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Sonntag 08 Mai 2011
ZDF = Rentnerfernsehen?
Ja, stimmt gewaltig. Heute vormittag gab es ZZ TOP auf zdf.kultur (zdf.theater).
Das war ein sauguter Blues, die Jungs können es immer noch und vor allem zeigten sie, dass sie in Würde gealtert sind. Leider wird der Mitschnitt in der ZDF-Mediathek nicht angeboten. Tja, eine gute Fernsehzeitschrift und eine vernünftige Videosoftware sollte man immer parat haben. Am witzigsten fand ich das letzte Stück, wo offen auf der Bühne ein Zigarrilo geraucht wurde (Tush - oh lord take me downtown). Im amerikanischen Fernsehen dürfte dies ei echter Affront sein.
Wie ich feststellen musste, ist der öffentlich rechtliche Rundfunk besser als sein Ruf. Im moment geht ein Konzertmitschnitt aus dem Trafo in Berlin zu ende – bin angenehm überrascht. Jeder, der einen TV-Kabelanschluss besitzt, sollte sich mal die Zusatzangebote der ÖRs antun. Wer nach dieser Erfahrung – Offenbarung wäre jetzt wirklich zu stark ausgedrückt – ARD und Mainzelmännchen auf Rosamunde Pilchner reduziert, hat wirklich keine Ahnung.
Die Ausschnitte aus dem 2007er Konzert wurden stammen aus dem Nokia Theater in Grand Prairie, Texas. So, nun genug getaggt.
Mittwoch 14 April 2010
Corvus Corax
Jetzt noch ein Nachbrenner von letzter Woche: Corvus Corax waren hier in Hannover im Musikzentrum. Das beste daran war: Ich und meine besten Kumpels waren da (Der S. und der H. – der U. hat gekniffen!), ihr nicht. Gerade das machte das ganze Konzert echt angenehm und vor allem nicht so voll. Der Sound war gut, was wohl vor allem daran lag, das die Jungs ihre eigene Anlage mitbrachten. Sowohl die Pissoirs als auch die Theke waren zu jeder Zeit frei verfügbar. Zum Beweis lege ich noch ein grottenschlechtes Handy-Foto oben drauf:
Freitag 25 Dezember 2009
Samstag 25 Juli 2009
Microtonner - Observer
Wie man bereits aus den Kommentaren eines älteren Beitrags ersehen konnte, haben Microtonner ein neues Album namens Observer herausgebracht. Bevor ich nun langatmig versuche zu beschreiben, um welchen Stil es sich handelt und ich damit fürchterlich daneben liege, nehme ich die Beschreibung von den beiden Jungs. Denn sie können ihre Arbeit – denke ich – besser beschreiben:
MICROTONNER produces mainly instrumental sound somewhere between rock, industrial and electronic - heavy guitar riffs meet broken beats and atmospheric speech samples, combined with harmonic melody-pads.
Meine bescheidene Meinung: Ein ruhiges Album, welches sich perfekt zum Entspannen nicht nur in diesem verregneten Sommer eignet. Beispielsweise untermalt die Musik genau diesen Moment stimmungsvoll, in dem im Hintergrund ein Sommerregen jenseits der Balkonbrüstung nieder geht.
Wenn man die Eigenbeschreibung aufmerksam gelesen hat, sollte man durchaus zu der Einsicht gelangen, dass Microtonner nicht unbedingt dem Mainstream angehört, denoch finde ich es recht eingängig. Microtonners bisherige Diskografie lässt sich selbstverständlich für lau anhören. Dennoch denke ich, eine Bezugsadresse für Datenträger (oder so – ich bin altmodisch) könnte den Webauftritt komplettieren.
Hört auf jeden Fall mal rein und lasst euch überraschen!
Freitag 06 März 2009
MTV Music
So Mädels, nach langer Zeit hab' ich mal wieder einen alten Link angetestet, der viele gute Musik-Video-Clips versprach. Bereits vor geraumer Zeit – irgendwann letzten Sommer oder so – öffnete MTViva seine Archive für die Online-Commuity. Bereits zu diesem Zeitpunkt orakelten einige Blogger, dass der Zugang von Deutschland aus zwar möglich sei, es aber eine Frage der Zeit sei, wann dieses aufgrund irgendwelcher Copyrights unterbunden werden würde. Irgendwann zwischen 'damals' und heute war es dann so weit. Die Clips aus dem Fundus der Videoplattform-Pioniere versiegte. Schade. Wieder ein Link für die Tonne.
Dienstag 10 Februar 2009
1 2 3 4 Kamerad komm tanz mit mir
Unangenehm überrascht war ich (mal wieder) als ich durch meine Musiksammling schwirrte. Was da so alles nicht mehr erreichbar ist, ist nicht mehr feierlich. Als Hauptgründe wurden mal wieder Copyrights genannt. Besonders hervor stachen Warner Music Group, Sony BMI (Sony -> Rootkitverteiler -> kein Verlust; Bertelsmann -> Lobbyist -> kein Verlust) MPI Media Group (wtf?) und WMG (wtf?) erwähnt. Na gut, wenn ich mir mal wieder eine CD kaufen will, schaue ich noch genauer auf das Label. Arschlecken.
18 Einträge mit YouTube-Clips mussten entfernt werden. 'Mussten' insofern, als das nicht mehr funktionierende Einträge in einer Kategorie kurz hintereinander erscheinend einen ziemlich schlechten Eindruck hinterlassen – weil Blog insgesamt nicht gepflegt und so. Nun habe ich meine kleine Sammlung – nun ja – gepflegt. Lücken entstanden dabei originellerweise nicht. Zumindest nicht bei mir persönlich, weil sich ein guter Teil der Lieder bereits in meinem Besitz befindet.
Einige combomäßige Doubleten flogen raus, ebenso wie mehrfach vorhandene Genres. Der übrig gebliebene Rest ist – finde ich – dadurch sogar bunter geworden. Außer in der politischen Abteilung, da muss ich noch mal hinterher forschen. Immerhin, Tina Turner blieb übrig ebenso wie Rory Gallagher. Mit diesen Videos könnt ihr vielleicht nach voll ziehen, dass ich so einige Montagsmorgensbluesvideos – wie sie so andere Blogger raushauen – eher lachhaft finde. Interessant sind sie schon – die von den anderen veröffentlichen Sachen – aber inhaltlich geben sie einfach nichts her.
Dann bevorzuge ich doch lieber David Bowies 'Heronie Chic' anstatt Iggy Pops Punk – wie ich ihn gelöscht habe. In diesem Sinne. (Die Neue Deutsche Welle ging teilweise verlustig – was ich für einen echten Verlust halte.)
Donnerstag 01 Januar 2009
Rainhald Grebe aus der Anstalt: "Ich bin der Präsident"
Das ist der Herr Grebe von Zimmer 17 – 22. Und der wird uns jetzt den Köhler mit der Anstaltskapelle für die Weihnachstansprache machen.
Nach was das ist ja toll, aber ist er auch nicht zu lang?…
Der Videoclip stammt direkt vom 2DF, ich habe GEZahlt, als gehört es mir mit. Hier folgt nun der Ausschnitt aus der letzten Folge von Neues aus der Anstalt, der eine beliebige Neujahrsansprache von einem beliebigen Präsi enthält.
