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Freitag 11 August 2006
Web 2.0, bewohnbares Internet, Kleptokratie und etwas über die deutsche Wirtschaft
Zu diesem Wochenende hin häufen sich endlich mal wieder lesenswerte Artikel, was aber eher der recht kühlen Witterung geschuldet werden könnte. Bei einer Affenhitze wie sie beispielsweise im letzten Juli herrschte, arbeiten nicht einmal Schreiberlinge gern. Geschweige denn, das außer dem sommerlochüblichen Geschreihe einiger Hinterbänkler etwas sinnvolles übrig bleibt.
Zunächst verlinke ich nur zu gerne auf einen Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, in der Andreas Rosenfelder das mittlerweile bewohnbare Internet recht locker beschreibt. Wirklich neu an diesem Artikel war mir der Suizid eines Bürgers, der sein Ableben im Forum der Site Joel on Software dokumentierte.
Das man erst im nachhinein über derartige Vorgänge aus den elektrischen Ablegern etablierter Printmedien erfahren muss, bestärkt mich in meiner Überzeugung, meine Bookmarks mal wieder auszumisten. (Einige von Joels älteren Artikeln gibt es auch in einer deutschen Übersetzung.)
Bei der Kleptokratie wagen wir mal wieder einen Einstieg in die deutsche Politik. Dr. Horst Wolfgang Boger äußert sich zur Ohnmacht schlechthin. Zur Ohnmacht einzelner gegenüber einer Staatsmacht. Das es sich hierbei auch um Deutschland handeln könnte, dürfte wohl außer Frage stehen. Der Artikel ist sehr, sehr streitbar, das räume ich ein.
Bogers Artikel war eigentlich nur zum warm werden gedacht. Nachdem die Redaktion des Saar-Echos aus ihrer kollektiven Frühjahrskrankheit an ihre Arbeitsplätze zurück kehrten, können wir nun endlich Helga Zepp-Larouches Meinung über den Niedergang der deutschen Wirtschaft lesen.
Um nicht das ganze Wochenende zu versauen schlage ich vor, den letzten Artikel erst am Montag abends zu lesen, den zweiten am Sonntag Abend während Sabine Christiansen läuft. Der dritte hingegen sollte erst im laufe des Montags genossen werden, da die Gefahr besteht, dass einige Äderchen platzen könnten...