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Sonntag 12 Oktober 2008

Tod eines eMac

...die etwas längere Pause hatte leider technische Hintergründe. So ist nach sechs Jahren mein alter eMac endgültig abgeraucht. Geäußert hat sich dies recht ärgerliche Phänomen durch ein ungewolltes Abschalten des Rechners. Mitten in einem meiner Nachmittagsschläfchens wachte ich durch eine ungewohnte Stille auf. Der Rechner hatte sich selbstständig abgeschaltet. Nach der notwendigen Ruhepause wollte ich nun ein wenig surfen und schaltete den Rechner ein. Alles schien normal, bis sich die Kiste nach ungefähr einer halben Stunde wieder von selbst abschaltete. Hm.

Erneut eingeschaltet startete der Rechner wieder auf, um darauf hin nach wenigen Minuten wieder ab zu schalten. Langsam warfen sich Sorgenfalten auf meiner Strirn auf. Nach einem erneuten Einschalten lies sich die Kiste überhaupt nicht mehr starten. Hmm. Ich zog den Netzstecker und wartete – naja, ich wartete eigentlich nicht, ich vertrieb mir die Zeit andersweitig – eine gewisse Zeit. Nach verstreichen dieser pluggte ich den Netsstecker wieder in und drückte den Startknopf. Der fuhr kurz hoch, um gleich wieder abzuschalten. Dieses spielchen wiederholte sich einige male, bis sich überhaupt nichts mehr tat.

Nun ja, der alte eMac war also endgültig im Arsch. Eigentlich wäre ja mit einem Absterben der Festplatte zu rechnen gewesen, aber wenn das Netzteil den Geist aufgibt, ist das genauso ärgerlich. Die Kiste war also endgültig hin – und die Wohnung war so was von Ruhig. Der alte eMac röhrte ja auch wie ein Staubsauger. Blöderweise musste ich die darauf folgenden beiden Tage mal wieder zu ungünstigen Zeiten zur Arbeit, also war nichts mit einem übereilten Rechnerkauf. Aber immerhin konnte ich eine ruhige Wohnung genießen. Aber nach den Schichten und einer gewissen Ausschlafphase musste ein neues Unterhaltungsgerät her.

Frisch geduscht und mit sauberen Klamotte begab ich mich zu meinem lokalen Apple-Dealerund fragte nach, ob das Gerät meiner Begierde verfügbar war. Es war. Also schnurstracks zu meiner Bank um die Kohlen zu holen. Mit gedeckten Konten stellte dies kein Problem dar. Einzig eine Blondine, die sich falsch an eine Warteschlange anstellte, bremste meinen vorraussichtlich besten Kauf des Jahres ein wenig. Der Fehler der Blonden war mal wieder fehlende übersicht: Eine Warteschlange bei mehreren Kassen verkürtzt die Wartezeiten für alle ungemein. Das ist zwar mittlerweile bewiesen, aber im Alltag hat es sich noch nicht herumgesprochen. Also: Eine Schlange für mehrere Kassen. Egal jetzt.

Zurück im Laden sprach ich den vermeintlichen Verkäufer von vorhin erneut an, er möge doch den bereits abgesprochenen Kauf abschließen. Einen anderen Veräufer sprach ich nach eine kurzen und erfolglosen Suche nach Spielen an, wo sich diese denn befänden. Er zeigte mir das versteckte(!) Regal und ich stöberte ein wenig. Kurz darauf sprach mich ein dritter Verkäufer an und meinte, dass er die Verhandlungen übernehmen würde. Die Fragezeichen, die sich in meinem innersten als Antwort formten, kamen nicht über meine Lippen. Aber anzusehen waren sie mir öffensichtlich schon.

Der neue Händler tat zweierlei auf einmal. Zunächst fing er mit einem antrainierten Verkaufsgespräch an, zum anderen begab er sich auf meine Augenhöhe. Ersteres war lästig, weil schon vor weniger als einer Stunde erlebt. Zweiteres war nett, weil ich mich gerade vor dem Spieleregal in der Hocke befand. Das wiederholte Verkaufsgespräch war recht kurz, weil ich einwarf, das die schon alles besprochen sei. Es erinnerte mich noch ausgeprägter an gewisse Bulletenbrater – Möchten sie noch was zu trinken? – Nein, ich möchte keine zusätzliche Versicherung… Dennoch war kurz darauf der Deal perfekt.

Der Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln gestaltete sich totz der Tageszeit und der damit verbundenen hohen Passagierzahlen als verhältnismäßig problemlos. Auch das relativ geringe Gewicht von gut dreizehn Kilo – mein alter eMac wog gut zwanzig Kilo – machte sich positiv bemerkbar. Zu hause angekommen gönnte ich mir trotzdem eine Pause. Denn schließlich will die übliche Auspack- und Einschaltprozedur in Ruhe genossen werden. Kurz und gut: Eine halbe Stunde später war ich bereits wieder im Internet.

(Heiter Weiter: Teil 2 – mit Fotos)

Eingestellt von Heiko um 16:41 |

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