Nun ja, nach dem die Sendung das erste mal lief, musste ich selbstverständlich mal nach dem Sänger hinterher googeln – der eigentliche Filmbeitrag rauscht ja so schnell vorbei und man bekommt die Feinheiten kaum mit. Aber der Googletreffer bei der nachrecherche war ja so was von Cool:
Hervornebenswert sind die eingeblendeten Werbebeiträge (rechts), die einen beliebigen Präsi mit Rabatt anbieten. Tja, es geht halt immer billiger.
Donnerstag 25 Dezember 2008
8 Bit Jesus
Mehr für Freunde alter 8-Bit-Computermusik und passend zum derzeitigen
Fest. Unter dem Titel 8
Bit Jesus werden mehrere Titel zu einem Weihnachtsalbum
zusammengefasst. Eine nähere Erläuterung sowie was auf
für die Ohren gibt es, wenn man dem Link folgt (oder auf das Bild
klickt). Immerhin gibt es ein vollständiges Album mit Erinnerungen aus
längst vergangenen Tagen für lau.
Sonntag 14 Dezember 2008
B 52s in Concert
Diesmal war ich leider nur virtuell dabei. Auf
Fabchannel kann man ein komplettes Konzert der B 52s erleben. Der
Witz an der Sache ist, dass die Geronten – immerhin älter als ich, also
werte ich die Äußerung als positiv – praktisch nichts von ihrer Coolness
verloren haben. Mein Vorschlag an alle lautet daher: Augen zu und durch
zuhören – dann klingen sie sogar wie früher – also frisch! (via Cartoonist)
(Klick auf das Bild!)
Freitag 28 November 2008
Schandmaul in Concert
So, noch ein kleiner Afterburner zum letzten Dienstag: Schandmaul traten im Capitol auf und waren wie gewohnt sau gut. Ihre mittlerweile längere Bühnenerfahrung macht insofern positiv bemerkbar, als dass sie erheblich routinierter Spielen – was aber keinesfalls als 'runterleiern' verstanden werden sollte. Aber darüber hatte ich ja schon mal berichtet. (Das letztjährige Konzert fiel wegen Urlaub aus.)
Dass besondere in diesem Jahr war, das aus meinem Bekanntenkreis der Nachwuchs – auf eigenen Wunsch selbstverständlich, es gab da keinen Nachdruck oder so – mitkamen und natürlich schwer beeindruckt waren. Hervorhebenswert ist noch die Smokers-Lounge, die das ganze Konzert über genügend Platz, Barhocker, eine eigene Theke und einen erhobenen Platz über der Bühne bot. Das war mit Abstand der beste Platz in all den vielen Konzerten, den ich je hatte.
Demnächst gerne wieder.
Geknipst wurde während des Konzerts viel, aber auf die schnelle konnte ich nur ein paar Backstage-Fotos finden. Schandmaul auf Google-Video und Myspace.
Dienstag 18 November 2008
Coppelius im Musikzentrum - Da Capo
(Ok, der der Auftritt war zwar schon letzten Freitag, aber die letzten Tage hatte ich einfach keinen Bock, mich zu produzieren. Deswegen kommt die kurze Beschreibung des Konzerts im Musikzentrum mit einiger Verspätung. Denn die besten Sachen gibt es wie immer außerhalb des Mainstreams.)
Trotz der fiesen Anfahrt mit der Strapazenbahn und dem angeschlossenem aufwändigen Fußweg – gewissermaßen im Preis inbegriffen – entwickelte sich das Konzert derer von Coppelius zu einem angenehmen Erlebnis. Zum musischem lässt sich insofern nur so viel erzählen, als das das bewährte Line-Up von Perkussionisten, Cellisten, Bassisten, Flötisten und dem Diener langsam anfängt zu reifen. Es fehlten alle Schwächen, mit denen sich eine Anfängerband sonst so auf sich aufmerksam macht. Keine versauten Einsätze, keine unbeholfenen Sprüche als Zwischenmoderation, nichts dergleichen. Der Auftritt dieser Formation brachte sehr viel Laune, was sich vor allem in einem mitwogenden Publikum bemerkbar machten. Die im durchaus gemischten Publikum entzündeten Wunderkerzen seien nur am Rande erwähnt.
Ebenso am Rande erwähnt seinen einige der alten Iron-Maiden-Hits, die im Laufe des Konzerts dargeboten wurden. Ich selbst hätte sie als solches nicht erkannt, hätte nicht einer meiner anwesenden Bekannten diese Songs als solche einwandfrei identifiziert. Das muss man sich mal rein ziehen: Alte Metall-Songs werden mit einem akustischem Line-Up dargeboten, das einem echt mitreißt. Darüber hinaus boten die Jungs selbstverständlich auch eigene Sachen dar, die das Publikum zu mehr als nur zum mitwogen veranlassten. Der Mitschwoofer Time-Zeit sei hier nur mal am Rande erwähnt (Zeit verrinnt… …Du wirst Alt mein Kind). Die aktuelle CD Time/Zeit kann ich nur weiter empfehlen. Coppelius auf Myspace, Google-Video und selbstverständlich auf ihrer Homepage – die im übrigen kürzlich überarbeitet wurde und recht ansehnlich ist.
Da Capo!
Donnerstag 16 Oktober 2008
W.P.O.D.
White Punks On Dope. Diesmal in der einzig vernüftig deutschsprachigen Version:
Nina Hagen mit TV Glotzer. In Erinnerung an die Zeit, in der sie richtig gut war. In Erinnerung an ihre Mutter, die eine große deutsche Schauspielerin war. Eine Tochter hat Nina H. auch… Schwamm drüber.
Mittwoch 17 September 2008
CIA und USA
Die Geschichte der USA scheint tiefgründiger zu sein, als es so manche PR-Schreiberlinge vorgeben. Die Internetpublikation für allgemeine und integrative Psychologie (was auch immer das ist) erklärt uns einige Zusammenhänge innerhalb der USA. Von Präsidenten ist die Rede, von deren Machenschaften und vor allem über die Arbeit der amerikanischen Geheimdienste. Vielleicht klingt ja einiges nach Verschwörungstheorie, aber die selben Sachen hat man schon in anderen Quellen gelesen. Mag ja sein, das was dran ist, zutrauen würde ich es denen schon. Davon mal abgesehen sind die die einzigen Präsidenten der USA, denen ich uneingeschrännkt über den Weg traue, diese da:
Samstag 13 September 2008
Microtonner
Irgendwo aus den Untiefen meiner Ordner-un-struktur kramte ich dann noch
einen Link hervor, der auf die Homepage einer Combo namens Microtonner
verweist. Die Formation spielt eine Mischung aus Rock, Noise, Industrial
und ein wenig Elektronic sowie Pop – soweit die Eigenbeschreibung. Von
dem Genremix hab' ich zwar kaum Ahnung, aber mir gefällt das Zeugs. Als
Hörpobe haben de Leute ein komplettes Album ihre
bisherige Diskografie zum freien Download bereit gestellt. Und ach
ja, es ist durchaus etwas heftiger. Und noch mal 'ach ja': Die Kombo ist
eher im Gothic-Bereich angesiedelt. Der durchschnittliche Coldplay-Hörer
sollte von Microtonner doch lieber etwas mehr Abstand nehmen. (via Uhus
Nest)
Update
Aus gegebenen Anlass musste eine Linkkorrektur eigefügt werden.
