-/iTunes-Downloader): Qntal spielt eine Mischung aus elektronischer Musik mit mittelalterlichen Einflüssen.
Die Einflüsse reichen von verschiedenen alten europäischen Sprachen (auch Latein) bis hin zu diversen Flöten und Streichinstrumenten. Am gestrigen Abend unterstützte zudem die Geigerin der Anheizerband Qntal Live auf der Bühne, was wirklich in mehrerer Hinsicht sehr Reizvoll war.
Qntal zielten mit ihrem Spiel während des Hauptkonzerts mehr auf die recht helle, aber sehr angenehme Stimme von Syra – der Sängerin– ab, was aber der gesamten Darbietung etliches an Schwung nahm. Zum Schluss hin kam etwas Bewegung in den Saal, als das Stück Veni veni aus dem Nachbarprojekt Helium Vola vorgetragen wurde. Auf einmal konnte man erkennen, welches Potenzial in der Mischung aus Elektronik und Mittelalter steckt. Weitere Stücke knüpften kurz vor Konzertende daran an, aber leider kam den ganzen Abend nichts tanzbares rüber.
Die Mischung kann abgehen wie Teufel, aber leider waren gestern abend nur kränkelnde Engel anwesend – die auch noch gehätschelt werden wollten (Raucht nicht soviel…). Qntal verreist gerne mit leichtem Gepäck, was sich am fehlenden Merchandisingstand bemerkbar machte. Gerne hätte ich mir noch die eine oder andere CD zugelegt – auch von der Vorkombo! Zu guter letzt und leicht ernüchtert bleibt mir eigentlich nur diese nichts sagende ebay-Bewertung: Gerne Wieder.
Aber dann erheblich besser. Und ohne ausgestreckten Zeigefinger – für derartige Sprüche zahle ich zwar mittlerweile Steuern, aber keinen Eintritt.
Dienstag 17 Oktober 2006
'...ewig droht der Baggerzahn'
Irgendwann vor sehr langer Zeit kam mir ein Bilderbuch unter, das so gar nicht mehr mehr meiner Zielgruppe entsprach. Eine geschickte Auswahl meiner Kindergärtnern kann ich ausschließen, das Buch ist dafür zu neu. Wahrscheinlich muss ich in einer kurz darauf anschließenden Lebensphase darauf gestoßen sein. Der allerspäteste Zeitpunkt war der Tag, an dem ich erstmalig in das Geschäftszimmer meines Kompaniespieß' trat. Dort waren alle Seiten als Bordüre knapp unterhalb der Decke ausgehängt. Mindestens zwei Bände – meine Erinnerung spricht lautstark von einem in Hardcover gebundenen Buch – waren dort verarbeitet. Das sich unterhalb der im Dienstzimmer ausgehängen Bilder die üblich einzusehenden Dienstpläne und Aushänge befanden, tut nichts zur Sache.
In dem Bilderbuch geht es um die kontinuierlich fortschreitende Veränderung schlechthin. Alte Häuser werden eingeebnet, neue errichtet. Zwischendurch kommen Schnellstraßen und per Leuchtreklame ausgeschilderte Läden hinzu. Einzig ein kleines Häuschen bleibt bestehen, was wohl die Erinnerung an (irgend)eine gute alte Zeit aufrecht erhalten soll. Vielleicht sollte dieses Häuschen auch eine gewisse Stabilität in den Fluss der Zeit bringen. So genau habe ich Jörg Müllers Geschichte nun auch nicht mehr im Kopf.
In diesen Gebäuden taten einst vierlerlei Menschen ihren Dienst – einen davon kenne ich immer noch. Mit ihm besuchte ich einst eine Kantine, in der vielerlei Kollegen seines schlages ihre Mahlzeit einnahmen – die in weiteren Nebengebäuden vielerlei Arbeiten verrichteten. Beispielsweise Eisenbahnwaggons mit Fracht beladen, Briefe in stählerne Postfächer verteilt oder Kunden in Sachen Porto beraten. Kurzum: Es war rund um die Uhr immer irgend etwas was los. Was aber eurer heutigen Party-Generation nicht unbedingt gefällt.
