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Donnerstag 17 Juni 2010
Mercedes Benz W 113 Cabrio
So langsam fruchten meine an meinen Chefmechaniker gerichteten Bemühungen, wie man Kfz auf die schnelle Stilvoll ablichtet (Geh' in die Knie!). Der dritte Treffer an diesem recht angenehmen Tag war ein steinaltes MB-Cabrio, der als „Pagode“ sich einen Spitznamen gemacht hat. Die fürsorglich instand gehltene Karosse zog schon am späten Vormittag meine Aufmerksamkeit auf sich. Erstaunt war ich aber, als der Wagen noch am späten Mittag am selben Platz stand und Mein Chefmechaniker samt seiner (schlechten!) Knippse mir für wenige Momente zur Verfügung stand.
Die Knippse ist Scheiße, das muss man nicht diskutieren; das Helle überstrahlt, die Tiefen saufen ab – und das ganze is' gewissermaßen ab Werk eingebaut. Schlimmerweise hat jemand mit übersteigertem Selbstbewusstsein „Leica“ auf das Knippsengehäuse geschrieben… Dennoch: Der (Die? – Mercedes ist bekanntlich ein Mädchenname) kleine Mercedes musste unsererseits bewundert werden. Es ging einfach nicht anders.
Von Innen:
Und jetzt einen netten Arsch mit Doppelrohr:
Opel Bedford Blitz
Bescheuerter Name – Opel Bedford Blitz, aber ein annerkannter Oldtimer aus dem General Motors Konzern. Entdeckt hab' ich den Kleinlaster aus dem Bus der Linie 121 heraus, als ich jüngst mal wieder in die Innenstadt musste. Da ich heute eh mit meinem Chefmechaniker und seiner hinlänglich bekannt schlechten Knippse unterwegs war – sein Rechner is' derzeitig in der Reparatur und seine Knippse brauchte dringenst ein Backup, konnten wir genau so gut einen kleinen Umweg mit einem geliehenen Golf 3 machen (Hallo Stephan – die 3 schlappen Lappen sind gut angelegt, aber bring mal Aussenspiegel in Ordnung!). Auf den Gedanken, eine Ausrede für genau dieses Unterfangen sich auszudenken, um genau dieses nicht zu tun und den Tag vielleicht sinnvoller zu verbringen, sind Ich und mein Chefmechaniker nicht gekommen. Hier der Opel Bedford Blitz:
Als etwas dem Gesamteindruck abträglich empfand ich die Cowboy-Aussenpiegel sowie die roten Nummern. Aber egal, Oldtimer is' Oldtimer.
Heißer Käfer
Na ok, der VW Käfer war weniger heiß als das für diese Breitengrade eher ungewohnte Wetter. Dennoch: Für ein liebevoll restauriertes Fahrzeug, welches sich sogar mit einem H-Kennzeichen (Historisch) schmücken darf, kann man sich immer einen Moment Zeit nehmen. Hier kommt ein alter Käfer von vorne:
Gut, die Knippse taugte nichts und der Knippser – ich war es nicht – musste von mir nach derheutigen Zufalls-Session erstmal kurz in die Auto-Fotografie eingewiesen werden. Sei es drum, sehen wir es ihm nach.
Wie man unschwer erkennt war die Knippse von einem sonnenlichtreichen Tag überfordert. Trotzdem folgt der abgelichtete Versuch, einen Eindruck vom liebevoll gestalteten Interieur zu erhaschen:
Knippsende Taschenzwiebeln und Polarisationsfilter sind ja sowas von inkompatibel… Für eine Momentaufnahme eines gutgelaunten Frühlingsnachmittages wollen wir es aber mal einfach so hinnehmen…
Leider nur schwer erkennbar fordert die Inschrift auf dem Schild neben dem Türgriff „Haxen abkratzen“ auf. Ganz Links am Armaturenbrett – leider im Foto nicht erkennbar – war ein alter Fahrplan magnetisch fixiert, der die Zugverbindungen der „Bundesbahn“ (!) nach Sylt auflistet. So viel Liebe zum Detail verdient voll krassen Respekt.
