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Freitag 31 Oktober 2008
Mars Attacks Sammelkarten (repost)
Passend zum heutigen Tag: Eine Site über die Sammelkarten zum Thema Mars Attacks. Die Sammelkarten waren im übrigen die Inspirationsquelle zum gleichnamigen Film. Selbstverständlich werden weitere Hintergrundinfos zur Ensteheung der Karten und über die Zeichener gegeben. Aber damit hat sich das Repertoire noch lange nicht erschöpft.
(Klick auf das BIld)
Offener Stromkasten (repost)
Heute vor einem Jahr spazierte ich durch Bangkok und schaute mir halt – ganz Touri wie ich zu der Zeit war – mal die Stadt an. Von den vielen Sehenswürdigkeiten stach mir unter anderem diese Stromkästen ins Auge, die quasi offen und in greifbarer Nähe an einem Masten am Fußweg hingen. Gruselig. Irgendwie passend zum heutigen Tag.
Mittwoch 29 Oktober 2008
Will Eisner - The Spirit
Will Eisners Comics zeichneten sich unter anderem dadurch aus, als das er Elemente des noch jungen Kinos in seine Zeichnungen übernahm. Beispielsweise mit einem Zoom – verteilt auf mehrere Bilder – richtete Will Eisner den Fokus von einer Totalen auf den Protagonisten. Heutzutage klingt das zwar etwas abgegriffen, aber The Spirit entstand in einer Zeit, als unsere Väter noch pubertierten. In der Wikipedia gibt es zu Will Eisner und The Spirit hintergründigere Informationen.
Laut der Informationen, die auf der Promo-Website verfügbar sind – zeichnet sich Frank Miller für die Kino-Umsetzung aus. Wir erinnern uns: Sin City war aufgrund seiner Bildsprache genial – unter Berücksichtigung dessen, dass ein Comic praktisch eins zu eins funktionierend auf die Leinwand umgesetzt wurde. Frank Millers Comic lebte von S/W-Zeichnungen, in denen von Zeit zu Zeit Details farbig hervor gehoben wurden.
Wenn man sich nun die Trailer so anschaut, wird The Spirit im selben Stil wie Sin City gehalten sein. Blöderweise ist das Original grafisch wesentlicher Bunter, die Handlungen farbreicher als es Millers Bilderbücher je waren. Unterschiedlich sind die Erzählungsweisen: Beide waren/sind spannend, aber Eisner hatte den menschlicheren Superhelden im Angebot – der im übrigen nur geringfügig jünger ist als Supermann oder Batman.
Trotzdem bin ich gespannt, wie der Film wird. Immerhin ist es bislang die beste Kino-Ankündigung fürs kommende Jahr. Obwohl, hoffentlich ist es nicht das gerüchteweise angekündigte Sin City 2. Denn das würde der von Will Eisner geschaffenen Figur absolut nicht gerecht werden.
Stuff It in Version 13
Gewissermaßen aus gegebenem
Anlass musste ich diverse Programme neu installieren. Das aber war
insoweit kein Problem, als dass sich alles was ich brauchte, aus dem
Netz problemlos geladen werden konnte. So weit, so gut. Nun aber
lungerten in meinen HickBackups einige sit-Dateien
herum, die sich als recht resistent gegenüber diversen frei verfügbaren
Entpackern verhielten.
Also musste das Original mal wieder ran. Der Download des StuffIt-Entpackers lies sich recht leicht bewerkstelligen, allerdings muss zuvor eine Emailadresse eingegeben werden. Egal. Kurz danach liegt eine Antwort im Postfach, in der sich ein Downloadlink befindet. Auch kein Problem, das ungefähr 16,2 MB große Diskimage war zügig geladen, gemountet und die darin befindliche Applikation gestartet.