"Um zum Kern der Sache zurück zu kommen" – nun ja, dises Floskel wär' zu billig. Einer dieser vielen Menschen die in diesen abgerissenen Gebäuden ihren Dienst taten, hat mittlerweile Frau und Söhne. Eben jener Vater sorgte dafür, das es weiter geht. Eben jener Kumpel von mir verrichtete wesentliche Teile seines Arbeitlsebens in jenen Häusern, die gerade zugunsten irgenwelcher Shopping-Malls fallen. Eben jener Vater träumt von einer besseren Welt – für seine Kinder.
Nichts ist beständiger als die Änderung!
Montag 16 Oktober 2006
Ach ja, der TÜV (4)
Die vormals gute Idee entwickelt sich langsam zur lästigen Hauptbeschäftigung. Neuerlicher Höhepunkt waren falsch gelieferte Ersatzteile. Ein kleiner Job von 2-3 Stunden kann sich darauf hin schon mal auf 7 Stunden ausdehnen – weil man ja durch die ganze Stadt muss. Nebenbei steht der Wagen vor Öl triefend in der Werkstatt, weil ja die Antriebswelle fehlt (nein, nicht der auf dem Bild). Aber oh Wunder, die Ersatzteile waren vorrätig.
Samstag 14 Oktober 2006
Haushaltstipp - Schuhe putzen
Die sauteuren Leinenturnschuhe mit dem auf dem knöchelinnseitig
befindlichen Label 'CONVERSE ALL STAR' lassen sich recht bequem mittels
eines 40°C Waschmaschinenwaschgangs samt der üblich anfallenden Wäsche
reinigen.
Donnerstag 12 Oktober 2006
Jede Wahrheit…
Die Kampagne der Bild (-zeitung) wird verschandelt derzeit in Form
von Werbeplakaten die Landschaften. Persiflagen darauf gibt es in der
Bloggerszene bereits viele. Aber die 'Jede
Dummheit braucht einen Deppen, der sie ausspricht.' gefiel mir
bislang am besten.
Ach ja, der TÜV (3)
Das mit dem TÜV – ganau genommen mit der Plakette – hat nun doch nicht so geklappt. Die Finger sind mal wieder eingesaut bis über das Wochenende hinaus. Was bleibt ist ein Feierabendbier, eine neue Rubrik und ein neuer Tag.
Dienstag 10 Oktober 2006
Spartan Dog
Noch ein Online-Magazin, das sich im Schwerpunkt mit Fotografie und
Illustration beschäftigt. Erfreulich wenig Text enthalten die Ausgaben,
die von der Thematik her eher im Gothic-Bereich anzusiedeln sind.
Interessant anzuschauen sind die bisher fünfzehn erschienenen Spartan
Dog-Ausgaben allemal.
Update
Ausgabe 13 enhält ein Gottfried-Helnwein-Special mit Fotos von Rammstein, Marylin Manson, Warhol, Burroughs, Bukowski, Riefenstahl, den Stones u.a. Weitere Themenschwerpunkte bilden Mixed Media on Canvas, Selbstporträts, Wasserfarben sowie Zeichnungen. (Endlich mal Zeit gehabt, reinzuschauen…)
Schneekugeln
Der Winter naht unaufhaltsam. Da aber wegen der engetretenen
Klimakatastrophe kaum mehr mit Schnee gerechnet werden kann, könnten die
Schneekugeln von dem Duo Martin
und Munoz ein wenig Sehnsucht wecken. Wären da nicht die seltsam
phantastisch anmutenden Diorahmen, die die beiden entwarfen.
Montag 09 Oktober 2006
Ach ja, der TÜV (2)
Der Wiedervorführungstermin rückt immer näher. Nein, nicht der Wagen auf dem Bild, meiner seiner. Die notwendigen Reparaturen schreiten zwar genauso fort, wie der Termin näher rückt. Aber wer in den nächsten Tagen triumphiert – der Prüfer oder ich –, steht noch völlig offen.
Ach ja:
Habt ihr eine leise Vorstellung davon, wie lange man braucht, um das Schwarze unter den Fingernägeln weg zu bekommen?
Sonntag 08 Oktober 2006
Käsekuchen offline
Solltest du mal in Hannover sein und Lust auf guten Kuchen haben, schau mal ins Café K herein – und bring Zeit zum Genießen mit. Die Parkplatzfrage vor diesem Lokal wird sich zwar nach diesem Beirag noch verschärfen, aber Ralf wird sich trotzdem über deinen Besuch freuen. Seine Kuchen und Torten waren schon immer brilliant! Vor allem dieser besonders lockere Käsekuchen… (ohne Rosinen!)
