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Freitag 23 Mai 2008

Kentucky schreit Ficken

Diese Assoziation hat sich in mein Hirn gebrannt, seit dem Ich The Kentucky Fried Movie das erste mal sah. Soweit meine Erinnerung. Dieser Film schien wohl eine amerikanische Antwort auf die britische Komikertruppe Monty Phython zu sein. Irgendwie ist es den Leuten auch gelungen, komisch zu sein. Beispielsweise wird der Gefahrensucher zur Zeit im deutschen Fernsehen wieder aufgelegt. (Aber das jetzt detailiert raus zu suchen, dazu bin in zu Faul; der gefakte Mist wurde gesendet. Glaubt mir.)

Gut, ich komme mal wieder vom hundersten ins Tausendste. Eigentlich wollte ich eine eine Persiflage auf The Kentucky Fried Movie vorstellen. Dabei vergaß ich, das eben jener Fake-Film – Kentucky Fried Cueltry – das Original zum Anlass genommen hat, irgendetwas auf die Schippe zu nehmen. Der Dung vom Spaltboden der eu-konformen Viehställe wird es nicht mit Sicherheit nicht sein, so viel sei versichert.

Weniger auf die Schippe genommen haben die Tierschützer rund um PeTA die Vorlagen aus der btitischen Komiker-Szene. Denn Kentucky Fried Cueltry spielt zwar auf die ursprünglichen Vorlagen an, aber kommt zu einer völlig anderen Aussage. Die alte Steilvorlagen wurde sogar ein wenig weiter entwickelt. Klischees aus diversen Action-Streifen dürfen erwartet werden, aber nicht überraschen. In der wie eine Filmhomepage eines Kinostreifens aufgemachten Site werden die Umgangsformen mit unseren angehenden Lebensmitteln in einer eher am Klischee-Hollywood-Kino orientierten Darstellung gezeigt. Irgendwie verkürzt und überzogen dargestellt, aber passen tut es trotzdem. Irgendwie.

Kurze Clips wechseln sich mit mageren Beschreibungen ab, die über die Nachteile einer industriellen Lebensmittelversorgung informieren wollen. Ein angemesserner Umgang mit den Resourccen unserer Fleischversorgung sollte selbstverständlich sein, immerhin handelt es sich dabei um denkende und fühlende Lebewesen, die wir alltäglich so fressen. Erheiternd ist das alles schon irgendwie, das mit der PeTA und deren Sichtweise über unsere Fleisch-, Fell- und Lederlieferanten. Satt werden wollen wir aber schon irgendwie; und warm bleiben wir auch. Irgendwie.

Das für die PeTA-Werbeshow plakativ, appetiliche (im westlichen Geschmackssinne selbstverständlich verstanden) erscheinende Models sich anbieten, lassen wir mal für den Moment außen vor. Vielleicht sollten wir uns mal einen Kopf darüber machen, aus was unsere Schitzel so gemacht werden. Ich probiere es mal mit einer anderen Metapher: Fair und Genfrei behandelte Hühner schmecken einfach besser. In diesem Sinne: Guten Appetit!

P.S. Wenn in einer größeren Shopping-Mall mehrere amerikanische Schnellimbisse sowie kleine, dennoch regelkonforme Garküchen ihre Devotionalien darbieten, ratet mal, wo eure Kinder hin rennen. Na lecker, anschließend versucht ihnen mal was über vernünftige Ernährung zu erzählen.

Eingestellt von Heiko um 23:38 |

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