Weitere alte Käfer fand ich BKK , nochmals in BKK und vor dem ehemaligen Schwesternwohn des Nordstadtkrankenhauses. Mit dem heutigen Käfer steht es in meiner eher unbescheiden unrepräsentativen Stastitik zwischen BKK und HAJ unentschieden.
Donnerstag 26 November 2009
Amazing Classic Cars
Anstatt wie in dieser Rubrik üblich kommt heute anstatt eigener Fotos mal ein Link auf eine Bilderserie mit diversen alten Autos in verschiedenen Erhaltungszuständen: Amazing Classic Cars.
(Klick auf das Bild)
Samstag 21 November 2009
Wasserwerfer
Bei meinem Besuch in der Ancient City stand da folgender Mercedes-Laster rum, welcher mit einem risiegen Tank und einer Spritze ausgerüstet war. Ich nehme mal an, das der Laster zum großflächigen bewässern von Grünzeug an besonders heißen Tagen eingesetzt wird.
Samstag 13 Juni 2009
Opel Historisch
Vor ein paar Tagen fand ich da noch einen alten Opel Commodore, der prompt geknippst werden musste:
Sehr leicht angebeult, aber liebevoll im Originalzustand gehalten – davon zeugt immerhin das Kennzeichen – stand der Wagen leicht abseits des Bürgersteigs. Aber nicht nur von außen zeigte sich das viel genutzte Gefährt von seiner guten Seite, sondern auch das Interieur spielt augenzwinkernd mit der vergangenen Zeit:
Die volle Breitseite:
Donnerstag 14 August 2008
Triumph 650 Bonneville
Schon erstaunlich was man so alles in der Gosse findet: Eine steinalte Triumph 650 Bonneville. Die schlechte Bildqualität lasst sich aus der Handycam meines Kumpels erklären – 'ne 'echte' Knippse hatte ich blöderweise nicht dabei.
Mitgenommen habe ich sie natürlich nicht, obwohl mir ein Motorrad aus der Zeit, als Motorräder noch wie Motorräder aussahen, eigentlich ganz gut gefallen hätte. Wer sich für Triumphs interessiert, kann ja mal bei Winni Scheibes Kult-Eisen vorbei schauen.
Dienstag 29 Juli 2008
Noch'n alter VW Käfer
Mein dritter in dieser Rubrik aber der erste aus heimischen Gefilden. Gefunden hab' ich dieses liebevoll restaurierte Fahrzeug vor einem Schwesternwohnheim, was auf eine junge und attraktive Schwesternschülerin als Fahrerin hoffen lässt (nur mal um dieses Klischee anzuwenden).
Die Häufung dieses Fahrzeugs in dieser Rubrik korreliert halt mit der Verbreitung auf unserem Erdenrund. Denn immerhin wurde dieses Symbol des deutschen Wirtschaftswunders über ein halbes Jahrhundert lang gebaut und über 21 Millionen mal verkauft. Generationen von Automobilisten 'erfuhren' ihre Umwelt neu, reisten gar im Kriechgang über die Alpen bis nach Italien; der Wagen zeigte nicht nur den persönlichen Aufschwung an, auch wurden Familien befördert oder gar gegründet (die Handschlaufen, you know?).
Vergammelte Heizbirnen, fest gerostete Seilzüge, manchmal fiel bei älteren Wagen der Beifahrersitz auf die Straße. Reparaturfreundlich war der Käfer nie. Kaum Stauraum und im Winter von innen vereiste Fenster, so was wie Komfort war nur rudimentär in Form von recht stramm gepolsterten Sitzen vorhanden. Das mit der Reparaturfreundlichkeit ging so einigermaßen. Immerhin konnte die Kupplung – wenn man einigermaßen geübt war – binnen einer halben Stunde getauscht werden.