Freitag 15 August 2008
(If I were a) Gamma Ray
The world is pervated with ironie, hunger and corruption
The
eastern world and the africans too – Are going to repeat the history of
our wars
And our industry supplies them with arms – Everybody knows,
but apparently
nobody can do anything against it – For our society is
on the make
(Hier der Text zum Mitgröhlen!)
Krautrock at its best: Birth Control mit Gamma Ray. Keine Ahnung mehr, wie ich darauf heute Abend gekommen bin. Vielleicht weil ich mich an die Musik meiner Jugend erinnern wollte. Immerhin war sie außer laut und hart noch politisch. Für laute und harte Musik trotten die heutigen zotteligen bestenfalls nach Wacken, aber nur um sich mit denen die Kante zu geben, die sich – angepasst wie sie sonst so sind – mal für ein verlängertes Wochenende auszuklinken. Immerhin soll in Wacken rechtzeitig zur Sommersaison genügend Dixie-Klos zur Verfügung gestellt werden…
All den Krautrockern muss man zugute halten, dass sie sich mit der Welt beschäftigten, in der sie sich bewegte. Was man den Zuhöhrern nicht so ohne weiteres unsterstellen kann. Sie konsumierten nur, was sich bis in die heutige Zeit gehalten hat. Was sich blöderweise nicht gehalten hat, ist die Aussagefähigekeit deutscher Liedermacher. Das Niveau ist ja so was von flach…
Nun gut, die heutigen Musiker beschäftigen sich auch mit der Welt, in der sie sich bewegen. Nur leider muss man zu der Erkenntnis gelangen, dass es sich um einen begrenzten Personenkreis handelt, der die Musik verkaufen will. Derartig mit Schmarotzern behaftet und auf Verkaufsoptimierung ausgerichtet kann eigentlich nichts bei rumkommen. …MTViva, Jamba…
Früher, ja Früher® war alles besser (und aus Holz). Im ernst jetzt, was man heute so hört, ist einfach belanglos. Bedeutungslos. Birth Control erweckten wenigstens mit ihrem Namen noch aufsehen, heute wird bei einem versuchtem Schockeffekt bestenfalls nur noch gegähnt. Weil es einfach nur noch viel zu abgegriffen wirkt. Inhalte werden vermisst.
Dabei gab es Früher eigentlich schon alles, was man brauchte: Geile, harte und laute Musik mit Texten, mit denen man sich identifizieren konnte. Typen, die auf der Bühne alles andere als cool waren. Klar gibt es das heute auch – jeder wird mit Sicherheit mir den Kram nahelegen, den er gerade gern hört – aber auf welchem Niveau spielt sich das ab? Es bleibt mir im Moment nur fest zu stellen, das alles schon mal da war, nur besser.
Donnerstag 07 August 2008
Coppelius Time/Zeit
Södele, hab' endlich mal Zeit gefunden, in die aktuelle Scheibe von Coppelius rein zu hören. Cool. Cooles Line Up, coole Abwechslung – kein Lounge-Scheiß, eher lebhaft und abwechslungsreich –, noch cooler: kommen am 14.11. wieder in diese Gegend.
Blöd nur die alte vom Merch-Stand: sollte vielleicht mal verkaufsorientierter arbeiten. Egal, die CD befindet sich in meinem Besitz, ohne großartig Zwischenhändler mitfinanziert zu haben. Doppelpluscool.
Wir sehen uns demnächst im MusikZenrum…
Montag 04 August 2008
Coppelius auf dem Fährmannsfest
Die Kammer-Core-Musiker von Coppelius waren ein echtes Highlight des diesjährigen Fährmannsfestes. Mit ihrem Line-Up aus Cello, (Streich-)Bass, Klarinetten, Schlagzeug und einem Buttler(!) heizten sie das Publikum gehörig ein. Coppelius' Outfit war wie gewohnt ans vornehme 19 Jh. angelehnt; so richtig mit alten Anzügen, überhohen Zylindern und einer altmodisch gewählten Sprache in den Anmoderationen, die aber alles andere als gekünstelt oder abgehoben wirkt. In den Songs wird es sprachlich aber eingängiger – vorgetragen wird in deutsch und englisch.
Besonders nett anzuschauen war das Publikum, welches sich wie für ein Stadteilfest gehört durchaus bunt gemischt war. Die Kapelle schaffte es tatsächlich, den überwiegenden Teil der anwesenden für sich einzunehmen. Originell war auch, das einer der Klarinettisten sich von der Bühne entfernte und mitten aus dem Publikum heraus sich ein musikalisches Duell mit seinem Compagnon lieferte. Erschwerend kam hinzu, das es sich um ein Konzert bei Tageslicht handelte – was sich überhaupt nicht negativ auswirkte. (Keiner der anwesenden Grufties verpuffte im Sonnenstrahl – *scnr*.) Vielleicht kam erst durch die Tageszeit die vornehme Ausstattung voll zur Geltung…
Wer es verpasste oder es erneut erleben möchte, hat 14.11. diesen Jahres im Musikzentrum nochmals die Möglichkeit dazu. Auf Coppelius' Homepage gibt es was auf die Ohren, auch auf YouTube kann man sich diverse Clips anschauen.
Letzte Instanz auf dem Fährmannsfest
Endlich war es mal wieder soweit, das zwei Gegebenheiten aufeinandr trafen: Die Letzte Instanz war in Hannover und ich erfuhr davon rechtzeitig. Vergangenen Freitag traten sie als Hauptact auf dem Fährmannsfest auf. Noch leicht irritiert vom letzten mal ging ich mit gemischten Gefühlen zum Auftritt. Gegen 22.00 Uhr traten sie auch auf und spielten zunächst jüngere Stücke – aus der Zeit nach Robin. War ja ehrlich gesagt nicht so der reißer.
Mitten im Konzert ging dann ein Platzregen nieder. Ein guter Teil der Fährmannsfestbesucher verschwand nach Hause, der Rest suchte sich Schutz unter irgendwelchen Überdachungen. Die meisten aber fanden Platz unter der eher schmalen Brücke, die die Ihme überquert. Glücklicherweise ging der Regen eher senkrecht nieder. Doch bei einer leichten Windboe klatschte der Regen unter die Brücke, was ein Ausweichen der doch erheblichen Zahl an Besucher zur Folge hatte. Irgendwie musste man ja dem fallendem Nass ausweichen, was eine leichte Massenbewegung in Richtung des Regenschattens auslöste. Ganz ohne Panik bewegte sich die Masse ins trockene. Lies die Böe nach, schob sich die Masse wieder in die andere Richtung. So war wenigstens für ein wenig Tanzbewegung gesorgt, zwar nicht zur Musik, aber immerhin nahmen wirklich alle ohne Aufforderung teil.
