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Dienstag 26 September 2006

Machonist - Disassembler

Machonist Programmicon Auf den ersten Blick lässt sich der Name des Programms Machonist auf vielfältige Weise interpretieren: Besonders aufdringlich erscheint der Macho, ein Masochist ist bei einem sehr oberflächlichen Lesen ebenfalls drin (Bitte keine Interpretationen bezüglich meiner Personen!). Eher dürfte eine Mischung aus Mach 0 (*1) und Maschinist die Inspirationsquelle des Programmierers sein. Wenn man nun beide Begriffe zusammen nimmt, dann ist der Machonist ein Techniker mit tiefer greifenden Kenntnissen eines (sehr speziellen) technischen Systems.

Machonist Screenshot

Eigentlich nur für den Insider überschaubar – dennoch ein Tool mit sehr hohem Nutzwert.

Der bereits auf Mach 0 (Mach Null) gesetzte Link deutet zusammen mit dem zweiten Teil der Überschrift an, worum es sich bei diesem Programm handelt: Einen Disassembler speziell für PPC-Programme unter Mac OS X. Für eine derartige Programmgattung braucht man schon mehr als gediegene Kenntnisse in der Assemblerprogrammierung; dem System, in der der Prozessor vorhanden ist sowie dem darauf ablaufendem Betriebssystem. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mich fachlich langsam ausklinke… Außer mit dem Hinweis, das Disassembler speziell für einzelne Prozessoren programmiert werden – aber jetzt ist der viel zu kurze, fachliche Teil wirklich vorbei.

Trotzdem, so auf den ersten Blick bietet der Machonist vielerlei Informationen zu einzelnen Programmen in einer aufgeräumten Cocoa-Oberfläche(!). Außerdem können Eingaben in angezeigten Programmen bis runter zur Bitebene gemacht werden. Wer keine Ahnung davon hat, sollte besser die Finger davon lassen! Die scharfe Formulierung ist notwendig, da man sich nicht nur einzelne Programme, sondern auch wichtige Bibliotheken 'zerschießen' kann. (Viel Spaß beim restaurieren des Systems!) Als genereller Tipp sei noch auf die mitgelieferten ReadMe's verwiesen…

Dennoch sollte man sich dieses Programm auf die heimische Festplatte holen, schließlich kann irgendwer so was immer gebrauchen. Denn bei der derzeitigen Internetparanoia unserer Politiker sowie einer völlig lobbyorientierten Gesetzesgebung dürften derartige Programme bald illegal sein. Obwohl sie es praktisch schon so lange gibt, wie Prozessoren vorhanden sind. Disassembler eignen sich bestens dazu, Fehler in Programmen zu finden. Oder mal generell zu schauen, was Programme so machen – bevor sie gestartet werden. Dies sind Gründe, die die IT-Sicherheit generell heben. Allerdings kann man auch den Softwarehäusern ein bischen in die Karten schauen – was halt mit Sicherheit eine Lobby auf den Plan ruft.

Obwohl es noch nicht weihnachtet – nächsten Monat geht es aber wieder los – wünsche ich mir einen Disassembler für die Intel-Macs. Nicht das ich bis nächsten Monat mehr Ahnung hätte, geschweige denn einen Intelmac besitze. Aber der Machonist ist cool gemacht – Softwareentwickler, speziell die, die Treiber entwickeln, dürften sich über derartige Programme freuen. Vor allem, da sich die Intelprozzies zunehmend verbreiten. Und überhaupt: das Icon ist zwar weder bunt noch sexy, aber sehr Treffsicher gemacht. Machonist kostet nix, ist PPC-Only und kommt in einem etwa 216 kB kleinem .tgz.gtar (keinen Kopf d'rum machen, einfach doppelklicken…) daher. (via shiftzwei)

(*1) Wer sich den richtigen Link ausgesucht hat, landete hier.

Wird nicht mehr weiterentwickelt, sehr schade.

Eingestellt von Heiko um 18:07 |

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