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Dienstag 08 Juni 2010

Werbeverschlankter Safari Reader

Seit heute morgen gibt es den den neuen Safari in der 5er-Version zum Dowload. „Na?!“ dachte ich mir, „mal sehen, was es neues gibt… .“ Ehrlich, etwas angepisst war ich, weil man wegen der Aktualisierung eines simplen Web-Browsers den Rechner neu starten musste. Egal.

Ganz dem üblichen Klischee eines Apple-Users entsprechend klickte gedankenlos auf den Button in der Softwareaktualisierung, der mir die aktuelle Version auf meine Platte lädt, danach das Programm installiert sowie den Rechner neu startet. Soweit nichts ungewöhnliches. Ungewöhnlich hingegen war, das nach dem Neustart des Rechners und Safaris, das sich das gewohnte Bild einstellte: Es hat sich nichts geändert.

Na ja, fasst nichts. In der Adresszeile gibt es einen neuen anklickbaren Button, den man mit „Reader“ benamst hat. Nach einem Klick darauf öffnet sich ein „Overlay“ im aktuellem Browser-Fenster, der den selben Artikel enthält, aber wesentlich lesbarer daher kommt.

Es fehlen Werbung und ähnliche Dönnikens. Der Artikel selbst wird mit einer Schriftgröße dargestellt, die älteren Semestern wie mir mit ihrer Lesbarkeit entgegen kommen – ok, jetzt hatte ich zweimal „lesbar“ in diesem Beitrag. Ich denke, das dürfte meine grundsätzliche Gewichtung an Webseiten deutlich hervorheben: Die zu vermittelnde Information muss leicht und vor allem schnelll aufnehmbar sein. Aufmerksamkeitsökonomie – u know?

Zwei pfiifig erzeugte Screenshots sagen echten Kerlen mehr als ein Dutzend schwatzender Mädchen: Zuächst ein beliebiger Artikel vom Stern(- Online) , wie er sich in einem herkömmlichen Bowser darstellt:

Der zweite Screenshot zeigt die selbe Information, [allerdings|jedoch|nämlich|dann] um Frames, Flash, Werbung und ähnliche Kobereien deutlich fühlbar erleichtert, nachdem ich den „Reader“-Button „dückte“:

Wo ist Christian W.? Wie man unschwer auf den ersten Blick feststellen kann, wird nachrangiges ausgesondert.

Vielleicht sei mir noch eine Anmerkung erlaubt: Den Artikel habe ich nicht gelesen, nur die Screenshots erschienen mir für meinen Zweck brauchbar. Das Abonnement der Zeitschrift „Stern“ habe ich bereits vor Jahren gekündigt. Den Inhalt dieses Artikels mache ich mir nicht zu eigen! Ich bin fast bereit, eine Wette darauf einzugehen, welcher der beiden Artikel-Darbietungen meinen Präferenzen deutlich näher kommt: Der Zweite!

Ja ja, Apple ist Böse! Apple muss man bezahlen! Apple bevormundet! Aaaber: Apple legt mit seiner koberei-freien „Reader“-Funktion mal wieder einen Steilpass vor, hinter dem andere nur versuchen wollen, hinterher zu hecheln. Bemerkenswert ist diese gezielte Ausblendung aller Werbetreibenden vor allem hinsichtlich dessen, das Apple nicht nur ein gewinnorientiertes Unternehemen ist, sondern in der bereits jüngst zurück liegenden Vergangenheit gerade die verschwindend kleine Fraktion der Schildermaler puderte. Das betrachte ich nunmehr als „Geschichte“.

Anyone feel angepisst?

Wo ist der übliche Scheihals, der „Zensur“ brüllt? Ach, meine Kommentar-Funktion funzt immer noch nicht…

Eingestellt von Heiko um 13:31 |

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