Die Szene, die sich vorm Brückenplatz aus bot, war recht interessant. Mittig die Bühne mit wechselnder farbiger Beleuchtung sowie Nebeleffekten, die vom Regen durchdrungen besonders reizvoll aussahen. Links und rechts flankierten zwei 'Herrenhäuser'-Leuchtreklamen die Bühne, die im weiteren Verlauf des Regens anfingen zu flackern – was mit Sicherheit seitens der Standbetreiber alles andere als erwünscht war. Ein wenig Abwechslung boten die beiden Fressstände, welche sich linkerhand befanden. Auch bei denen fing die Beleuchtung nach geraumer Zeit an zu flackern. Etwas lebhafter wurde es, als einer der Standbetreiber seinen Stand anfing aufzuräumen. Immerhin war in diesem Moment im Vorfeld mehr los, als auf der Bühne.
Nachdem der Regen so allmählich aufhörte, nahmen die Restmassen den Platz wieder ein. Blöderweise versagte die Anlage, welche erst nach ungefähr einer halben Stunde wieder lief. Dann endlich nahm die Band ihre Arbeit wieder auf und spielte hauptsächlich ältere Titel – aus der Zeit mit Robin. (Rapunzel lass dein Haar herab…) In dem durch die Zwangstrennungen entstandene erste und zweite Hälfte war die zweite mit Abstand die bessere. Man konnte die alte Power durchaus erahnen, erreicht haben die Letzte Instanz sie aber nicht mehr.
Dennoch waren mein Kumpel und ich durchaus der Meinung, das trotz des Regens und der Technikprobleme es ein witziges Konzert war – für 'nen fünfer Eintritt kann die Jungs sich durchaus mal anschauen. Potenzial ist vorhanden, das bewiesen die alten Sachen und die vielen Leute, die bis zum Schluss ausharrten. Die neuen Sachen klingen Live alle irgendwie ähnlich, man wartet ständig auf Abwechslung.
Sonntag 29 Juni 2008
C4D Gunsound
Dann gab es da noch ein paar Freaks, die aus Call For Duty die
Schussounds nebst ein paar Stills zu einem anschaulich hörbaren Rhythmus
verarbeiteten. Das von mir vorgestellte Video der Teh
Pwnzored Inc. verarbeitet lediglich eben jene Sounds zu einem
durchaus hörbaren Klingelton Musikstück – ohne
weitere begleitende Instrumente. Is' halt 'n Bass ohne Drum…
(Klick auf das Bild)
Ein iPod-gerechtes MP3 ohne Bildunterstützung für lau gibt es auf der Seite auch noch. Na wenn das nichts ist…
Sonntag 02 März 2008
Hocus Pocus
Ein paar der mittlerweile verschollenen Videos von Stage 6 fristen auf YouTube gewissermaßen ein Gnadenbrot. Denn die Darstellungsqualität dieser Flash-Games reicht bestenfalls an Kartoffeldruck heran, aber wie auch immer, von der niederländischen Kombo namentlich Focus wollte ich euch Hocus Pocus alles andere als vorenthalten.
Mittwoch 19 Dezember 2007
Donnerstag 18 Oktober 2007
doidsche frouwen, könn si edler seyn ?
allerdings die kasse muss schon stimmen; oder etwa nicht?
Möcht' ja gerne mal wissen, welcher völlig Unbedarfter Ougenweide mit Krautrock beim Kinderviedeoserver taggt. Allgemein gelten Ougenweide als die Mutter des deutschen Folkrocks. Nicht weniger! Mal überlegen: In Extremo, Tanzwut, Schelmisch, Schandmaul... Dann noch die echt elektronischen Versionen: Helium Vola, Qntal... Oder die medivalen Hardcoremusiker namentlich Estampie oder Corvus Corax. Oops, waren da Doubletten bei? Egal! Hier nun Ougenweide mit Willkommen (gibs' nur bei Youtube oder im Nachbestellservice der ARD, gegen Extrakohle versteht sich.)
Wie hießen die Trommeln denn nochmals? Völlig vergessen...
(Ser frey nach Walther von der Vogelweide)
Sonntag 14 Oktober 2007
Donnerstag 11 Oktober 2007
Christiane F: Nur einen...
... gegen die Schmerzen!
Wir schwimmen wie Delphine, nur für einen Tag.
Ich bin dein König und du meine Königin; nur für einen Tag.
Wir sind Helden, nur für einen Tag.
Montag 08 Oktober 2007
Leningrad Cowboys
Gerade eben auf B3 auf ein recht aktuelle Konzertaufnahme mit den Leningrad Cowboys gestoßen. Die Jungs sind ja wieder in alter Qualität unterwegs – was ja irgendwie erfreulich ist. In den letzten Jahren hat man ja von ihnen eher gar nichts mehr wahrgenommen. Witzig sind auch die Streicher, welche an irgendeine Gruftie-Metal-Combo erinnern. In der nahen Zukunft muss ich mal ein Auge auf die Tourdaten werfen, obwohl das Publikum eher Abschreckend war. So mehr in Richtung Ballerman-Spaß-Besoffen-Prolls.
Update
Oops, die Streicher waren die echten...
Das Konzert eine 95er Aufname von der Seebäderkaje. Na egal, war trotzdem witzig.
Freitag 07 September 2007
Royksopp - Remind Me - Infografiken pur
Royksopp kenn' ich nicht. Ihre (Seine?) Musik klingt wie irgendein
Elektropop – als irgendwie belanglos. Aber als Untermalung zu dem Stück
Remine Me erfüllt es dennoch einen Wertvollen Zweck. Womit ich langsam
zum eigentlichen Höhepunkt kommen: Der Clip. Die ganz alltäglichen
Träume eines Mädchens werden über Infografiken transportiert. An dieser
Stelle sollten sich mal alle Personenkreise ein paar Scheiben
abschneiden, welche überhaupt irgendwas vermitteln wollen. Dazu zählen
die in der Werbung tätigen grundsätzlich opportunistischen Schildermaler
aller Lehr- und Berufsjahre ebenso wie die schmierende
schreibende Zunft des angeblichen Qualitätsjournalismus. Royksopp
- Remind Me: Großes Kino des Monats.
Freitag 22 Juni 2007
Galaxy Express #999
Ehrlich gesagt hab' ich kein Wort verstanden. Aber klingen tut es
irendwie wie die Beatles auf dem alten Sergeant-Peppers-Album. Der im
Comicstil gehaltene kurze Videoclip, in dem ein Zug in die Galaxie
abhebt, unterhält auf jeden Fall für einen kurzen Moment. Mal im Ernst
jetzt, wer hört bei den Texten eigentlich wirklich genau hin?
(Italenisch? – klick auf das Bild!)
Sonntag 17 Juni 2007
Meat Loaf auf B3
Ich kann nicht schlafen und schau derzeitig in die Röhre. Auf Bayern drei läuft derzeitig ein Mitschnitt eines gewohnt schnulzigen Meat-Loaf-Konzerts. Es dauerte ziemlich lange, bis ich in den Hauptdarsteller erkannte. Der Rest der Bühnenbesetzung war zwar ziemlich umfangreich (Streicher- und Bläserensembles, hupfende Blondinen), aber dennoch belanglos. Irgendwann stellte ich fest, was genau fehlte: Die geile E-Gitarre von Todd Rundgren, wie man sie auf den alten Originalalben hören kann. Pray for the end of time.