Hier der HannoverBlogsKonformeLink!
Retrogaming - Hardwaremäßig
Bereits als Kind besaß ich eine Spielekonsole! Mein ersten Eindruck
bekam ich in einem Fernsehladen, dessen Besitzer mein Vater kannte. Ich
selbst stand während dieses Kumpeltreffens – wahrscheinlich zwecks
Ruhigstellung – an einer Videospielekonsole, die den Markennamen 'Saba'
trug. Die Konsole war an einem Fernseher angeschlossen. Dieser Fernseher
wiederum befand sich in einem Regal, der mit mordsmäßig vielen weiteren
Fernsehern bestückt war. Mit einem von diesen Fernsehern 'spielte' ich,
halt mittels besagter Videospielkonsole. Im heutigen Sinne wäre dieser
Sachverhalt wahrscheinlich so etwas wie 'User provided content'. Aber
damals hat sowieso kein Schwein zugeschaut.
Erheblich bessere Erinnerungen hat ein gewisser Mirko Horstmann, der die mittlerweile nur als Flohmarktrarität auftauchende Videospielkonsole sogar aus Sammlersicht heraus als 'strong buy' einstuft. Das Warum um diese Einstufung nebst einer anschaulichen Beschreibung der modulgefütterten Spielekonsole liefert Mirko auf Dieter Königs Homepage in einem lesenswerten Beitrag nach. Anbei bemerkt sei nur, dass der mitgelieferte Saba-(Faichild-)Joystick von der Funktionsvielfalt her einen später erschienen Competition Pro um längen schlug – den man außerdem noch zusätzlich nachkaufen musste.
Samstag 07 Oktober 2006
Flaschentypografie
Schon erstaunlich, was die Leute so alles sammeln. Auf der Site des Bureau
of Land Management, einer Abteilung des US-Innenministeriums, findet
sich eine beeindruckende
Sammlung von alten, sehr alten und zum Teil historisch wertvollen leeren
Flaschen. Das Zitat "Ein Schelm, wer böses dabei denkt" scheint an
dieser Stelle angemessen zu sein.
Übrig blieben im Laufe der Zeit – um die 'geistigen' Inhalte erleichtert – eben jene leeren Schnapsflaschen. Die wiederum eine überraschende Farb- und Formenvielfalt zeigen. Nicht weniger beeindruckend erscheinen die vielen Details, die teilweise als Etiketten erhalten blieben oder als Schriftzüge und Grafiken in die Flaschenöberfläche eingearbeitet wurden.
Freitag 06 Oktober 2006
Gilde der Diebe - Retrogaming unter Mac OS X
Hammerhart waren die Spiele von Magnetic Scrolls schon immer, aber
weniger im Sinne von Gewalt oder Sexismus. Eher im Sinne eines hohen
Grades an Rätseln, die in dieser Zeit bestenfalls die mehr visuell
orientierten Spiele vom Schlage derer von Myth angeboten worden sind.
Die textbasierten Adventures der englischen Firma Magnetic Scrolls
wurden damals auf weniger Disketten ausgeliefert, als frau Ringe an
einer Hand besitzt.
Die Spiele aus der Vorgeschichte des Computers mussten ihre Rahmengeschichten sowie die reichlich vorhandenen Details rein sprachlich erzählen. In späteren Spielen kamen zwar Grafiken hinzu, aber die dienten mehr einer stimmungsvollen Untermalung der Rahmengeschichte als weniger der Unterstützung des Spiels. Bis in diese Zeit bleiben die Abenteuer der magnetisch aufgezeichneten Geschichten (soweit meine Interpretation des Firmennamens) reine Textabenteuer.
Für die Übertragung in die Jetztzeit zeichneten sich viele Helferinnen aus, die die Originalprogramme auf diverse Plattformen konvertierten: Java, Windows, der Freund, BeOS oder andere. Alle interresierten bekommen die binären Umsetzungen der alten Spiele irgendwo unter if-legends.org/. Macuserinnen müssen leider einen Umweg über maczentrisch.de einschlagen, um an einen funktionsfähigen Emulator zu gelangen.
