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Mittwoch 05 Dezember 2007

Hühnchen, ziemlich scharf

Hühnchen zum Abendbrot und überhaupt gilt ja allgemeinhin als leichte Kost. Aber weniger leicht wiegt diese Tatsache, wenn man sich von eben jenem Abendbrot persönlich verabschieden kann. Im weiteren Verlauf des Abends wurden unter anderem Innereien kredenzt, welche frischer nicht sein konnten. Seit langer Zeit konnte ich mal wieder gare Nierchen genießen. (Sehr lecker!)

Das Bild gelang leider nur sehr unscharf, aber Teile des namenlosen Gockels landeten auf meinem Teller. Ebenso as ich Teile seines Bruders (oder seiner Schwester?). Wie auch immer, während des Familienabends, an dem ich nur Zaungast war, wurden zwei Hühner und ein paar Fische frisch zubereitet. Und natürlich jede Menge Reis; mit den dazugehörigen, scharfen, Soßen natürlich. Wenn man sich schon in einem familliären Umkreis mitten in Asien befindet, wird schließlich gegesen, was auf den Tisch kommt! Auch wenn es scharf ist.

Frisch war es allemal; und lecker. Das man sich von seinem Abendbrot noch persönlich verabschieden kann, bekommt man in hiesiger gegend praktisch gar mehr mit. Viel zu Industriell ist die europäische Food-Production; und damit gar nicht mehr nachvollziehbar.

Ob mir irgendwie schlecht wurde fragte man mich nach dem Urlaub auch. Nun, gegen frisches Essen kann ich nichts einwenden. Selbst wenn es keinerlei Fleischbeschau durchläuft. Meine Antwort lautet zweifach Nein: Erstens, es war frisch. Zweitens: Es kam aus einer glaubwürdigen Quelle.

Selbst ob der Tatsache, das der Bauer während unserer ersten Begegnung in seinem Fischzuchteich ein Bad (mit Seife und so) nahm, schmeckten die anschließend aus dem selben Zuchtteich gekäscherten Fische sehr gut. Ob der Reis von ihm stammte, weis ich nicht mehr. Aber selbigen hat er ebenfalls angebaut.

Im ernst jetzt, die Hühner wurden abgestochen (nicht geköpft) und anschließend halsüber in siedendes Wasser gestülpt. Ich nehme mal an, dass das zum einfacheren Entfiedern diente. Dennoch nahm sich ein Huhn nach ihrem Ableben die Freiheit heraus, rum zu flattern. Letztendlich landete das Huhn samt einer Schwester sowie drei oder vier Fischen als wesentliicher Bestandteil unseres Abendessens auf unseren Tellern. Lecker!

Hey, wenn man Thailand mal richtig erleben will, sollte 'Mann' vorher seine Klischees (wie einen Furz) fahren lassen. Vielleicht sollte man sich auch mal auf was ungewohntes einlassen. Dann erst wird es spannend!

Eingestellt von Heiko um 1:48 |

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