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Sonntag 14 Juni 2009

Hannover und seine CeBIT

Wie Neues Deutschland berichtet, hat sich vor langer Zeit unterhalb der Hannover Messe AG ein Schwarzes Loch aufgetan, welches sich originellerweise nur auf Steuergelder auswirkt.

Im Kern geht es darum, das im Zuge der Expo die Messenhallen an amerikanische Investoren verkauft und wieder angemietet wurden. Das Cross-Border-Leasing-Modell kommt der hannoverschen Kommune – also *„Uns!“* – teuer zu stehen:

„Die Verträge, die vor neun Jahren geschlossen wurden und eine Mindestlaufzeit von 28 Jahren haben, könnte die Messe AG zwar kündigen. Dann aber würden Vorfälligkeitszinsen an die Banken fällig, was noch teurer käme.“

Und jetzt eine blöde, rethorische Frage in die Runde: An welcher Stelle wird gespart? Auch dazu hat der Artikel eine Antwort parat, die leider nur zu vertraut klingt: Schuldenaufnahme, Haushaltskonsolidierung, Stellenstreichung, Nullrunden und dergleichen mehr. Vor allem die Summen der Zahlungen bewegen sich zwar nicht gerade im Rahmen einer HRE und dergleichen, aber in anbetracht einer einzelnen Stadt kann einem durchaus der Schwindel ereilen.

Irgendwie ging es in den letzten Tagen durch die Mainstreammedien, dass Neuverschuldungen ziemlich bäh sind und verboten werden sollen. Nun, und hier meine zweite, wiederum eher rethorisch gemeinte Frage: Wie sollen diese merkwürdigen vertraglichen Verpflichtungen erfüllt werden? Vor allem dazu schlußfolgert der Artikel recht beeindruckend – auch wenn die Antworten nicht mehr allzu neu sein dürften.

Eingestellt von Heiko um 21:17 |

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