(Cover Artwork by Richard Corben)
Sonntag 10 Juni 2007
Ougenweide - mal wieder
Ging es letztens zum selben Thema um Neuveröffentlichungen älterer LPs von Ougenweide, kam bereits kurz vor dem jetzigen Wochenende eine weitere Mail von Amazon an. In der heißt es, dass die Ungezwungen ebenfalls wieder veröffentlicht wird. Ebenfalls wie Ja Markt und Noch aber ist April am 11.6.07. Hätten die das nicht in einer Mail ankündigen können? Trotzdem, Folk- und Mittelalterfans sollten sich die Ungezwungen ruhig mal antun. (knapp sechzehn Euro)
"ich brauche diese verdammten Waffen!"
Irgendwo in meiner Leserschaft tummelt sich ein weiterer Who-Fan herum. Er möge dieses Interview mit Pete in der Süddeutschen Lesen.
Samstag 09 Juni 2007
Thora Thora
Aber Vorsicht jetzt, ist echte Gruftie-Musik. Thora stellte ihr aktuelles (?) Album Baby No. 666 ins Web. Enthalten Bandname und Albumtitel bereits genügend Klischees, wird man bei den Inhalten diesbezüglich hinreichend befriedigt. Nach einer ersten Hörprobe stellt man wieder einmal fest, dass sowas nichts für Weicheier ist. Sollte deine mitten in der Pubertät befindliche Tochter irgendwie auf Gothic-Schiene gekommen sein, kannste mit den Links – besser mit gebrannten Downloads – sauber punkten. Alles dabei: 13 Tracks und 2* aufwändiges, umfangreiches Cover zum selber ausdrucken. Aber Vorschicht, ist hart, aber trotzdem irgendwie melodisch. (via Perspektive 2010)
Ougenweides Neuauflagen
Amazon schickte an mich mal wieder eine personaliere Werbemail. In der heißt es, dass zwei alte LPs wieder einmal auf eine CD gebrannt um Verkauf anstehen. Diesmal handelt es sich um Ja Markt und Noch aber ist April. Die von mir gewüntschen Fryheit und Ungezwungen sind leider immer noch nicht dabei. Für die CD wird knapp sechzehn Euro verlangt, Angemerkt sein noch, dass die bisherigen vier LPs (auf zwei CDs) mit umfangreichen Booklets und guter Audio-Qualität daher kamen. Alle Folkrock-Fans sollten mal reinhören.
Montag 28 Mai 2007
All die weil ich mag
Wie ich auf Anfrage (m)eines Lesers an meinerseits bereits im letzten Winter angedeutet, welches das beste deutsche Folk-Album sei, nun ein wesentlicher Hinweis folgt: Ungezwungen steht beim Bear-Family-Label auf bestellbar. Nebst sollen Fryheit/Ousflug sowie Ja-Markt/Noch aber ist April zum wohlgefälligen Ausverkauf anstehen. Ein genauer Erscheinungstermin für die fünf Alben (auf drei CDs gebrannt) ward bislang nicht genannt, aber Hoffnung versprochen. Im kommenden Herbst schauen wir erneut nach und hoffen auf geeignetes Weihnachtsgeschenk für uns selbst.
Montag 21 Mai 2007
Donnerstag 26 April 2007
' felt little like a dying clown (CSI NY Miami)
Irgendwann letzens tönte ich hier (oder in den Kommentaren) rum, das ich Besitzer des The Who Songbooks bin. Hier kommt nun der unschlagbare, rein digital vorhandene Beweis:
ISBN 3-423-01585-3, zweite Auflage
Aufgrund im Moment nicht näher zu bezeichnender familiärer Sachverhalte nun eine Kurzversion: Laut eines versprechens meinerseits mußte ich einige meiner Schränke ausräumen. Dabei fiel mir halt dieses alte Songbook in die Hände. Schwein gehabt, ich hab' es noch. Bei der Aufräumaktion gelangte ich zu einem weiteren fast vergessen Schatz: Heinz Rühmanns Es geschah am hellichten Tag.
The policemen knew my name...
Es fällt mir schwer, euch zu bescheißen, deswegen schnell zurück zum Foto und zum Thema; was meint ihr, was könnt' ich auf dem weltgrößten Garagenflohmarkt damit geldlich erzielen? Im Bild erkennbar dürfte auch das Lesezeichen sein, welches noch immer zwischen Seite 116 und 117 steckt. Ich bin bereit, diesen laminierten Papierstreifen als dreingabe stecken zu lassen. Bemerkenswert dürfte aber eine Aussage des Lieds sein, dass die Obrigkeit dich besser kennt, als du dich selbst. Ist das nicht irgendwie zeitgemäß?
Who are you?
I really wanna know: Who are you?
Tell me: who are you? Who are
you?
'cos I really wanna know: who are you?
Das sind Teile aus dem Refrain der CSI-Fernsehserien, die derzeitig im Unterschichtenfernsehen laufen. Dank meiner Schränke die ich jüngst ausmisten musste, kann ich plakative CSI-Technik mit der alten, aber dennoch spannenden Erzählweise eines in s/w gedrehten Krimis verbinden. CSI ist bunt gemacht, reduziert Menschen aber grundsätzlich zu Lieferanten von Aussagen, sofern sie nicht dem CSI-Team angehören. Motive? Persönlichkeiten? Technik und Daten stehen über allem, der Einzelne zählt nichts. Wenn die Tatsachen nicht auf den mutmaßlichen Täter passen, ja dann muß man das 'Dreckschwein' 'notgedrungen' laufen lassen.
Bei Heinz Rühmanns alten Film hingegen handelt es sich um eine brilliant gemachte Charakterstudie, die sowohl den Kommissar, den Täter als auch einige Nebenrollen bis ins Detail sauber auszeichnet. Protagonist (Heinz Rühmann als Kommisar), Antagonist (Gert Fröbe als Täter) und Opfer (ein kleines Mädchen) sowie deren Mutter werden als Persönlichkeiten aufgebaut. Zum Ende des Films hin gipfelt die Handlung in einer gewalttätigen Konfrontration aller Darsteller. So viel sei verraten: Es gibt ein Happy End.
CSI hingegen setzt auf postproduktionale Reklamefilmtechniken, die nur angehende Schildermaler im zweiten Lehrjahr wirklich fesselt. CSI als Vorabendunterhaltung ist aber nur i diesem Sinne brauchbar, auch wenn ein bereits Vorverurteilter bis kurz vor letzten Werbeunterbrechung auf seine 'gerechte' Verhaftung warten muß. So viel geduld muss sein, auch wenn es unrträgliche 45 Minuten (ohne Werbung) dauert. Zum Ende jeder Folge hin wird irgend jemand verhaftet, weil irgend welche Daten auf sein Profil passen. Ein Happy End gibt es nicht, im günstigsten Fall nur allabendliche Genugtuung.
