« Textwrangler Update | Startseite | Learn Cocoa! »
Mittwoch 24 Januar 2007
JDarkRoom - Retroeditor
JDarkRoom ist ein so simples Texteingabeprogramm, dass es schon fast erschreckend ist. Beim ersten Einblick keimt die frage auf, wie man früher(™) Texte in einem Computer eingeben konnte. Nun, liebe Kinder, das ging eigentlich ganz einfach. Einfacher als mit einer Schreibmaschine schwarzes auf weißes zu bringen. Vor allem wenn man vor einem Ausdruck noch Korrekturen anbringen musste.
Der nette kleine Texteditor nimmt den gesamten Bildschirm ein und verwandelt ihn in ein retro-mäßiges Ausgabegerät: Grüne Schrift auf schwarzem Hintergrund. In den Voreinstellungen kann man einiges Ändern, sofern es sich auf die am Bildschirm ausgegebenen Farben beschränkt. Einer viel retro mäßigeren Bernstein-/Schwarz-Darstellung steht eigentlich nichts im Weg. Ach ja: Exposé funzt net.
Elementare Funktionen des Programms werden mit althergebrachten per Tastatur eingegebenen Anweisungen gesteuert. Einige Shortcuts stimmen mit denen des OS X überein, andere nicht (… geiler Satz, muss ich nachher mal d'rüber meditieren…). Schaut euch den Bildschirm mit Hilfsanweisungen in aller Ruhe an und prägt euch die Bedienungsanweisungen ein. Es gibt keine GUI oder sonstigen modernen Kram.
Außer bei den ein oder zwei Dialogen, mit denen Dateien gespeichert oder geladen werden. Ach ja, die gespeicherten Dateien besitzen weder Extension noch Type oder Creator. Ein wenig Flexibilität seitens des Users erwarten die Macher des Programms wohl schon. Dann wäre da noch ein kleineres Problem mit der Textkodierung. Auf die schnelle habe ich nur heraus bekommen, das die Umlaute auf einem Mac nicht vernünftig angezeigt werden. Irgendeinen Workaround zur Konvertierung… – dazu bin ich jetzt zu Faul.
JDarkRoom kostet nix und kommt unkomprimiert in einer 108 kB kleinen
.jar-Datei daher – mit einem generischen Icon, das erklärt auch das
Fehlen des üblichen Icons zu Beginn des Artikels. Also nicht wundern,
wenn der Safari beim Download meckert. Aber der kleine Texteditor dürfte
auf allen Rechnern arbeiten, die Java installiert haben. Zu guter letzt:
dieser Text (exklusive Bild) dürfte mehr Bytes als JDarkRoom haben
.