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Samstag 30 September 2006

Thingamablog ./. Wordpress

Wordpress bei Strato

Strato bietet ja seit geraumer Zeit zu seinen Webhostingpaketen quasi als Dreingabe die Blogsoftware Wordpress an. "Na gut" dachte ich mir, "mein Schaden soll es nicht sein." Der alte Kram auf meiner restlichen Homepage bedurfte eh' der Überarbeitung. Also via FTP rein in meine Webpräsenz und garstig aufgeräumt! Anschließend in den Admin-Bereich meiner Homepage bei Strato eingeloggt.

Die Installation verlief erfreulich simpel, lediglich die Angabe eines Verzeichnisses sowie einer E-Mail-Adresse waren von nöten. Nach recht kurzer Zeit kam auch die Email mit den Zugangsdaten zur frischen Wordpress-Installation. Gleich eingeloggt, umgeschaut und experimentiert. Der erste Eindruck war ja schon mal nicht schlecht. Irgendwie erscheint alles aufgeräumt. Trotzdem: Anschließend erstmal die Verzeichnisse mit meinen FTP-Programm angeschaut.

Ernüchternd. Lediglich die Datenbank sowie eine index.html im vorher angegebenen Verzeichnis existierten. Eigentlich liebe ich kleine Programme, aber das war doch ein wenig zu spartanisch. Der Vergleich mit der frisch runter geladenen 2.04er Version des ach so beliebten Blogtools (bei Strato: 2.02) überraschte doch sehr. Erstaunlich, was so alles in der Originaldistribution mitgeliefert wird.

Gut, irgendwo in den vielen LiesMich's wird erwähnt, dass mit der Installation von Wordpress sowie dessen Plug-Ins man sich ein gewisses Risiko einfängt. Schließlich sind es ausführbare Programme, die, vor allem wenn sie auf einem entfernten Rechner laufen, ein schlecht kalkulierbares Risiko darstellen. Insofern kann ich Strato nur dahingehend auf die Schulter klopfen, als das sie Service bieten und Risiken minimieren wollen. Das ist voll ok!

Aber: Wieso muss ich als Safari-User bei jedem Klick auf einen Link eine leere Seite abwarten, um nach einen weiteren Klick in eben diese leere Seite endlich etwas angezeigt zu bekommen? In den ersten Versuchen entschlackte ich die vorinstallierte Linkliste, und ersetzte diese durch eine absolute Adresse auf eben dieses Blog. Mit den Mitteln, die Wordpress zur Verfügung stellt, versteht sich. Es erscheint nur die Fehlermeldung: Not Found.

Uhh?? Die Seiten sind nach wie vor da. Die Frage lautet viel mehr, was machen die vor dem Anwender verborgenen Strato-Skripte da eigentlich? Via meinen neu angelegten Wordpress-Blog kann ich auf einzelne Seiten meiner Domain nicht mehr zugreifen? Aber via Google?? Auch erschien mir merkwürdig, das die in der Adresszeile angezeigten Links ziemlich abgehackt sind. Weiterhin zeigte ein – recht oberflächlicher – Vergleich, dass die Strato-Version mit Frames arbeitet während andere Wordpress-Installationen ihre Inhalte auf eine vollständige Seite bringen – mit akkuraten Adressen in der gleichnamigen Zeile.

Vielleicht sollte man die von Strato gelieferte Grundinstallation dazu nutzen, um darauf aufbauend eine eigene Wordpress-Installation zu nutzen. Mit vollem eigenen Risiko, versteht sich. Denn wer Programme auf einem Server installiert, ist letztendlich irgendwo selbst schuld – wenn es schief geht.

Thingamablog ./. Wordpress

So, nun zum ersten Eindruck von Wordpress im Vergleich zu Thingamablog (TAMB) . Die Installation ist ähnlich simpel wie Wordpress bei Strato. Nur das auf dem eigenem Rechner Java benötigt wird. Ansonsten bleibt es bei simplen Adressangaben. TAMB benötigt Serverseitig nur Speicherplatz, sonst nichts. Gleichstand.

Wem die mitgelieferten Layouts nicht gefallen, muss Änderungen in den jeweiligen Quelltexten vornehmen. In der Stratoversion von Wordpress geht das schon mal gar nicht. +TAMB

In irgendeiner Anleitung bezüglich Wordpress stand etwas WYSIWYG… +TAMB

Im Web-Browser Texte zu editieren ist grundsätzlich Mist. +TAMB

TAMB eignet sich nicht als CMS. +Wordpress

Gut, ich könnte mich jetzt in Details verlieren. Aber als Kernaussage sollte gelten, dass TAMB mir für meine Zwecke wesentlich näher kommt, als beispielsweise Wordpress. TAMB arbeitet nativ auf einem lokalen Rechner und funktioniert im wesentlichen wie eine Textverarbeitung – inklusive WYSIWIG – und nicht wie eine zusammen gehämmerte Skriptsammlung.

Mein Ziel bleibt es, mit wirklich geringem Aufwand eine Website ins Netz zu stellen. Bei derartigen Ausgangsbedingungen bleibe ich lieber bei Thingamblog. Alternativ bleiben mir noch drei Blatt Papier, Gehirnschmalz, SelfHTML und Textwrangler. Auf Wordpress in dieser Form kann ich verzichten.

Eingestellt von Heiko um 20:07 |

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