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Freitag 15 August 2008
(If I were a) Gamma Ray
The world is pervated with ironie, hunger and corruption
The
eastern world and the africans too – Are going to repeat the history of
our wars
And our industry supplies them with arms – Everybody knows,
but apparently
nobody can do anything against it – For our society is
on the make
(Hier der Text zum Mitgröhlen!)
Krautrock at its best: Birth Control mit Gamma Ray. Keine Ahnung mehr, wie ich darauf heute Abend gekommen bin. Vielleicht weil ich mich an die Musik meiner Jugend erinnern wollte. Immerhin war sie außer laut und hart noch politisch. Für laute und harte Musik trotten die heutigen zotteligen bestenfalls nach Wacken, aber nur um sich mit denen die Kante zu geben, die sich – angepasst wie sie sonst so sind – mal für ein verlängertes Wochenende auszuklinken. Immerhin soll in Wacken rechtzeitig zur Sommersaison genügend Dixie-Klos zur Verfügung gestellt werden…
All den Krautrockern muss man zugute halten, dass sie sich mit der Welt beschäftigten, in der sie sich bewegte. Was man den Zuhöhrern nicht so ohne weiteres unsterstellen kann. Sie konsumierten nur, was sich bis in die heutige Zeit gehalten hat. Was sich blöderweise nicht gehalten hat, ist die Aussagefähigekeit deutscher Liedermacher. Das Niveau ist ja so was von flach…
Nun gut, die heutigen Musiker beschäftigen sich auch mit der Welt, in der sie sich bewegen. Nur leider muss man zu der Erkenntnis gelangen, dass es sich um einen begrenzten Personenkreis handelt, der die Musik verkaufen will. Derartig mit Schmarotzern behaftet und auf Verkaufsoptimierung ausgerichtet kann eigentlich nichts bei rumkommen. …MTViva, Jamba…
Früher, ja Früher® war alles besser (und aus Holz). Im ernst jetzt, was man heute so hört, ist einfach belanglos. Bedeutungslos. Birth Control erweckten wenigstens mit ihrem Namen noch aufsehen, heute wird bei einem versuchtem Schockeffekt bestenfalls nur noch gegähnt. Weil es einfach nur noch viel zu abgegriffen wirkt. Inhalte werden vermisst.
Dabei gab es Früher eigentlich schon alles, was man brauchte: Geile, harte und laute Musik mit Texten, mit denen man sich identifizieren konnte. Typen, die auf der Bühne alles andere als cool waren. Klar gibt es das heute auch – jeder wird mit Sicherheit mir den Kram nahelegen, den er gerade gern hört – aber auf welchem Niveau spielt sich das ab? Es bleibt mir im Moment nur fest zu stellen, das alles schon mal da war, nur besser.