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Montag 04 August 2008

Letzte Instanz auf dem Fährmannsfest

Endlich war es mal wieder soweit, das zwei Gegebenheiten aufeinandr trafen: Die Letzte Instanz war in Hannover und ich erfuhr davon rechtzeitig. Vergangenen Freitag traten sie als Hauptact auf dem Fährmannsfest auf. Noch leicht irritiert vom letzten mal ging ich mit gemischten Gefühlen zum Auftritt. Gegen 22.00 Uhr traten sie auch auf und spielten zunächst jüngere Stücke – aus der Zeit nach Robin. War ja ehrlich gesagt nicht so der reißer.

Mitten im Konzert ging dann ein Platzregen nieder. Ein guter Teil der Fährmannsfestbesucher verschwand nach Hause, der Rest suchte sich Schutz unter irgendwelchen Überdachungen. Die meisten aber fanden Platz unter der eher schmalen Brücke, die die Ihme überquert. Glücklicherweise ging der Regen eher senkrecht nieder. Doch bei einer leichten Windboe klatschte der Regen unter die Brücke, was ein Ausweichen der doch erheblichen Zahl an Besucher zur Folge hatte. Irgendwie musste man ja dem fallendem Nass ausweichen, was eine leichte Massenbewegung in Richtung des Regenschattens auslöste. Ganz ohne Panik bewegte sich die Masse ins trockene. Lies die Böe nach, schob sich die Masse wieder in die andere Richtung. So war wenigstens für ein wenig Tanzbewegung gesorgt, zwar nicht zur Musik, aber immerhin nahmen wirklich alle ohne Aufforderung teil.

Die Szene, die sich vorm Brückenplatz aus bot, war recht interessant. Mittig die Bühne mit wechselnder farbiger Beleuchtung sowie Nebeleffekten, die vom Regen durchdrungen besonders reizvoll aussahen. Links und rechts flankierten zwei 'Herrenhäuser'-Leuchtreklamen die Bühne, die im weiteren Verlauf des Regens anfingen zu flackern – was mit Sicherheit seitens der Standbetreiber alles andere als erwünscht war. Ein wenig Abwechslung boten die beiden Fressstände, welche sich linkerhand befanden. Auch bei denen fing die Beleuchtung nach geraumer Zeit an zu flackern. Etwas lebhafter wurde es, als einer der Standbetreiber seinen Stand anfing aufzuräumen. Immerhin war in diesem Moment im Vorfeld mehr los, als auf der Bühne.

Nachdem der Regen so allmählich aufhörte, nahmen die Restmassen den Platz wieder ein. Blöderweise versagte die Anlage, welche erst nach ungefähr einer halben Stunde wieder lief. Dann endlich nahm die Band ihre Arbeit wieder auf und spielte hauptsächlich ältere Titel – aus der Zeit mit Robin. (Rapunzel lass dein Haar herab…) In dem durch die Zwangstrennungen entstandene erste und zweite Hälfte war die zweite mit Abstand die bessere. Man konnte die alte Power durchaus erahnen, erreicht haben die Letzte Instanz sie aber nicht mehr.

Dennoch waren mein Kumpel und ich durchaus der Meinung, das trotz des Regens und der Technikprobleme es ein witziges Konzert war – für 'nen fünfer Eintritt kann die Jungs sich durchaus mal anschauen. Potenzial ist vorhanden, das bewiesen die alten Sachen und die vielen Leute, die bis zum Schluss ausharrten. Die neuen Sachen klingen Live alle irgendwie ähnlich, man wartet ständig auf Abwechslung.

Eingestellt von Heiko um 20:18 |

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