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Freitag 28 Dezember 2007

Tauschbörsen, Musikindustrie, neue Kampflieder

Auf Spiegel-Online gibt es eine sehr schöne Zusammenfassung von dem, womit Lobbyisten unsere Abgeordneten zu beeinflussen zu versuchen. Beispielsweise soll die Filterung von Musik eingefordert werden, welche von der Musikindustrie nicht abgesegnet worden ist.

Großes Kino! Vor allem die 'Du bist ein Rabkopierer'-Spots treffen den Nerv des Publikums.

Das es außerhalb von irgendwelchen Charts oder Klingeltönen, die im Werbeumfeld von MTViva oder anderen Videoclips zeigenden Sendern gibt, dürfte wohl der allgemeinen Lebenserfahrung entsprechen.

Dieses Jahr kaufte ich mir nur eine Musik-CD. Aber erst nachdem die Kombo (Lack of Limits) ihren Auftritt im Celtic Tiger hingelegte. Für einen Eintrittspreis von 3 Euro (zusätzlich zu den vielen Guinness und den Pommes mit Majo, am Eingang abgestempelt und so) waren die Jungs und Mädels besser als gut. (Das war an dem Abend, an dem 96 eine 1:5 Lasche bekam; da muss man sich ja selbst als vom Fussball völlig unbedarfter Hannoveraner für schämen.)

Krasse Mischung: Die Kleine und ihre Kombo (reicht selbst mir bis gerade mal an die Achseln heran) mit der lauten Stimme spielte, zusammen mit ihrer Kombo, Geige und Saxophon. *vollrespecktey*

Solcherart Details wie die nicht herauf gezogene Leinwand nach dem nieder schmetternden Spielergebnis lassen wir mal außen vor. Scheiß Sport. Die Band konnte diesen organisatorischen Mangel locker überspielen. (Hi 2 Dagmar aus Düsseldorf!) Aber hey, trotz der organisatorischen Unzulänglichkeiten steckte da irgenwie Leben hinter.

Am Merch(andise)-Stand konnte man zwischen einigen CDs, bedruckten T-Shirts und Diversem auswählen, welche jeweils eine untere und obere Preisspanne aufwiesen. Auf die Frage womit das begründet sei, antwortete die Marketenderin sinngemäß. „Mit der unteren Preisgrenze haben wir ein wenig mehr als die Herstellungskosten heraus, aber wenn Du etwas mehr bezahlst, bleibt mehr für uns mehr übrig.“

„Kein Problem“ dachte ich mir. Ich und mein Kumpel zahlten selbstverstädlich die obere Preisgrenze. Das bischen Geld auszugeben gefiel uns, immerhin gab es im Vorfeld

Da die Musik und der zu Folge die abendliche Unterhaltung eigentlich recht gut war, war dies ein stechendes Argument. Ich und mein Kumpel entlöhnten selbstverständlich die obere Preisgrenze.

Im Ernst jetzt; Die Musikindustrie will alles Filtern, was denen Einkommen verspricht: Geld für praktische Nulleistungen einnehmen. Verlustig gehen dabei all die Künstler, welche ihre Werke frei veröffentlichen. Diese werden mit einem angedachten 'Legalisierungsfilter' ausgemistet. Unsere wahrnehmbare Musik gleicht eher einen seit langer Zeit warmgehaltenen Burger-King-Brötchen-mit-Metteinlage. Lecker…

Worauf wollte ich nochmal hinaus?

Ah ja…

Wenn die MI-Lobby ihre Filter durchsetzt, bleiben für uns nur diktierte, zu kaufende Klingeltöne übrig. Na Klasse, und 'die' wundern sich derweil, weil ich keine CDs/DVDs mehr kaufe?

Was darüber hinaus zuknünftlich gefiltert werden könnte, wären Lieder wie BananenrEpUblik. Wäre es schade darum?

Eingestellt von Heiko um 17:20 |

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