Der maczentrische Emulator stellt mit ihrer Größe von 1.9 MB selbst für schmalbandige Macuserinnen ein eher überwindliches Hindernis dar. Alle andere Downloads erscheinen dagegen vernachlässigbar. Doch bevor frau downgeloadete Diskimages mit einer charmanten Elegancé mittels eines Doppelklick aufstartet, muss 'Mann' erhebliche Handarbeit vorlegen. Zuballerst muss ein Verzeichnis angelegt werden, dass sich entweder in ~/Library/magnetiX/ (für dich) oder in /Library/magnetiX/ (für alle befindet).
Die Spiele kosten mittlerweile nix mehr, der Emulator immer noch nix.
Einzig der Aufwand des Downlaods und des Umkopierens in die richtigen
Verzeichnisse erfordern ein wenig Mühe (und die üblichen
Internetzugangskosten). Dennoch viel Vergnügen mit dem kniffeligen
Rückblick in alte Zeiten, und äh, die sonst üblichen Walkthroughs
googelt ihr euch bitte selbst heraus: denn ein wenig Spaß will auch ich
haben
.
Dienstag 03 Oktober 2006
keine sau ruft mich an... - Can You Raed Tihs?
...kein schwein interessiert sich für mich. Filze gerade meine von meinem Webhoster ziemlich userfriendly aufbereiten Logs ab. Den üblichen Frust über zu geringe Besucherzahlen lass' ich mal wieder Suff untergehen – is' jetzt aber auch egal. SEXY ENAMEL…, das hat schon was. Dieser bei Yahoo eingegebene Suchbegriff fand nur einen einzigen Treffer. Der wurde tatsächlich angeklickt und führt auf einen alten, sehr alten Beitrag.
Eigentlich überlegte ich mir schon seit geraumer Zeit, Can
You Raed Tihs? als minimale Verschlüsselung – na gut, eher als
schlichte Verschleierung dahin gehend vorzustellen, das Suchmaschinen
solcherart Texte sowieso nicht finden. Pustekuchen. Die Rechung ohne
Bulgaren und Rumänen gemacht, irgendwann wird im Netz aller Netze alles
gefunden. Genießt dieses Programm
.
Infografiken
Unter der überschaubaren Anzahl an Infografiken beeindruckte mich die Aufschlüsselung, woher Starbucks seine Zutaten bezieht und wie groß Mc Donald ist – und wie gut sein Ruf im Vergleich der Mitbewerber ist. Ein wunderschönes Beispiel für die Globalisierung stellt Starbucks dar. Es wird zwar erwähnt, das Starbucks die reichsten mit den ärmsten Ländern verbindet, aber ob dabei angemessen bezahlt wird, soweit reicht die Aufklärung nun doch nicht.
Trotzdem, die Übersichten der Uni von Princeton sind gut gemacht – wer noch ein paar Inspirationsquellen für Infografiken braucht, sollte ruhig mal vorbei schauen. Der Rest der Site – genauer die Untersite 'International Networks Archive' – ist ebenfalls sehenswert, vor allem die Studie über animierte Infografiken. Gut, sie ruckelt noch ein bischen, aber immerhin ein gute Idee und die zweite sinnvolle Flash-Animation des heutigen Tages.
Propagandaplakate
Die zweite Bildersammlung des heutigen Tages: Alte Propagandaplakate
aus der Anfangszeit der UdSSR.
Party-Flyer aus den 80ern
Ein mehr für Grafiker geeigneter Link, aber dennoch nett anzuschauen: Eine umfangreiche Sammlung von Partyflyern aus den Achtzigern. Aber Vorsicht, alle Fotos befinden sich auf einer Seite – enorme Ladezeit.
Fetter Bug in Google Earth
Respekt! Das ist wirklich ein starkes Stück. Der WW2-Bomber ist auch nicht von schlechten Eltern, oder das fliegende Auto. Viel Vergnügen mit den anderen Links.
