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Samstag 28 Oktober 2006
Schandmaul im Capitol
Schwer zu sagen ob es eine angenehme oder unangenehme Überraschung war: bis fünf Minuten vor Einlass quoll die Schlange vor der Tür bis über die Ihme-Brücke. Und das auch noch im Regen. Laut einer Ansage während des Konzerts sollen sich ~1.800 Personen im altehrwürdigen Kino, in dem das Capitol residiert, eingefunden haben.
Die Warteschlange ward aber schnell abgebaut und etwa 20 nach 8 spielte die Letzte Instanz auf, die ein wenig besser waren als das letzte mal. Immerhin eine gute Stunde waren sie auf der Bühne. Besonders bei den älteren Stücken (Kopfkino, Rapunzel) konnte man etwas vom alten Geist der Instanzler erahnen. Bei dem gegenwärtigen Sauwetter werde' ich mir DVD mit Originalbesetzung nochmal rein ziehen. Schade nur, dass die Jungs in der neuen Besetzung immer noch fürchterlich auf Gruftie machen. Die alte Instanz war bunter und vor allem lebhafter – und alles andere als Mainstream.
Zurück zum Thema: Während die Instanz spielte, hatten wir es lediglich bis zur unteren Theke auf dem Balkon geschafft. Zwar direkt an der Getränkequelle, aber fernab jeglicher Sicht zu Bühne. In der Umbauphase versuchten wir unser Glück zwecks besserer Sicht an der oberen Theke auf dem Balkon, was auch klappte. Schon kurz nach dem Schandmaul ihr Spiel begannen, wippte der ganze Balkon mit. Nein, nicht die Leute, die vom Konzert mitgerissen wurden – der Balkon selbst!
Schandmauls Auftritt war wie immer mit sehr viel Spaß verbunden. Die Bühnenausstattung samt dem Licht war im wesentlichen in Blau und Goldbraun gehalten – mit einigen Farbtupfern zwischendurch versteht sich. Insgesamt betrachtet haben sie ihre Spielfreude nicht verloren, treten aber erheblich professioneller auf. Übung macht halt den Meister. Fotos gibt es diesmal nicht, weil 1. zu weit weg von der Bühne und 2. meine Handycam zu schlecht ist und 3. die einschlägigen Foren zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nichts liefern. Wer die Schandmaul immer noch nicht kennt, sollte sich wirklich beeilen, was Konzerte betrifft – das Capitol war fast voll, ihr letztes Album war kurzfristig in den Top Ten.