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Montag 01 Dezember 2008

Fluid Tunes - gestengesteuerte Musikanwahl

Irgendwie fühlte ich mich nach all den vielen Berichten zunächst an die Wii erinnert, die mittels sportlichen Aktionen gesteuert werden muss – ächz. Aber da Fluid Tunes gerade in den Mac-Blogs die Runde macht, dachte ich mir, schau trotzdem mal in dieses 'Sportspiel' rein. Trotz der benötigten eigenen Bewegungen zwecks Musikansteuerung kam ich nicht in Schweiß – was ich persönlich als begrüßenswert empfinde. Eins sei vorweg genommen: Gerade in seiner Schlichtheit enthält Fluid Tunes viel Potenzial.

Der Screenshot zeigt nur die Bedienelemente sowie den Cover-Flow-mäßigen Hintergrund. Deine Visage und deine Verrenkungen musst Du dir selbst rein denken. Spiel das Programm einfach mal selbst durch. (Klick auf das Bild.)

Sinn von Fluid Tunes ist es, die iTunes-Musiksammlung mittels Gesten zu steuern, die via Webcam berührungsfrei an den Rechner übermittelt werden. Das Programm öffnet nach einem Doppelklick auf sein Icon – wie nicht anders zu erwarten – ein Fenster, in dem sich vordergründig vier Felder mit der Funktionalität eines CD-Players (Vor und Zurück, Start sowie Stop) befinden. Dann kommt eine kontinuierliche Anzeige der Webcam und ganz im Hintergrund werden Cover-Flow-mäßig die Alben der eigenen Musiksammlung angezeigt.

Zur Abspielen der Musik muss man nur vor der Kamera sitzen und die vorgegebenen Bedienfelder per Hand, Fuß oder Kopfbewegung quasi in der Luft bewedeln. Bei Erfolg – der sich durchaus in zu viel Fällen einstellt – wird der eigentlich nicht berührte Button am Display mit einem saubunten 'Poof'-Effekt unterlegt und dessen Funktion ausgeführt. Und echt jetzt ey, mehr gibt es zur Bedienung nicht zu sagen – außer das sie saucool sowie sauempfindlich ist. Die Genauigkeit der aktuellen Version ist doch schon recht erstaunlich, doch wünscht man sich zuweilen – gerade beim Blättern – das es etwas schneller abgeht . Fluid Tunes startet iTunes nach und setzt auch letzteres als Arbeitsgrundlage voraus. Beendet man bei laufendem Fluid Tunes iTunes, tut sich nichts mehr.

Wünschenswert wäre – hey, immerhin ist es kurz vor Weihnachten, also ist allgemeine Wunschzeit angesagt – eine Möglichkeit, die Bedienfelder frei anzuordnen. Auch über eine einstellbare Empfindlichkeit müsste man noch diskutieren, denn wenn man beispielsweise aufsteht und weg geht und sich das Programm aktiv im Vordergrund befindet, bedient man es durchaus unabsichtlich. Wünschenswert wäre auch eine Einstellung darüber, ob die Cover-Flow-Anzeige automatisch auf das aktuell abgespielte Lied nach kurzer bewegungsloser Zeit zurück springt, oder ob es so wie zur Zeit implementiert da stehen bleibt, wo man die Auswahl hinbewegt hat. Für beides gibt es genügend gute Argumente. Aber über derartige Kleinigkeiten sieht man gelassen Hinweg, das Programm ist ja trotz der 1.01-Version noch recht jung.

Fluid Tunes befindet sich auf einem ähnlichen Niveau wie seinerzeit Cover Flow, welches ja nun bekanntermaßen von Apple eingekauft wurde. Wünschenswert (oops, jetzt hab' ich dieses Wort zum dritten mal benutzt) wäre es schon, wenn eine ausgefeiltere Version in eine der nächsten OS-X-Versionen übernommen werden würde. Zusätzlich erstaunlich an der durchaus funktionsfähigen Version ist vor allem die Kleinheit des Mac-Only-Programms: man saugt gerade nur knapp 800 kB an dem kostenlosen Download.

Eingestellt von Heiko um 22:24 |

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