So sieht StuffIt aus, wenn man es als Programm startet. Aber der Entpacker wird auch gestartet, wenn die auszupackenden Archive mit Doppleklick gestartet werden. Alternativ kann man das Progeamm über das Kontextmenü gestartet werden (Öffnen mit…). (Klick auf das Bild)
Als erstes verlangte das Programm gleich ein Update. Das war zwar fast so groß wie gerade getätigte Download, aber auch kein Problem. Nun liegt der StuffIt-Expander in der Version 13 auf meiner Platte und kümmert sich nicht nur um sit-Dateien. Wobei noch angemerkt sein soll, dass es sich beim Expander um einen reinen, kostenlosen Auspacker handelt – der aber etliche Formate händeln kann.
Nun kann ich den alten Kram, der von der alten Festplatte gerettet werden konnte, wieder expandieren. Ob der alte Kram auf dem neuen Rechner läuft, werden die Tage zeigen. Aber das war nicht der einzige Grund, denn auf allen meinen Macs war StuffIt als Auspacker installiert. Ein wenig Konservativ bin ich ja nun schon. Ach übrigens, Windows-User werden auch berücksichtigt.
Donnerstag 23 Oktober 2008
Afghanistan Opium Soldaten Tod
Seit geraumer Zeit pfeifen es schon die Spatzen von den Dächern: Afghanistan fährt mit Opium Rekordernten ein. Wie die Afghanen dies schaffen, was dabei tagtäglich passiert und welche Rolle unsere Jungs dabei spielen, beschreibt Thomas Schweich in einem längeren Artikel in der Frankfurter Rundschau. Gefallen werden diese Aussagen niemanden, aber hey, schließlich leben wir in einer Demokratie. Wir wollen schon wissen, was mit unseren Steuergeldern passiert. Davon mal abgesehen lassen nicht nur 'unsere Jungs' ihr Leben dort. Praktisch nichts erzählten unsere Medien über den Kollateralschaden, der beim jüngsten Ableben entstand: Fünf Mädchen tot, diverse verletzte. Unsere toten Soldaten werden quer durch die Medien geschleift, aber was drumherum passiert, draüber wird nichts berichtet. Wer etwas mehr darüber wissen möchte, was im Hintergrund sonst noch so geschah, dem sei der Artikel nahe gelegt. Andrian Widmann übertrug diesen Artikel ins deutsche (respekt!).
Giovanni Simoncelli - Donnine
Giovanni Simoncelli: Zeichner. Schlicht und Einfach und Cool.
(Klick gefälligst auf das Bild!)
Tod eines eMac - Teil 2
(Teil 1)
Nach dem ich nun mittlerweile zu Atem gekommen war und mein neuer Rechner lief, stellte sich mir die Frage, was mit dem eMac nun passieren sollte. Irgendwie juckte es mich in den Fingern und eine gewisse Neugier stellte sich ein – im gewissen Sinne drang in mir der der Geist von 'Jugend Forscht' empor. Doch nach sechs Jahren Laufzeit, davon ungefähr drei und ein halb am Stück, versuchte ich mir auszumalen, wie viel Dreck der Lüfter in der Zeit an gesogen und im formschönen Gehäuse aufbewahrt haben musste. Außerdem wollte die interne Festplatte geborgen werden, sie sollte nicht mit auf den Elektromüll. Immerhin waren auf der Platte noch alte Erinnerungen – und diverser anderer Kram, der niemanden außer mir etwas angeht, gespeichert.
Cool sieht er ja aus, fast wie früher, aber tot ist er schon. Mausetot.
Neben dem vermeintlichen Jungbrunnen, den die Zerlegung abgerauchter Rechenhardware versprach, gesellte sich durchaus ein drängendes echtes Interesse: Die Platte muss raus. Auch schon aus dem Grund, die alten noch nicht gesicherten Inhalte zu speichern und den Massenspeicher endgültig zu löschen. Gewissermaßen mehrfach motiviert stellte ich gedanklich ein Grobkonzept auf, wie die kommende Arbeit zu bewerkstelligen sei. Dabei waren das Gewicht des Rechners sowie der zu erwartende Dreck zu berücksichtigen.