Geschichte des Nahen Ostens
Auf der Seite Mapsofwar.com gibt es eine Flash-Animation, die die wechselvolle Geschichte der Einflüsse verschiedener Reiche und Religionen in nur 90 Sekunden veranschaulicht. Wirklich sehenswert – auf der Seite gibt es aber noch andere Kleinigkeiten zu entdecken. (Und endlich mal eine sinnvolle Anwendung für Flash)
Sonntag 01 Oktober 2006
30 Jahre Eintopf - Yamaha XT/SR 500
Blogger verlinken gerne auf Geburtstage, wenn denn etwas technisches zu feiern gilt. Denn Blogger sind Techno-Geeks – grundsätzlich, pauschal und immer! Diesmal feiern wir keine Person sowie kein MP3-Player. Denn ersteres kann man persönlich auf der Schulter rumklopfen, während zweiteres nett gestreichelt weiterhin überwiegend belanglose Unterhaltung abdudelt. Weder Person noch Player nehmen einem irgend etwas übel, sofern die üblichen Verhaltensmaßstäbe eingehalten werden – nicht einmal Fehlbedienungen infolge mißverstandener Bedienungsanleitungen. Wenn man sich als netter Mensch sonst innerhalb gängiger Konventionen bewegt, läuft man höchstens Gefahr, als langweiliger Zeitgnosse abgestempelt zu werden. Auf jeden Fall gibt es nichts oder niemanden, der einen die Knochen bricht. Es sei denn, es soll eine Yamaha XT 500 gestartet werden...
Vor etwa dreißig Jahren erblickte die – nagelt mich da jetzt nicht
auf den einen oder anderen einen Monat fest – XT
500 das Licht der Welt. Zumindest in Deutschland. Bereits ein Jahr
zuvor rasten die ersten Maschinen Offroad über Japan. Irgendwann 1977
wurden die neue Motorradgeneration namen Enduro
offiziell in der BRD eingführt. Zwischenzeitlich hatte man als gerade
volljähiger Pubertierling mit einem druckfrischen 'Einser' in der viel
zu engen, ärschlings getragenen Jeanshosentasche etliche
Schwierigkeiten, so einen Eintopf zu starten. Geschweige denn bei einer
eventuellen anlassabhängigen Straßenverkehrskontrolle die im Tacho
angezeigten Meilen in Kilometer umzurechnen.
Mit der XT 500 wurden mehrere unterschiedliche Entwicklungen in der Motoradgeschichte verenigt. Zunächst sollte man die längeren Federwege, Grobstollenreifen sowie den Einylinder-Viertaktmotor nennen. Diese Verfeinerungen entstammten der damaligen westlichen Praxis, eine Straßenkarre auch mal für Feldwege und Sandstrände tauglich zu machen. Aber die englischen Einflüsse solle man nich unterschätzen: Ein Drehmoment erzeugt aus machbar viel Hubraum verteilt auf maximal wenige Zylinder – ein einziger Zylinder mit einem halben Liter Hubraum entwickelt recht viel Drehmonent. Kurzum: ein Dreh am Gasgriff bricht dir dein scheiß Genick. Die Japaner waren in der Lage, für recht wenig Geld viel Gefühl zu liefern.
Angenehm waren der breite Lenker, eine schmale Bauweise sowie ein tiefer Schwerpunkt. Das Mopped war manövrierbar wie nur was. Unangenehm war die lausige 6-Volt-Bordspannung. Aber egal, ein Biker sollte seine Strecke kennen – auch bei Kerzenlicht. Unangenehmerweise war der fehlende Elektrostarter ein fortwähend bleibendes Manko; das Motorrad musste auf übelste, mechanischtichste Weise gestartet werden – mittels eines wohl platzierten Fußtrittes unter zuhilfenahme eines Hebels: Dem Kickstarter. In späteren Modifikationen der Serie wurde unter anderem die Bordspannung auf zeitgemäße zwölf Volt angehoben, aber ein Anlasser fehlt bis heute. Was natürlich den fahrenden Weizen vom zusachauenden Spreu trennt und reichlich Raum für Anekdoten lässt.
Die Kickstartprozedur sollte man schon kennen. Die simple Art war die weiße Markierung im Schauglas rechts oben am Zylinderkopf. Dazu musste nur der Dekompressionshebel gezogen werden, damit sich der Kolben mittels Kickstarter bewegen lies. Irgendwann erschien im Schauglas die weiße Markierung und zeigte an, dass sich der Motor in der Startposition befand. Alles andere war jetzt simpel: Dekompressionshebel loslassen, den eigenen Körper mit einer gewissen Sprungtechnik nach oben bewegen um Schwung zu holen, um gleich darauf alle Bewegungsenergie samt Körperkraft in den rechten Fuß zu konzentrieren, der sich auf dem Starterhebel befand. Als Ergebnis trat man den Kickstarter schwungvoll nach unten durch. Es sah sehr männlich aus. Wenn die Startprozedur auf anhieb klappte, waren einem bewundernde Blicke aller Zuschauer garantiert.