Mit der Zeit wurden die Modelle besser ausgestattet, technisch komplexer sowie einige Details im Motorraum schwieriger zugänglich. Besonders die 02' und 03er Versionen stachen leidvoll ins Auge. Wobei die 1200er (zwölfnullzwo, zwölfnulldrei) noch so einigermaßen gingen. Die 1300er (dreizehn nullzwo…) waren echt die Pest. Besonders unangenehm fiel es mir auf, als ich während meiner Lehrjahre an einem 1303 die Zündkerzen wechseln musste.
Um Kerze Nummer vier – glaub' ich, also wenn man vor der geöffneten Motorhaube kniet, links hinten – zu wechseln, braucht man am linken Arm einen sehr flachen Daumen nebst passendem Zeigefinger sowie ein zweites Ellbogengelenk. Sehkraft hingegen wird nicht benötigt, man muss in der Lage sein, die Umgebung per Tastsinn erkennen zu können. Beim Käfer befindet sich die Motorhaube hinten, nur mal so für die Kids unter euch.
Also, nach dem die Kerzen eins bis drei so einigermaßen reibungslos ersetzt wurden, machte ich an Nummer vier ran. Die alte Kerze lag auch einigermaßen fix auf dem Werkstatttisch und die neue ward zur Hand. Zwischen Daumen und Zeigefinger eingespannt führte ich die Kerze im engen Motorraum vorbei an scharfkantigen Lüftungsblechen, diversen Kabeln und Schläuchen sowie schmierigen Motorteilen in die vorgesehene Öffnung. Mein Mittelfinger ersetzte alle meine Sinne und übernahm die Führung ins schmierig feuchte Dunkel.
Kurz darauf ertastete mein Mittelfinger das feine Gewinde, welches die Kerze aufnehmen sollte. Der erste Versuch die Kerze in das Gewindeloch einzuführen schlug so was von fehl: Die Kerze, leider leicht schief angesetzt, verkantete sich kurz, um darauf hin meinen Fingern zu entgleiten. Mit leisem Klappern verabschiedete sie sich in die Untiefen der Lüftungsbleche. Stille.
„Scheiß Käfer!“ fluchte ich in mich hinein.
Gerade so eben konnte ich noch die Keramik des Isolators mit den Fingerspitzen erahnen. Einen irgendwie beweglichen Eindruck machte die Kerze überhaupt; sie war hoffnungslos zwischen Kühlrippen und Lüftungsblechen eingeklemmt. An ein herankommen jedweder Art war ohne den Ausbau des Motors nicht zu denken – und das wäre ökonomischer Unsinn gewesen. Mist.
Die alte rein zu drehen war Unsinnig, ihre Ersetzung war durchaus notwendig. Einfach so zum Ersatzteillager zu gehen um eine neue anzufordern war undenkbar. Dies hätte Fragen nach sich gezogen und diese peinliche Vorfall wäre kaum vor den Kollegen verborgen geblieben. Also kam ich nicht drum rum meinen Meister zu kontaktieren.
Nach dem er Zeit gefunden hatte sich meines Problems anzunehmen, machte er sich ein Bild der Lage. Sein anschließend an mich gerichteter Blick war, nun ja, irgendwie 'not amused'. Schlussendlich meinte er, das ich das Ding da liegen lassen sollte und einfach eine neue nehmen sollte. Den unterschwelligen Anschiss stillschweigend weg steckend schlenderte ich zum Ersatzteillager, um eine neue Kerze zu holen. Immerhin konnte ich die Bestellung mit den Worten einleiten: „Der Meister hat gesagt…“ Zumindest kamen keine Lacher aus dem Kollegenkreis.
Dieser von mir gewartete Käfer fuhr seid dem mit mehr Zündkerzen als Zylinder rum. Meine Meinung über dieses Fahrzeug hatte sich seit dem gefestigt: Verbaute Mistkisten. Dennoch stellt ein gut bis sehr gut restaurierter Käfer heutzutage eine Augenweide dar. Vor allem wenn noch besondere Ausstattungsdetails hinzu kommen. So wie am Käfer vor dem Schwesternwohnheim (oben) wie auch am BKK-Käfer.