Nach einem kurzen Moment des Überlegens hielt ich inne, ging auf den Balkon, räumte den Tisch frei, ging zurück und wuppte den alten Rechner auf den Balkontisch. Das war zwar nicht geplant, aber bevor ich vor lauter Planung zu nichts komme, handle ich lieber. Ich war ja so stolz auf mich. Nachdem ich wieder Luft bekam, kramte ich meine Werkzeugkiste hervor und stellte nach einem Blick fest, das ich unheimlich viel Glück hatte. Die Inbusschlüssel befanden sich in der Kiste, nicht im Keller. Immerhin fünf Etagen gespart.
Zeit für einen Kaffee und zwei Zigaretten.
Zurück auf dem Balkon wurde der alte eMac erstmal auf die Monitorseite gelegt. Die Speicherchips und die Schrauben für das Gehäuse waren schnell entfernt. Das Gehäuse selbst war ebenfalls ohne Aufwand abgehoben worden. Genau in dem Moment des Abhebens des Gehäuses stand ich in einer Wolke aus alt abgelagerten Staub. Die am selben morgen Frisch angezogene Bekleidung war mit einem Schlag reif für die Wäsche. Na klasse. Aber der größte Teil des Drecks haftete noch an den Innereien des nun entblößten Rechners. Eklig.
Innereien und Dreck.
Der Inbus hatte seinen Job erledigt, nun musste ein Kreutzschlitzschraubendreher her, der sich glücklicherweise in der Nähe befand. Die ersten Bleche wurden entfernt. Danach wurden weitere Bleche entfernt, ohne dem Kern des Rechners auch nur Ansatzweise näher zu kommen. Zwischendurch fiel immer wieder etwas von dem alten, durch den beständigen Luftstrom des Kühlers komprimierten Drecks herab. Mittlerweile entstanden fünf größere Haufen auf meinem Balkon: Schrauben, Bleche, Teile vom Plastikgehäuse, Dreck und der immer noch imposante Rest vom Rechner.
Noch 'nen Kaffee, noch zwei Kippen.
Mit der dritten Kippe im Maul ging es weiter. Die nächsten Schrauben wurden entfernt, diverse Bleche entfernt und beiseite gelegt. Nach einer guten Stunde – mich hat niemand gehetzt – kamen so langsam die ersten Platinen zum Vorschein. Dies nahm ich zum Anlass, einen sechsten Haufen auf dem Balkon auf zumachen: Elektroschrott.
Irgendwann war der Restrechner derart erleichtert, als dass ich ihn drehen konnte, ohne mir den sprichwörtlichen Bruch zu heben. Nun konnte die Frontblende entfernt werden. Nachdem ich so Zugriff auf weitere Schrauben bekam, werkelte ich weiter. Der alte Rechner verschlankte weiterhin, die Haufen auf dem Balkon wuchsen zusehends. Zwischenzeitlich kam noch ein siebter Haufen hinzu: Aluminiumkühlkörper. Ein leises 'Wow' entglitt mir, der Recyclinghof dürfte ob meiner Bastelarbeit wohl seine helle Freude haben.
Kippe, zwei Kaffee 'wegbringen', Kippe, frischen Kaffee, noch 'ne Kippe.
So langsam lichtete sich das Objekt der Neugier. Im gleichen Zuge müllte mein Balkon zu. In gewisser Weise bewunderte ich all die vielen Menschen, die die vielen Teile auf so kleinen Raum unterbrachten. Nun gut, so klein war der eMac nun auch wieder nicht, aber wenn all die vielen Teile aus denen der Rechner bestand erstmal vor sich sieht, muss man sich über den Zuwachs an verbrauchten Raum doch schon ein wenig wundern. Vor allem wenn man sich vorstellt, den ganzen Kram wieder zusammen zu bauen. Irgendwie aussichtslos.
