« Zeitungszeugen verboten | Startseite | Politiker und das Internet »
Mittwoch 21 Januar 2009
Unterschwellige Konditionierung
Das Spiegel-Online einen eher zwielichtigen Ruf hat – Bild für Abiturienten sei hier mal so als Beispiel genannt –, dürfte nichts neuen sein. Aber mit eingeblendeten Botschaften in ihren Videos steigert sich die Onlineausgabe des ehemaligen Sturmgeschützes der Demokratie noch einmal ins negative.
Wo ist die Botschaft? (Klick auf das Bild)
Mit derartigen Beeinflußungsversuchen degradiert sich die Postille selbst zum Rohrkrepierer des Journalismus. Blöderweise ist ein Funktionieren unterschwelliger Botschaften nicht einmal Garantiert. Manchmal geht es auch in die Hose.
Die Botschaft neues Sicherheitspaket erscheint kurzzeitig in einem Video, welches über angebliche Gefahren irgendwelcher Taliban informieren will. Davon mal abgesehen das Terror nur dann funktioniert, wenn wir uns von der Hysterie beherrschen lassen, kann man Spiegel-Online eigentlich nur auf die Schultern klopfen. Dieses Video trägt einiges zur Terrorhysterie bei und lenkt gewissermaßen 'Bild-schön' von unseren echten Problemen ab. Gut gemeint, Spiegel-Online, aber schlecht gemacht.
Eure Glaubwürdigkeit leidet genauso darunter, wie die Glaubwürdigkeit an diesem ganzen Taliban-Kram. Ihr tut niemanden einen gefallen damit; im Gegenteil, ihr haltet offensichtlich eure Leser für Blöd.
Bereits heute nacht hatte Schall und Rauch etwas darüber gebracht, aber das das Video immer verfügbar ist, wundert doch sehr.
Irgendwann Ende 03 bzw. Anfang 04 habe ich mir Spiegel-Online abgewöhnt. Es war m.E. einfach nur Müll, was da veröffentlicht wurde. Ab und an Folge ich mal einen Link, aber das war es dann auch. Diese Erfahrung – sich alternativen zu Spiegel-Online zu suchen – gebe ich hiermit weiter.