« TFTP - triviales FTP | Startseite | Retro Mac OS Theme »
Mittwoch 17 Oktober 2007
MacVim - Cocoa-Version des Vim
Falls jemand auf die Idee kommen könnte, mit den für den Mac
verfügbaren Texteditoren wären alle Anwendungsfälle abgedeckt, kommt
hier nun das i-Tüpfelchen: MacVim!
Das mit den Texteditoren speziell für Programmierer ist ja immer für
einen Flamewar gut, aber es gibt angenehmere Arten, sich die Finger zu
verknoten. MacVim stellt im wesentlichen eine GUI für Vim dar, dem
Visual Editor. So beschreibt es zumindest die Man Page.
Falls sich also da draußen noch jemand findet, der damals™auf einer Unix-Konsole gelernt hat und auf Vi schwört. für den scheint MacVim genau das richtige zu sein. Wer immer noch nicht genau weis, was jetzt genau gemeint sein könnte, wirft erstmal einen Blick ins Linux-Wiki. Danach dürften Neugierige erstmal geheilt sein.
Von den kryptischen Kürzeln zur Bedienung mal abgesehen scheint die Lösung aus dem Google-Code-Blog nicht die schlechteste zu sein. Generell aber sollte man sich merken, das es einen Anweisungs- und Editiermodus gibt. Zwischen beiden muss man wechseln. Darüber hinaus verfügt die Oberfläche über eine Werkzeugleiste und reichlich Menüeinträge. Die aufrufbare Hilfe aber blendet wieder eine Man-Page über den aktuellen Text. Spätestens sollte man sich der aktuellen Tastenkombination erinnern, welche zurück führt.
MacVim ist mitnichten ein Scherz. Vielmehr werden Anwender angesprochen, welche sich bereits mit dem Vim auskennen. Über den Link auf Google-Code-Seite für MacVim oder das Linux-Wiki kann man sich vorher schlau darüber machen, was einen erwartet. Auf jeden Fall erfreut der erste Eindruck. Nomen est Omen: MacVim gibt es nur für den Mac und kostet nix (7,2 MB tar.bz2). Ich bleibe trotzdem erstmal beim Textwrangler.
Mann...
Das war ja echt 'ne Scheißaktion, das Icon aus der Programmbündel raus zu ziehen. Verstehe jetzt den Witz nicht, alle relevanten Dateien als 'Versteckt' zu markieren. Immerhin erklärt diese bescheuerte Vorgehensweise den Verbleib einiger Megabyte. Der Download des .tar.bz2 schlägt mit lediglich 7,4 MB zu Buche. Im ersten Schritt ausgepackt (.tar) werden es schon knapp 25 MB. Danach gibt es eine Programmdatei mit erstaunlichen 0 kB. Und was soll das jetzt?
Das Vim in einer Mac-Gui ist ja irgendwie ganz witzig, aber was soll das? Ich bleibe erstmal beim Textwrangler!