Der alte eMac lag nun wieder mit dem Monitor Platt auf dem Tisch. Die ersten größeren Platinen wurden abmontiert. Ebenso der alte CD-Brenner, welcher schon vor einem Jahr die Arbeit einstellte, als auch die Festplatte. Endlich. So langsam lies die Motivation nach, aber nun kam sie mit der Bergung des Schätzchens ein wenig wieder. Die Platte wurde sogleich vom Balkon in meine Wohnung verbracht. Schließlich hatte ich mit ihr noch ein wenig mehr vor – Stichwort Datenbergung.
Der alte Lüfter der schon immer Lärmte wie ein Stausauger. Was daran ist nun Schaumgummi, und was ist – äh – Dreck?
Kaffee- und Klopause, bei der Gelegenheit noch ein paar Kippen geraucht.
Nun lagen noch ein paar Platinen vor mir, und die Bildröhre. Todesmutig im wahrsten Sinne des Wortes machte ich mich über die noch vorhandene Elektronik her. Ein paar dickere, zylindrische Bauteile wurden mit einem zwischenzeitlich herbeigeschafften Seitenschneider vom Rest getrennt, andere Teile von der Rückseite der Bildröhre entfernt. Besonders spannend fand ich die kleine Platine, welche sich rund um das schmale Ende der Bildröhre befand. Zunächst wollte sich die Platine nicht entfernen lassen, aber nach ein paar vorsichtigen Schlägen mit dem Griff des Schraubenziehers knackte es vernehmlich, und irgendwas sog vernehmlich Luft ein.
'Ah ja' dachte ich mir, das war wohl die Bildröhre. Der Rechner war zerlegt, an eine zusammensetzen war nicht mehr zu denken. Das war aber sowieso nicht vorgesehen. Nach einer kurzen Zigarettenpause ging es ans aufräumen. Die vielen Haufen mussten nun zum Abtransport optimiert werden. Die Schrauben und Bleche vereinten sich zum Stahlschrott, die Plastikteile gingen in den Hausmüll. Der von den vielen Jahren des quasi ununterbrochenen Betriebs angesammelte Dreck ging in die Mülltüte. Es blieben ein großer Karton Stahlschrott, ein großer Karton Elektroschrott, ein Bildschirm, zwei RAM-Bausteine und die Festplatte. Das Aluminium wird separat abgegeben.
Der Rest vom Schützenfest: Schrauben und Dreck auf (Plastik-)Marmor.
Nach der vielen Arbeit gönnte ich mir ein paar Zigaretten, einen Kaffee, eine Dusche, frische Klamotten und ein Nachmittagsschläfchen.
Montag 20 Oktober 2008
Sammelstelle für LP-Cover
Immer erzählen die Alten, das nichts über die Soundqualität einer LP geht. Jenen Datenträger, von dem mittels ziemlich harter Metalle – wer es sich leisten konnte, nutze Diamantabtastsysteme – von einer aufgerauten Weichplastik Töne in Form von eingepressten, spiralförmig angeordneten Unregelmäßigkeiten abtastete. Zumindest war 'abtasten' der gängige Begriff für den Vorgang, mittels denen ein Abtastsystem die Erschütterungen zunächst in elektronische, dann in akustische und somit hörbare Signale brachte. Die Bezeichnung 'Abkratzen' für den Abtastvorgang trifft es eigentlich besser, aber Abkratzen erinnert doch sehr an ein unangenehmes Ableben.
Das Ableben betraf die Medien, mit welchen die Musik verkauft wurde. Derartigen mechanischem Verschleiß ausgesetzt, ging die teuer im Laden erworbene Musik früher oder später in einem breiigen Rauschen unter. Noch ärgerlicher war aber, wenn sich nach dem zweiten Abspielen bereits 'Knackser' Lautstark bemerkbar machten. Man konnte die alten Rillen – so wurden die LPs und Singles auch genannt – noch so vorsichtig behandeln, irgendwann setzte sich Staub auf den Musikträgern ab. Dies nannte man einen 'Kratzer'. Ein Kratzer in einer eingekratzten Kerbe, welch Blödsinn; eigentlich hätte man dies Nivellierung nennen müssen.