Who in the fuck are you?
(…kommt im Originallied wirklich vor…)
Technik rulez. DNA überführt, immer – der Mensch hinter den eindeutigen Spuren tritt zurück zugunsten eines wohligen Gerechtigkeitsgefühls. Die staatlichen Ermittler sorgen für Gerechtigkeit, alle anderen liefern bestenfalls Gefühle. CSI baut auf bunte Bilder, sorgt für einen emotional-visuellen Snack zwischendurch. Um Daten geht es, die andere über dich sammeln. Im Falle einer bewiesenen Straftat bist du selbst schuld, aber in nicht bewiesenen Fällen müssen die Mechanismen eines Rechtsstaats greifen. Wär' ja noch schöner, aufgrund dummen Geredes anderer Leute am Galgen zu baumeln.
In CSI stehen nur die Beweise im Vordergrund, in Es geschah an hellichten Tag immerhin noch die Menschen. Beide Filme enden damit, das der Zuschauer mit einem vermeintllichen Gefühl der Gerechtigkeit in die Welt entlassen wird. Aber gerade bei CSI beschleicht einem beständig das Gefühl schwein gehabt zu haben, gerade nicht zur falschen Zeit am falchen Ort gewesen zu sein. A policeman knew my name lautet eine andere Zeile aus The Whos's Who are you, womit langsam mal den Kreis schließen möchte.
Mittlerweile ist es soweit gediegen, dass demnächst alle dir unbekannten Polizisten wissen, wer du bist. Sie informieren sich über den Staatsapparat über dich. Die dort gesamelten Daten sprechen Bände über dein Verhalten, sagen aber nichts über deine Person aus. Glücklich kannst du dich nennen, wenn du künftig keinerlei Datensammelschnittmenge angehörst und zur richtigen Zeit weit weg bist. Denn CSI zeigt nichts anders als deine Unwertigkeit. CSI als TV-Event bereitet uns darauf vor, staatlicherseits gesammelten Daten mehr zu vertrauen, als den dahinter stehenden Menschen. Laut der Doktrin unseres derzeitigen Bundesinnenministers sind wir alle grundsätzlich verdächtig.
Womit er sich in bester christlicher Tradition befindet, wonach alle Menschen grunds√§tzlich Schuldig sind. (Hallo?)
Entspann dich
Wenn ich denn das The Who Song Book verkaufen würde, könnte ich eine lausige Rockpalastraubkopie eines 81'er WDR-Konzerts von The Who in Deutschland drauf legen. Mach ich aber nicht – weder verkauf ich mein Buch (aus der zweiten Auflage) noch gebe ich etwas drein – anschreiben an mich zwecklos. (Minimum ein satter vierstelliger €-Betrag, Buch hat gebrauchsspuren) Denn bevor ich auf die Idee komme, dieses Buch zu verkaufen, reiß' ich lieber einzelne Seiten raus und wische mir meinen Arsch damit ab.
Samstag 21 April 2007
Laibach in Hannover
Ich konnte leider nicht, aber Barbara M. war da. Und sie schoß gute Fotos. Ein wenig neidisch bin ich ja schon, dass sie da war und ich nicht.
Sonntag 15 April 2007
Parkplätze statt Bäume
Wenn schon Hippie, dann auch richtig. Und nicht diesen alten Pubertätspunk diverser A-List-Blogger – von denen nicht anderes als versiffte Bahnhofspenner übrig blieben.
Hier gibt 's heute Joni Mitchells Big Yellow Taxi:
Hey farmer, farmer, put away your DDT now
Give me spots on my
apples but leave me the birds and the bees, please
Don't it always
seem to go
That you don't know what you've got till it's gone
They
paved paradise and put up a parking lot
Freitag 16 März 2007
Corvus Corax virtuell Live
Bereits seit Anfang Januar haben die mitttelalterlichen Musiker von Corvus Corax ein komplettes Konzert online. Auf dem Webspaceanbieter Fabchannel ist das vorweihnachtliche Konzert aus dem Melkweg in den Niederlanden verfügbar. Zur erinnerung, Corvus Corax spielen Musik aus dem Mittelalter auf traditionellen Instrumenten. Aber das mir niemand auf die Idee kommt, das Zeug sei irgendwie lahm oder gar tot. Die Jungs gehen echt nach vorne los und ziehen ihr Publikum immer mit. (Hier wieder der übliche Hinweis: Dies is' nix für Coldplay-aus-dem-iTunes-Store-downloader).
Jaja, mein vorheriger Eintrag weist genau wie dieser auf ziemlich alte Begebenheiten hin, aber hey, es gibt Seiten im Internet, die man einfach nicht täglich abrufen muss, um trotzdem auf dem laufenden zu sein. Corvus Corax tingeln derzeit durch die Welt und vor mitte April sind sie eh' nicht in Deutschland. Also hab' ich noch satte vier Wochen zeit, ihre Homepage das nächste mal anzusurfen. Aber lasst euch diesen Konzertmitschnitt nicht entgehen, immerhin werden alle gespielten Titel an der Seite angezeigt. Ein Mausklick spingt an die entsprechende Stelle im Video. (Flash und Bandbreite erforderlich.)
Donnerstag 08 März 2007
Flexpistols - geschliffenes Metal
Einen – nun ja – Metal der besonderen Art erzeugen die FLeXpistOLs. Als Hauptinstrumente setzen die Jungs schwere Winkelschleifer ein, was besonders auf der insgesamt eher dunklen Bühne einige reizvolle visuelle Effekte erzeugt. Wie die Analogie zum Metal und die benutzten Maschinen schon andeuten: Dies ist nix für Loungeabhänger. Selbsverständlich gibt es auch schon Presseberichte mit Fotos.
Samstag 03 März 2007
Laibach in Hannover
Aber leider erst im April. Laibach schaut auf ihrer Promotion-Tour für ihr Album Volk auch mal in Hannover vorbei. Am 19.4. treten sie im Faust auf – die Vorschau auf der Faust-Homepage reicht leider noch nicht soweit, aber die Tourdaten auf den Seiten von Laibach schon. btw: dies ist nix für iTunes-Lounge-Music-Downloader.
Samstag 10 Februar 2007
Freitag 02 Februar 2007
1,2,3,fear,
deutsches Volk komm Tanz mit mir… Auf Wunsch (m)eines Lesers ist Laibach wieder voll im Rennen:
Eigentlich war Laibach nie richtig raus. Nur in diesem einen Fall, als mein Safari mal wieder dieses merkwürdige Verhalten des zitternden Mauscursors zeigte. Dabei alterniert der Mauscursor in Zeittakten deutlich unterhalb einer Sekunde zwischen dem üblichen Pfeil und dem Zeigefinger, ohne irgendwas angeklickt zu haben, und auch nur in bestimmtem Bildschirmbereichen. Aber auch nur, wenn ich zuviel fremde Inhalte verbunden JavaScript einbinde. Dieses kosmetische Problem betrifft wahrscheinich eher nur mich.
P.S.
