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Freitag 28 November 2008
Killerspiele Reloaded
In der Süddeutschen wird mal wieder gegen so genannte Killerspiele gehetzt. Zwar weiß immer noch keiner, was sich genau hinter Killerspielen verbirgt, aber man kann ja mal den nächstjährigen Wahlkampf schon mal vorheizen. Der Gastbeitrag eines gewissen Christian Pfeiffer vom steuerfinanzierten Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. Es ist erstaunlich, was man so alles von seinen Steuern mitfinanziert. Es ist ebenso erstaunlich, welche Plattitüden wieder aufgewärmt werden. Noch erstaunlicher aber sind die Leserzuschriften zum betreffenden Artikel, die mal wieder erheblich mehr Informationen enthalten.
Tja Süddeutsche, so wird das nichts mit Qualitätsjournalismus. Auch wenn die PR – mehr ist es nicht – unter der Rubrik Außenansicht geführt wird, wäre seitens der Redaktion ein ergänzender Hinweis wie beispielsweise bei Leserbriefen hilfreich. Vielleicht etwa so: Die Meinung der Fremdautoren muss sich nicht mit der der Redaktion decken. Aus den Leserkommentaren kann man nun genug Material entnehmen, um die ganze Angelegenheit für einen Leser ausgewogen aufzubereiten. Davon mal abgesehen ist das Thema so was von ausgelutscht, denn jeder der sich dafür interessiert, hat sich bereits eine ausgewogene Meinung gebildet – wie die Kommentare es unterstreichen. Aber mit solchen Artikeln versucht man bestenfalls, unerfahrene Leser auf seine Seite zu ziehen. Wobei ich mir nur schwerlich vorstellen kann, dass die Süddeutsche in die Nähe der „Bild“ rücken will.
Wenn ich mir dann noch die Auflagenzahlen der ivw (hier ist leider Eigeninitiative in Sachen Recherche angesagt) anschaue, wundert mich eigentlich nichts mehr.