Kurz und Gut: Das Ableben der schwarzen Scheiben, die diversen mechanischen Belastungen ausgesetzt waren, war nur folgerichtig. Ein Ersatz bot die Laserabtastung an (CDs, DVDs und was da demnächst sonst noch so kommt). Aber 'ach oh weh' schrien alle Leute, das klingt steril, das ist keine Musik mehr. Aus heutiger Sicht ist das natürlich absoluter Blödsinn. Die Silberlinge waren im Alltag robuster. Man konnte sie durchaus mal ein paar Tage offen liegen lassen; danach wischte man den Staub herunter und schob sie ins Laufwerk. Und sie klang wie frisch aus dem Laden. Selbst einige Kratzer machten den Scheiben – die man übrigens nicht mehr umdrehen musste – kaum was aus.
Das Gejammere ging wie immer von den Technik-Konservativen aus. Sofern die CDs vernünftig abgemischt waren, hörte man keinen Unterschied. Es wurde auch viel Müll verkauft, ich besitze selber solche Beispiele, bei denen das Vinyl (daraus waren die alten LPs) besser klingt als das neumodische Polycarbonat. Aber ansonsten ist die Aussage absoluter Müll. Dennoch ging mit den alten LPs etwas verloren, und das waren die Cover.
Jene zum Teil wirklich aufwändig gestalteten Umverpackungen waren zum Teil besser als so manche teuren Bildbände. Auch davon habe ich noch eine kleine Sammlung im Keller. Man muss sich nur die Formate vorstellen, in denen die zu meiner Zeit gängigen LPs verpackt waren: knapp 31 Quadratzentimeter. Verglichen dazu haben gängige CD-Verpackungen nur 12 cm². Bedauernswert ist für mich nur der Verlust der Fläche, auf der sich weitere Künstler – neben den Musikern – gewissermaßen austoben konnten. Zugegeben, manches mal war das Cover besser als die Musik, die sich im inneren befand. Aber es war immer ein Erlebnis, wenn in den besseren Produktionen ein zusammengefaltetes Poster beigelegt war. Nun gut, in manchen CDs gibt es so was auch, aber die heutigen Beilagen überschreiten ausgefaltet kaum die Maße eines Gästehandtuchs.
Ein wenig vom Geist der alten Musikverpackungen vermittelt LP Cover Lover, obwohl dort im wesentlichen nur eher schlichte Cover vorgestellt werden. Blöderweise auch nur im verkleinernden Web 2.0 Format. Trotzdem wünsche ich viel Spaß beim surfen.
Sonntag 19 Oktober 2008
The 50 most significant moments of Internet history
Tja, die Überschrift sagt eigentlich schon alles: The 50 most significant moments of Internet history. Da die Tage zunehmend kürzer werden, kann ein Artikel über die bewegensten Momente des Internets (nicht nur des WWWs!) durchaus über die langen, dunklen Abende hinweghelfen.
Donnerstag 16 Oktober 2008
W.P.O.D.
White Punks On Dope. Diesmal in der einzig vernüftig deutschsprachigen Version:
Nina Hagen mit TV Glotzer. In Erinnerung an die Zeit, in der sie richtig gut war. In Erinnerung an ihre Mutter, die eine große deutsche Schauspielerin war. Eine Tochter hat Nina H. auch… Schwamm drüber.
Mittwoch 15 Oktober 2008
The Attack of Mutant Fruits from Outer Space - Space Invaders
Oh Hölle ist das Spiel schnell. Eigentlich handelt es sich be The
Attack of Mutant Fruits from Outer Space um nicht anderes als um einen
weiteren Space-Invaders-Klon. Aber im Unterschied zum Original fehlen
die Schutzschilde und das kleine für ein Spielchen zwischendurch
durchaus geiegnete Game ist halt sauschnell. Bei Space Invaders – jetzt
mal schnell eingeschoben – bewegt sich eure Spielfigur horizontal am
unteren Spielfeldrand. Mittels der Feuerteraste (meistens die
'Space'-Taste) werden von oben herab rückende Invasoren abgeschossen.