Aber so eine Kiste will ich weder besitzen geschweige denn nochmals reparieren; ich bin da eher negativ vorbelastet.
Samstag 19 Juli 2008
Ponton Mercedes
Ausnahmnsweise mal zur richtigen Zeit die Kamera dabei gehabt.
Wer näheres zu dem Fahrzeug wissen möchte, schaut in die Wikipedia.
Montag 14 Juli 2008
Honda CB 125 Twin
Einst nannte man sie abfällig 'Youghurtbecher'. Verglichen mit heutigen Modellen dürfte es sich wohl eher um 'Schwermetall' handeln.
Nach langem überlegen ob der Herkunft des Spitznamens waren wir (Ich und mein Chefmechainker) ein wenig ratlos. Aber dann kamen wie auf die Lösung: Die Seiten'bleche' waren aus Plastik – sowie die Blinker'gläser'. Schade nur, das kein Sprit im Tank (aus Blech!) war, wir hätten gerne eine Runde gedreht.
Freitag 11 Juli 2008
Hardchopper
'n Kumpel von mir könnte noch diverse Ersatzteile gebrauchen, ernst gemeinte Angebote bitte an mich. Ich vermittle das dann – provisionsfrei natürlich.
Aber schaut nochmals genau auf den Motorblock:
Alles Klar?(!) Mit Harley-Fraggles kann mein Kumpel nichts anfangen.
Aus der Traum
The american way of drive. (Not.)
Kotflügel vorne rechts – detail
Rücklicht links – cool
Heckklappe – detail
Sonntag 17 Februar 2008
70er Käfer
Die alten Fahrzeuge in Bangkok sind ja schon beeindruckend. Vor allem ihr Erhaltungsgrad im Hinblick auf den Verkehr.
Mittwoch 06 Februar 2008
LKW in Lao Bai
Dann war da noch ein Leicht-LKW mit geöffneter Motorhaube, den ich ich in Lao Bai knippste. Ich bin mal so frech und behaupte, den ersten sinnvollen Beitrag im deutschsprachigen Internet zu posten, der über das thailändische Dorf namens Lao Bai in der Provinz Buriram handelt.
Mittwoch 21 November 2007
Ein Käfer, ein VW; ein alter...
Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen. In meinem Fall kam mir ein alter Käfer auf dem Vorplatz des Hua Lamphong vor die Linse. Endlich mal zur richtigen Zeit am richtigen Ort griff ich zur Knippse und schoß darauf los. Im Nachhinein musste ich aber feststellen, das meine Oly E-500 in der Dämmerung eher unvernünftig fokussiert. Aber Egal, der Käfer ward auf Speicherkarte gebannt und somit in diesem Forum veröffentlicht:
Die Originalbilder sind eher unscharf, aber mit ein paar Tricks gelang mir wenigstens eine brauchbare Darstellung. Der Hauptbahnhof befindet sich halbrechts quasi in Rufweite – wenn man den als Grundrauschen vorhandenen Verkehrslärm übertönen kann (*hüstel*).
Der Käfer war nicht nur alt, sondern auch noch gut erhalten, recht mobil und darüber hinaus propper ausgestattet. Wie bereits erwähnt bin ich darüber immer noch sehr stolz, mal zur richtigen Zeit am rechten Ort gewesen zu sein. (Und eine betriebsbereite Knippse ausgelöst zu haben – latürnich.)
Donnerstag 08 November 2007
Irgendwas indisches
Irgendwo in der Nähe von Wat Phra Kaeo gesehen. Selbst auf den dortigen Straßen ist dies Fahrzeug recht selten. Ich weiß nur, das es ein indisches Modell ist. Hat irgendwer eine Idee, um welchen Typ es sich handelt?