An alle anderen Leser: Weder der Industrial noch Laibach (noch Rammstein oder Marilyn Mason im speziellen) wollen etwas mit dem rechten Rand der jeglicher Zivilisationen zu tun haben.
Freitag 12 Januar 2007
Kraut und Rüben - die Antwort: Ougenweide
In den Kommentaren wurde ich gefragt, um welche Kombo es sich handelte, die mit einer Landsknechttrommel auftrat. Meine vage aus der Erinnerung gegebene Schätzung war gar nicht so schlecht:
Ougenweide gilt als 'Mutter' des deutschen Folkrocks. Seit vorletztem Jahr wurden sukzessiv verschiedene alte LPs auf CD neu heraus gegeben, die alle bei Amazon erhältlich sind. Empfehlenswert auf jeden Fall Wol mich der Stunde mit verschiedenen Konzertmitschnitten aus den Jahren '74 - '84. Auch Lohnenswert sind die Neuauflagen von Ougenweide/All die weil ich mag sowie Ohrenschmaus/Eulenspiegel, jeweils auf einer CD und mit aufwändigem Booklet.
Gerüchteweise sollen weitere alte LPs veröffentlich werden. Dann dürfte die Ungezwungen erste Wahl werden, da sie ein sehr guter Live-Mitschnitt eines Konzerts ist. Interesant dürfte auch die immer noch erhältliche 1996er Sol sein, allerdings ohne Minne Graw. Von dem Liederbuch kann man bei der derzeitigen Auswahl mittlerweile die Finger lassen, mit dieser CD hat sich das Label keinen Gefallen getan. Das in der zweiten Folge gezeigte Stück Willkommen (s.o.) erschien bislang weder auf LP noch auf CD.
Interessierte finden in dem oben verlinkten Wikipedia-Artikel weitere Links auf aktuelle deutsche Folk- und Mittelalterbands – Lohnenswert. Desweiteren ein kleiner Hinweis: Die Fernseh-Serie Kraut und Rüben beschreibt die Musikszene der BRD insgesamt. Nicht alles, was damals auf unserem Markt war, war auch Krautrock – da war ein Fehler in dem alten Beitrag. Na, da geh' ich heute doch ein wenig schlauer ins Bett.
Donnerstag 21 Dezember 2006
Kraut und Rüben wird wiederholt
Die vor knapp einem Jahr gesendete Fernsehreihe Kraut und Rüben kommt zurück auf den Bildschirm. Der sechsteiler des Rockpalast beschreibt die Geschichte der Deutschen Rockmusik in der BRD von Anfang der siebziger Jahre bis hin zu Kraftwerk, die eine neue Ära einleiteten. Die deutsche – aber nicht zwingend deutsch sprachige – Musik aus diesem Zeitraum wird allgemein als Krautrock bezeichnet. Ein alter Artikel auf Stern.de fasst noch einmal den Krautrock und seine Auswirkungen auf nachfolgende Stile zusammen.
Wiederholt werden die jeweils einstündigen Folgen in der ersten Januarwoche 07 auf 3sat:
- Di 02.01. 00.25 Uhr Neue Töne braucht das Land
- Mi 03.01. 00.45 Uhr Es muss deutsch sein
- Do 04.01. 00.20 Uhr Ab ins Unbekannte
- Fr 05.01. 00.30 Uhr Vorsicht Kunst
- Sa 06.01. 01.25 Uhr Harte Zeiten (Doppelfolge)
- Sa 06.01. 02.25 Uhr Elektrische Impulse (Doppelfolge)
Dieser geniale geschichtliche Abriss stellt für jeden Musikfan ein absolutes Muss dar. Darüber hinaus gibt es viele Hintergrundinfos und Interviews. Wenn man dann so Sachen wie Killerpilze oder die Saubillig-Reklame sieht, kann einem echt das kalte Kotzen kommen. Damit dürfte die erste Woche des trostlosen Monats gerettet sein – wärmt schon mal die Videorekorder an.
Mittwoch 29 November 2006
Acid Queen
feat. Tina Turner (Acid Queen, Gesang), Ann Magret (Mutter), Oliver Reed (Stiefvater), Roger Daltrey (Tommy), Keith Moon † (Nebendarsteller, Trommeln), Pete Townshend (Gitarre), John Entwistle † (Bass).
Samstag 25 November 2006
Schandmaul - Bilder vom letzten Konzert
Vom letzten von mir besuchten Konzert, so viel sei angemerkt. Aus
einer allgemeinen und wahrscheinlich unbegründeteten Furcht heraus nehme
ich meine Knippse nicht in irgendwelche Konzerte mit. Aber andere tun
es, zu unser aller Vorteil. Beispielsweie stellt der/die Benuzer/in
FallenUnicorn des Schandmaulforums seine/ihre Fotosammlung vom hannoverschen
Schandmaul-Konzert ins Netz. Samt einiger interessanter Bilder der
Letzten Instanz, die als Einheizer auftraten – jaja, die Vorgruppen
nennt man mittlerweile Supporter… Aber auch der User der_Ritter (des
Schandmaulforums) bietet seine abgelichteten
Eindrücke des Konzerts auf seiner Homepage an.
Samstag 28 Oktober 2006
Schandmaul im Capitol
Schwer zu sagen ob es eine angenehme oder unangenehme Überraschung war: bis fünf Minuten vor Einlass quoll die Schlange vor der Tür bis über die Ihme-Brücke. Und das auch noch im Regen. Laut einer Ansage während des Konzerts sollen sich ~1.800 Personen im altehrwürdigen Kino, in dem das Capitol residiert, eingefunden haben.
Die Warteschlange ward aber schnell abgebaut und etwa 20 nach 8 spielte die Letzte Instanz auf, die ein wenig besser waren als das letzte mal. Immerhin eine gute Stunde waren sie auf der Bühne. Besonders bei den älteren Stücken (Kopfkino, Rapunzel) konnte man etwas vom alten Geist der Instanzler erahnen. Bei dem gegenwärtigen Sauwetter werde' ich mir DVD mit Originalbesetzung nochmal rein ziehen. Schade nur, dass die Jungs in der neuen Besetzung immer noch fürchterlich auf Gruftie machen. Die alte Instanz war bunter und vor allem lebhafter – und alles andere als Mainstream.
Zurück zum Thema: Während die Instanz spielte, hatten wir es lediglich bis zur unteren Theke auf dem Balkon geschafft. Zwar direkt an der Getränkequelle, aber fernab jeglicher Sicht zu Bühne. In der Umbauphase versuchten wir unser Glück zwecks besserer Sicht an der oberen Theke auf dem Balkon, was auch klappte. Schon kurz nach dem Schandmaul ihr Spiel begannen, wippte der ganze Balkon mit. Nein, nicht die Leute, die vom Konzert mitgerissen wurden – der Balkon selbst!