Erreicht einer der Invasoren die untere Spielfeldgrenze, verliert ihr
das Spiel. Blöderweise schießen die Invasoren direkt nach unten. Werdet
ihr getroffen, verliert ihr. Drei Versuche habt ihr, um die Horden
aufzuhalten. Wie bereits beschrieben: Das Spiel ist schnell, sehr
schnell und die Schutzschilde fehlen völlig. Ihr seid den anstürmenden
Horden aus dem Weltall (zunächst?) schutzlos ausgeliefert. Kämpft
gefälligst!
Den Screenshot habe ich mir von der Homepage gewissermaßen geliehen. Klickt ruhig mal drauf.
Die liebevoll gestaltete Grafik spricht zwar eher Kiddies an, aber der Schwierigkeitsgrad liegt deutlich über deren Niveau – das Spiel ist Hölle-Schnell. Einstellen lassen sich zwar ein paar Kleinigkeiten wie Soundoptionen sowie einige Tastaturbelegungen, aber The Attack of Mutant Fruits from Outer Space bleibt höllisch schnell – ok, jetzt müsst ihr es begriffen haben… Noch eine Anmerkung zu den Tastaturbelegungen sei mir gestattet: An dieser Stelle lässt sich durchaus die Vergangenheit des Originalspiels aus der Arcade-Zeit nachvollziehen. Außer Links-Rechts-Bewegungen bleiben noch zwei Sondertasten für Extrafeatures. Das mit Cursor-Up und Cursor-Down habe ich noch nicht ganz im Griff. Dann und wann fallen noch Bonis von oben herab, die irgendeine Verbesserung der eigenen Eigenschaften versprechen. Aber welche das sind, habe ich noch nicht heraus bekommen.
Im Unterschied zu echten Arcade-Games muss man hier keine 'Coins' nachwerfen, was dem Spielspaß ob des hohen Schwierigkeitsgrad durchaus zuträglich ist. The Attack of Mutant Fruits from Outer Space gibt es für lau, für OS X (PPC, Intel, jeweils 14 MB), für Fenster sowie für Pinguine. Enthalten in dem Zip-Paket sind drei Anleitungen; in Englisch, Spanisch und – äh, weis nicht. Ansonsten bleibt mir nur wie immer an dieser Stelle ein Wunsch für euch übrig: Habt viel Spaß.
Tietmeyer rausgeflogen
Und zwar unter schallendem Gelächter. Der von Kanzlerin Merkel einberufene Sachverständige Namens Hans Tietmeyer, seines Zeichens u.a. Ex-Bundesbankchef, wurde vom deutschen Parlament abgelehnt. Seine aktuellen Verwendungen können schon seit geraumer Zeit in der Wikipedia nach gelesen werden.
Zur Zeit ist er als Kuratoriumsvorsitzender der vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall finanzierten „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ tätig. Seit 2000 ist er Präsident der European Business School in Oestrich-Winkel. Ein Mandat im Aufsichtsrat nimmt Tietmeyer u.a. seit 2000 bei der BDO Deutsche Warentreuhand AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, seit 2001 bei der Privatbank Hauck & Aufhäuser, seit 2002 bei der irischen DePfa Bank plc bzw. nach deren Übernahme 2008 durch die Hypo Real Estate Group bei der Muttergesellschaft wahr.[1] Ende März 2004 hat er den Vorsitz von Aufsichtsrat und Aktionärsausschuss bei der Hauck & Aufhäuser übernommen. (Wikipedia)
Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
Ach, das mit dem schallenden Gelächter wurde unter anderem im 2DF kolportiert; sorry, ist nicht auf meinem Mist gewachsen, aber naheliegend finde ich es schon. Bei der unvorteilhaften Personalwahl scheint die eigentlich nicht gewählte Kanzlerin mal (wieder?) richtig ins Klo gegriffen zu haben. Ich habe doch ein wenig überlegen müssen, ob ich Herrn Tietmeyer als Lobbyist bezeichne, aber diese Auswahl spricht für sich. (Na kommt, immerhin habe ich mir das Adjektiv übel verkniffen.)