Montag 25 Dezember 2006
BMW 0'0er Serie
Nichts sagend grau war das Wetter ja schon. Aber auf dem Weg zum Gansessen erhellte ein feiner Strahl durch den trüben Winterhimmel folgende Szene:
Auf dem Weg zum Geldautomaten fuhr ich an diesem gut erhalten Fahrzeug vorbei – die Zeit des Spielzeugverschenkens ist vorbei. Die lieben kleinen Anverwandten sind alt genug, um mit einem angemessenen Geldbetrag ihre ureigensten Bedürfnisse selbst zu befriedgen. Eigentlich wollte ich direkt vom Geldautomaten zur Familienfeier, aber ein Umweg über meine Behausung schien angemessen. Dort packte ich meine Kamera ein, stieg ins Auto und knippste den alten BMW – ein erster Sonnenstrahl an diesem trüben Tag. Trotz des Umwegs und des Shootngs kam ich pünktlich zum Gansessen mit der Familie.
Der zweite Sonnenstrahl war die Vorsuppe, in der Orangen, Karotten und Ingwer eine wesentliche geschmackliche Rolle spielten. Süß war sie nicht, die Vorsuppe. Es schmeckte nach Orangen und der Ingwer sorgte für eine gewisse Schärfe – von der Erinnerung an den üblichen Weihnachtsgeschmack sollte man wirklich Abstand nehmen. Kartoffeln waren auch drin, aber nur, um die Suppe sämig zu machen. Bei Bedarf kann das Rezept nach geliefert werden. Nötig waren nach dem Mahl ein paar Korn, Kaffee und Zigartetten. Kaffe und Kuchen sowie Abendbrot mussten ausfallen – das Mittagsmahl reiche völlig.
Infos zum genkippsten Wagen gibt es in der Wikipedia: hier klicken!
Montag 16 Oktober 2006
Ach ja, der TÜV (4)
Die vormals gute Idee entwickelt sich langsam zur lästigen Hauptbeschäftigung. Neuerlicher Höhepunkt waren falsch gelieferte Ersatzteile. Ein kleiner Job von 2-3 Stunden kann sich darauf hin schon mal auf 7 Stunden ausdehnen – weil man ja durch die ganze Stadt muss. Nebenbei steht der Wagen vor Öl triefend in der Werkstatt, weil ja die Antriebswelle fehlt (nein, nicht der auf dem Bild). Aber oh Wunder, die Ersatzteile waren vorrätig.
Donnerstag 12 Oktober 2006
Ach ja, der TÜV (3)
Das mit dem TÜV – ganau genommen mit der Plakette – hat nun doch nicht so geklappt. Die Finger sind mal wieder eingesaut bis über das Wochenende hinaus. Was bleibt ist ein Feierabendbier, eine neue Rubrik und ein neuer Tag.
Montag 09 Oktober 2006
Ach ja, der TÜV (2)
Der Wiedervorführungstermin rückt immer näher. Nein, nicht der Wagen auf dem Bild, meiner seiner. Die notwendigen Reparaturen schreiten zwar genauso fort, wie der Termin näher rückt. Aber wer in den nächsten Tagen triumphiert – der Prüfer oder ich –, steht noch völlig offen.
Ach ja:
Habt ihr eine leise Vorstellung davon, wie lange man braucht, um das Schwarze unter den Fingernägeln weg zu bekommen?
Sonntag 01 Oktober 2006
30 Jahre Eintopf - Yamaha XT/SR 500
Blogger verlinken gerne auf Geburtstage, wenn denn etwas technisches zu feiern gilt. Denn Blogger sind Techno-Geeks – grundsätzlich, pauschal und immer! Diesmal feiern wir keine Person sowie kein MP3-Player. Denn ersteres kann man persönlich auf der Schulter rumklopfen, während zweiteres nett gestreichelt weiterhin überwiegend belanglose Unterhaltung abdudelt. Weder Person noch Player nehmen einem irgend etwas übel, sofern die üblichen Verhaltensmaßstäbe eingehalten werden – nicht einmal Fehlbedienungen infolge mißverstandener Bedienungsanleitungen. Wenn man sich als netter Mensch sonst innerhalb gängiger Konventionen bewegt, läuft man höchstens Gefahr, als langweiliger Zeitgnosse abgestempelt zu werden. Auf jeden Fall gibt es nichts oder niemanden, der einen die Knochen bricht. Es sei denn, es soll eine Yamaha XT 500 gestartet werden...