Schandmauls Auftritt war wie immer mit sehr viel Spaß verbunden. Die Bühnenausstattung samt dem Licht war im wesentlichen in Blau und Goldbraun gehalten – mit einigen Farbtupfern zwischendurch versteht sich. Insgesamt betrachtet haben sie ihre Spielfreude nicht verloren, treten aber erheblich professioneller auf. Übung macht halt den Meister. Fotos gibt es diesmal nicht, weil 1. zu weit weg von der Bühne und 2. meine Handycam zu schlecht ist und 3. die einschlägigen Foren zum jetzigen Zeitpunkt immer noch nichts liefern. Wer die Schandmaul immer noch nicht kennt, sollte sich wirklich beeilen, was Konzerte betrifft – das Capitol war fast voll, ihr letztes Album war kurzfristig in den Top Ten.
Mittwoch 18 Oktober 2006
Bullfrog Blues - Rory Gallagher
Weil es so schön zum vorherigen Spiel passt: Hier der Bullfrog Blues von Rory Gallagher aus den frühen Siebziegern. Man beachte, dass es damals keine nennenswerten Grenzen zwischen Publikum und Bühne gab. Habe ich schon über die Rolling Stones abgelästert? Egal, betrachtet dieses Video und ihr werdet verstehen.
Neu! Jetzt auch in Farbe!
Noch mal ein wenig gebuddelt und das selbe Video in einer besseren
Version gefunden. Enjoy. – Und der vermeintliche Wolfgang Petry ist
etwas besser zu erkennen
.
Qntal in Hannover
Das angenehme gleich vorweg: Schön, das ihr nicht dabei wart! Denn selten hatte ich ein Konzert, bei dem ich mich am Tresen rumflegeln konnte und ständig eine Bedienung in Sichtweite hatte. Die Getränkebestellungen gingen zügig vonstatten, die Pfandrückgabe ebenso. Bilder gibt es nicht, weil der Akku vom Handy runter war und ich keine (eigene) SLR in Konzerte mitschleppe.
Als Vorkombo traten Unto Ashes auf, deren wirklich beruhigende Musik sich man mal in einer stillen Stunde anhören sollte. 'Chillen' verkneife ich mir, da es von der Zunft der Schildermaler verwendet wird, um ihren (männlichen) Nachwuchs mit verschnittenen, ungewaschenen Haaren und abgewetzten braunen Cordjacken anzusprechen. Aber im Kern trifft es schon, die Musik der Mädchen von Unto Ashes beruhigt wirklich. Auch war es nett fest zu stellen, das selbst in heutiger Zeit noch Led Zeppelin interpretiert wird.
Nebenbei sollte ich anmerken, das gestern Mittag mein Wochenende begonnen hat. Demzufolge war ich gestern Abend bereits so dicht, das es mich wundert, das der Taxikutscher mich auf anhieb ins Musikzentrum brachte. Immerhin war ich noch in der Lage, aus einer inneren Gehässigkeit heraus das letzte Fahrzeug in der Warteschlange am Stephansplatz zu wählen. Im Kern ausgedrückt: Fragt mich nicht nach Details!
Ist ja auch egal jetzt. Unto Ashes beruhigt die Nerven sehr gut, was man Qntal – dem Hauptact – ebenso uneingeschränkt unterstellen kann. Nur mit dem Unterschied, dass letztere ein wesentlich breiteres musikalisches Spektrum abdecken. Für die musikhörenden Anfänger (aka MTViva-Hörer bzw. Klinglton-/iTunes-Downloader): Qntal spielt eine Mischung aus elektronischer Musik mit mittelalterlichen Einflüssen.
Die Einflüsse reichen von verschiedenen alten europäischen Sprachen (auch Latein) bis hin zu diversen Flöten und Streichinstrumenten. Am gestrigen Abend unterstützte zudem die Geigerin der Anheizerband Qntal Live auf der Bühne, was wirklich in mehrerer Hinsicht sehr Reizvoll war.
Qntal zielten mit ihrem Spiel während des Hauptkonzerts mehr auf die recht helle, aber sehr angenehme Stimme von Syra – der Sängerin– ab, was aber der gesamten Darbietung etliches an Schwung nahm. Zum Schluss hin kam etwas Bewegung in den Saal, als das Stück Veni veni aus dem Nachbarprojekt Helium Vola vorgetragen wurde. Auf einmal konnte man erkennen, welches Potenzial in der Mischung aus Elektronik und Mittelalter steckt. Weitere Stücke knüpften kurz vor Konzertende daran an, aber leider kam den ganzen Abend nichts tanzbares rüber.
Die Mischung kann abgehen wie Teufel, aber leider waren gestern abend nur kränkelnde Engel anwesend – die auch noch gehätschelt werden wollten (Raucht nicht soviel…). Qntal verreist gerne mit leichtem Gepäck, was sich am fehlenden Merchandisingstand bemerkbar machte. Gerne hätte ich mir noch die eine oder andere CD zugelegt – auch von der Vorkombo! Zu guter letzt und leicht ernüchtert bleibt mir eigentlich nur diese nichts sagende ebay-Bewertung: Gerne Wieder.
Aber dann erheblich besser. Und ohne ausgestreckten Zeigefinger – für derartige Sprüche zahle ich zwar mittlerweile Steuern, aber keinen Eintritt.
Samstag 02 September 2006
Tanzwut - wir hatten Spaß
Ein gutes Stündchen für die Hinfahrt mussten wir schon einkalkulieren, denn es ging durch den langsam abflauenden Feierabendverkehr. Wäre das Wetter besser gewesen, wäre sogar eine Überlandfahrt in den Sonnenuntergang drin gewesen. Aber auch so erreichten wir mit meiner altersschwachen, italienischen (Im-)Mobilie die Sumpfblume. Anlaß des abendlichen Ausflugs war einer der seltenen Auftritte von Tanzwut in dieser Gegend, mit denen sie ihre Schattenreiter-CD promoteten.
Zugegeben, die CD stellt nicht gerade ein Highlight dar, aber dafür sind die Jungs von Tanzwut immer eine gute Adresse für klasse Liveshow. Wir reden hier nicht über Geschenke aus dem iTunes-Music-Store.
Martialisches Aussehen, mittelalterliche Instrumentierung gemischt mit Elektronik. Musikalisch von Klassik über Metal zum Mittelalter. Jeder von denen beherrscht mehrere Instrumente, eigentlich war das volle Repatoire vorhanden: Schalmeien, Dudelsäcke, E-Gitarren, Bässe, Schlagzeug in vielfältiger Form sowie Tasteninstrumente. In dem knapp zweitstündigen Konzert gab es die ganze Zeit guten Druck von der Bühne aus. Tanzwut fingen mit ihrer Version der Toccata an, gefolgt von 'Ihr wolltet spaß'. Zwischenzeitlich gab es sogar eine Reminiszenz an die Ärzte; die genaue Songfolge habe ich nicht mehr in Erinnerung – sowas konnte ich mir noch nie merken.
Ein Besuch in der Sumpfblume lohnt sich immer, da es selten voll wird, der Laden angenehm sauber ist und das Bier sogar noch in echten Gläsern ausgegeben wird. Nervende Türsteher fehlen völlig und man kann es sogar bis an den Bühnenrand schaffen. Und ja, schon wieder die Scheiß Handycam-Bilder. Auch wenn es vorraussehbar friedlich war, schleppe ich dennoch keine SLR in derartige Konzerte. Irgend ein Bier fliegt immer. Aber Egal, dabei sein ist alles.