Elektronischer Personalausweis - Das Ende der Anonymität
Manchmal bin ich doch fürbaß erstaunt, wie schnell sich Nachteile von Regierungsentscheidunden in Artikeln der Mainstrema-Presse niederschlagen. Diesmal: Die Zeit über den künftigen elektronischen Personlausweis. Lesenswert. Das besondere an diesem Artikel dürfte die Tatsache sein, dass die SPD mit rumentschieden hat und Helmut Schmidt (SPD, Exbundeskanler) Herausgeber dieser Zeitung ist. Darüber hinaus veröffentlicht einmal wöchentlich ein gewisser Joseph Fischer (Grün) seine Meinungen in dem selben Blatt.
Nun könnte man der Meinung sein, dass die beiden Granden einer alten Koalition erheblich darüber wachen, was wer wie in einer gewissen Konformität zu alten Parteiprogrammen so veröffentlichen. Aber da war wohl der Zensor gerade mal auf dem Klo – um ein anderes Blog mal zu zitieren (findet sich in meiner Linkliste). Dennoch bringt Kai Biermanns Artikel Das Ende der Anonymität die Zukunft des neuen, gläsernen deutschen Bürgers auf den Punkt. Vor allem sollten die Sachzwänge beachtet werden, die mit dem neuen Perso verbunden sein werden.
Angemerkt sei noch, dass so illustre Namen wie Schäuble (CDU) und Wiefelspütz (SPD) gewissermaßen in einem Atemzug genannt werden – in einem Zusammenhang, der zu unserem Nachteil gereicht. Aber ach, seid so nett und lest den Artikel selbst– und merkt euch die Auswirkungen die auf euch zu kommen bis zur nächsten Wahl. Ich für meinen Teil habe mir den Artikel erstmal in mehrere PDFs gedruckt, kann ja sein das der Zensor vom Klo zurück kommt. Und natürlich zur Erinnerung.
btw: Wenn man den Leserkommentaren glauben schenken darf, fängt es derzeitig in Deutschland an zu gären. Denn sonst sind die Kommentare auf Zeit-Online – äh – vielfältiger.
Sonntag 12 Oktober 2008
Kitschpostkarten
Kitschpostkaren mit erotischen und selbstverständlich auch anderen
Motiven gibt es auf Popcards.fr.
Viel Spaß beim stöbern. (Aber vorsicht, grauenvolle Navigation.)
Update
So, endlich mal den Link im Text eingefügt.
Tod eines eMac
...die etwas längere Pause hatte leider technische Hintergründe. So ist nach sechs Jahren mein alter eMac endgültig abgeraucht. Geäußert hat sich dies recht ärgerliche Phänomen durch ein ungewolltes Abschalten des Rechners. Mitten in einem meiner Nachmittagsschläfchens wachte ich durch eine ungewohnte Stille auf. Der Rechner hatte sich selbstständig abgeschaltet. Nach der notwendigen Ruhepause wollte ich nun ein wenig surfen und schaltete den Rechner ein. Alles schien normal, bis sich die Kiste nach ungefähr einer halben Stunde wieder von selbst abschaltete. Hm.