Vor etwa dreißig Jahren erblickte die – nagelt mich da jetzt nicht
auf den einen oder anderen einen Monat fest – XT
500 das Licht der Welt. Zumindest in Deutschland. Bereits ein Jahr
zuvor rasten die ersten Maschinen Offroad über Japan. Irgendwann 1977
wurden die neue Motorradgeneration namen Enduro
offiziell in der BRD eingführt. Zwischenzeitlich hatte man als gerade
volljähiger Pubertierling mit einem druckfrischen 'Einser' in der viel
zu engen, ärschlings getragenen Jeanshosentasche etliche
Schwierigkeiten, so einen Eintopf zu starten. Geschweige denn bei einer
eventuellen anlassabhängigen Straßenverkehrskontrolle die im Tacho
angezeigten Meilen in Kilometer umzurechnen.
Mit der XT 500 wurden mehrere unterschiedliche Entwicklungen in der Motoradgeschichte verenigt. Zunächst sollte man die längeren Federwege, Grobstollenreifen sowie den Einylinder-Viertaktmotor nennen. Diese Verfeinerungen entstammten der damaligen westlichen Praxis, eine Straßenkarre auch mal für Feldwege und Sandstrände tauglich zu machen. Aber die englischen Einflüsse solle man nich unterschätzen: Ein Drehmoment erzeugt aus machbar viel Hubraum verteilt auf maximal wenige Zylinder – ein einziger Zylinder mit einem halben Liter Hubraum entwickelt recht viel Drehmonent. Kurzum: ein Dreh am Gasgriff bricht dir dein scheiß Genick. Die Japaner waren in der Lage, für recht wenig Geld viel Gefühl zu liefern.
Angenehm waren der breite Lenker, eine schmale Bauweise sowie ein tiefer Schwerpunkt. Das Mopped war manövrierbar wie nur was. Unangenehm war die lausige 6-Volt-Bordspannung. Aber egal, ein Biker sollte seine Strecke kennen – auch bei Kerzenlicht. Unangenehmerweise war der fehlende Elektrostarter ein fortwähend bleibendes Manko; das Motorrad musste auf übelste, mechanischtichste Weise gestartet werden – mittels eines wohl platzierten Fußtrittes unter zuhilfenahme eines Hebels: Dem Kickstarter. In späteren Modifikationen der Serie wurde unter anderem die Bordspannung auf zeitgemäße zwölf Volt angehoben, aber ein Anlasser fehlt bis heute. Was natürlich den fahrenden Weizen vom zusachauenden Spreu trennt und reichlich Raum für Anekdoten lässt.
Die Kickstartprozedur sollte man schon kennen. Die simple Art war die weiße Markierung im Schauglas rechts oben am Zylinderkopf. Dazu musste nur der Dekompressionshebel gezogen werden, damit sich der Kolben mittels Kickstarter bewegen lies. Irgendwann erschien im Schauglas die weiße Markierung und zeigte an, dass sich der Motor in der Startposition befand. Alles andere war jetzt simpel: Dekompressionshebel loslassen, den eigenen Körper mit einer gewissen Sprungtechnik nach oben bewegen um Schwung zu holen, um gleich darauf alle Bewegungsenergie samt Körperkraft in den rechten Fuß zu konzentrieren, der sich auf dem Starterhebel befand. Als Ergebnis trat man den Kickstarter schwungvoll nach unten durch. Es sah sehr männlich aus. Wenn die Startprozedur auf anhieb klappte, waren einem bewundernde Blicke aller Zuschauer garantiert.
