« Schrecklich schöner Krieg | Startseite | Wahre Kosten von Hartz fear »
Freitag 26 Mai 2006
Nutella und der Elektromüll
Normalerweise nehme ich die in Deckeln versteckten Gimmicks billigend in Kauf. Aus dem Alter, in dem ich mich mit diesen Spielzeug beschäftige, bin ich wirklich raus. Dennoch interessierte mich der neueste Beipack. Nur ohne scharfes Messer war kein echtes Auspacken möglich. "Für Kinder scheint es nicht zu sein", war mein erster Gedanke. Und er war richtig! Auf einem winzigen Beipackzettel mit einer an kleingedrucktes erinnernden Schriftgröße stand als Überschrift: KEIN SPIELZEUG (In echt, Fett und Versalien! Das krieg' ja noch nicht mal ich hin!).
Der ersten Sätze waren niederschmetternd: "Dieses Produkt darf nicht über den normalen Hausmüll entsorgt werden. Bitte an einem Sammelpunkt für Recycling von elektrischen Geräten abgeben. (Den Rest des Zettels schenke ich mir mal.) Dieses recht bunte Gimmick repetiert auf Knopfdruck eine schlechte Wiedergabe von das "Aus! Aus! Das Spiel ist aus!" (1956?) Wahrscheinlich enthält dieser Schnickschnack dieselbe Elektronik wie die singenden Glückwunschkarten.
Mein erster Gedanke war: Hallo Ferrero, geht 's noch? Noch habe ich keinerlei Rubrik namens Ärgernis des Monats. Vielleicht sollte ich sie flugs einführen. Altglas, Kompost oder Wertstoff geht ja noch so halbwegs – ist ja auch irgendwie in Ordnung. Aber jetzt extra zum hiesigen Wertstoffhof raus zu fahren, ist einfach zu viel verlangt. Äh... – Das ist Sound 5 aus dieser Sammlung von antiquiertem Stadionsprechergequäke. Wenn eure Kleinen so etwas Sammeln, das Ding kann bei mir kostenfrei abgeholt werden.