Erneut eingeschaltet startete der Rechner wieder auf, um darauf hin nach wenigen Minuten wieder ab zu schalten. Langsam warfen sich Sorgenfalten auf meiner Strirn auf. Nach einem erneuten Einschalten lies sich die Kiste überhaupt nicht mehr starten. Hmm. Ich zog den Netzstecker und wartete – naja, ich wartete eigentlich nicht, ich vertrieb mir die Zeit andersweitig – eine gewisse Zeit. Nach verstreichen dieser pluggte ich den Netsstecker wieder in und drückte den Startknopf. Der fuhr kurz hoch, um gleich wieder abzuschalten. Dieses spielchen wiederholte sich einige male, bis sich überhaupt nichts mehr tat.
Nun ja, der alte eMac war also endgültig im Arsch. Eigentlich wäre ja mit einem Absterben der Festplatte zu rechnen gewesen, aber wenn das Netzteil den Geist aufgibt, ist das genauso ärgerlich. Die Kiste war also endgültig hin – und die Wohnung war so was von Ruhig. Der alte eMac röhrte ja auch wie ein Staubsauger. Blöderweise musste ich die darauf folgenden beiden Tage mal wieder zu ungünstigen Zeiten zur Arbeit, also war nichts mit einem übereilten Rechnerkauf. Aber immerhin konnte ich eine ruhige Wohnung genießen. Aber nach den Schichten und einer gewissen Ausschlafphase musste ein neues Unterhaltungsgerät her.
Frisch geduscht und mit sauberen Klamotte begab ich mich zu meinem lokalen Apple-Dealerund fragte nach, ob das Gerät meiner Begierde verfügbar war. Es war. Also schnurstracks zu meiner Bank um die Kohlen zu holen. Mit gedeckten Konten stellte dies kein Problem dar. Einzig eine Blondine, die sich falsch an eine Warteschlange anstellte, bremste meinen vorraussichtlich besten Kauf des Jahres ein wenig. Der Fehler der Blonden war mal wieder fehlende übersicht: Eine Warteschlange bei mehreren Kassen verkürtzt die Wartezeiten für alle ungemein. Das ist zwar mittlerweile bewiesen, aber im Alltag hat es sich noch nicht herumgesprochen. Also: Eine Schlange für mehrere Kassen. Egal jetzt.
Zurück im Laden sprach ich den vermeintlichen Verkäufer von vorhin erneut an, er möge doch den bereits abgesprochenen Kauf abschließen. Einen anderen Veräufer sprach ich nach eine kurzen und erfolglosen Suche nach Spielen an, wo sich diese denn befänden. Er zeigte mir das versteckte(!) Regal und ich stöberte ein wenig. Kurz darauf sprach mich ein dritter Verkäufer an und meinte, dass er die Verhandlungen übernehmen würde. Die Fragezeichen, die sich in meinem innersten als Antwort formten, kamen nicht über meine Lippen. Aber anzusehen waren sie mir öffensichtlich schon.
Der neue Händler tat zweierlei auf einmal. Zunächst fing er mit einem antrainierten Verkaufsgespräch an, zum anderen begab er sich auf meine Augenhöhe. Ersteres war lästig, weil schon vor weniger als einer Stunde erlebt. Zweiteres war nett, weil ich mich gerade vor dem Spieleregal in der Hocke befand. Das wiederholte Verkaufsgespräch war recht kurz, weil ich einwarf, das die schon alles besprochen sei. Es erinnerte mich noch ausgeprägter an gewisse Bulletenbrater – Möchten sie noch was zu trinken? – Nein, ich möchte keine zusätzliche Versicherung… Dennoch war kurz darauf der Deal perfekt.
Der Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln gestaltete sich totz der Tageszeit und der damit verbundenen hohen Passagierzahlen als verhältnismäßig problemlos. Auch das relativ geringe Gewicht von gut dreizehn Kilo – mein alter eMac wog gut zwanzig Kilo – machte sich positiv bemerkbar. Zu hause angekommen gönnte ich mir trotzdem eine Pause. Denn schließlich will die übliche Auspack- und Einschaltprozedur in Ruhe genossen werden. Kurz und gut: Eine halbe Stunde später war ich bereits wieder im Internet.
(Heiter Weiter: Teil 2 – mit Fotos)