Vertrackter wurde es, wenn das Schauglas aufgrund nachträglich und unsachgemäß eingefügter Dichtungen undurchschaubar wurde. Dann waren grundsätzliche Kenntnisse des Ottomotors unabdingbar. Durch eine geschickte Bedienung des Kompressionshebels sowie des Kickstarters musste der Kolben kurz von den zweiten oberen Totpunkt gebracht werden. (Kurz vor dem Ausstoßen) Klappte dies nicht, gab es Fehlzündungen.
Schlechte Filme stellen so etwas als lautes Knallen mit einer explosionsartig aus dem Auspuff austretenden Qualmwolke dar. Dummerweise wird in der Realität unter ungünstigen Umständen der Kolben in die falsche Richtung bewegt. Dabei überträgt sich die Kraft via Kupplung in das Getriebe, wird dabei durch die Mechanik in eine höhere Geschwindigkeit übersetzt und treibt schlußendlich den Kickstarter an, auf dem sich der Fuß des Motorradfahres befindet. Es soll Leute gegeben haben, die es tatsächlich unter allgemeinen Gejohle der umstehenden Zuschauer über den Lenker hob…
Soweit zur rein technischen Beschreibung. Aus eigener Erfahrung fühlte sich eine Fehlzündung in etwa so an: Mein Fuß, der sich noch auf dem Ausgangspunkt der gesamten Mechanik befand, wurde nach oben beschleunigt. Bewegte das daran befestigte Schienbein samt oberhalb befindlicher Kniescheibe mit einer brachialen Gewalt an die Unterseite der rechten Lenkerhälfe, wo alles abruppt stoppte. Noch während des Schocks dachte ich mir angesichts der vielen Zuschauer: Halt bloß die Fresse! Dann ließ der Schock nach und das kleine häufchen Elend, was ich darstellte, war nur noch von einem Gefühl erfüllt: *wimmer*
Dennoch befand sich kurze Zeit darauf eine SR
500 in meinem Besitz, da die angenehmen Erinnerungen überwogen. Die
Entscheidung beruhte auch darauf, dass ich keinerlei Ambitionen für
Offrad-Aktivitäten besaß und die SR praktisch ein Motorrad im englischen
Stil war. Technisch war sie mit der XT im wesentlichen identisch, was
Rahmen, Elektrik und Motor betraf. Der englische Stil bezieht sich auf
den drehmomententwickelnden Eintopf gepaart mit einer bequemen
Sitzposition und gutmütigen Fahreigenschaften. Weitere unterschiedliche
Details waren im wesentlichen der größere Tank, ein sehr breiter Lenker
sowie der fette Halogen-Scheinwerfer. Die Bordspannung betrug
mittlerweile 12 Volt, aber die Startprozedur blieb in ihrer
Sagenhaftigkeit uneingeschränkt erhalten.
Aber viele testoterongeschwängerte pubertierende mit leidlichen Kreidler-Florett-Erfahrungen waren zwar voller Stolz, aber außerstande, eine XT 500 (oder meine SR 500) zu starten.
Vorweg genommen, die große Klappe mühte sich redlich – und hatte Schwein. Der pubertierende starte zwar nicht das Motorrad, aber zum Glück für ihn schlug der Kickstarter nicht zurück. Und um sich schlagen konnte die Dreckskarre! Vornehmlich freitags abends vor irgendwelchen Dorfdiskos im Beisein der Angebeteten... Die Startprozedur war sorgfätig bis zum entscheidenden Punkt vorbereiteit. Der Kickstarter musste nur noch schwungvoll durchgetreten werden, wozu der gesamte Körper elegant mit aller Kraft empor gehoben wurde, um all diese Energie in einem Punkt auf eben jenem Kickstarter zu konzentrieren. Und dann diese peinliche Nummer.
P.S.
E-Starter sind trotzdem für Mädchen (und für alte Knacker wie mich).