Vertrackter wurde es, wenn das Schauglas aufgrund nachträglich und unsachgemäß eingefügter Dichtungen undurchschaubar wurde. Dann waren grundsätzliche Kenntnisse des Ottomotors unabdingbar. Durch eine geschickte Bedienung des Kompressionshebels sowie des Kickstarters musste der Kolben kurz von den zweiten oberen Totpunkt gebracht werden. (Kurz vor dem Ausstoßen) Klappte dies nicht, gab es Fehlzündungen.
Schlechte Filme stellen so etwas als lautes Knallen mit einer explosionsartig aus dem Auspuff austretenden Qualmwolke dar. Dummerweise wird in der Realität unter ungünstigen Umständen der Kolben in die falsche Richtung bewegt. Dabei überträgt sich die Kraft via Kupplung in das Getriebe, wird dabei durch die Mechanik in eine höhere Geschwindigkeit übersetzt und treibt schlußendlich den Kickstarter an, auf dem sich der Fuß des Motorradfahres befindet. Es soll Leute gegeben haben, die es tatsächlich unter allgemeinen Gejohle der umstehenden Zuschauer über den Lenker hob…
Soweit zur rein technischen Beschreibung. Aus eigener Erfahrung fühlte sich eine Fehlzündung in etwa so an: Mein Fuß, der sich noch auf dem Ausgangspunkt der gesamten Mechanik befand, wurde nach oben beschleunigt. Bewegte das daran befestigte Schienbein samt oberhalb befindlicher Kniescheibe mit einer brachialen Gewalt an die Unterseite der rechten Lenkerhälfe, wo alles abruppt stoppte. Noch während des Schocks dachte ich mir angesichts der vielen Zuschauer: Halt bloß die Fresse! Dann ließ der Schock nach und das kleine häufchen Elend, was ich darstellte, war nur noch von einem Gefühl erfüllt: *wimmer*
Dennoch befand sich kurze Zeit darauf eine SR
500 in meinem Besitz, da die angenehmen Erinnerungen überwogen. Die
Entscheidung beruhte auch darauf, dass ich keinerlei Ambitionen für
Offrad-Aktivitäten besaß und die SR praktisch ein Motorrad im englischen
Stil war. Technisch war sie mit der XT im wesentlichen identisch, was
Rahmen, Elektrik und Motor betraf. Der englische Stil bezieht sich auf
den drehmomententwickelnden Eintopf gepaart mit einer bequemen
Sitzposition und gutmütigen Fahreigenschaften. Weitere unterschiedliche
Details waren im wesentlichen der größere Tank, ein sehr breiter Lenker
sowie der fette Halogen-Scheinwerfer. Die Bordspannung betrug
mittlerweile 12 Volt, aber die Startprozedur blieb in ihrer
Sagenhaftigkeit uneingeschränkt erhalten.
Aber viele testoterongeschwängerte pubertierende mit leidlichen Kreidler-Florett-Erfahrungen waren zwar voller Stolz, aber außerstande, eine XT 500 (oder meine SR 500) zu starten.
Vorweg genommen, die große Klappe mühte sich redlich – und hatte Schwein. Der pubertierende starte zwar nicht das Motorrad, aber zum Glück für ihn schlug der Kickstarter nicht zurück. Und um sich schlagen konnte die Dreckskarre! Vornehmlich freitags abends vor irgendwelchen Dorfdiskos im Beisein der Angebeteten... Die Startprozedur war sorgfätig bis zum entscheidenden Punkt vorbereiteit. Der Kickstarter musste nur noch schwungvoll durchgetreten werden, wozu der gesamte Körper elegant mit aller Kraft empor gehoben wurde, um all diese Energie in einem Punkt auf eben jenem Kickstarter zu konzentrieren. Und dann diese peinliche Nummer.
P.S.
E-Starter sind trotzdem für Mädchen (und für alte Knacker wie mich).