Donnerstag 14 September 2006
Ach ja, der TÜV
Letzten Monat wäre es soweit gewesen, immerhin sind schon mal zwei neue Reifen darauf, der Auspuff geschweißt und Unterboden sowie Motor gereinigt. Nein, nicht der Wagen auf dem Bild, den fand ich zufällig am Sraßenrand. Gleich neben dem Straßencafé, an dem ich meinen Chefmechaniker quasi in Naturalien entlohnte.
Samstag 26 August 2006
Offroad/-shore - 4 shure
Die Farbgebung liegt zwar außerhalb jeglicher Bemühungen zur Barrierefreiheit...
...aber in diesen Zeiten muss man halt trotz aller Bedenken gegen alles abgesichert sein.
Sonntag 11 Juni 2006
Schwedenstahl
Die andere Überrasachung, die der heutige Strassenverkehr für mich bereit hielt, behalte ich für mich. Aber so viel sei angemerkt: Weicher Plastik verbilligt den peinlichen Umstand ungemein.
Montag 05 Juni 2006
Großes rotes altes Auto
Beknackter Titel, gebe ich zu. Sehr kurz nach dem ich den Wagen auf dem Rückweg von der Bank sah, schwirrten mir Erinnerungen der Form Feuerrotes Spielmobil, Oh Lord wont you buy me a Mercedes Benz und echt geil im Kopf herum. Dummerweise hatte ich meine Knippse von ihren Energiezellen getrennt, da sich letztere in ihren Alkoven (aka Ladegerät – Voyager Fans werden es verstehen...) befanden.
Leicht gefrustet ging der Umweg in Richtung heimisches Bett an einem der lokalen Bierdealer vorbei (4xEinbecker Mai-Urbock). Leicht angeschiggert und mit meiner mit frischen Zellen ausgestatteten Knippse ging es zurück zum 'Tatort':
Im Zusammenhang mit der Reklame im Hintergrund verkneife ich mir lieber Assoziationen wie 'der reitende Apotheker liefert auch direkt ins Haus'. Aber immerhin ist es mal Foto ohne im Himmel hängenden Kabeln. (Das feuerrote Spielmobil war ein Opel Blitz, ich weiß.)
Donnerstag 27 April 2006
Bully im Sonnenuntergang
Auf dem Feierabendheimweg diesen alten VW-Bus gesehen und tatsächlich meine Knippse dabei gehabt. Vor allem diese nicht wirklich barrierefreie Farbgebung hat es mir angetan.
Samstag 08 April 2006
Trepiuno - Kleinwagen braucht das Land
Kommt er oder kommt er nicht? Das man eine derartige Frage nur mit
'Ja' beantworten kann, liegt auf der Hand. Schließlich werden zwei
geschlossene Fragen mit einer Konjunktion verknüpft. Dumm daran ist nur,
dass die Antwort mehr Fragezeichen in den Gesichtern eines Gegenübers
hinterlässt, als das sie irgend etwas klärt.
Trepiuno soll auf deutsch drei und eins heissen. Gut, dass sind vier... Der Sinn dieser Namensgebung erschliesst sich mir auch nicht ganz – eher überhaupt nicht–, aber so soll der Nachfolger des Fiat 500 benannt werden, der irgendwann im nächsten Jahr über Europas Strassen rollen soll.
Dabei soll sich die Neuauflage vom Äußeren her eng an das Vorbild halten – es wird also ein besonders kleiner Kleinwagen. Genau das Richtige für einen Stadtbewohner wie mich. Günstig soll er auch sein – deutlich unter 10.000 Kröten. In gewisser Vorfreude auf das nächste Jahr werde ich mal ein paar Pfandflaschen sammeln.
Und seid nicht verstimmt, wenn ich mal auf die Auto-Bild verlinke (das Foto stammt aus der Wikipedia). Fiat rückt auf ihrer Homepage selbstverständlich keine weiteren Infos raus. Daher meine Aufforderung: Surft rüber zu Fiat und gebt alle mal im Suchfeld Trepiuno ein (und anschließend ein 'Enter' natürlich).